Mittwoch, 11. März 2015

Rezension: "Ich brenne für dich" - Tahereh Mafi

entnommen bei randomhouse,de



Titel: Ich brenne für dich
Autor: Tahereh Mafi
Genre: Dystopie
Verlag: Goldmann
Band: 3 von 3
Seiten: 384
Preis: 16,99€ (HC) / 13,99€ (eB)
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Die Beschreibung:
Nach der verlorenen Schlacht gegen das Reestablishment ist Omega Point, der Zufluchtsort der Rebellen, zerstört, Juliettes Freunde sind in alle Winde zerstreut. Auch über das Schicksal ihrer ersten großen Liebe Adam ist sie im Ungewissen – ebenso wie über ihre Gefühle für ihn. Die einzige Gewissheit, die ihr noch bleibt, ist, dass sie das grausame Regime unbedingt besiegen muss. Doch dazu wird sie sich Warner anvertrauen müssen, Kommander von Sektor 45, Sohn des feindlichen Oberbefehlshabers – und nunmehr Juliettes einziger Verbündeter. Der eine Mensch, den sie auf ewig zu hassen schwor. Und der ihr Leben rettete. Jetzt verspricht er, an ihrer Seite gegen seinen Vater zu kämpfen. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was will er wirklich von ihr?
Die Rezension:
Auch wenn Band zwei mich nicht ganz so begeistern konnte, stand für mich fest, dass ich endlich wissen wollte, wie es ausgeht. Also habe ich mir den dritten Band geschnappt und ihn förmlich inhaliert.

Es beginnt mit Juliettes erwachen. Sie wurde von Anderson in die Brust geschossen und hat gerade so überlebt, weil Warner sie gerettet hat. Als sie bei Warner aufwacht, kann sie es kaum glauben, und als sie dann noch von ihm erfährt, dass der Krieg vorbei und die Rebellen tot sind, bricht sie fast zusammen. Doch sie sammelt sich und für sie steht fest, dass sie etwas ändern muss und dazu gehört Anderson umzubringen und das Regime in die Knie zu zwingen. Als sie Warner davon erzählt, schließt er sich ihr an. Bevor sie zu planen beginnen, will Juliette aber die Überreste von Omega Point sehen, in der Hoffnung, dass ihre Freunde überlebt haben. 

Es knüpft nahtlos an den Vorband an. Da ich diesen erst letzten Monat gelesen habe, war es kein Problem für mich, wieder einzusteigen und mich zurecht zu finden. Am Anfang wird aber noch mal auf die Ereignisse kurz Bezug genommen und Juliette muss ihre Geschichte auch nochmal erzählen. Ich denke, dass es nicht schwierig sein sollte, sich wieder einzufinden, selbst wenn man den vorherigen Band vor einer Weile gelesen hat. 

Die Charaktere gefielen mir wieder gut und diesmal konnte ich mich auch endlich wieder mit Juliette anfreunden.
Vorher war sie weinerlich und in sich gekehrt. Diesmal ist sie richtig stark und selbstbewusst. Sie hat ein Ziel und weiß was sie will. Endlich hat sie sich für etwas entschieden und geht ihren weg. Auch versteckt sie sich nicht länger vor sich selbst, sondern nimmt ihre Kraft an und lernt mehr und mehr dazu. Sie wird zu der Heldin, die sie die ganze Zeit über hätte sein können. Ich mochte ihre Veränderungen und ihre Stärke sehr gern. 
Warner ist... großartig. Ich mochte ihn schon im ersten Band. Er ist fies und brutal, aber er hat mich von Anfang an fasziniert. Er zeigt viele Facetten und man erfährt über die Bände viel über ihn und warum er so ist wie er ist. Bei Juliette zeigt er ein anderes Gesicht, als vor den anderen. Er mag selbstsüchtig sein, aber eigentlich tut er das Richtige, wenn auch nicht immer aus den richtigen Gründen. Es war sehr schön, in diesem Buch so viel von ihm zu lesen. 
Adam konnte ich gut verstehen, auch wenn ich seine Reaktion sehr übertrieben fand. Er tat mir erst leid, dann irgendwann nicht mehr. Juliette hat vermutlich recht, was seine Ideale und Wünsche anging. Er wirkt in dem Buch sehr kalt und abweisend, was man nachvollziehen kann. Es ist schwer für ihn, über die Runden zu kommen und das Kämpfen ist er leid. Er will leben oder eher überleben. 

Es ist interessant zu sehen, wie die Personen miteinander agieren und ihr Verhalten sich über die Zeit ändert. Alle hassen Warner und wollen ihn am liebsten direkt töten. Er bietet ihnen auch nicht unbedingt eine Gelegenheit, ihre Meinung zu ändern. Doch wenn es um Juliette geht wird er weich, was die anderen erst verstört und ihn ungläubig anstarren lässt. Es ist witzig zu lesen, wie sie nach und nach miteinander zurecht kommen und zu einem Team werden. Auch entwickeln einige ihre Fähigkeiten weiter, lernen dazu und zeigen somit wieder mehr Facetten ihrer Kräfte. 

Der Stil hat sich mit Juliette verändert. Die durchgestrichenen Passagen fehlen komplett. Sie hat keine Angst mehr vor sich und ihren Gedanken und lässt alles zu. Es gibt nichts mehr zu streichen. Das fand ich zum einen etwas schade, da ich die Passagen immer witzig bzw. interessant fand, zum anderen ist es aber schön, dass der Stil weiterhin an die Figur angepasst ist. Juliette denkt einfach anders. Auch sind die verträumten Passagen zurück gegangen. Manchmal verlor sie sich in abstrakten Beschreibungen, auch davon ist weniger zu lesen, was ich ebenfalls nicht schlecht fand. 
Es geht strikter voran, Juliette kennt ihr Ziel und die Handlung weicht nicht vom Weg ab. Für mich war es diesmal wesentlich spannender, da mehr außerhalb der Lovestory passiert ist und es voran ging. Definitiv ein Pluspunkt. 

Das Ende hat mich dann nicht enttäuscht. Es war richtig gut, die ganze Vorbereitung fand ich super. Man war richtig dabei, wie es sich immer mehr zum Finale zuspitzte, welches dann auch wirklich gut gemacht war. Es gab Action und Spannung. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Ein sehr guter Abschluss, der aber noch viel Spielraum und einige Fragen offen lässt, was ich aber nicht schlimm fand. 

Fazit:
Nach dem eher schwachen zweiten Band war ich echt erleichtert, dass Tahereh Mafi diesmal alles aus der Idee und ihren Protagonisten herausgeholt hat. Ein würdiger Abschluss dieser Reihe, der mich begeistern konnte.
Ich bin zufrieden und kann die Trilogie nur weiterempfehlen!

Sehr gute 4,5 von 5 Herzen!

eure Maria 

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