Dienstag, 25. August 2015

Rezension: "Together forever - Zweite Chancen" - Monica Murphy

entnommen bei randomhouse.de


Titel: Together forever – Zweite Chancen
Autor: Monica Murphy
Genre: Liebesroman
Verlag: Heyne
Band: 2 von 4
Seiten: 368
Preis: 8,99€ (tb) / 7,99€ (eB)

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Die Beschreibung:
Die Geschichte um Faible und Drew geht weiter ...
Wenn ich Faible doch nur überreden könnte, mir eine zweite Chance zu geben! Dann würden sie und ich uns beide nicht mehr so verloren fühlen. Wir könnten zusammenfinden. Für immer.
Die Rezension:
Eigentlich hat mich der Vorgänger nicht so gepackt, dass ich ganz dringend hatte weiterlesen wollen. Aber dann hat es doch in den Fingern gekribbelt. Vielen Dank an Heyne für das Rezensionsexemplar!

Den Einstieg fand ich ganz in Ordnung. Drew und Fable haben sich seit einigen Monaten nicht mehr gesehen, weil Drew zu feige war, sie anzurufen oder auf ihre SMS zu reagieren. Sie leiden beide unter der Trennung und es ist offensichtlich, dass sie eigentlich zusammen sein wollen. 
Doch nicht alles in der Zwischenzeit war schlecht. Drew hat sich eine Therapeutin gesucht, die ihm dabei hilft, seine Vergangenheit zu bewältigen und ihn ermahnt, dass er vor seinen Problemen (oder Fable) nicht ewig davonrennen kann. Fable hat noch immer Ärger zu Hause, beißt sich aber durch. Durch Zufall wird Collin auf sie aufmerksam, der ein neues nobles Restaurant eröffnet und sie ihn seinem Team haben will. Fable kann eigentlich nicht nein sagen und nimmt das Angebot dann an. 

Es ist recht schnell klar, dass Drew und Fable in diesem neuen Restaurant aufeinandertreffen werden. Allerdings ist diese Begegnung alles andere als erfreulich, was allerdings an Drews Teamkollegen liegt, der Fable erst mal dumm anmachen muss. 
Als die beiden dann in Ruhe miteinander reden können, ist offensichtlich dass Fable ihm nicht lange böse sein kann. Das fand ich zum Teil gut und zum Teil schlecht. Sie gibt etwas zu schnell nach und lässt sich wieder zu sehr darauf ein. Aber wenn sie ihn sehr lange hätte zappeln lassen, wäre es vielleicht auch langatmig und langweilig geworden. 

Bei dem erneuten Zusammenkommen der beiden hatte ich etwas Panik. Ich dachte, dass Drew Fable an sich heranlässt, dann aber doch wieder einen Rückzieher macht und sie von sich stößt, sodass man eine on-off-Beziehung erlebt. 
Ihre Beziehung ist dann sehr allumfassend, spielt sich größtenteils im Bett ab und ist vor allem schnulzig. Da ich mit zu viel Romantik und Herzschmerz sowieso nicht gut zurechtkomme, bin ich da auch nicht der beste Indikator für zu viel Kitsch, aber mir persönlich war es wirklich etwas viel. 

Der Stil der Autorin ist leicht und liest sich schnell runter. Er ist gefühlvoll und emotional. Etwas zu emotional. Sie reden ständig über ihre Gefühle und drehen sich dabei, wie ich finde, auch oft im Kreis. Es geht immer um die gleichen Sachen und so kam es mir sehr wiederholend vor. Ich hab manchmal geglaubt, dass eigentlich nichts weiter im Buch passiert, außer dass sie sich sagen, wie sehr sie sich brauchen usw. 

Aber das stimmt eigentlich nicht. Bei Fable passiert sogar eine ganze Menge: neuer Job, Ärger mit ihrer Mom, gefolgt von einer Katastrophe. Ich will nicht sagen, dass die Dinge in den Hintergrund rücken, aber irgendwie war es seltsam. Es kam mir eher so vor, als wäre es wichtiger, das Verhalten der Figuren in den jeweiligen Situationen zu zeigen, dass sie sich beweisen müssten. Vermutlich ist das nur meine Ansicht, aber so ganz stimmig war es nicht. 

Die Charaktere mochte ich auch diesmal wieder ganz gern. 
Drew und Fable sind einfach unterschiedlich. Sie stürzt sich ins Leben, ist offen und will dadurch auch ein bisschen ihre Probleme in den Hintergrund drängen. In ihrer »Freizeit« kümmert sie sich lieber um andere als um sich. Sie muss sich um viel kümmern und trägt einen Haufen Verantwortung, aber das merkt man ihr kaum an.
Drew hingegen schottet sich lieber ab und hält sich gewissermaßen vom Leben und den Leuten fern. Er kann sich nicht so schnell fallenlassen, will es aber bei Fable. Er ist eigentlich nur für sich selbst verantwortlich und will mit seiner Familie vor allem mit Adele nichts zu tun haben. 
Sie beide tragen so ihre Päckchen mit sich herum und können beide nicht wirklich gut über ihre Sorgen reden. Sie machen das lieber mit sich selbst aus oder rennen davon (Drew). Bald merken sie aber, dass es leichter ist, die Dinge gemeinsam anzugehen. 

Fazit:
So geht es in diesem zweiten Band um eine zweite Chance, große Gefühle und riesige Probleme, die sich nicht einfach so lösen lassen. Drew und Fable wachsen über sich hinaus und erkennen, dass sie nicht allein sind, dass es meist besser ist, wenn einem jemandem zur Seite steht und dass Nähe nicht immer etwas Schlechtes ist. 

Trotz einiger Schwächen fand ich das Buch in Ordnung, es hat mich nicht vom Hocker gerissen, aber ich war auch nicht genervt oder gelangweilt. Solide Mitte eben. Da es im dritten Band dann um jemand anderes geht, ist noch offen, ob ich weiterlese oder nicht. 

Diesmal gibt es gute 3 von 5 Herzen!

eure Maria


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