Mittwoch, 5. November 2014

Rezension: "Jake Djones in der Arena des Todes" - Damian Dibben

entnommen bei randomhouse.de



Titel: Jake Djones in der Arena des Todes
Autor: Damian Dibben
Genre: Fantasy
Verlag: Penhaligon
Seiten: 352
Band: 2 von 3
Preis: 16,99€ (HC) / 13,99€ (eB)

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Die Beschreibung:
Die Vergangenheit ist in Gefahr – allein Jake Djones kann sie retten!
Die Geschichtshüter geraten erneut in große Gefahr, denn ihre Vorräte an Atomium sind beunruhigend geschrumpft. Ohne zu zögern begeben sich Jake Djones und seine Gefährten auf eine riskante Mission, um jenes geheimnisvolle Elixir zu beschaffen, ohne das sie nicht durch die Zeit reisen können. Da erfahren die Agenten von den jüngsten Plänen ihrer Erzfeinde: Die Familie Zeldt versucht mit aller Macht, die antike römische Welt unter ihre Kontrolle zu bringen. Und so müssen die Geschichtshüter weiter als jemals zuvor in der Vergangenheit zurückreisen, um die Gegenwart und die Zukunft unserer Welt zu retten ...
Die Rezension:
Auch diesen Buch habe ich als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank an Penhaligon!
Obwohl mich der erste Band nicht vollends überzeugen konnte, musste ich einfach wissen, wie es weiter geht. 

Es beginnt mit einem Einsatz, wenige Wochen nach Ende des ersten Buches. Jake ist mit Nathan und Charlie unterwegs in die Oper, um dort das Atomium in Empfang zu nehmen. Die Geschichtshüter brauchen unbedingt Nachschub. Doch der Einsatz geht schief und die drei Agenten kehren mit leeren Händen zurück. 
Bald erreicht sie eine verschlüsselte Nachricht von Topaz, die sich im Jahr 27 n. Chr in Italien aufhält. Nathan, Chalir und Jupitus Cole reisen den Hinweisen nach und finden sich in einem Wirbelsturm wieder, der sie beinahe ihr Schiff kostet. Sie brauchen Hilfe von anderen Geschichtshütern und endlich kann Jake beweisen was in ihm steckt.

Die Charaktere sind ganz gut, aber ich muss sagen, dass ich Jake Djones in diesem Band etwas anstrengend fand. 
Er ist zwar lieb und motiviert, aber irgendwie hat er diesmal zwei linke Hände und vermasselt alles. Manchmal ist seine Intuition richtig gut, manchmal leitet sie ihn aber völlig fehl. Diesmal häuften sich die Fehlschläge und ließen ihn unfähig wirken. Das machte ihn auch ein wenig unsympathisch, obwohl er sonst ja immer wieder mit einer cleveren Idee aufwarten konnte. 
Charlie mochte ich schon im ersten Band. Er ist ein kleiner Klugscheißer, aber seine Faszination für das alte Rom ist auch ein bisschen knuffig, sodass man ihm seine Ausschweifungen zu den jeweiligen Bauten gern verzeiht. Als Vegetarier sieht er sich auch in diesem Band wieder einigen Schwierigkeiten gegenüber. Ansonsten ist er ein loyaler Freund und steht auf Jakes Seite. 
Nathan ging mir auch diesmal wieder etwas auf die Nerven, aber es war nicht ganz so schlimm wie im ersten Band. Er redet eben gern über Mode, Stoffe und Schnitte. Das wird ihm auch niemand abgewöhnen können. Man bekommt dann nur leider den Eindruck, dass er sich für nichts anderes interessiert. Dabei ist er in Geschichte ähnlich fit wie Charlie und hat durchaus noch andere Dinge im Kopf, als sein Aussehen. Er steht ebenfalls hinter Jake und entpuppt sich als echter Freund. 

Ich mag das Trio inzwischen sehr und finde die Mischung wirklich gelungen. Jeder Charakter hat so seine Macke, dass sie alle außergewöhnlich sind, aber dadurch auch gut miteinander harmonieren. Es macht Spaß zu sehen, wie sie interagieren und das Buch gemeinsam voran treiben. 

Der Stil ist wieder ganz gut und leicht zu lesen. Ich habe mich sehr auf das alte Rom gefreut und wurde durch zahlreiche Beschreibungen nicht enttäuscht. Der Autor hat es sehr authentisch beschrieben, vom Alltag, den Leuten und der Kleidung her, sodass man als Leser auch ein wenig das Gefühl einer Zeitreise hat. 
Den Geschichtshütern passiert eigentlich immer etwas und jede Mission artet in ein großes Abenteuer aus, sodass dem Leser kaum langweilig werden kann. Ich fand es sogar besser umgesetzt, als im ersten Band, wo ich öfter das Gefühl hatte, dass absichtlich Tempo rausgenommen wurde. Es ist spannend und actiongeladen geschrieben. 

Die Idee und Umsetzung der Zeitreisen ist wieder klasse, nur habe ich mich auch hier wieder gefragt, wie der Bösewicht die Welt ins Chaos stürzen will, ohne seine eigene Existenz zu gefährden. Aber nichtsdestotrotz hat mich der fiese Plan von Agata mit den Agenten mitfiebern lassen. 
Das Setting war einfach traumhaft. Wer sich für die Antike interessiert wird garantiert auf seine Kosten kommen, ich war hin und weg. Gerade auch, dass man mal mehr vom Circus Maximus erfährt, den man zwar heute noch kennt, der allerdings im Schatten des Kolosseums steht. Der Leser bekommt Rom mit allem Drum und Dran geboten. 

Das Ende hat mir auch gut gefallen. Es kommt wieder zum großen Showdown und die Geschichtshüter müssen die Katastrophe verhindern. Ich habe wirklich sehr mitgefiebert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ein gelungener Schluss, der dann aber ein wenig von den letzten Seiten getrübt wurde, einfach weil schnell noch ein neuer Bösewicht eingeführt wurde. Trotzdem ein guter Schluss, der Lust auf den dritten Teil macht.

Fazit:
Insgesamt fand ich den zweiten Band besser als seinen Vorgänger. Das Buch wirkt runder und strikter. Mir hat es viel Spaß beim Lesen bereitet und es hat mich auch gut unterhalten können.
Leseempfehlung für alle Fans von Zeitreisen und/ oder Abenteuern!

Deshalb gibt es 4 von 5 Herzen!

eure Maria

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