Montag, 8. Juni 2015

Serienkommentar: "The Flash - Staffel 1"


Titel: The Flash

Genre: Superhelden / DC / Action
Darsteller: Grant Gustin (Barry Allen), Tom Cavanagh (Harrison Wells), Danielle Panabaker (Caitlin Snow), Carlos Valdes (Cisco Ramon), Jesse L. Martin (Joe West), Candice Patton (Iris West), Rick Cosnett (Eddie Thawne)
Umfang: 23x 42 Minuten

Da wir die Serie kürzlich beenden konnte, wollte ich mal meine Meinung dazu schreiben. 

Größtenteils Spoilerfrei, enthält aber viele Hinweise zur ersten Folge und ein paar Hints für später - aber keine Auflösung!



Die Handlung... 
... baut sich über die Serien langsam auf,. 
Barry Allen wird durch die Explosion des Teilchenbeschleunigers vom Blitz getroffen und entwickelt daraufhin eine unglaubliche Schnelligkeit. Doch er ist nicht der einzige, bei dem die Explosion Kräfte freigesetzt hat. Mit der Zeit tauchen immer mehr Meta-Wesen mit seltsamen Fähigkeiten auf, die Central City bedrohen. Barry nutzt seine Schnelligkeit, um sie einzufangen. Mehr als einmal muss er aber feststellen, dass Schnelligkeit nicht alles ist. 

Der übergeordnete Plot dreht sich um den Mord seiner Mutter. Als er ein kleiner Junge war, wurde sie von jemandem getötet, die Schuld wurde seinem Vater angehängt, der seit dem im Gefängnis sitzt. Doch Barry weiß, dass es jemand anderes war, ein Mensch, der sich so schnell bewegt hat, dass er ihn nicht richtig sehen konnte. Als plötzlich ein Mann in gelb auftaucht, der sich so schnell, wenn nicht sogar schneller, bewegen kann als Barry, steht für ihn fest, das das derjenige ist, der seine Mutter auf dem Gewissen hat. Stellt sich nur noch die Frage: Wer steckt hinter der Maske? 

Am Anfang der Staffel passiert noch nicht viel zum Grundplot. Die Metas werden eingeführt und Barry entdeckt mehr und mehr, was er mit seiner Schnelligkeit anstellen kann. Dabei hilft ihm ein kleines Team von S.T.A.R. Laboratories, dass für den Teilchenbeschleuniger verantwortlich war. 
Nach und nach gibt es mehr Hinweise und die Folgen hängen auch mehr zusammen. Wo man die ersten noch größtenteils unabhängig voneinander gucken kann, wird es dann immer verzahnter und die Aufklärung steht kurz bevor.

Die Charaktere ... 
... gefallen mir sehr gut.
Barry Allen ist ein lockerer Typ, der einiges auch zu leicht nimmt und nicht immer mit dem gebührenden Ernst dabei ist. Aber das macht ihn nicht anstrengend, sondern auch sympathisch. Er will das Richtige tun und den Leuten mit seinen Kräften helfen. Eben auf seine Art.  
Caitlin und Cisco sind Mitarbeiter bei S.T.A.R. Labs und werden bald enge Freunde von Barry. Während Caitlin ihn regelmäßig zusammenflicken muss, kümmert sich Cisco um die Erfindungen und den Anzug, der schnell sein ganzer stolz ist. Caitlin wirkt etwas aufgeräumt und ernst. Bei der Explosion hat sie ihren Verlobten verloren, was sie nicht so leicht überwinden kann. Mit der Zeit taut sie aber auf und man schließt sie immer mehr ins Herz. 
Cisco ist neben der Technik auch für den Humor zuständig. So müssen die Bösewichte immer irgendwelche coole Namen bekommen und kaum eine Situation bleibt unkommentiert. Er ist ähnlich locker wie Barry und wirkt als einen Laborant schon fast Fehl am Platz, da er sich unter anderem auch unkonventionell kleidet. Er ist ein Kumpel, den man sicher auch gern im echten Leben haben wollen würde. 
Harrison Wells ist ein genialer Wissenschaftler, dem Central City einiges zu verdanken hat. Beim Teilchenbeschleuniger ging der Schuss allerdings nach hinten los. Er hat viele Menschenleben auf dem Gewissen und kann seit dem Unfall nicht mehr laufen. Viele würden sicherlich sagen, dass er es nicht verdient hat, noch am Leben zu sein. Nach dem Unglück tut er alles, um Barry zu helfen. Ohne seine Hilfe, hätte Barry sicher auch nicht überlebt. Harrison steht dem Team mit vielen guten Ratschlägen zur Seite und ist auch an der Entwicklung diverser Hilfsmittel beteiligt. 

Neben dem harten Kern in S.T.A.R. Labs gibt es auch noch Joe, der sich um Barry gekümmert hat, nachdem seine Mutter gestorben und sein Vater ins Gefängnis gekommen ist. Joe ist quasi der zweite Vater von Barry. Die beiden geraten gern mal aneinander, zumal Joe es nicht gern sieht, wenn sich Barry einmischt. Außerdem will er nicht, dass irgendjemand von Barrys geheimer Identität erfährt. Allen voran nicht Iris, Joes Tochter. 
Iris ist Journalistin und wird bald zur Stalkerin. Sie sammelt alles, was sie zu Flash finden kann und veröffentlicht es auf ihrem Blog. Ihr Vater versucht es ihr auszureden, doch sie will unbedingt wissen, wer hinter der Maske steckt. Doch Barry hält sich an die Abmachung und verrät nichts, auch nicht, wie er für sie empfindet. 
Schnell ist klar, dass Barry mehr als nur mit ihr befreundet sein will. Nach seinem Unfall verbringt er aber einige Monate im Koma. Als er wieder aufwacht, ist Iris mit Eddie zusammen, dem Partner von Joe. Eine bittere Pille, die Barry schlucken muss, seine Freundschaft zu ihr will er aber nicht aufgeben.

Die Charaktere sind alle sehr individuell gestaltet und wirken definitiv nicht wie ein Abklatsch voneinander. So ergänzen sie sich gut und bringen viele Facetten in die Serie. Sie wirken vielfältig und greifbar. Sie wirken insgesamt rund und stimmig. 

Großes Plus war auch die Überschneidung mit der Serie Arrow. Da habe ich, als ich mit The Flash anfing, bereits zwei Staffeln gesehen und im Anschluss direkt Lust, die dritte Staffel weiterzuschauen. Wer Arrow kennt, wird sich freuen, ein paar bekannte Gesichter - oder wie Felicity sagen würde: "die gut geölte Bogenschießmaschine" - wiederzusehen. An den Folgen erkennt man auch schön die verschiedenen Taktiken und Meinungen beim Thema Verbrechensbekämpfung. 
Die Cross-Over-Folgen waren definitiv ein Highlight bei The Flash

Auch muss ich sagen, dass ich The Flash im Vergleich etwas besser finde als Arrow. Es ist einfach lockerer und spaßiger. Team Flash nimmt die Verbrecher schon ernst, aber man hat immer noch eine leichte Note dabei, sodass es nicht diesen düsteren Charakter hat wie Arrow oder Gotham - um mal eine andere DC Serie zu nennen. 

Fazit: 
Wer also bei Pro7 die erste Hälfte gesehen hat und überlegt, ob er weiterschauen soll: Mach es! Es lohnt sich. Und alle, die sich noch unsicher sind, überhaupt damit anzufangen: Macht es! 
Ich bin wirklich begeistert und freue mich nach dem tollen Finale auf die neue Staffel im Herbst!

Viel Spaß beim Schauen!
eure Maria

Kommentare:

  1. Hey Maria,
    ich liiiiiebe die Serie. Gotham und Arrow auch :) Ich mag alle drei total gerne :)
    Schön, dass ich da nicht die einzige bin :D
    Lg Kerstin

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    1. Hi Kerstin :D
      am Anfang hab ichs nur so zu Spaß geguckt, weils ja ganz lustig ist, dann wurde es immer spannender und ich konnte nicht mehr aufhören :D
      Gotham ist mir zu düster und im Moment fehlt meinem Freund und mir die Lust. Dafür haben wir letzte Woche die dritte Staffel Arrow durchgesuchtet :D Muss auch mal sein ;)

      Liebe Grüße
      Maria

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    2. Ich bin totaler Fan von Comic-Verfilmungen und Stephen Amell ist einfach großartig :D Und The Flash musste ich natürlich dann auch gucken, weil es ja das gleiche Universum ist. Mein Bruder guckt nur The Flash und dann muss ich ihm immer erklären, was in den Cross-Over-Folgen passiert :D
      Gerade das düstere finde ich bei Gotham so toll. Ich finde es großartig, wie sie das gemacht haben. Es ist zwar Modern, mit Handys und so, aber trotzdem hat es was von einem 30er-Jahre-Gangster-Film :D

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