Donnerstag, 30. Juli 2015

Rezension: "Spinnefieber - Elemental Assassin 4" - Jennifer Estep

entnommen bei piper.de


Titel: Spinnenfieber – Elemental Assassin
Autor: Jennifer Estep
Genre: Fantasy
Verlag: Piper
Band: 4 von 12
Seiten: 382
Preis: 12,99€ (broschiert) / 9,99€ (eB)

→ beim Verlag kaufen?
→ bei Amazon kaufen?

→ Rezi zu »Spinnenkuss«
→ Rezi zu »Spinnentanz«
→ Rezi zu »Spinnenjagd«




Die Beschreibung:
Gin kennt sich mit Messern besser aus als mit Gefühlen. Dass nun ausgerechnet sie bei Geschäfttsmann Owen Grayson Schmetterlinge im Bauch hat wie ein pubertierender Teenager, hätte sie sich nie träumen lassen. Aber es ist eben nichts heißer als ein Mann, der sie so nimmt, wie sie ist - inklusive ihrer Vergangenheit, die immerhin dazu geführt hat, dass sie ziemlich mächtige Feinde hat. Und die haben es mal wieder auf Gin abgesehen. Nur haben sie diesmal eine Killerin angeheuert, die Gin das Wasser reichen kann.
Die Rezension:
Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

Es beginnt mit einem Mord – mit was auch sonst, immerhin haben wir es mit Gin Blanco zu tun. Vor einigen Wochen hat sie Mab Monroe den Krieg erklärt und tötet nun diverse Handlanger der Feuermagierin. Dieses Mal geht es um einen Mann, der vermutlich Drogen verlädt. Allerdings greift Gin nicht sofort ein, ihr kommt die ganze Sache seltsam vor. Die Warterei lohnt sich, da plötzlich eine Frau auftaucht, eine Elementarmagierin, die zudem eine berühmte Auftragskillerin ist und ihre Gegner mit Blitzen erledigt. Sie wurde von Mab angeheuert, um die Spinne zu töten.

Der Einstieg war wie immer ganz okay, aber auch sehr wiederholend. Man erfährt erst einmal wieder alles über Gin, ihre Vergangenheit, über die letzten Ereignisse und das letzte Buch. Wenn es nicht zwischendurch immer wieder Passagen zum aktuellen Geschehen gegeben hätte, hätte ich die Seiten gern überblättert. Eigentlich sollte am Anfang ja schon Spannung aufkommen, immerhin ist eine gefährliche Killerin in der Stadt, aber durch die ganzen Wiederholungen wurde ich immer wieder gebremst und auch etwas aus der Story gerissen. 

Die Charaktere haben mir aber wieder gut gefallen. 
Gin verändert sich langsam und stößt Owen nicht länger von sich. Sie hat Angst vor ihren Gefühlen, will ihm aber vertrauen. Auch ihre Kräfte ändern sich. Ihre Eismagie wird mit jedem Tag stärker, da die Macht nicht länger durch das Steinsilber in ihren Händen blockiert wird. Gin will diese Kraft nicht annehmen, muss aber lernen, damit klarzukommen. 
Ich fand ihr Gehabe manchmal etwas anstrengend. Sie kommt nicht länger wie die toughe, überlegene Frau rüber. Sie sagt immer, dass sie die beste ist, aber jedes Mal war ihr Gegner ihr überlegen, sei es durch Magiestärke oder Mannstärke. Inzwischen ist das für mich etwas abgenutzt, da helfen auch Steigerungen wie: »Sie war noch stärker als die Luftmagierin« (Band 1) nicht mehr viel. Natürlich ist sie ein starker Charakter und muss an ihre Grenzen stoßen, sonst wäre es ja langweilig. Aber es fällt mir schwer, ihr ihre Art abzukaufen. Ich mag sie als Charakter sehr gern, aber dann spielt sie sich wieder als Bad-Ass auf und das kommt bei mir nicht mehr so gut an. 
Auch die anderen Charaktere mag ich ganz gern. Auch Owen ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen und ich bin froh, dass er es mit Gin probiert und sie offensichtlich auch verstehen kann. Eine nette Abwechslung zu Donovan Caine. Auch Bria wächst einem immer mehr ans Herz, zumal man auch wieder mehr über sie erfährt. Ebenso Finn, ohne den es nicht dasselbe wäre. 

Der Stil... Ja, ich rege mich immer wieder über die Wiederholungen auf, sie sind einfach nervig. Ich kann sie auch nicht ignorieren, da sich mich teils aus spannenden Situationen reißen und einfach nur langweilig sind. Das verschenkt zu viel Potential und hat dazu geführt, dass ich ab und an desinteressiert durch die Story getaumelt bin. 
Das Erlebnis auf Gins Kindheit, bei dem sie ihre Familie verloren hat wieder immer und immer wieder aufgegriffen. Mal in längerer, mal in kürzerer Ausführung. Man weiß doch inzwischen, was damals passiert ist. Dennoch muss es immer wieder zusammengefasst werden, statt einfach nur zu schreiben »damals«. Auch muss bei Gins Runen auf den Händen immer in jedem Buch mehrmals erklärt werden, wie die zustande kamen. Es taucht einfach alles immer wieder auf und das nervt mich wirklich. 
Ansonsten mag ich den Schreibstil, wirklich! Es geht schnell voran, ist präzise und die Dialoge sind oft auch lustig gestaltet. Ich mag es sehr gern lesen, zumal es oft spannend ist, sodass ich nach der Hälfte die Bücher kaum noch weglegen kann. Wenn Frau Estep also endlich mit diesen Wiederholungen aufhören würde, hätte ich fast nichts mehr an ihrem Schreibstil zu meckern. 

Gut gefallen hat mir auch, dass der Magie wieder mehr Beachtung geschenkt wird. Gin will sich nicht auf ihre Magie verlassen, weshalb sie lieber zu herkömmlichen Waffen greift. Aber sie kommt immer wieder in Situationen, in denen sie nicht auf ihre Macht verzichten kann. So tauchen neben altbekannten Magieanwendungen auch immer wieder neue Tricks auf, die ich ganz interessant fand. Ein bisschen schade ist, dass man auch im vierten Band noch nicht genau weiß, wozu sie fähig ist, da sie ihre Magie meist eher auf sich statt auf andere anwendet, z.B. um sich zu schützen. 

Das Ende hat meinen Gesamteindruck leider nicht heben können. Irgendwie hat mich die Story diesmal nicht so packen können, dabei war Elektra eine interessante Gegnerin. Aber ich hatte Schwierigkeiten in die Story reinzukommen, auch wenn es später spannender wurde. Das Finale selbst war ziemlich gut, nur leider hat mir da noch ein bisschen was gefehlt. Der Funke ist diesmal leider nicht übergesprungen. 

Fazit: 
Insgesamt eine gute Fortsetzung, die mich allerdings nur schwer begeistern konnte, vielleicht lag es am Einstieg, vielleicht an Gins Haltung. Ich war nicht ganz überzeugt, obwohl das Buch wieder einiges zu bieten hat!

Diesmal gibt es leider nur 3 von 5 Herzen!

eure Maria

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen