Dienstag, 11. November 2014

Rezension: "Das Erbe des Flammenmädchens" - Samantha Young

entnommen bei buecher.de






Titel: Das Erbe des Flammenmädchens
Autor: Samantha Young
Genre: Fantasy/ Young Adult
Verlag: Darkiss 
Seiten: 400 
Band: 2 von 4
Preis: 12,99€ (tb)
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→ Rezi zu »Flammenmädchen«





Die Beschreibung:
Die Fortsetzung der atemberaubenden Young-Adult-Serie von Spiegel-Bestsellerautorin Samantha Young. Als „Siegel Salomons“ hat Ari zwar – theoretisch – unbegrenzte Macht über alle Dschinns, doch ihr eigenes Leben gerät völlig außer Kontrolle. Ein skrupelloser Zauberer will sie entführen, und der White King der Feuergeister droht damit, ihr alles zu nehmen, was sie liebt. Die Einzigen, auf die sie zählen kann, sind Jai und Charlie. Aber auch Aris Beziehungen zu den beiden Jungs wird immer komplizierter: Jai scheint ihre Gefühle nicht zu erwidern. Und ihre Jugendliebe Charlie erliegt langsam den Versuchungen der dunklen Seite. Kann Ari ihn vor sich selbst retten – oder ist es bereits zu spät?
Die Rezension:
Auch wenn ich vom ersten Band nicht völlig begeistert war, wollte ich dennoch wissen, wie es mit Ari, Jai und den Dschinn weiter geht. 

Es knüpft beinahe nahtlos an den vorherigen Band an. Aris Vater ist aufgewacht, will aber nicht mit ihr reden. Die ganze Sache mit den Dschinn macht ihm Angst und er will lieber nicht mehr davon wissen. Als er endlich sein Zimmer verlässt, dabei allerdings aus dem Haus stürmt, folgt ihm Ari. Sie fahren zu einem Waldstück, wo es dann zum Streit zwischen ihnen kommt. Unerwartet tauchen auch noch Dschinn auf, setzen Ari außer Gefecht und töten Derek. 
Das war erst der Anfang. Der White King hat noch weit mehr auf Lager und will Ari dazu drängen, zu ihm zu kommen. Hinzu kommt noch ein Zauberer, der es ebenfalls auf Ari abgesehen hat und ihre Kräfte für seine Zwecke missbrauchen will. 
Die Schlaufe zieht sich weiter zu. 

Es passiert gefühlt mehr, als im ersten Band. Gerade der Anfang ist besser gestaltet und zieht sich nicht mehr so lange hin. Im ersten Teil dachte ich, dass die Autorin selbst nicht zum eigentlichen Start der Handlung kommen will. Das war diesmal besser. Man ist wesentlich schneller in der Story und muss nicht warten, bis etwas (wichtiges) passiert. 

Die Charaktere gefielen mir diesmal besser. Ich hatte das Gefühl, dass ihnen mehr Raum zum Entfalten gegeben wurde. 
Ari wird stärker, genauso wie die Macht des Siegels. Sie muss sich sehr anstrengen, ihre dunkle Seite unter Kontrolle zu halten. Mit Dereks Tod hat sie schwer zu kämpfen, am meisten mit seinen letzten Worten. Er hat ihr gesagt, dass er sie nicht genug geliebt hat. Das gibt ihr zu denken. Gerade wenn sie sich in ihrem Umfeld umschaut, glaubt sie, das es bei Jai und Chalie genau das gleiche ist. Sie beschließt, dass sie nichts mehr mit Typen zu tu haben will. Klar ist es nicht leicht, die Gefühle einfach so abzuschalten, doch wirklich versuchen tut sie es auch nicht. Sobald sie Jai zu nahe ist, beginnt sie schon wieder zu schwärmen. Ich konnte es bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, aber manchmal war ihr Verhalten echt anstrengend.
Jai ist schon seit dem ersten Band in Ari verliebt, will es sich aber nicht eingestehen. Er hat hart um die Anerkennung seiner Familie gekämpft und tut es noch immer. Er hat vermutlich Angst, in Ungnade zu fallen, wenn er eine Beziehung mit einer Klientin anfängt. Doch verstecken kann er seine Zuneigung nicht mehr. Nach außen hin ist er aber weiterhin der harte Kerl mit dem eisigen Blick. Mit ihm möchte sich wohl niemand anlegen. 
Charlie mag ich immer noch nicht. Er wird von seinen Rachegelüsten aufgefressen, will mit Ari zusammen sein, schafft es aber nicht, sich vollends auf sie zu konzentrieren. Stattdessen will er mehr Macht erlangen, um denjenigen zu töten, der seinen kleinen Bruder auf dem Gewissen hat. Ich weiß nicht, aber ich konnte auch kein Mitleid mit ihm haben. Mir ist er einfach unsympathisch, zumal mir sein Machthunger Sorgen macht. 

Mir hat gut gefallen, dass gerade der Red King so undurchsichtig ist. Er ist dem König der Dschinn loyal gegenüber und würde alles tun. Gleichzeitig hat er aber auch eine gewisse Nähe zu Ari entwickelt und will ihr nicht wehtun. Red will, dass sie ihm vertraut und dass sie in Sicherheit ist. Aber er hat auch eine dunkle, berechnende Seite, dass man nie so genau weiß, wie weit er gehen würde. 
Schön fand ich auch, dass Trey eingeführt wurde und man mehr über ihn und seine Kindheit mit Jai erfährt. Auch der Ausflug zu Kais Familie hat tiefe Einblicke ermöglicht. Spätestens jetzt dürfte allen klar sein, wieso Jai ist, wie er eben ist. 

Die im ersten Band eingeführte Dreiecksbeziehung geht nun in die zweite Runde. Jai und Ari stoßen sich ab und ziehen sich an. Permanent. Ständig. Und meist fühlen sie sich schlecht, egal was passiert. Dazwischen bekommt auch Charlie noch die Möglichkeit einen Versuch bei Ari zu wagen. 
Also ich fand es frustrierend und anstrengend! Zwischendrin dachte ich schon, dass sich das Theater bis zum vierten Band hinziehen würde. Aber Ari schafft es dann doch, sich etwas schneller zu entscheiden. Auch wenn ich die Entwicklung zwischen ihr und Jai ganz interessant fand. War es manchmal auch belastend, dass es nicht voran ging, oder eben Charlie mitmischen wollte. 

Der Stil hat mir ganz gut gefallen und ließ sich im Englischen gut lesen. Ich war dennoch froh, dass ich den ersten Band auf Deutsch kannte, sodass kein Probleme beim Übersetzen entstanden. 
Insgesamt ist der Band schneller und spannender als sein Vorgänger. Er passiert irgendwie mehr und alles wirkt konzentrierter. Mir hat es diesmal mehr Spaß beim Lesen beschert. 

Spoiler!
Dalí, der Zauberer, hat mich wirklich genervt, oder eher sein Ableben! Er wird als großer, gefährlicher Bösewicht dargestellt, der nach Macht giert, aber noch nicht so stark ist, wie er gerne wäre. Aus diesem Grund will er Ari auch für sich. Doch statt sich einem magischen Duell zu stellen, will er fliehen, stirbt dann aber ganz unscheinbar, weil ihm ausgerechnet Charlie ein Messer oder so ins Herz rammt. Das war mir dann doch zu banal, wo er als Gegner schon wichtiger wirkte. 

Das Ende war dann etwas abrupt. Es geht Schlag auf Schlag und ganz plötzlich ist es dann vorbei. So gesehen zieht sich das eigentliche Finale über eine längere Etappe, zwischendrin mit einigen Abschwächungen. Und dann ist es vorbei, der Leser bleibt ratlos zurück und muss quasi den nächsten Band kaufen, wenn er wissen will, wie die eine Sache ausgeht. Ein sehr offenes Ende, das mich etwas enttäuscht hat. 

Fazit:
Alles in allem ist der Band trotzdem lesenswert. Er hat mich ganz gut unterhalten, es passiert viel und irgendwie wollte ich dann doch wissen, für wen sich Ari entscheidet. Obwohl es wieder ein paar Schwächen gibt, habe ich mir den Folgeband bereits bestellt. 

Diesmal gibt es 4 von 5 Herzen!

eure Maria

Kommentare:

  1. Huhu Maria,

    ich hatte ja schon einiges am ersten Band auszusetzen und trotzdem möchte ich gerne weiter lesen. Ich finde es wirklich gut, dass du auch Schwächen des Buches aufzeigst. Ich werde mir das Buch gleich mal etwas höher auf die Wunschliste setzen =)

    LG
    Anja

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    1. Hi Anja,

      yay, bin nicht die einzige, die mit dem ersten Band so ihre Probleme hatte. Auch diesmal ist nicht alles perfekt, aber irgendwie hat es mir doch besser gefallen. Bin jetzt zu den engl. eBooks gewechselt und werde mir, wenn der dritte okay war, auch noch den letzten holen ;)

      Liebe Grüße
      Maria

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    2. Ich finde ja die Ausgaben von Darkiss immer so toll, daher werde ich auf die deutschen Bände warten. Am meisten gespannt bin ich auf die Welt der Dschinn. Gerade was die Bösewichte angeht, war da unheimlich viel Potential =)

      LG
      Anja

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  2. Huhu,

    ich finde ja das Cover sehr schön und ansprechend. Fällt im Bücherregal auf alle Fälle auf. ;o)

    Lieben Gruß,
    Ruby

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