Sonntag, 12. Oktober 2014

Rezension: "The Queen of Zombie Hearts" - Gena Showalter

amazon.com




Titel: The Queen of Zombie Hearts
Autor: Gena Showalter
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Harlequin Sales Corp
Seiten: 459
Preis: 13,67€ (HC) / 8,93€ (tb) / 4,54€ (eB)
→ bei Amazon kaufen?


→ Rezi zu »Alice im Zombieland«
→ Rezi zu »Rückkehr ins Zombieland«






Die Beschreibung:
I have a plan.
We'll either destroy them for good, or they'll destroy us.
Either way, only one of us is walking away. 
 
In the stunning conclusion to the wildly popular White Rabbit Chronicles, Alice "Ali" Bell thinks the worst is behind her. She's ready to take the next step with boyfriend Cole Holland, the leader of the zombie slayers…until Anima Industries, the agency controlling the zombies, launches a sneak attack, killing four of her friends. It's then she realizes that humans can be more dangerous than monsters…and the worst has only begun.
As the surviving slayers prepare for war, Ali discovers she, too, can control the zombies…and she isn't the girl she thought she was. She's connected to the woman responsible for killing—and turning—Cole's mother. How can their relationship endure? As secrets come to light, and more slayers are taken or killed, Ali will fight harder than ever to bring down Anima—even sacrificing her own life for those she loves.
Die Rezension:
Die Trilogie, die ich aus irgendeinem Grund unbedingt sofort beenden musste. Das passiert mir nicht ganz so oft. Und wieder konnte mich das Buch überzeugen auch wenn ich hier und da meine Schwierigkeiten hatte. 

Es beginnt ganz harmlos. Die Mädels haben sich in einem Café getroffen und suchen für Mackenzie einen neuen Lover. Auch die Zombiepatrolie danach verläuft ruhig und ereignislos. Doch als Ali sich in der Nacht mit Cole trifft, ändert sich alles. Die Gruppe um Cole wird plötzlich angegriffen, die Häuser teilweise in Brand gesteckt und einige ihrer Freunde kommen dabei sogar ums Leben. Schuld ist Anima. Zu allem Übel haben sie auch noch Justin entführt. Die verblieben Zombiekiller wollen ihn um jeden Preis zurück holen. 
Nach einer erfolglosen Rettungsmission, sieht Cole sich gezwungen mit einer anderen Gruppe von Killern zusammenzuarbeiten. Gemeinsam wollen sie Anima in die Knie zwingen. Doch das wäre leichter, wenn sie keinen Verräter in den eigenen Reihen hätten.

Den Einstieg fand ich ganz gut gewählt, man findet sich so langsam wieder rein und ist dann plötzlich wieder mittendrin. Es war auch schön zu sehen, dass Ali und Cole sich wieder vertragen und alles wieder in geordneteren Bahnen verläuft. Doch der Schlag von Anima wird auch den Leser treffen, sodass dieser sicher gut nachvollziehen kann, wie Ali und Co sich fühlen. 

Die Charaktere sind mit inzwischen ziemlich ans Herz gewachsen und gerade bei Ali merkt man, dass sie in der Zwischenzeit erwachsener geworden ist. Sie sind allesamt gut nachvollziehbar und alle irgendwie besonders, sodass ich mir viele nicht mehr wegdenken kann.
Viel mehr will ich eigentlich nicht zu den einzelnen Leuten sagen. Wer möchte, kann sich ja meine anderen beiden Rezis (s.o.) zu der Trilogie anschauen, da findet sich dann mehr zu den Charakteren. 

Der Stil ist gewohnt gut und liest sich leicht, für einen englischen Text. Es wird wieder aus Alis Sicht erzählt. Ich hatte kaum noch Schwierigkeiten damit, kenne aber auch die vorherigen Bände nur auf Englisch. Klar verstehe ich nicht alles, aber das meiste ergibt sich aus dem Zusammenhang und bei Kindle ist ja auch ein Wörterbuch integriert, für die ganz harten Fälle. 
Man merkt, dass es ein finaler Band ist. Die vorherigen beiden waren auch sehr spannend und actiongeladen, aber ich hatte das Gefühl, dass es um noch mehr geht und ich kaum noch zum Luft schnappen kam. Da sich Ali und Cole nun auch wieder vertragen haben, gibt es auch in der Hinsicht keine Dramen mehr und man kann sich vollends Anima und ihren Spielchen widmen. Ich fand toll, dass sich somit alles noch mal gesteigert hat, die Action, die Spannung, die Bedrohung. 

Spoiler!
Kommen wir zu den Schwierigkeiten. Ich hatte ab und an das Gefühl, dass es zu viel des Guten war. So stand ich beim Lesen ab und an auf der Kippe und wusste nicht, ob ich einige Sachen jetzt gut oder schlecht finden sollte und bin mir da noch weiter unsicher. Zum Beispiel geht es ja nicht, dass Ali und Cole bis zum Ende glücklich miteinander sind, sie müssen sich kurz vor Schluss nochmal durch Schweigen ignorieren, was bei den ganzen Liebesbeteuerungen zuvor unglaubwürdig erscheint. Oder auch am Ende, als Ali dann noch ihr Gedächtnis verliert. Hielt ich auch für unnötig, zumal das auch nur kurz abgehandelt wurde, andere Autoren bauen darauf ihr Buch auf. Wie gesagt. Ich habe es in dem Moment hingenommen, fand es auch nicht so schlecht, aber im Nachhinein kommt mir die Handlung so unnötig aufgeplustert vor, da die Zombies und Anima selbst ja viel Potential haben. Klar mag der Gedächtnisverlust ein guter Twist sein, aber wozu brauchte man den noch?

Wo die vorherigen Bände schon nicht viel mit dem Alice-Thema zu tun hatten, findet sich hier noch weniger, bzw. nur noch das weiße Kaninchen. Aber das macht nichts. Inzwischen sollte man als Leser daran gewöhnt sein und sich nicht mehr über die raren Parallelen stören. Die White Rabbit Chronicles wurden ja schon zu einer ganz eigenen Reihe. 

Schön fand ich, dass Ali eine neue Fähigkeit erhält und dank des Feuers andere Killer mit ihren Kräften »ansteckt«. So haben zum Beispiel einige der anderen auch Visionen, was zuerst etwas verstörend ist, aber ganz witzig für den Leser. 
Zudem taucht noch ein neuer Geist auf, der einige Lücken in Alis Vergangenheit aufdeckt und insgesamt eine wichtige Rolle in den Ereignissen spielt. 

Das Ende war richtig richtig gut, nur leider ist es jetzt auch vorbei mit den Chroniken. Das Finale war alles andere als langweilig und löst größtenteils alles auf. Vieles passiert Schlag auf Schlag, anderes baut sich auf. Ich hatte aber nie das Gefühl, dass die Autorin es hinter sich bringen wollte oder ähnliches. 
Es ist ein bisschen schade, dass es jetzt vorbei ist, aber mit dem Ende kann ich eigentlich gut leben und würde es sogar doof finden, wenn da noch mal ein Folgeband kommen würde. 

Fazit:
Ein Band, der es in sich hat und die Trilogie mit einem Knall beendet. Hat mich gut unterhalten und konnte wieder mit guten Ideen aufwarten. Ein schöner Abschluss zu einer wirklich empfehlenswerten Reihe.

Weil ich ihn, trotz der kleinen Mängel besser finde als Band 2 gibt es 4,5 von 5 Herzen!

eure Maria


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen