Montag, 23. Februar 2015

Rezension: "Der Atem des Teufels - Chroniken der Weltensucher" - Thomas Thiemeyer

entnommen bei amazon.de




Titel: Chroniken der Weltensucher - Der Atem des Teufels
Autor: Thomas Thiemeyer
Genre: Fantasy, Abenteuer
Verlag: Loewe 
Band 4 von 5
Seiten: 464
Preis: 17,90€ (HC) / 9,99€ (eB)
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Die Beschreibung:
Tief im Inneren der Erde haust das Volk der Steinernen. Vor Jahrtausenden wurde es von dieser Welt verstoßen durch die Gier eines einzelnen Mannes. Betrogen und verraten, holt es sich jetzt zurück, was ihm einst gehörte. Zwölf Jahre nach dem verheerenden Ausbruch des Vulkans Krakatau in der Meerenge zwischen Java und Sumatra kommt die Erde nicht zur Ruhe. Tiefe Spalten, aus denen undurchdringlicher gelber Nebel quillt, öffnen sich quasi über Nacht. Seltsame gehörnte Kreaturen steigen heraus und versetzen die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Die Vorfälle rufen den Generalgouverneur Niederländisch-Indiens auf den Plan. Er wendet sich an seinen Außenminister, der wiederum den Rektor der Universität zu Berlin um Hilfe bittet. Und der kennt nur einen Mann, der das Rätsel der steinernen Teufel von Java lösen könnte: Carl Friedrich von Humboldt, Spezialist für unerklärliche Phänomene und Kopf seines unerschrockenes Teams der Weltensucher.
Die Rezension:
Es ist eine Schande, dass ich fast ein Jahr gebraucht habe, um mit dem vierten Band zu beginnen. Dabei liebe ich die Reihe wirklich und hab mich auch während des Lesens immer wieder selbst beschimpft. Mit dem Finale werde ich definitiv nicht so lange warten!

Es beginnt mit einem Rückblick zum Ausbruch des Krakatau. Einige Jahre später will ein Forscher die Insel Java untersuchen. Menschen wurden entführt, Dörfer zerstört und seltsame Wesen gesichtet. Die Rede ist von den Steinernen, einem uralten Volk, dass in die Tiefe verbannt wurde und sich nun zurückholen will, was ihnen gehört. 
Kein anderer als Carl Friedrich von Humboldt wird mit der Reise nach Java beauftragt. Nach kurzem Hin und Her tritt er die Reise an und begibt sich mit seiner Truppe und dem Forscher Lilienkron nach Java. 

Der Einstieg war wie immer kein Problem, was vor allem daran liegt, dass die Reihe nicht komplett zusammen hängt. Es ist immer die gleiche Hauptgruppe von Personen, aber die verschiedenen Abenteuer bauen nicht unbedingt aufeinander auf. Es werden eher Randinformationen aufgegriffen, sodass man, auch nach längerer Pause, wieder schnell im Buch ist. 

Die Personen mag ich immer noch sehr, auch wenn es hier und da ein paar Reibereien gibt.
Oskar ist jetzt ein eingefleischter Abenteurer und kann das nächste Abenteuer kaum abwarten. Vorerst beschränkt sich ihr Wirken aber auf Berlin. 
Er wirkt erwachsener, allerdings nicht immer. Er hat viele Ideen, sieht aber manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Auch hat er leichte Entscheidungsschwierigkeiten als es um Lena und Charlotte geht. Eigentlich ist Charlotte die Dame seines Herzens, allerdings scheint sie in letzter Zeit kein Interesse mehr an ihm zu haben, Lena dafür schon. Sie ist sogar ziemlich anhänglich und er muss sich eingestehen, dass ihm die Aufmerksamkeit sehr zusagt.
Charlotte tat mir ein bisschen leid, auch wenn ich zugeben muss, dass sie an der Sache nicht ganz unschuldig ist. Sie wirkt recht distanziert und steht ein bisschen im Hintergrund. Dafür nimmt Lena eine dominatere Rolle ein und verdrängt Charlotte noch ein wenig mehr.
Die beiden Forscher – Lilienkron und Humboldt – fand ich sehr lustig. Sie mögen sich eigentlich nicht, respektieren sich noch weniger und zweifeln somit ständig die Meinung des anderen an, aber ohne, dass es übertrieben wirkt. So bescheren sie dem Leser ein paar heitere Momente.

Insgesamt soll es um das Abenteuer und die Reise gehen, weshalb die Lovestory nicht im Vordergrund steht, auch wenn sie etwas präsenter ist als zuvor. Ansonsten wird sich aber auf die Aufgabe konzentriert. 
Die Figuren ergänzen sich gut und selbst Lilienkron kann etwas beitragen. Ihn fand ich auch als Begleitung sehr gut, da er die bekannte Gruppe etwas aufmischt.

Der Stil ist angenehm zu lesen, gespickt mit vielen detaillreichen Beschreibungen, ohne dass sie zu ausschweifend werden. Vieles wird schnell, aber präzise skizziert, sodass man sich gut zurechtfinden kann. Mir war auch wichtig, dass ich das Aussehen der Wesen etc. nachvollziehen kann, das ist hier auch der Fall. 
Es ist auch wieder sehr spannend geschrieben. Ich hatte nie das Gefühl, dass das Buch Längen aufweist, oder zu schnell vorwärts geht. 

Die Idee fand ich wieder super! Ich liebe die Bücher, weil es einen immer zu neuen kuriosen Schauplätzen verschlägt. Mal geht es ins hohe Gebirge, dann in die Tiefsee, diesmal nach Java zu den Vulkanen. Mit den Steinernen begegnet der Leser wieder ungewöhnlichen Wesen, die einem wirklich Angst machen können. Uralte Geschichten stoßen auf die Neuzeit. Wirklich sehr schön und mit viel Kreativität umgesetzt. 

Ein Wort zur Reihe:
Wie bereits erwähnt, kann man schnell wieder in das Buch finden, da sie nicht allzu sehr zusammenhängen. Man kann also problemlos in den vierten Band einsteigen, ohne, dass allzu viel verloren geht, außer vielleicht ein paar Details zu den Personen und dem Rahmen. Da ich die Reihe aber sehr mag, kann ich euch nur empfehlen, mit dem ersten Band einzusteigen. 

Das Ende ist wirklich gut gelungen und konnte mich noch überraschen. Sehr gut umgesetzt und spannend geschrieben! Auch wird die Geschichte wieder schön abgeschlossen, sodass auch dieses Buch in sich rund bleibt und eigentlich keine Fragen offen lässt. Ich bin wirklich zufrieden gewesen.

Fazit:
Wie ihr merkt, hatte ich fast nichts zu meckern. Wieder ein großartiges Band und ich freue mich riesig auf das Finale!
Absolute Leseempfehlung!

Diesmal 4,5 von 5 Herzen!

eure Maria


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