Freitag, 21. November 2014

Der NaNoWriMo und ich


Wie vielleicht einige von euch wissen, ist der NaNoWriMo der National Novel Writing Month. Ziel dieser Aktion ist es, in einem Monat einen Roman zu schreiben und dabei mindestens 50.000 Wörter zu erreichen. 
Ich wollte schon lange dabei mitmachen, habe mich aber nie getraut, weil ich nicht gedacht hätte, dass ich es schaffen könnte. 50.000 Wörter sind echt viel, das schafft man nicht einfach mal so Zwischendurch. Diese Wortmenge braucht Zeit und Ideen. Und wie ich dachte: Viel Motivation. Mein Freund hat mich dann aber mehrfach gefragt, ob wir mitmachen wollen. Nach einigem Hin und Her haben wir uns unser eigenes Ziel gesteckt: 30.000 Wörter. Immer noch eine ganze Menge, aber wir dachten uns, dass man das schaffen könnte, wenn man jeden Tag 1000 Worte schreibt.
Fürs Protokoll: Ich wollte sogar nur 20.000 Wörter schreiben. Bei einer anderen Challenge hab ich das mal geschafft und dachte, dass ich daran ja anknüpfen könnte.

Egal. Am 1.11. ging es dann los und wir beide schrieben fröhlich vor uns hin. Oft haben wir abends kleine "Word Wars" gemacht, wer zuerst seine 1000 schafft. Und so lief es wirklich gut und ich war nach ein paar Tagen echt baff, dass ich so gut durchhalte. Ich dachte immer, dass ich nur schreiben kann, wenn ich es auch will und mir gerade mal was einfällt. Einfach hinsetzen und loslegen kam für mich nicht infrage. Dachte ich. Tja. Ende vom Lied ist, dass es immer nur faule Ausreden waren. Ich habe Neela - Ins Diesseits am 13.12.13 begonnen und bis November gerade mal 14.000 Wörter zusammen gekriegt. Das ist armselig, wenn man die 30.000 dagegen hält, die ich in nur 21 Tagen geschafft habe. Und der Monat ist noch nicht einmal vorbei.

Nach dem Sieg bin ich jetzt glücklich, aber es auch ein bisschen deprimierend. Erst durch den NaNo habe ich eigentlich begriffen, dass ich (fast) immer schreiben kann und nicht nur, wenn ich mal eben Lust drauf habe. Es ist also nicht nur ein Motivationsproblem gewesen, sondern auch ein Problem mit der Disziplin. Ich hoffe, dass ich das im Kopf behalten kann, wenn der November vorbei ist. Aber ich bin eigentlich wieder ganz zuversichtlich und glaube, dass ich den zweiten Band dieses Jahr noch beenden kann. 

Alles in allem also eine sehr erfolgreiche Challenge. Es waren zwar oft nur kleine Wortzahlen zwischen 1000 und 1600 dabei, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Ich habe auch gemerkt, dass mir das Schreiben mehr Spaß macht, wenn ich regelmäßig dran bin. Es ist ganz interessant zu sehen, was so möglich ist und wie gesagt, ich habe es mir einfach nicht zugetraut. 
Vielleicht werde ich ja im nächsten Jahr offiziell am NaNo teilnehmen.

Allen offiziellen Teilnehmern wünsche ich noch ganz viel Glück!

Liebe Grüße
eure Maria

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