Donnerstag, 7. Mai 2015

Rezension: "Together forever - total verliebt" - Monica Murphy

entnommen bei randomhouse.de


Titel: Together Forever – total verliebt
Autor: Monica Murphy
Genre: Love
Verlag: Heyne
Band: 1 von 4
Seiten: 271
Preis: 8,99€ (tb) / 7,99€ (eB)

→ bei Amazon kaufen
→ beim Verlag kaufen?







Der Klappentext:
Ich bin die Freundin von Drew Callahan, College-Football-Legende und Traumtyp. Er ist schön, lieb – und trägt noch mehr Geheimnisse mit sich herum als ich. Er hat mich zu einem Teil seines Lebens gemacht, in dem alles nur Schein ist und jeder mich irgendwie hasst. Und wie es aussieht, will ihn jede haben. Aber er hat nur eins im Kopf: mich. Ich weiß nicht, was ich noch glauben soll. Das Einzige, was ich weiß: Drew braucht mich. Und ich will für ihn da sein. Für immer.
Die Rezension:
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, wollte ich es mal wieder mit einem Buch diesen Genres versuchen. Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

Es beginnt mit Drew. Er will Fable als seine falsche Freundin anheuern und zahlt ihr dafür eine ganze Menge Geld. Über Thanksgiving muss er nach langer Zeit mal wieder nach Hause, traut sich aber nicht zu, das alleine zu schaffen. Da er sich bisher in den Sport und sein Studium gestürzt hat, hat er keine richtige Freundin, davon einmal abgesehen, dass er gar keine will. Darum kauft er sich eine. Für Fable, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt, bedeutet das ein paar Monate unbeschwertes Leben, also willigt sie ein. Sie sind für eine Woche ein Paar. Doch Drew hat nicht mit den Problemen zu Hause nicht übertrieben. 

Den Klappentext, sowie den Titel der deutschen Ausgabe finde ich nicht ganz so gut. Im englischen heißt das Buch »One Week Girlfriend« und passt viel besser als »Together forever«. Die beiden kommen sich erst langsam näher, obwohl sie das eigentlich gar nicht wollen, da sie lieber Einzelgänger sind. Auch haben sie ein bisschen damit zu kämpfen, dass sie den anderen nicht so gut einschätzen können, da ihr »Zusammenkommen« ja erst einmal nur mit Geld zu tun hat. Sie fühlen sich zueinander hingezogen, wissen aber nicht, ob der andere das auch so empfindet und stoßen sich auch gern mal ab. Das Buch selbst umfasst auch nur diese eine »erkaufte« Woche, in der sie bei Drew sind.

Den Einstieg vom Prolog fand ich ziemlich gut, ebenso das erste Kapitel, weil man einfach nicht damit gerechnet hat, dass Fable quasi als Freundin erkauft wurde. Das hat sofort mein Interesse geweckt und ich wollte wissen, wie es mit Drew und Fable weitergeht. Auch die Stimmung im Elternhaus war merkwürdig und hat viele Fragen aufgeworfen. 

Die Charaktere fand ich gut und eigentlich auch ganz passend und nachvollziehbar. 
Drew ist der College-Football-Typ schlechthin. Sieht gut aus, ist clever und so weiter. Aber statt den Bad Boy raushängen zu lassen, hält er seine Freunde auf Distanz und will von Mädels nichts wissen. Er hat um sich herum eine Mauer errichtet, durch die niemand dringen kann – außer Fable. Er hat ziemlich viel durchmachen müssen, was im Buch langsam ans Licht kommt. Er will die Vergangenheit begraben, kommt aber von ihr nicht los. Für mich war ziemlich offensichtlich, was ihm passiert sein muss, aber es dauert sehr lange, bis es im Buch aufgedeckt wird. 
Fable hat es auch nicht leicht. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und verbringt mehr Zeit mit Männern als zu Hause. Fable muss viel arbeiten, um die Familie über Wasser zu halten und sich zudem um ihren 13-jährigen Bruder kümmern, der im Moment recht viel Mist baut. So kommt ihr das Geld von Drew gerade recht, damit muss sie sich wenigstens um das Finanzielle keine Sorgen mehr machen. Sie wirkt recht stark und stur, gibt nicht leicht auf und will Drew wirklich dabei helfen, die Woche bei seinen Eltern zu überstehen. Das ist nicht leicht für sie, da bei ihm ziemlich schnell die Stimmung umschwingen kann und er sie wieder wegstößt. 
Sie beide schleppen viel mit sich herum und bald wird ihnen klar, dass sie einander doch brauchen und beide sind froh, das alles zusammen durchzustehen. 

Die Beziehung fand ich ganz okay. Erst kennen sie sich kaum, dann kommen sie sich näher, was klar ist, wenn sie so viel Zeit zusammen verbringen. Es ist nur nicht ganz eindeutig, ob sie sich tatsächlich mögen, ob sie die Situation ausnutzen wollen, ob sie sich nur körperlich zueinander hingezogen fühlten, oder doch mehr dahinter steckt. Drew weiß, dass er Fable braucht und mag sie offensichtlich auch. Es geht bei den beiden aber oft hin und her, zudem lassen sie sich nicht so leicht in die Karten schauen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich noch drei weitere Bücher in diesen Hochs und Tiefs verkraften würde. Es hielt sich im Rahmen und ich fand es auch gut, dass Drews Probleme nicht einfach weggewischt werden, sondern konstant auftauchen. Aber eine klare Linie wäre ab und an auch gut gewesen. 

Der Stil ist locker und schnell zu lesen. Die Perspektive wechselt zwischen Drew und Fable hin und her (ist jeweils gekennzeichnet). Es handelt sich jeweils um Ich-Erzähler, die die Story im Präsens erzählen – was mich ab und an mal rausgebracht hat, da ich das nicht so gewöhnt bin. Aber man kommt schnell durchs Buch und ich hab mich dabei erwischt, dass ich es nicht weglegen wollte. Durch das Drama ist es natürlich auch spannend, aber ich wollte auch wissen, ob meine Vermutung (Drews Geheimnis) richtig war und wie die beiden miteinander umgehen. Das Tempo des Buches war gut gewählt, er geht schnell voran und ich hatte nicht das Gefühl, dass einiges unnötig in die Länge gezogen worden ist. 

Ich muss sagen, dass es mich schon hat packen können, aber es zeitweise auch anstrengend war, weil die beiden die halbe Zeit umeinander rumtänzeln und man einfach keine Ahnung hat, wie sie wirklich zueinander stehen und ob das nur ein kurzweiliges Vergnügen ist. Es ist ein emotionales Buch, dass einen nicht kalt lässt, ich kann aber verstehen, wenn einige Leser bald genervt sind, weil man vieles eben auch nicht erzählt bekommt, bzw. Drew um alles ein riesen Geheimnis macht. Man muss solche verworrenen Storys mögen. Ich hab es dann irgendwann leicht distanziert betrachtet, weil es mich sonst wohl auch genervt hätte. 

Das Ende war dann auch wieder sehr emotional und lässt viel Spielraum zum nächsten Band. Ich kann mit grob vorstellen, wie es weitergeht, aber bei den beiden kommt es eh immer anders, als man denkt. Wie am Anfang schon gesagt, umfasst das Buch nur die eine Woche, also erwartet nicht zu viel Nachbesprechung. Ob ich weiterlesen werde, weiß ich noch nicht.

Fazit:
Eine mehr oder weniger leichte Lektüre, in der mehr drinsteckt, als ich erwartet hatte. An sich hat mir das Buch gut gefallen, aber es hat mich dann nicht ganz soo gepackt. Ich wurde gefühlt immer unbeteiligter und hat es dann nur noch runtergelesen. Erst gegen Ende war ich dann wieder mittendrin. 

Aber die Idee wurde gut umgesetzt und bringt auch etwas frischeren Wind in das Genre. Ich kenn mich zwar nicht so aus, aber ich könnte mir vorstellen, dass es sich doch etwas vom Einheitsbrei abhebt, gerade wegen der Episode mit der gekauften Freundin. 

Von mir gibt es solide 3,5 von 5 Sternen!

eure Maria


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen