Mittwoch, 21. Januar 2015

Rezension: "Girl Online" - Zoe Sugg

entnommen bei amazon.de





Titel: Girl Online
Autor: Zoe Sugg
Genre: Young Adult
Verlag: Penguin Books
Seiten: 352
Preis: 12,95€ (HC) / 10,99€ (eB)

→ das Buch erscheint am 23. Februar 2015 auf deutsch

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Die Beschreibung:
The incredible debut novel from YouTube phenomenon Zoe Sugg, aka Zoella. 
I have this dream that, secretly, all teenage girls feel exactly like me. And maybe one day, when we realize that we all feel the same, we can all stop pretending we're something we're not... But until that day, I'm going to keep it real on this blog and keep it unreal in real life. 
Penny has a secret. Under the alias Girl Online, Penny blogs her hidden feelings about friendship, boys, high school drama, her crazy family, and the panic attacks that have begun to take over her life. When things go from bad to worse, her family whisks her away to New York, where she meets Noah, a gorgeous, guitar-strumming American. Suddenly Penny is falling in love - and capturing every moment of it on her blog.But Noah has a secret, too, one that threatens to ruin Penny's cover - and her closest friendship - forever.
Die Rezension:
Als ich das Buch bei BdB gesehen habe, musste ich mich einfach dafür bewerben. Als Bloggerin habe ich mich natürlich auch angesprochen gefühlt und wollte wissen, was alles so mit Penny passiert. 
Vielen Dank an Blogg dein Buch und ganz besonders an Penguin Books, die mir nicht nur Girl Online geschickt haben, sondern, weil mein Buch verloren ging, gleich ein Paket mit drei weiteren Büchern gepackt haben! Ich bin immer noch ganz baff!

Es beginnt mit einem Blogpost. Penny eröffnet ihren Post und schreibt ehrlich, was von ihr zu erwarten ist. Sie ist ein totaler Normalo und Tollpatsch. Das ganze Getue geht ihr auf die Nerven, weshalb sie auf ihrem Blog sie selbst sein will. Sie bloggt über alles mögliche: ihre Missgeschicke, Essen und ihre Panikattacken. Das Bloggen hilft ihr, mit ihrem Leben zurecht zu kommen und sieht sich bald einer Anhängerschaft gegenüber, die sie für ihre Ehrlichkeit liebt. 
Im Leben muss sie sich nicht nur den Panikattacken stellen, sondern auch ihrer angeblich besten Freundin und einem extrem peinlichen Auftritt, nach dem sie am liebsten sterben würde. Ihre Rettung heißt: New York. Dort lernt sie dann Noah kennen und alles ändert sich. 

Den Einstieg fand ich ganz gut. Gerade der Blogpost lockert es auf und ich war ganz gespannt auf Penny und ihr richtiges Leben. 
Ich bin anfänglich davon ausgegangen, dass der Großteil der Story in Postings untergebracht ist, da Penny ja eigentlich über alles schreibt. Aber es vergeht schon eine ganze Weile, bis mal wieder ein Post kommt. Das fand ich erst etwas schade, aber später hat es mich kaum noch gestört. 

Die Charaktere mochte ich ganz gern, nur bei Penny hatte ich kleine Schwierigkeiten. 
Sie ist niedlich und tollpatschig und schämt sich schnell wegen allem möglichen, kann aber auch ihre (peinlichen) Gedanken selten für sich behalten. Da war sie mir auch noch sympathisch. 
Ich hab die ganze Zeit gerätselt, wie alt sie ist. Mal kommt sie sehr naiv rüber, dann wieder sehr erwachsen. Ihr Alter erfährt man erst recht spät. Sie ist 15 Jahre jung und in der typischen Teenie-Krise gefangen: Sie ist in einen Jungen verknallt, von dem sie aber nicht weiß, ob er sie auch mag. 
Soweit so gut. In der zweiten Hälfte mochte ich sie dann aber nicht mehr so sehr und war dann eher auf der Seite eines anderen Charakters. 
Im realen Leben weiß neben ihrer Familie nur einer, wie sie wirklich tickt: Elliot aka Wiki. Er wohnt quasi bei ihr, da seine eigene Familie sehr distanziert und kaum an ihm interessiert ist. Sein Zimmer befindet sich, in der anderen Wohnung, direkt neben ihrem, weshalb sie über die Jahre ein Klopfsystem entwickelt haben. Ein Problem der Familie ist Elliots sexuelle Gesinnung. 
Das stört aber weder ihn, noch Penny. Die beiden verbringen so viel Zeit wie möglich und sind seit Ewigkeiten beste Freunde. Ich mochte ihn wegen seiner unkomplizierten Art total gerne. Er hat Penny auch zum Bloggen animiert und steht immer hinter ihr. 
Noah fand ich auch ganz okay. Er ist auch recht unkompliziert und nimmt Pennys Tollpatschigkeit hin, ohne sich über sie lustig zu machen. Zudem ist er echt kreativ, ein toller Sänger und zeigt Penny gern seine Lieblingsplätze in Brooklyn. Man erfährt nicht wirklich viel von ihm, aber trotzdem schleicht er sich so langsam ins Herz des Lesers. 

Die Charaktere sind insgesamt gut ausgearbeitet. Manchmal sind sie vielleicht etwas klischeehaft, dann zeigen sie doch wieder unerwartete Seiten von sich. Es wird zumindest nicht langweilig.
Pennys und Noahs Begegnung ruft nicht von allen Seiten Freudensprünge herbei. Während Penny ihn als ihren Seelenverwandten beschreibt, fühlt sich Elliot beiseite geschoben. Doch das soll nicht das einzige sein, mit dem Penny zu kämpfen hat. 

Der Stil ist locker und leicht. Er ist genau so, wie ich ihn bei Penny erwartet hatte und passt auch wirklich gut zu ihr. Er liest sich schnell runter und trotz des Englischen war ich super schnell am Ende des Buches. 
Es hat etwas gedauert, bis es dann endlich nach New York ging, da hatte man schon fast die Hälfte des Buches hinter sich. Ein Teil der Ereignisse war zumindest für mich sehr offensichtlich gewesen, sodass mich vieles nicht mehr überraschen konnte. Allerdings hat es schon ziemlich viel zu bieten, weshalb einem vor allem in der zweiten Hälfte nicht langweilig werden wird. 

Die Idee hat mir dann doch gut gefallen. Wie erwähnt fand ich es anfänglich schade, dass es nicht nur in Blogpostings geschrieben ist, aber das hat mich dann später nicht mehr gestört. Ich fand es schön zu sehen, wie sich Penny geöffnet und wie sich ihre Haltung zu sich selbst, durch das positive Feedback ihrer Follower, geändert hat. Sie muss einige Dinge einsehen und den Schritt in die richtige Richtung wagen. Es geht ab und an auch darum, sich seinen Ängsten zu stellen, was eine ganz coole Botschaft ist. 

Das Buch hat es aber leider erst recht spät geschafft, mich zu berühren. Zunächst kam ich nicht gut an das Thema heran. Teenie-Kram, den man eben so kennt. Erst später habe ich mich wirklich für Penny und ihre Probleme interessiert, doch leider wurde sie mir dann schon wieder unsympathisch. Es war ein auf und ab der Gefühle der Gefühle auf beiden Seiten. 

Das Ende war dann ganz okay. Ich habe schon damit gerechnet, weshalb es mich nicht mehr groß überraschen konnte.
Das Buch wird gut abgerundet und vieles geklärt. Natürlich bleiben auch viele Fragen offen, aber die kann der Leser theoretisch seiner Phantasie überlassen. Für mich ist die Handlung abgeschlossen, weshalb ich mir den zweiten Band (erscheint im November auf Englisch) nicht kaufen werde. 

Fazit:
Ich glaube, ich zähle nicht mehr ganz zur Zielgruppe ;) Aber für alle Teenager ist das ein gutes Buch, das reale Ängste reflektiert und zeigt, wie man seinen Alltag bewältigen kann, auch wenn man sich für ein Desaster oder einen hoffnungslosen Fall hält. Es ist witzig geschrieben und viele werden sich mit Penny identifizieren können. 
Nette Unterhaltung für zwischendurch, die einem aber auch mal nahe gehen kann. 

Von mir gibt es aber nur 3,5 von 5 Herzen!

eure Maria

Kommentare:

  1. Hmm schade dann bin ich wohl auch schon bisschen zu alt, aber eigentlich würde ich das Buch schon gerne lesen =) Danke für die ausführliche Kritik!

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    1. Ich weiß einfach nicht, ob das 20+ gefallen würde :D Ich glaub, wenn du in Stimmung bist und jetzt ein Teenie-Drama vertragen kannst, dann wäre das auch etwas für dich :D Aber ich glaub, man muss das entweder mögen, oder da Lust drauf haben.

      Bitte, gern =)

      Liebe Grüße
      Maria

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