Freitag, 20. März 2015

Rezension: "Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen" - Rick Riordan

entnommen bei carlsen.de






Titel: Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen

Autor: Rick Riordan 
Genre: Fantasy
Verlag: Carlsen
Band: 2 von 5
Seiten: 336
Preis: 7,99€ (tb) / 6,99€ (eB)
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Die Beschreibung:
Auch Percys siebtes Schuljahr verläuft nicht wirklich ruhig: Erst gerät sein bester Freund Grover in die Gewalt eines Zyklopen, dann vergiftet jemand den Baum der Thalia im Camp der Halbgötter und hebt so dessen magische Kräfte auf. Nur das goldene Vlies kann jetzt noch helfen. Das aufzutreiben ist allerdings weitaus schwieriger als Percy gedacht hat - ein abenteuerlicher Wettlauf um das Leben Grovers und die Sicherheit des Camps beginnt.
Die Rezension:
Wer hört schon nach dem ersten Band auf zu lesen? Ich auf jeden Fall nicht und bei der Reihe muss ich sowieso wissen, wie es weitergeht!

Es beginnt mitten im Schuljahr. Percy besucht eine neue Schule und ist wie immer ein Außenseiter. Er hat sich aber mit Tyson anfreunden können, einem Straßenjungen, den die Schule als soziales Projekt aufgenommen hat. 
Seit einer Weile plagen Percy Träume, die Grover in Gefahr zeigen. Mit der Zeit wird er immer unruhiger. Als dann eines Tages Monster an seiner Schule auftauchen, wird es wieder Zeit für ihn ins Half Blood Camp zurückzukehren. Dort erfährt er aber, dass Thalias Baum vergiftet wurde und der Schutz des Camps nicht länger gewährleistet ist. Tag für Tag tauchen mehr Monster auf, um sich auf die Halbblute zu stürzen. Nur das Goldene Vlies kann das Camp noch retten. Als Clarisse für die Mission ausgewählt wird, hält das Percy allerdings nicht davon ab, selbst aufzubrechen, immerhin muss er auch Grover retten.

Der Einstieg ist ganz leicht, da alle wichtigen Fakten noch einmal erwähnt wurden. Teils waren mir die Wiederholungen fast zu viel, was aber auch daran liegen könnte, dass ich das erste Buch erst vor kurzer Zeit gehört habe. 

Die Charaktere gefallen mir gut. Ich mag die Vielfalt der Personen und die Eigenarten die durch die Abstammung bestimmt sind. 
Percy ist wie immer etwas mit der Situation überfordert. Allerdings würde er alles für seine Freunde tun, weshalb er sich auch nicht von seinem Vorhaben Grover zu retten abhalten lässt. Er ist ein guter und loyaler Freund. Mit der Zeit lernt er immer mehr über seine Kräfte; das Meer deckt einige neue Facetten davon auf. Das ist sowohl für den Leser als auch für Percy ziemlich cool. 
Annabeth darf bei der Reise auch nicht fehlen. Sie lässt sich kein Abenteuer entgehen und kann auch nicht tatenlos zusehen, wenn sich Percy Hals über Kopf in Gefahr begibt. Der Verrat von Luke lastet schwer auf ihr. Sie waren früher Freunde gewesen, hatten sich als Kinder zusammen mit Thalia durchgeschlagen und es ins Camp geschafft. Wenn sie nicht gerade sauer auf Luke ist, ist sie ein starkes Mädchen, mit einer Abneigung gegen Zylopen. 
Tyson ist anders als im Film und nicht so nervig. Er war mir direkt sympathisch, auch weil er Percy vor den Monstern beschützt hat. Er mag ein wenig einfältig daher kommen, hat aber einiges auf dem Kasten. Neben seiner Feuerresistenz kann er noch super Stimmen imitieren und mit Maschinen umgehen. Beides wird im Buch noch wichtig. 

Der Stil ist wieder sehr locker und jugendlich. Auch diesmal hat es mich beim Hören nicht gestört. Das wird beim Lesen ähnlich sein, da man sich schnell darauf einstellen wird, wenn man den Vorgänger kennt. 
Diesmal wirkten die ganzen Etappen geballter und spannender. Es gibt keinen langen Vorlauf, zumindest hat es sich nicht so angefühlt. Der Einstieg in der Schule ist gut gewählt und danach reißen die spannenden Ereignisse auch nicht ab. Diesmal wirkte es auch nicht so, als würde Percy nur zufällig Glück haben. Die Übergänge haben mir auch besser gefallen.
Ich war von Anfang bis Ende gefesselt.

Zum Sprecher:
Wieder entführt uns Marius Clarén auf eine rasante Reise. Ich kann die Hörbücher von ihm echt empfehlen, er ist ein toller Sprecher, dem ich einfach sehr gerne zuhöre. Für mich wird die Reihe definitiv als Hörbuch weitergehen!

Im Buch begegnet Percy allerlei Monstern und Kreaturen. Die Handlung spielt sich zum größeren Teil auf dem Wasser ab, oder auf Inseln im Meer, weshalb der englische Titel »Sea of Monsters« besser passt. 
Man stolpert wieder von einer Gefahr in die nächste, sodass es nie langweilig wird. Dabei begegnet man auch wieder vielen mythischen Wesen, welche zum Teil an die Neuzeit angepasst wurden. Das ist ganz interessant zu lesen, gerade auch wenn man die angesprochenen Mythen kennt. Aber auch jene, die davon noch nichts gehört haben, werden ihren Spaß im Bermudadreieck haben. 

Die Unterschiede zum Film sind schon gewaltig. Teils gibt es im Film einige Passagen, die es im Buch nicht gibt und andersrum. Ich weiß noch nicht genau, was ich davon halten soll, dafür müsste ich den Film nochmal sehen. Bisher finde ich beide Geschichten gut. Zusammen liefern sie aber einen schönen Blick auf die Ereignisse und bieten quasi neue Infos, wenn man nur eines von beiden kennt. Beide beinhalten coole Elemente, aber ich denke, dass man den Film nicht mag, wenn man erst das Buch gelesen hat, eben wegen der deutlichen Unterschiede.

Das Finale konnte man nicht ganz von den restlichen Ereignissen unterscheiden. Es passiert einfach so viel. Action folgt auf Action, Abenteuer auf Abenteuer. Am Ende wird einiges geklärt und aufgelöst. Man fragt sich nach dem Buch auf jeden Fall, wie es weitergehen wird, was mit Lukes Plänen passiert und was noch alles auf Percy zukommen wird. Ich freue mich auf den nächsten Band.

Fazit: 
Eine schöne Fortsetzung, die mich überzeugen konnte. Wer den ersten Band mag, wird nicht enttäuscht werden. Es passiert sehr viel, sodass kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt, aber man lernt auch die Charaktere immer besser kennen, sodass es auch in dem Bereich nicht langweilig bleibt. 

Diesmal gibt es 4,5 von 5 Herzen!

eure Maria

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