Donnerstag, 3. September 2015

Rezension: "Gelöscht" - Teri Terry

entnommen bei amazon.de






Titel: Gelöscht
Autor: Teri Terry
Genre: Jugendbuch
Verlag: Coppenrath / Fischer FJB
Band: 1 von 3
Seiten: 432
Preis: 8,99€ (tb/eB) / 17,95€ (HC)

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Die Beschreibung:
Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren. Kyla wurde »geslated«. Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los – hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet? Zählte sie zu einer Gruppe von gefährlichen Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Webseite mit vermissten Kindern? Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem früheren Leben eingeholt und merkt allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit – doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen?
Die Rezension:
Das Buch habe ich zusammen mit Bianca von Prowling Books gelesen! Seit einiger Zeit hatte ich das Buch im Auge und als es dann auf dem Kindle war, bin ich auch oft drumherum geschlichen. Aber es hat ganz schön gedauert, bis ich es endlich zur Hand genommen habe. 

Der Einstieg gefiel mir echt gut. Man wird in die Geschichte geworfen. Kyla bekommt neue Eltern und ein neues Zuhause. Vorher war sie im Krankenhaus und es ist, als wäre sie eine neue Person. Sie ist ein Teenie, weiß aber offensichtlich einige elementare Sachen nicht mehr. Das war seltsam aber auch wahnsinnig spannend. Sie muss sich in ihrem neuen Umfeld zurechtfinden, was nicht leicht ist, wenn alle in ihr eine Kriminelle ist. Allerdings weiß sie nicht, was passiert ist, sie kann sich nur noch an ihren Aufenthalt im Krankenhaus erinnern, der Rest wurde gelöscht. 

Es hat ein bisschen gedauert, bis herauskam, wer wieso gelöscht wird. Aber das fand ich nicht nervig sondern spannend. So hatte ich direkt am Anfang sehr viele Fragen, die sich aber auch recht bald klären. Das fand ich ziemlich gut umgesetzt, da man so leicht am Ball bleibt, aber nicht frustriert ist, weil man doch einiges an Informationen bekommt. 
Auch das Leben bei der Familie und die Eingewöhnung fand ich ziemlich interessant. Da wird einem erst wieder bewusst, was man selbst so lernen musste, die jetzt selbstverständlich sind. 

Es hätte so toll werden können. Kayla wird von Albträumen geplagt, die sie nicht zuordnen kann. Bald hegt sie den Verdacht, dass es Erinnerungen sein könnten. Ihr fallen immer andere Sachen auf und so fragt sie sich immer öfter, was für ein Mensch sie vorher war. Wie es dazu kam, dass sie geslated wurde. Die Aufdeckung des Ganzen war echt gut gemacht und hat mich packen können.

Allerdings nahm meine Begeisterung bald ab. Grund dafür war ein Junge. Ben. Bald war klar, dass das Buch nicht ganz die Richtung einschlägt, die ich erwartet hatte. Sie hat mir auch nicht wirklich gefallen. Ich fand es recht doof und auch etwas vorhersehbar. Andere werden den Teil der Story mögen, ich kam mit Ben und seinem Verhalten nicht zurecht, er hat für mich den guten Eindruck zerstört. 

Nichtsdestotrotz waren die ganzen Verstrickungen echt nicht schlecht. Und ich habe mit Kayla überlegt, wie sie in ihre Lage kam und mit wem sie über alles reden könnte. Es ist nicht alles so leicht wie es scheint und die Figuren sind auch echt nicht leicht zu durchschauen. Irgendjemand verpfeift Kayla auch regelmäßig, aber ich hatte keine Ahnung, wer es sein könnte. Vermutlich hatte ich einfach jede Figur in Verdacht. 

Darum finde ich es so schade, dass zumindest aus meiner Sicht, einiges an Potential verschwendet wurde, um die Beziehung zwischen Ben und Kayla auszubauen. Zumal der Part auch nicht übermäßig emotionsgeladen ist. Man merkt, dass Kayla Ben mag, aber wirklich viele Gedanken gab es dazu nicht. Das ist einerseits nicht so schlecht gewesen, da ich eh nicht so ein Fan von Liebesgeschichten bin, andererseits konnte Kayla mich später auch nicht so gut überzeugen. Es war nicht so eindeutig wie wichtig Ben ihr jetzt wirklich ist. Da hat mir dann doch ein bisschen was gefehlt. 

Der Stil war im Englischen in Ordnung. Ich hatte keine Schwierigkeiten mit der Sprache. Der Stil war gut lesbar aber nicht zu einfach oder schlicht gehalten. Ich weiß nicht, ob ich es Einsteigern empfehlen würde, die es mal mit englischer Lektüre versuchen wollen, aber es ist definitiv nicht zu schwer. 
Ansonsten gefielen mir wie gesagt der Einstieg und die Entdeckungen von Kayle. Zwischendrin hatte ich aber ab und zu das Gefühl, als würde Tempo herausgenommen werden. Es gab einige Längen. Und na ja, dann kommt eben die Episode mit Ben, das hat mir ein bisschen das Buch kaputtgemacht. Selbst das Ende konnte es dann nicht mehr reißen.

Die Charaktere waren … schwierig. 
So interessant ich Kayla auch fand, wirklich warm wurde ich mit ihr nicht. Was nicht unbedingt schlecht war. Sie ist eben anders und deshalb kommt man nicht so leicht an sie heran. Sie wirkt auch manchmal etwas distanziert und nicht so gut greifbar. Dennoch ist sie ein spannender Charakter. Sie versucht zurechtzukommen, nicht aus dem Muster zu fallen und muss auf eine Menge achten. Es war ganz cool, sie zu begleiten. 
Ben … Muss ich wirklich noch etwas zu ihm sagen? Er ist eigentlich ganz okay und nett und … seltsam. Ich mochte ihn wirklich nicht, bei ihm ist es ein Wandel von einem Extrem ins andere. Damit kam ich nicht so klar. 
Von den Nebencharakteren mochte ich Kaylas Mom am meisten. Sie ist ein echter Drachen, aber auch ziemlich clever. Man weiß nicht so recht, was es mit ihr auf sich hat, aber es war echt spannend zu sehen, was sich hinter ihrer Fassade verbirgt. 

Fazit:
Ich fand das Buch sowohl gut als auch etwas frustrierend. Es ist durchaus spannend, dann aber wieder etwas träge. Ich weiß nicht recht, was ich damit machen soll. Es hat mir echt gefallen, aber die zweite Hälfte dann weniger. Ich glaube auch nicht, dass ich weiterlesen werde. Es hat mich nicht mehr richtig packen können. Schade um die an sich echt coole Idee. 

Von mir gibt es 3 von 5 Herzen!

eure Maria

Kommentare:

  1. Huhu Maria,

    schade, dass dich der Auftakt nicht so ganz überzeugen konnte. Ich war richtig gefesselt damals und finde die Reihe auch ziemlich gut.
    Hast du denn vor weiterzulesen?

    LG
    Anja

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    1. Hi Anja,

      ja Ben ging mir leider ziemlich auf die Nerven. Erst war er "blind" und dann dreht er fast schon durch und handelt so überstürzt. War schwierig an ihn und Kayla heranzukommen.
      Momentan habe ich eher wenig Lust dazu. Wie wird es denn noch?^^ Aber steht auf meiner Prioritätenliste sehr weit unten.

      Liebe Grüße
      Maria

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