Samstag, 6. Juni 2015

Filmkommentar: "Teenage Mutant Ninja Turtles" (2014)




Titel: Teenage Mutant Ninja Turtles

Genre: Action/ Superhelden
Darsteller: Megan Fox, Will Arnett, William Fichtner, Whoopi Goldberg
Synchronisation: Alexander Brem, Stefan Günther, Benedikt Weber, Dominic Auer, Erich Ludwig
Länge: 101 Minuten



Wer als Kind (oder später) die Serie geguckt hat, wird wohl überlegt haben, ob er sich den Film anschauen soll. Mir ging es nicht anders und gestern bin ich endlich dazu gekommen, ihn zu schauen. 



Die Handlung...

... beginnt mit einer Reporterin, die gern mehr machen würde, als sinnlose News, die sowieso keinen interessieren. Sie will ernst genommen werden und verbeißt sich in der Geschichte rund um den Food Clan. Eines Abends sieht sie, wie der Food Clan wieder mal zuschlägt, allerdings von einem Selbstjustizler aufgehalten werden kann. Sie hat keine Beweise für das, was sie gesehen hat, will aber mehr darüber erfahren und ihren Sender darauf aufmerksam machen, der ihr natürlich kein Wort glaubt. Bei einem erneuten Übergriff des Food Clan sieht sie dann endlich, um wen es sich handelt - mutierte Schildkröten. 

Ich fand es einerseits ganz gut, dass man die Schildkröten erst nach einer Weile wirklich gesehen hat und vorher nur Schatten durchs Bild huschten o.ä. So hat man Aprils Perspektive des Ganzen, die ja noch keine Ahnung hat. Allerdings weiß das ja der Zuschauer, weshalb ich es andererseits etwas zu geheimnistuerisch fand, auch wenn es ja Ninjas sind, die nicht gesehen werden wollen. 

Später wird April in die Kanalisation entführt, da sie diejenige war, die die Schildkröten damals aus dem Labor gerettet hatte. Es folgt die komplette Hintergrundgeschichte. Was ganz gut ist, wenn man die Serie nicht kennt oder nicht mehr viel davon hängen geblieben ist. Aber so hat man in der ersten Hälfte des Films sehr viel Einführung, wie es zu den TMNT kam und was es damit auf sich hat. Der Teil ist nicht unbedingt langweilig, allerdings denke ich, dass es nur beim ersten Mal schauen interessant ist, beim zweiten Mal würde ich es wahrscheinlich auch überspringen. 

Die zweite Hälfte ist dann fast nur noch Action. Die Schildkröten müssen befreit und Shredder aufgehalten werden. Man rast tatsächlich von einer Action ist die nächste. Das wiegt den ersten Teil etwas auf, aber mir war das schon fast zu viel. 
Insgesamt also viel Vorgeschichte, Humor und dann viel Action. Dadurch ist gerade die zweite Hälfte sehr spannend, insgesamt vermittelt es aber einen eher seichten Eindruck.

Die Charaktere...
... bzw. Schildkröten fand ich dann ganz gut. Leonardo ist der Anführer und etwas zurückhaltender. Raphael ist eher der Draufgänger und etwas aggressiv. Michelangelo ist der gechillte Bruder (den ich zeitweise etwas nervig fand) und Donatello eher der Technikfreak, obwohl er im Film nicht sooo viel damit zu tun hat. So konnte man sie auch ganz gut unterscheiden, wenn man mal nicht auf die Masken achten wollte. 
Hier auch mal ein Lob an die deutschen Synchronsprecher. Die stimmliche Leistung fand ich sehr gut, gerade weil die Turtles nicht viel Mimik hergeben, mit der das hätte kompensiert werden können.  
Da fand ich die echten Menschen fast schon etwas schwach. Megan Fox kennt wohl auch nur zwei Gesichtsausdrücke, die sie auch mit ihrer Ausstrahlung nicht viel facettenreicher gestalten kann. Den Charakter April mochte ich dennoch ganz gern, da sie nicht so schnell aufgibt und an der Sache dranbleibt, selbst wenn das ein paar Probleme verursacht. 

Die Darstellung der Turtels gefiel mir ebenfalls gut. Ich hatte bisschen Angst, dass sie richtig doof aussehen würden, wie andere Umsetzungen der Serie leider zeigen. Aber es war viel besser als erwartet. Zu den unterschiedlichen Waffen kommen noch verschiedene "Accessoires" die an den jeweiligen Charakter angepasst sind. Auch was den Körperbau angeht unterscheiden sie sich voneinander. 

Die Musik war dann top. Brian Tyler gehört seit Assassin's Creed - Black Flag zu meinen liebsten Komponisten und hat hier einen sehr epischen Score beigesteuert, den ich mir gern nochmal anhören würde. 
Das 3D war etwas enttäuschend. Es gab wenige wirklich coole Szenen. Da hätte ich es cool gefunden, wenn mehr mit 3D gespielt worden wäre, genug Szenen hätte es gegeben, die man mit Pop-outs (wenn einem was ins Gesicht fliegt) hätte verfeinern können. Auch die Bildtiefe war nicht wirklich vorhanden, mit der hätte man vielleicht auch noch was reißen können. 

Fazit: 
Ein eher kurzweiliger Unterhaltungsfilm, bei dem schnell klar ist, worum es geht und wer der Böse ist. Wer also einen entspannten Popkorn-Abend plant und eher was locker-lustig/ actionreiches sehen will, ist mit TMNT gut beraten. Wer mehr erwartet, sollte lieber zu einem anderen Film greifen. Und wer nur seine Kindheitserinnerung aufleben lassen will, wird sicherlich seinen Spaß haben. 

Viel Spaß beim Filmschauen!
eure Maria


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