Samstag, 21. Februar 2015

Rezension: "Percy Jackson - Diebe im Olymp" - Rick Riordan

entnommen bei carlsen.de


Titel: Percy Jackson – Diebe im Olymp
Autor: Rick Riordan
Genre: Fantasy
Verlag: Carlsen
Band: 1 von 5
Seiten: 448
Preis: 8,99€ (tb) / 7,99 (eB) / 16,90€ (HC)
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Die Beschreibung:
Irgendjemand hat etwas gegen ihn, da ist sich Percy sicher. Ständig fliegt er von der Schule, immer ist er an allem schuld und dann verwandelt sich sogar seine Mathelehrerin plötzlich in eine rachsüchtige Furie. Wenig später erfährt Percy das Unglaubliche: Er ist der Sohn des Meeresgottes Poseidon - und die fiesesten Gestalten der griechischen Mythologie haben ihn ins Visier genommen! Percys einzige Chance: er muss sich mit den anderen Halbgöttern verbünden.
Die Rezension:
Nachdem ich die Kane-Chroniken förmlich verschlungen habe, wollte ich mich nun auch an Percy Jackson wagen. Mein Freund hat die ersten drei Bücher schon gelesen, ich hab allerdings zum Hörbuch gegriffen, wegen Marius Clarén. 

Es beginnt mit einem ganz normalen Schulausflug. Percy durfte gerade so mitkommen, unter der Bedingung, keinen Ärger zu machen. Es läuft auch recht friedlich ab, bis seine Klassenkameradin ihn provoziert und er sie mit einer Wassersäule attakiert. Daraufhin will seine Mathelehrerin mit ihm reden. Doch das Gespräch verläuft ganz anders, als gedacht und sie verwandelt sich in eine Furie. Kurz darauf – Percy ist noch ganz verwirrt – muss er vor einem Minotaurus flüchten. Er und sein Freund Grover landen dann im Halbblut-Camp, wo Percy erfährt, dass er vermutlich der Sohn von einem der drei Götterbrüder ist. Allerdings ist noch nicht sicher, wessen Nachkomme er ist. 
Auf einen Schlag ändert sich Percys Leben, diverse Kreaturen haben es auf ihn abgesehen und er hat keine Ahnung, was er machen soll. 

Die Charaktere fand ich ganz in Ordnung.
Percy ist verplant, ein Problemkind, dass ständig die Schule wechseln muss, weil er einfach nicht zurecht kommt und obendrein noch eine Lernschwäche hat. Als er von der Furie angegriffen wird, hält er sich für völlig übergeschnappt. Im Camp lernt er dann aber eine Menge, auch über sich und lernt, dass er nicht allein mit seinen Problemen ist. Er findet Freunde und entdeckt seine innere Stärke. Das hat ihn immer sympathischer gemacht.
Annabeth mochte ich auch ganz gern. Sie hatte es, ähnlich wie Percy, nicht leicht gehabt und ihr halbes Leben im Camp verbracht, mit der Hoffnung, dass irgendwann raus und zu ihrer menschlichen Familie kann. Sie ist sympathisch, clever und eine gute Kriegerin. 
Grover ist ein Satyr und eigentlich Percys Aufpasser. Während seines Auftrages hat er sich aber wirklich mit Percy angefreundet und steht auch im Camp hinter ihm. Allerdings hat er ein paar Schwierigkeiten, was seine Aufträge anbelangt, die gehen nicht immer gut aus, sodass ihm nur noch eine Chance bleibt, um zum Hüter ernannt zu werden. Ihn mochte ich auch ganz gern.

Die drei bilden ein tolles Gespann, das man gern auf seinen Abenteuern begleitet. Sie ergänzen sich ganz gut und es wird auch nie langweilig. Man erfährt immer mehr über sie, sodass sie nach einer Weile auch weniger starr wirken.

Der Stil ist sehr jugendhaft. Beim Hören hat es mich nicht gestört, da es in gewisser Weise natürlich wirkte, ich kann mir aber gut vorstellen, dass der Slang auch anstrengend sein kann, sodass man sich erstmal einlesen muss. 
Da ich das gekürzte Hörbuch gehört habe, fand ich es gut zusammengeschnitten, schön kurz und knackig. Von meinem Freund weiß ich aber, das es ein paar Längen aufweist, sodass sich gerade der Anfang etwas zieht. - Was beim Hörbuch aber nicht der Fall war.
Ich fand nur, dass es ganz schön lange gedauert hat, bis Percy ins Camp kommt und herausfindet wessen Sohn er ist. Das nimmt fast die Hälfte des Buches ein und dann muss er sich ja noch um den Dieb des Herrscherblitzes kümmern. Insofern fand ich die Aufteilung etwas merkwürdig und die zweite Hälfte schnell abgehandelt. Ziemlich schnell passiert dann ziemlich viel, sodass ich gar nicht mehr mit Hören aufhören konnte. 
Insgesamt ist es interessant, witzig und spannend geschrieben und im zweiten Teil ist der Leser dann richtig gefesselt.

Spoiler!
Mir hat nur manchmal die Action gefehlt. Oft wirkt es, als hätte Percy einfach nur Glück und kann diverse Situationen einfach so bewältigen. So braucht er z.B. nur einen Versuch, um der Medusa den Kopf abzuschlagen. Die Szene baut erst ordentlich Spannung auf, lässt sie dann aber sehr schnell wieder zusammenfallen. Ich will nicht sagen, dass es immer so ist, aber manchmal ging es mir einfach zu schnell oder zu einfach – was vielleicht auch an der Hörbuchfassung liegen könnte.

Zum Sprecher:
Marius Clarén ist einfach ein wunderbarer Hörbuch- und Synchronsprecher. Ich kenne ihn als Moriarty aus der BBC-Serie Sherlock, sowie als Pinguin in Gotham. 
Ich hatte erst Bedenken, ob er wirklich zu Percy passen würde, aber dann hat er mich nach nur wenigen Minuten überzeugt. Wirklich wunderbar betont, ich hab mich köstlich amüsiert. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Hörbuch.

Die Idee hat mir ja schon beim Film gut gefallen! Ich mag die griechische Mythologie sehr gern und bin schon gespannt, wer alles noch so auftauchen wird. Auch wenn die Götter nicht so im Fokus stehen, haben dafür ihre Kinder ganz besondere Eigenschaften. So kann Percy z.B. das Wasser kontrollieren, sich damit heilen und Stärke daraus beziehen. Annabeth ist eine richtig gute Kriegerin und kann sich unsichtbar machen. Hinzu kommen noch eine Menge magische Gegenstände, die das Ganze noch ein bisschen mehr aufpeppen. 

Zum Film:
Es gibt schon ein paar offensichtliche Unterschiede zwischen Buch und Film, aber ich finde beide Umsetzungen in Ordnung. Im Film müssen sie die Perlen finden, im Buch bekommen sie die dann einfach. Auch sind die Abenteuer unterschiedlich aufgebaut. Durch die Suche nach den Perlen, wirkt das Ganze zielgerichteter, wohingegen sie im Buch von einer Katastrophe in die nächste stolpern. 
Insgesamt haben aber beide Varianten ihre Vorzüge und ich finde es auch gut, dass es ein paar Unterschiede gibt, sonst wäre das Hören vielleicht auch ein bisschen langweilig geworden. 

Das Ende hat mir ganz gut gefallen, auch wenn es etwas vorhersehbar war. Allein schon durch die Prophezeiung vom Orakel wusste man ja grob, was im Buch passieren wird.
Dennoch gut gelöst und schön abgeschlossen. Ich freue mich schon auf Band zwei.

Fazit:
Ein schönes Jugendbuch, das ich allen Freunden von Abenteuerromanen empfehlen kann. Vielleicht hört ja auch der ein oder andere mal ins Hörbuch rein ;) 

Von mir gibt es 4 von 5 Herzen!

eure Maria


Kommentare:

  1. Huhu liebe Maria! :)

    Toll, dass dir Band 1 so zugesagt hat!
    Percky Jackson steht auch schon auf meiner Leseliste für dieses Jahr.
    Bin schon gespannt wie weit ich mit der Reihe komme. :)
    Viel Spaß mit den Folgebänden!

    Liebste Grüße
    Nina

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    Antworten
    1. Hi Nina,

      Danke!
      Ich hab mir inzwischen auch Band zwei als Hörbuch besorgt und hoffe, dass ich sehr bald weiter hören kann =)

      Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen! =)

      Liebe Grüße
      Maria

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