Dienstag, 14. April 2015

Rezension: "Der verbotene See - Die Trilogie der Streitenden Reiche" - Catherine O'Donell

entnommen bei dotbooks.de





Titel: Der verbotene See
Autor: Catherine O'Donell
Genre: Fantasy
Verlag: dotbooks
Band: 1 von 3
Seiten: 487
Preis: 5,99€ (eB)

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Die Beschreibung:

Wer den Frieden sucht, muss die Menschen meiden … Verborgen hinter den Nebeln lebt seit Anbeginn der Zeit das magische Volk der Schwäne. Nun aber prophezeien die Götter, dass in der Welt der Menschen eine uralte Macht erwacht, die alles Leben vernichten will. Nur ein Kind aus der königlichen Blutlinie kann dies verhindern. Und so opfert der Schwanenfürst seine neugeborene Tochter: Er nimmt ihr die Magie, schließt sie ein in einen menschlichen Körper und schickt sie in das Reich Caernadon, in dem jede Form von Zauberei bei Todesstrafe verboten ist. Als Mündel der Königin wächst Eirion zunächst behütet auf – doch dann bricht ein Krieg aus, der Vorbote ist für kommende Schrecken …

Die Rezension:

Vielen Dank an Blogg dein Buch und dotbooks, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen können, sodass ich nach der Hälfte abgebrochen habe. 

Es beginnt mit einer Zeremonie. Ein Kind, geboren bei den Schwänen, wurde prophezeit und muss nun das Reich verlassen und seine Schwanengestalt ablegen. 
Im Reich Caernadon der Menschen lebt Gwenlian, eine Priesterin aus Fiann, die aber ihre Magie nicht mehr einsetzten darf, da Magie verboten wurde und jedes Anzeichen von Magiewirkung bestraft wird. Sie hat damals ihr Land gern für Uisnach verlassen. Er war die Liebe ihres Lebens, doch davon ist nun nichts mehr geblieben. Ihre Beziehung leidet unter der Kinderlosigkeit, sodass sich Uisnach eine andere Frau gesucht hat. 
Eines Abends lässt sich Gwenlian wieder dazu hinreißen, Magie zu benutzen. Danach fühlt sie sich stärker und selbstsicherer als zuvor. Als am nächsten Tag das Kind, das im See gefunden wurde, zu ihr gebracht wird, behaart sie darauf, es als ihr eigenes aufzuziehen. Der Wunsch wird ihr gewährt. 

Der Einstieg ist sehr lang. Es passiert erst mal nicht viel, was den Leser auf Anhieb packen könnte. Selbst die Zeremonie um das Kind hat mich nicht fesseln können, da es zu distanziert und steif war. Der Leser kennt die Figuren noch nicht und hat Schwierigkeiten, die Handlung nachzuvollziehen. Da nur von der Mutter eine Regung kommt, es aber sonst als unumgängliche Tatsache dargestellt wird, ist mir das Schicksal des Kindes auch nicht sehr tragisch vorgekommen. 

Die Charaktere waren ganz okay, aber wenig greifbar. 
Weder bei Marte noch bei Gwenlian wusste ich, wie sie wirklich dachten und welche Ziele sie verfolgten. Beide waren sehr distanziert und schwer greifbar. Das Problem hatte ich bei den meisten Charakteren. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich nicht wirklich an sich heran ließen. Sonst erfährt man als Leser fast alles, aber die Gefühlswelt der Figuren bleibt einem oft verborgen. 

Der Stil hat mir gar nicht gefallen. Er mag gut und schnell zu lesen sein, aber es ist sehr ausschweifend und detailreich. Teils werden mir zu viele Details eingebracht, die mich einfach nicht interessiert haben und die Dinge beschrieben haben, die ich nicht so genau wissen wollte. Ich muss zugeben, dass ich im Moment lieber schnellere Bücher lese, in denen viel passiert, die durch die Ereignisse spannend und vielleicht auch actiongeladen sind. Da war es nicht die beste Idee, mit diesem Buch zu beginnen. Ich denke, dass viele mit dem Stil kein Problem haben werden, man sollte sich darauf einstellen und dann geht das.
Bei mir war es nun so, dass mich diese Ausschweifigkeit schon am Anfang genervt hat und ich am liebsten aufgehört hätte zu lesen. Allerdings wollte ich dem Buch eine Chance geben. Als nach vielen Seiten noch immer nicht viel passiert ist, dafür aber Handlungen eingeführt wurden, die ich nicht sinnvoll fand, habe ich abgebrochen. Auch die Perspektiven wechseln, wie es gerade passt. Dadurch wird zwar viel angesprochen, es gibt aber für den Leser keine Geheimnisse, die ihn packen könnten. 

Die Idee fand ich sogar gut. Es war zwar erst verwirrend, dass es um Schwäne ging, aber wieso auch nicht? Gestaltwandler müssen sich ja nicht immer in Wölfe verwandeln. Auch andere Aspekte fand ich durchaus interessant, wie z.B. den Umgang mit Magie und das herrschende Verbot. Insgesamt schien die Welt gut konzipiert zu sein, auch wenn sie mich nicht vollends begeistern konnte. 

Fazit: 
Ein Buch, das sicher seine Leser finden wird, mich aber nicht überzeugen konnte. Da ich nicht weiß, was in der zweiten Hälfte passiert, kann ich auch nicht beurteilen, ob es mich noch gepackt hätte etc. Allerdings weiß ich auch nicht, ob ich es irgendwann noch mal versuchen würde, vielleicht wenn ich in der Stimmung für ausschweifenden Stil bin. 

Daher gibt es nur 1,5 von 5 Herzen von mir.

eure Maria


Kommentare:

  1. Ohweh, ich habe den Klappentext gelesen und hab gerade gedacht, dass wäre ein Buch für meine WuLi, aber nach deiner Bewertung habe ich es gleich wieder gestrichen :-P

    LG Desiree

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    1. Viele fanden das Buch ja richtig gut. Großes Manko ist halt der Stil, entweder man mag ihn, oder man mag ihn nicht. Ich war nun am Anfang schon ziemlich genervt davon und wollte mich auch nicht wirklich damit anfreunden :D Bei Amazon gibt es eine XXL-Leseprobe, vielleicht möchtest du die dir ja mal anschauen, dann kannst du das besser beurteilen.
      Allerdings glaube ich, dass es wichtigere Bücher gibt, die man lesen/gelesen haben sollte :D

      Liebe Grüße
      Maria

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