Samstag, 3. Januar 2015

Rezension: "Lauter nackte Männer" - Tina Grube

entnommen bei amazon.de





Titel: Lauter nackte Männer
Autor: Tina Grube
Genre: Humor
Verlag: dotbooks
Seiten: 288
Preis: 4,99€ (eB)


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Die Beschreibung:
Männer, Muskeln und die Macken der Kunstbranche: Entdecken Sie die rasante Komödie „Lauter nackte Männer“ von Tina Grube als eBook bei dotbooks. 
„Hemden weg, Hosen runter, schließlich geht es hier um Kunst!“ Mona malt meterhohe Ölgemälde in kraftvollen Farben – und zwar am liebsten von formschönen, durchtrainierten Männerkörpern. Ganz schön provokant! Und offensichtlich zu selbstbewusst für den Kunstmarkt: Niemand interessiert sich für Monas Bilder. Bis zu dem Tag, als eins von ihnen in einer Galerie auftaucht … unter dem Namen eines Mannes! Sofort wird es für ein Vermögen verkauft. Zuerst ist Mona sprachlos. Dann wird sie angriffslustig – und beschließt, als geheimnisvoller Malerfürst richtig durchzustarten …
Die Rezension:
Vielen Dank an Blogg dein Buch und dotbooks für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Es beginnt auf dem Wochenmarkt. Mona Lisa ist auf der Suche nach Vitaminen und findet stattdessen eine neue Motivation. Apfelsinen! Sofort hat sie ein Bild im Kopf, dass sie unbedingt malen muss. Nur leider ist ihr Model aktuell verreist, weshalb sie erst noch eine Anzeige. Die Idee steht, doch das Geld fehlt hinten und vorne. Als Sprachlehrerin verdient sie zwar immer wieder etwas, aber eigentlich reicht es nicht. So ist das eben, mit dem Künstlerleben. Neben den angeblichen Modellen und ihren Schülern muss sie sich noch mit einer Erkältung durchs Leben schlagen, doch dann wendet sich das Blatt, oder nicht?

Der Einstieg war etwas wirr. Man begreift sehr schnell, dass Mona ziemlich durch den Wind ist und durch die Gegend fegt, wie ein Wirbelwind. Insgesamt dauert mir die Einführung zu lang. Es ist zwar interessant gewesen, den Weg von der Idee zum fertigen Bild mit zu verfolgen, aber es zieht sich. Ich habe die ganze Zeit gewartet, dass das passiert, womit der Klappentext gelockt hat. 

Die Charaktere werden zuerst grob umrissen. Man erfährt immer mehr Kleinigkeiten, aber wirklich tiefgründig sind sie nicht. Das ist bei dem humoristischen Buch aber in Ordnung. Auch sind viele Klischees vertreten, mit denen die Autorin offensichtlich gern gespielt hat.
Mona Lisa hat mir allerdings nicht gefallen. Sie ist irgendwie seltsam und zumindest für mich schwer greifbar gewesen. Voll von Vorurteilen, Stolz und festgefahrenen Meinungen. Sie hat mich einfach nicht für sich einnehmen können und blieb das komplette Buch über distanziert. Liegt vielleicht auch an der Tatsache, dass sie Lehrerin ist und das immer schön raushängen lässt.
Dafür fand ich Viviann einfach toll. Sie ist Schauspielerin und Kellnerin. Von ihr bekommt Mona später noch viele Tipps. Viviann ist zwar auch ziemlich aufgedreht, aber irgendwie sympathischer. Sie ist unsicher, was ihr Aussehen angeht, aber dafür trägt sie das Herz auf dem rechten Fleck und steht Mona bei. 
Edgar ist Monas Aktmodel, schwul und Künstler. Allerdings eher im Bereich Kosmetik, Make Up und Co. Ein niedlicher Kerl, dessen Auftritt mich immer zum Lachen brachte. 
Ich hatte das Gefühl, dass die Freunde von der Autorin mehr Aufmerksamkeit bekommen haben und mit mehr Liebe gestaltet wurden, als Mona. 

Natürlich geht es nicht ohne Liebesgeschichte. Wobei das ganz niedlich und nicht ganz so klischeehaft war, wie erwartet. Wer mit wem, werde ich aber nicht verraten, dass könnt ihr selber nachlesen. Schön war aber, dass die Kunst das komplette Buch über im Vordergrund stand. 

Der Stil ist okay zu lesen, mir persönlich hat er aber gar nicht gefallen. Wie oben schon beschrieben, mochte ich Monas Art nicht, was auch am Erzählstil lag. Manchmal war es etwas abgehackt oder wirr und immer ein bisschen anstrengend. Viele werden das anders sehen, ich kann es auch nicht genau begründen, aber er hat mich einfach gestört. Ich wurde mit Mona nicht warm und war des öfteren genervt von ihrer Redensart. War einfach nicht meins. 
Dafür wird es nach der langen Einführung recht spannend. Als nach über 100 Seiten endlich das Bild in der Galerie auftauchte, wurde es interessanter. Mona ist verärgert, aber dank Viviann findet sie das Ganze doch nicht mehr so doof und will ganz groß rauskommen, natürlich ist das alles andere als leicht und bringt den Leser ordentlich zum Lachen. 

Die Idee hat mir trotzdem gut gefallen. Der Entstehungsprozess der Bilder war auch cool dargestellt, am Anfang war ich nur etwas verwirrt, weil ich nicht damit gerechnet hatte, dass es so lange dauert. Aber an sich war das interessant gemacht, wie sie mehrere Skizzen macht und sich dann überlegt, was am günstigsten passt. Aber auch später wird immer wieder auf ihren Schaffungsprozess eingegangen. 
Die Buchidee mit dem Männernamen und dem daraus resultierenden Erfolg fand ich auch echt witzig. Das war der Grund gewesen, weshalb ich mich für das Buch beworben habe. Später wurden meine Erwartungen auch nicht enttäuscht. Es war wirklich sehr lustig. 

Das Ende hält nicht allzu viele Überraschungen bereit, aber das war ja in Ordnung. Schön war auf jeden Fall, dass es in sich geschlossen ist. Klar könnte es noch ein Buch geben, aber die Thematik wurde eigentlich gut bearbeitet und zu einem Ende geführt, dass keine elementaren Fragen offen lässt.

Fazit: 
Ein Buch, dass mich mit seiner Idee begeistern konnte, allerdings nicht mit seiner Protagonistin. Sie hat mich einfach gestört. Aber ich denke, das wird nicht allen so gehen. 
Das Buch wird seine Leser finden und gerade Freunde von humoristischen Geschichten, werden den Kauf nicht bereuen!

Von mir trotzdem nur 3,5 von 5 Herzen!

eure Maria


1 Kommentar:

  1. Hallo und guten Tag,

    ein salomonisches Urteil.

    LG..Karin..

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