Donnerstag, 5. Februar 2015

Rezension: "Die vergessene Kammer" - Catherine Fisher

entnommen bei randomhouse.de



Titel: Die vergessene Kammer
Autor: Catherine Fisher
Genre: Historischer Roma
Verlag: blanvalet
Seiten: 320
Preis: 9,99€ (tb) / 8,99€ 



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Die Beschreibung:
Zac ist Lehrling bei dem berühmten Baumeister Jonathan Forrest. Einem Mann, der ebenso besessen ist von den Mysterien der Druiden wie von seiner kühnen architektonischen Vision. Doch Forrests Vorhaben, eine gigantische spiralförmige Straße namens King’s Circus zu bauen, scheitert. Und da erkennt Zac, dass die wahre Leidenschaft seines Meisters gar nicht der Straße gilt, sondern einer Kammer, die Forrest im Herzen des King’s Circus einbauen will – um darin ein Geheimnis zu verbergen. Doch welches Geheimnis könnte einen solchen Aufwand wert sein?
Die Rezension:
Hier hat mich zuerst das Cover gelockt. Als ich dann einen Blick auf den Klappentext geworfen habe, wollte ich es einfach mal anfragen. 
Vielen Dank an blanvalet für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Es beginnt mit Bladud, einem Druiden, der seine Stadt verlassen musste, als er krank wurde. Er zog durchs Land und fand eine Heilquelle, dort wollte er seine Kreise errichten.
In der Gegenwart begegnen wir Sulis. Einmal mehr musste sie umziehen und einmal mehr steht sie neuen Leuten und einer neuen Stadt gegenüber. Es war kein leichtes Leben, aber so lange er sie verfolgen würde, konnte sie nicht ruhig schaffen. Vielleicht wäre es diesmal anders. 
Mit Zac geht es ins 18. Jahrhundert. Sein Meister und er planen gerade das ungewöhnlichste Bauwerk überhaupt : eine runde Straße. Doch das Vorhaben wird nicht von allen Seiten gebilligt, sondern stößt eher auf Ablehnung. Doch Jonathan Forrest will das Projekt nicht aufgeben und finanziert es spontan selbst.

Der Einstieg ins Buch ist ganz gut gewählt. Jede Person wird kurz eingeführt, der Leser hat eine ungefähre Ahnung, aber eigentlich keine Ahnung, was passieren wird. Das fand ich an sich nicht schlecht. Mir stellten sich viele Fragen, auf die ich nach und nach Antworten bekommen habe. 

Die Charaktere fand ich ganz okay. Sie sind individuell und an ihre jeweilige Zeit angepasst. Nur hatte ich Schwierigkeiten mich mit ihnen anzufreunden. 
Sulis ist in Gefahr. Vor Jahren war etwas passiert, dass sie immer noch verfolgt. Kaum ist die in der neuen Stadt, geht es schon wieder los und sie sieht ihn überall. Eigentlich will sie ein normales Leben führen, aber sie kann einfach nicht loslassen, solange er in der Nähe ist. Sie ist panisch und stößt die Leute auch gern mal von sich weg. Immerhin lässt sie später Josh an sich heran und erzählt ihm ihre Geschichte. Er versucht ihr zu helfen und steht ihr bei.
Zac ist ein eingebildeter Schnösel, der sich viel zu viel auf sich einbildet. Seine Familie ist verarmt, sodass er nur bei Forrest unterkommen konnte. Allerdings schätzt er seinen Meister kaum. Oft schämt er sich für Forrest und unterstützt ihn auch nicht bei seinem Circus. Stattdessen verbündet er sich mit dem Gegner und will das Projekt sabotieren. 
Bladud nimmt nur ganz kurze Passagen im Buch ein, sodass man nicht allzu viel mit ihm erlebt. Dennoch kommt seine Obsession zu Kreisen zum Vorschein, der später auch Forrest erlegen ist. 

Zac fand ich erst gar nicht so böse, aber später habe ich über ihn nur noch den Kopf geschüttelt und er ging mir streckenweise richtig auf die Nerven. Bei Sulis hatte ich bald Probleme mit ihrer Paranoia. Ich wollte ich ja beistehen, aber es kam mir alles ein wenig komisch vor. Sie wurde von ihrer Panik richtiggehend aufgefressen. Dafür mochte ich Josh und Forrest richtig gern und hab mich immer über ihr Auftauchen gefreut.

Der Stil ist wirklich gut. Die Abschnitte fliegen nur so dahin, selbst wenn die Sprache etwas an das 18. Jahrhundert angepasst wurden war. Es ist ziemlich spannend geschrieben. Auch wenn ich nicht alle Charaktere mochte, wollte ich dann doch wissen, was bei der jeweiligen Person passiert und wie es voran geht.
Kleines Manko waren allerdings die Perpektivwechsel. Konsequent bekommt jede der Figuren nur ein Kapitel, dann wird gewechselt. Am Anfang hat mich das noch nicht so gestört, dadurch ging es ja gleichmäßig voran. Aber dann wurde es z.B. bei Forrest interessanter als bei Sulis und schwupp war das Kapitel vorbei... Das hat mich manchmal etwas deprimiert, dennoch Hut ab vor der Konsequenz. 

Die Idee hinter dem Buch hat sich mir zuerst nicht erschlossen. Ich habe nicht ganz verstanden, wieso die drei Perspektiven so gewählt wurden und was sie miteinander zu tun haben. Natürlich ist da die Vernarrtheit in Kreise, die Bladud und Forrest teilen. Dennoch passt Sulis mit ihrem Verfolger nicht recht ins Bild. Da habe ich zunächst lange grübeln müssen.
Das Setting fand ich dafür aber richtig cool, auch wenn ich Schwierigkeiten hatte, mir eine runde Straße vorzustellen. Es war ganz witzig zu sehen, was sich Forrest so ausgedacht hat und es dann bei Sulis in Vollendung zu sehen. 

Das Ende war dann bei Sulis und Zac ziemlich gut gemacht, wenn auch ganz schön böse. Bei Sulis hatte ich es fast erwartet, aber Zac konnte mich dann doch noch überraschen. 
Vieles wird aufgeklärt und eigentlich erhält man auf jede Frage eine Antwort. Ich konnte das Buch also beruhigt und in gewisser Weise zufrieden zuklappen. Ein schönes abgeschlossenes Ende. 

Fazit:
Ein Buch, dass interessante Geschichten erzählt und den Leser gut unterhält. 
Auch wenn ich hier und da meine Schwierigkeiten hatte, hat es mir insgesamt doch ganz gut gefallen! 

Von mir gibt es 3,5 von 5 Herzen!

eure Maria

Kommentare:

  1. Bin dank des aktuellen TTT auf deinen Blog aufmerksam geworden und wollte mal ein paar Grüße da lassen! :D

    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. Hey,

      das freut mich =) Vielleicht sehen wir uns ja öfter =)

      Liebe Grüße
      Maria

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  2. Das Buch klingt richtig spannend.. ich bin noch ein bisschen unschlüssig, ob ich es wirklich auf die Wunschliste nehmen soll, aber deine Rezension hat mich irgendwie doch neugierig gemacht, auch wenn du nicht komplett einverstanden warst!!

    LG

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    1. In nächster Zeit werden sicher noch ein paar Rezensionen eintrudeln. Du kannst ja schauen, was die anderen zu dem Buch sagen und dir dann ein gutes Bild machen. Ich finde, dass das Buch schwer zuzuordnen und schwer zu empfehlen ist, weil einfach viel zusammen kommt. Vielleicht hilft dir auch eine Leseprobe weiter?

      Liebe Grüße
      Maria

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  3. Guten Morgen!

    Eine wirklich tolle Rezension, ich hab mir hier sehr schwer getan, das Buch zu beschreiben ... und so richtig zufrieden war ich am Ende nicht, denn ich hätte da schon gerne noch ein paar Fragen beanwortet gehabt. Aber insgesamt auf jeden Fall interessant ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Huhu,

      ja, es ist echt schwierig. Ich muss auch sagen, dass mir eine Zeit lang eine Verbindung bzw Erklärung gefehlt hat, sodass ich nicht ganz zufrieden war.
      Was war denn am Ende noch offen? Ich hatte schon das Gefühl, dass es rund ist, nur nicht ganz so befriedigend.

      Liebe Grüße
      Maria

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