Samstag, 23. Mai 2015

Rezension: "Die Entscheidung des Flammenmädchens" - Samantha Young

entnommen bei amazon.de


Titel: Die Entscheidung des Flammenmädchens
Autor: Samantha Young
Genre: Fantasy
Verlag: Darkiss
Band: 3 von 4 
Seiten: 293
Preis: 12,99€ (eB/ tb)

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→ Rezi zu »Flammenmädchen«






Die Beschreibung:
Je mehr Feuergeister erfahren, dass Ari das „Siegel des Salomons“ ist, desto gnadenloser wird sie gejagt. Ein neuer, rätselhafter Feind verfolgt sie bis in ihre Träume, und es fällt ihr immer schwerer, die dunkle Macht zu kontrollieren, die in ihr schlummert. Zudem sorgt sie sich um ihren Jugendfreund Charlie, der inzwischen offenbar süchtig nach schwarzer Magie ist. Einziger Lichtblick: Ihr geliebter Jai bekennt sich endlich zu seinen Gefühlen! Ari ist jedoch klar, dass er dadurch noch stärker ins Visier ihrer Gegner gerät. Um ihr Glück zu schützen, lässt sie sich zur Dschinn-Jägerin ausbilden. Aber sind die Grenzen zwischen Gut und Böse wirklich so klar, wie sie glaubt?
Die Rezension:
Vielen Dank an Blogg dein Buch und Darkiss für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Es beginnt mit einem Traum. Ari sieht die Mutter der Dschinnkönige, Lilif, wie sie ihren Sohn gegen die anderen aufhetzt. Ari ist völlig verwirrt von ihrem Traum und weiß nicht wirklich, was sie damit anfangen soll. Außerdem wir Charlie bald vor Gericht gestellt, weil er Dalí getötet hat und zu allem Übel merkt sie, wie das Siegel immer stärker wird und langsam die Kontrolle über sie übernimmt. Nach dem Gericht hat Ari die Nase voll und will nicht länger die Gejagte sein, sondern selbst zur Jägerin werden, weshalb sie sich wieder den Dschinn-Jägern anschließen. 

Den Einstieg fand ich ganz cool, wenn auch ein wenig lang. Ich war schnell wieder im Buch drin und konnte mich schnell zurechtfinden. Die Gerichtsverhandlung war dann aber langweiliger, als sie hätte sein können. Auf mich wirkte das bisschen gewollte, man merkt, dass Charlie noch irgendwann gebraucht wird, weshalb die ganze Aufmachung mit der Verhandlung seinen Reiz verliert. Ansonsten beginnt aber ziemlich schnell das »eigentliche« Geschehen. 

Die Charaktere gefielen mir wieder gut, auch wenn ich diesmal Probleme hatte, an sie heranzukommen. Insgesamt war es aber gut, dass endlich Klarheit zwischen Jai, Ari und Charlie herrschte, sodass man kaum in Beziehungsdrama und ein Hin und Her verwickelt wurde. 
Jai und Ari wollen zusammen sein, doch Ari es erst noch geheim halten, da sie Angst hat, dass man Jai entführen und sie damit unter Druck setzen könnte. Ich fand es gut, dass die beiden endlich zueinander standen und ich nicht mehr so genervt von ihnen war. Charlie schmeckt das natürlich gar nicht, aber er hat ja Fallon, die ihn von Ari ablenkt und ihn bei seinem Vorhaben, den Labartu zu töten, unterstützt. Hier muss ich sagen, dass Fallon den Nagel auf den Kopf getroffen hat, da sie Charlie vorwirft, Ari nicht genug zu lieben, sonst würde er sich nicht ständig mit anderen Mädchen vergnügen. Damit hat sich Fallon gleich ein paar Sympathiepunkte verdient. Charlie konnte ich schon im ersten Band nicht leiden und das hat sich nicht gebessert. Er ist viel zu besessen von der Magie und seinem Rachefeldzug, dass er kaum noch an etwas anderes denkt. 
Insgesamt haben mich die Dschinn mehr gepackt, da man auch mehr von ihnen mitbekommt und feststellt, wie skrupellos sie wirklich sind. Asmodeus und Azazil waren für mich diesmal die faszinierendsten Charaktere, gerade auch wegen ihrer dunklen Seite. 

Ari und Jai mochte ich ja und ich hab mich auch gefreut, dass sie jetzt endlich ein Paar sind, aber sie nerven immer noch. Ein Geschmachte und Angehimmel bei den beiden. Das mag durchaus berechtigt sein, aber mir war das echt zu viel, zumal der Autorin auch irgendwann keine neuen Ideen kamen, sondern sie nur noch Sachen wiederholt hat, z.B. dass Ari immer der Atem stoppt wenn Jai sie so ansieht. Auch wirkt es auf mich nicht wirklich glaubhaft und schon fast zu gewollt. Die ganze Beziehung macht plötzlich einen riesigen Sprung und na ja, das hat mir dann nicht mehr so gefallen bzw. bin ich damit nicht mehr so zurechtgekommen, weil es sich irgendwie falsch angefühlt hat und für meinen Geschmack auch echt zu kitschig war. 

Der Stil ist wieder in Ordnung. Es liest sich leicht runter und die eingeflochtenen Beschreibungen lassen einen gut mitkommen. Nach dem etwas faderen Einstieg, nimmt die Handlung an Fahrt auf und kann den Leser packen. Zwischendurch hatte ich immer wieder Passagen, die ich etwas zu lang fand, die aber durch interessante/ wichtige Dialoge gerettet werden konnten. Erst gegen Ende hat mich das Buch dann richtig packen können, vorher habe ich nicht ganz so gut reingefunden. 

Man erfährt diesmal mehr über die Geschichte der Dschinn und wie die Könige zueinander stehen, wie es zu der derzeitigen Situation kam und was es wirklich mit dem Siegel auf sich hat. Das fand ich ziemlich cool, da man endlich tiefere Einblicke in die Welt erlangt und ich nicht mehr das Gefühl hatte, dass die Dschinn nur eine Begleiterscheinung sind. Auch wird diesmal wieder mehr Magie benutzt, sodass ich eher glaubte, es mit einer Fantasy-Reihe zu tun zu haben. 

Das Ende hat bei mir gemischte Gefühle ausgelöst. Es war einerseits cool, weil noch so einiges aufgelöst wurde und andererseits ein bisschen lahm oder zu abrupt. Es war ein ganz schönes Hin und Her, was mich nicht ganz so begeistern konnte. Auch muss ich gestehen, dass ich nicht unbedingt weiterlesen muss, da es sich für mich, bis auf ein paar Sachen, recht abgeschlossen angefühlt hat. 

Spoiler!
Ich muss es einfach loswerden. Das Ende war doof, weil Ari nicht wirklich viel allein auf die Reihe gekriegt hat. Erst tönt sie, dass sie eine Jägerin sein will, um sich verteidigen zu können und dann kriegt sie aber gar nichts gebacken. Es müssen andere auftauchen, damit sie nicht draufgeht. Das fand ich ziemlich schwach, da sie schon in der Lage sein sollte, sich zumindest zu verteidigen. Stattdessen muss Hinz und Kunz zu ihrer Rettung erscheinen. Das war wirklich schwach …

Fazit:
Ein solider dritter Band, der mich aber nicht vom Hocker gerissen hat. Ich war ein wenig enttäuscht, dass so viel Potential vergeudet wurde. Ich hatte fast das Gefühl, dass die Autorin lieber auf der sicheren Seite bleiben wollte. Das mag ihr gelungen sein, mich hat es dann eher gelangweilt. Wirklich gut war aber, dass man die Welt besser kennenlernt und kann auch einiges besser nachvollziehen. 

Diesmal gibt es nur 3 von 5 Herzen!

eure Maria


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