Montag, 18. Mai 2015

Rezension: "End of Days" - Susan Ee






Titel: End of Days 
Autor: Susan Ee
Genre: Fantasy/ Dystopie
Verlag: Hodder and Stoughton
Band: 3 von 3 
Seiten: 435
Preis: 9,20€ (tb) / 3,49€ (eB) (verschiedene Ausgaben!)

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Die Beschreibung:
After a daring escape from the angels, Penryn and Raffe are on the run. They're both desperate to find a doctor who can reverse the twisted changes inflicted by the angels on Raffe and Penryn's sister. As they set off in search of answers, a startling revelation about Raffe's past unleashes dark forces that threaten them all. When the angels release an apocalyptic nightmare onto humans, both sides are set on a path toward war. As unlikely alliances form and strategies shift, who will emerge victorious? Forced to pick sides in the fight for control of the earthly realm, Raffe and Penryn must choose: Their own kind, or each other?
Die Rezension:
Ich habe über ein Jahr auf dieses Buch warten müssen. Umso erfreuter war ich, dass es sogar noch vor dem offiziellen Erscheinungstag geliefert wurde. So trudelte es am 6. Mai ein und musste umgehend gelesen werden! 

Es beginnt direkt da, wo Band zwei aufgehört hat. Penryn und Raffe suchen nach einem Arzt, der Raffes Flügel wieder austauschen kann. Im Schlepptau haben sie den flügellosen Beliel und Penryns Schwester Paige, die die Locusts* kontrolliert. Bei ihrer Suche finden sie ein Haus, nicht weil von Alcatraz. Als sie nicht fündig werden, kehren sie zum Lager des Widerstands zurück und versuchen Doc ausfindig zu machen. Beliel wurde in der Zwischenzeit von Hellions befreit, doch Penryn soll ihn nur allzu bald wiedersehen. 
Uriel plant weiterhin die Apokalypse und will die Engel in den Krieg stürzen. Viele folgen ihm blind, ohne zu sehen, dass er alle manipuliert. Als ein neuer Messenger gewählt werden soll, droht alles den Bach runter zu gehen. 

Der Einstieg war sehr abrupt. Nach über einem Jahr wusste ich nicht mehr genau, wie es aufgehört hat und musste mich erst wieder zurechtfinden. Das war insgesamt aber nicht allzu schwer. Wer sich aber unsicher ist, sollte sich vorher eine Zusammenfassung anschauen, da auch nicht sooo viel wiederholt wird. Kann auch sein, dass es mir nicht aufgefallen ist, weil ich mich nicht mehr an so viel erinnert habe. 

Die Charaktere waren wieder top. 
Penryn ist jetzt als Angel Slayer bekannt und weiß gar nicht, wie sie damit umgehen soll. Sie nutzt den Titel zwar zu ihrem Schutz, tief drinnen ist sie aber ein verängstigtes Mädchen, dass einfach nur wieder ein normales Leben führen will, ohne sich ständig um Engel und die Apokalypse zu sorgen. Sie ist sehr stark und mutig und lässt sich nicht so leicht von anderen einschüchtern – zumindest verbirgt sie es gut. Sie packt die Dinge an und lässt nicht locker. Schon seit dem ersten Band gehört sie zu meinen Lieblings-Buchcharakteren. 
Raffe ist hin- und hergerissen. Es ist offensichtlich, dass er Penryn mehr als mag, aber er kann seiner Aufgabe bzw. seinen Leuten nicht den Rücken zukehren. Er hält es für falsch, dass er etwas mit einer Menschenfrau hat, was immer wieder ein recht wankelmütiges Verhalten hervorruft. Mal lässt er Penryn an sich heran, dann schiebt er sie wieder von sich. Man hat bis zum Ende gefiebert, ob er sein »Pflichtgefühl« überwinden kann. Und ob sie die Apokalypse überhaupt überleben. 
Auch die anderen Charktere fand ich sehr spannend. Gerade Paige und Beliel, aber auch andere wie Doc und Penryns Mutter. Sie kommen mehr oder weniger oft vor, bringen aber verschiedene Sichtweisen und Facetten mit, dass man bei allen Charakteren wissen will, was aus ihnen wird, wie sie sich durch die Apokalypse schlagen und wie sie sich vielleicht auch dadurch verändern. 

Auch diesmal steht die Beziehung zwischen Penryn und Raffe nicht im Vordergrund. Natürlich drehen sich Penryns Gedanken oft um Raffe, aber auch um die Apokalypse, Uriel und ob sie das überleben werden. So hat man als Leser nicht das Gefühl, dass es nur um diese Lovestory geht, sondern wirklich um die Apokalypse. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich so auf jeder Ebene des Buches mitfiebern konnte. 

Der Stil ist wieder sehr gut. Im Englischen hatte ich ab und an mal ein paar Probleme, da ich mir die Locusts oder den Sixer nur bedingt vorstellen konnte, aber bei den Biestern ist es vielleicht auch besser, wenn man es nicht genau weiß. Ansonsten kam ich aber gut voran und würde schon sagen, dass es bis auf ein paar Kleinigkeiten leicht zu lesen ist. 
Es war auch durchweg spannend. Ich hatte nie das Gefühl, dass sich etwas zu sehr hinzieht. Es ging meist Schlag auf Schlag, sodass ich das Buch stellenweise nicht mehr aus der Hand legen konnte. 

Das Setting und die Idee haben mir wieder sehr gut gefallen. Die ganze Aufmachung ist einfach klasse und auch die verschiedenen Schauplätze konnte ich mir gut vorstellen. Das Meer der Hände fand ich sehr gruselig und die Kampfarena von der Engelkuppel her ganz interessant. Susan Ee bringt viele gute, aber auch makabere Ideen zusammen, die dem Buch einen besonderen Flair geben. Man hat das Gefühl, die Apokalypse mit Penryn zu erleben. 

Das Ende fand ich gut und teils auch nicht so gut. Es war sehr spannend und hatte dem Leser einiges zu bieten, aber so ganz zufrieden bin ich leider nicht. 
In jedem Fall bietet das Ende einen runden Abschluss der Trilogie und ich denke, dass sich das lange Warten schon gelohnt hat. 

Leider waren meine Erwartungen etwas zu hoch. Man kennt das ja: Da wartet man ewig auf ein Buch und je näher der Veröffentlichungstermin rückt, desto besser werden die vorhergehenden Teile und man kann es kaum noch abwarten. Das Buch hat mir schon sehr gut gefallen, mir fehlte aber der Kick bzw. das Prickeln, dass die andern beiden Bücher bei mir ausgelöst haben. Die Erwartungen waren zu hoch und wurden nicht erfüllt. Dennoch ist es ein tolles Buch. Ich denke, ich werde die Reihe bald noch mal mit etwas Abstand lesen, dann wird der dritte sicherlich auch so fulminant wie gehofft. 

* Keine Ahnung, wie die übersetzt wurden. Menschen mit einem Skorpionschwanz, soweit ich das verstanden habe.

Fazit:
Ein tolles Finale, das es in sich hat. Ich habe mit Penryn und den anderen mitgefiebert, mit ihnen gehofft und gebangt. Wirklich toll umgesetzt, auch wenn ich nicht vollkommen hin und weg bin. 

Von mit gibt es dennoch eine absolute Leseempfehlung für alle drei Bücher! Lest es!

Diesmal gibt es 4,5 von 5 Herzen!

eure Maria


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