Freitag, 13. Februar 2015

Rezension: "Throne of Glass - Die Erwählte" - Sarah J. Maas

entnommen bei amazon.de





Titel: Throne of Glass – Die Erwählte

Autor: Sarah J. Maas
Genre: Fantasy
Verlag: dtv
Band: 1 von 6
Seiten: 500
Preis: 17,95€ (HC) / 14,99€ (eB)


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Die Beschreibung:
Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses – und es ist da, um zu töten.
Die Rezension:
Das Buch lag schon seit einer Weile auf meinem Kindle und wartete darauf, dass ich es endlich lese. Dank Bianca von Prowling Books, hab ich es dann endlich in die Hand genommen, da wir es uns zusammen vorgenommen haben.

Es beginnt damit, dass Celaena aus den Salzminen geholt und dem Prinzen, Dorian, gebracht wird. Sie ist eine Assassine und wurde, nach ihrer Verhaftung vor einem Jahr, zum Tod in den Minen verurteilt. Wider aller Erwartungen hat sie das erste Jahr überlebt. 
Der Kronprinz, der das halbe Land nach ihr abgesucht hat, bietet ihr nun eine Chance auf Freiheit: Sein Vater sucht einem Champion für bestimmte, heikle Aufgaben. Um den besten zu ermitteln, wird es einen Wettkampf geben und Celaena soll für Dorian »in den Ring steigen«. Wenn sie die anderen Teilnehmer besiegt, muss sie mehrere Jahre in den Diensten seines Vaters verbringen, doch danach kann sie frei sein. 
Sie fackelt nicht lange und nimmt das Angebot an, nicht ohne zu betonen, dass sie es sowieso gewinnen wird. Doch als sie im Palast ankommt, ist alles ganz anders als erwartet.

Der Einstieg hat mir gut gefallen, auch wenn Celaena nicht gerade wie die netteste Person auf dem Planeten wirkt. Sie ist kalt, abgebrüht und skrupellos. Doch das ganze Setting hat mich fasziniert, genauso wie die Idee des Wettkampfes, sodass ich einfach wissen musste, was alles passieren wird. Und als sie dann auch noch in das Glasschloss kommen, war ich vollends gefesselt.

Die Charaktere haben mir wirklich sehr gut gefallen.
Celaena ist, wie bereits erwähnt, nicht direkt sympathisch, das ändert sich aber schnell, als man ein paar Schwächen von ihr erfährt und erzählt wird, was es mit den Minen auf sich hatte und wie die Zeit dort für sie war. So wird sie mit jedem Kapitel greifbarer und realer. Es hat dann doch nicht allzu lange gedauert, bis sie mich um den Finger gewickelt hat.
Sie ist einfach eine sehr starke Figur, die aber auch mal tief blicken lässt, sarkastisch ist und die einen gut unterhält. Ich habe wirklich mit ihr mitfiebern können. Nur ihre Distanz zu anderen hat mich manchmal gestört. Wobei es nicht wirklich Distanz ist. Sie geht auf andere ein, albert mit ihnen herum und wirkt auch offen. Dennoch hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie nicht richtig mit dem Herzen dabei ist.
Dorian ist glatt und viel zu charmant. Er flirtet mit allen Damen und scheint ein richtiger Weiberheld zu sein, nur binden will er sich noch nicht. Er ist durch seine »Kronprinz-Fassade« schwer zu durchschauen. Natürlich wirkt er sympathisch, aber eigentlich will er ja nur, dass Celaena gewinnt, damit er sich seinem Vater gegenüber beweisen kann. Ich wusste bei ihm nicht recht, was ich mit ihm anfangen soll und irgendwann hatte er es geschafft und mich ebenso eingewickelt, wie alle anderen. 
Und trotzdem hat mein Herz von Beginn an für Chaol geschlagen. Er ist der Captain der Leibgarde und für Celaena verantwortlich. Keine leichte Aufgabe. Die beiden freunden sich bald an und ich hatte die ganze Zeit die Hoffnung, dass mehr draus werden würde. Er ist ehrlich und offen, ein lieber Kerl, der einiges auf dem Kasten hat. Er wirkte viel mehr wie der Ritter in weißer Rüstung, als Dorian. 

Die Beziehung ist etwas verzwickt, was nicht nur der Tatsache geschuldet ist, dass Celaena eine Assassine ist. Es knistert ganz schön und dennoch sind die Annäherungen gut in die Story eingebunden. Sie stehen nicht wirklich im Vordergrund, sondern halten sich mit dem Wettkampf die Waage. Auch erfährt man so immer mehr über die Assassine, da sie den beiden Männern immer mal wieder Häppchen von sich anvertraut und so nicht nur die beiden, sondern auch den Leser an sich bindet. 

Der Stil ist gut verständlich. Ich hatte mit dem Englischen kaum Probleme, kam gut voran und war schnell gefesselt. Die Beschreibungen sind schön und präzise, sodass ich immer gut folgen konnte. Es ist spannend – allein schon wegen des Wettkampfes. Man will aber auch wissen, was es mit den Morden auf sich hat, wie sich die Charaktere entwickeln und wie sich alles am Ende auflöst. 
Es ist alles gut miteinander verstrickt worden und man hat das Gefühl, dass jeder Part – Wettbewerb, Beziehung, Morde – seinen gerechten Anteil am Buch bekommen hat.

Das Setting ist sehr gewöhnungsbedürftig. Erst befindet sich der Leser in der Wüste, dann wechselt er mit Celaena in das Glasschloss. Ich konnte es mir nicht so recht vorstellen. Das Schloss hat einen steinernen Kern und rundum wurde dann ein Glasteil angebaut. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob es auch Zimmer aus Glas gibt und wie das wohl wäre. Toll kann es nicht sein, wenn man gefühlt in der Luft schwebt und jeder einen sehen kann. 
Auch der unterirdische Teil des Schlosses hat mir gut gefallen und ich konnte mich richtig gut in Celaena hineinversetzen, als sie die Gänge erkundet hat. 

Die Idee mit dem Wettbewerb ist ja nicht neu, so sichert man sich schnell die Aufmerksamkeit des Leser, da der natürlich wissen will, was passiert und wie es ausgeht. Ich fand es aber gut umgesetzt, weil es nicht nur Vorbereitungsphase war und am Ende dann der finale Kampf, sondern die ganze Zeit schon Prüfungen stattfanden. So musste ich nicht lange auf die erste Herausforderung warten und konnte regelmäßig mit ihr mitfiebern.
Auch die Ursache für die Morde fand ich wirklich gut und unvorhersehbar. Erst spät wurden Hinweise gegeben, sodass man wirklich die meiste Zeit am Mitraten war. 

Das Ende hat mich dann auch nicht enttäuscht. Es war actionreich und sehr spannend. Ein richtig gut gelungenes Finale, dass das Buch richtig gut abschließt. Die Fäden sind alle zusammengelaufen und vieles wurde aufgelöst. 
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, dass es ziemlich rund abgeschlossen wurde, mit einem Türchen zu Band zwei, den ich auch bereits besitze. 

Fazit: 
Eine wirklich gute Umsetzung des Themas. Ein Buch, dass ich allen Fans von Fantasy und Assassinen empfehlen kann. 

Von mir gibt es 4,5 von 5 Herzen!

eure Maria

Kommentare:

  1. Huhu,

    mich konnte das Buch leider damals nicht ganz so begeistern, wobei ich die Story echt klasse fand. Dennoch hat es mich nicht ganz so überzeugen können. Den nächsten Band möchte ich aber dennoch lesen, einfach um es mal auszuprobieren ob es besser wird. :o)

    Lieben Gruß,
    Ruby

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    1. Hi,

      so direkt nach dem Lesen war ich auch noch nicht sooo überzeugt. Beim Schreiben der Rezi konnte ich dann aber nicht viel Negatives finden. Seltsam manchmal ;)
      Woran lags bei dir?
      Steht schon bei mir im Regal xD genauso wie Band drei ^^

      Liebe Grüße
      Maria

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