Freitag, 3. Oktober 2014

Rezension: "Gehämmert - Die Chronik des Eisernen Druiden" - Kevin Hearne






Titel: Gehämmert - Die Chronik des Eisernen Druiden
Autor: Kevin Hearne
Genre: Fantasy
Verlag: Klett Cotta
Seiten: 366
Preis: 16,95€ (br) / 13,99€ (eB)
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Die Beschreibung:
Über 2.000 Jahre hat eine Überlebensstrategie für Atticus funktioniert: Halt dich fern von Thor! Aber die Dinge heizen sich auf in seiner neuen Heimat Tempe, Arizona. Russische Dämonenjäger, die sich selbst die "Hämmer Gottes" nennen, drehen komplett durch und terrorisieren die Gegend. Doch wer steckt dahinter? Trotz vielfacher Warnung reisen Atticus und Leif zur nordischen Welt Asgard, wo sie sich mit einem Werwolf, einem Zauberer und einer Armee von Eisriesen verbünden. Ein epischer Kampf gegen boshafte Walküren, zornige Götter und - vor allem - gegen den hammerschwingenden Donner-Fiesling selbst beginnt.
Die Rezension:
Nachdem ich die ersten beiden Bücher gelesen habe, musste ich einfach wissen wie es weiter geht. Allerdings hat mir das Buch nicht ganz so gut gefallen, wie seine beiden Vorgänger. 

Es beginnt mit einem Aufstieg. Atticus klettert den Weltenbaum, Yggdrasil, nach Asgard empor und begegnet auf seinem Weg Ratatosk, dem Riesenhörnchen. Mit seiner Hilfe schafft Atticus den Aufstieg und erfährt noch einiges über Asgard, was einem nur ein Eichhörnchen erzählen kann. 
Die Ankunft in Asgard ist anders als erwartet und Atticus muss sich ganz schön durchbeißen, bis er endlich die goldenen Äpfel erreicht hat. Asgard steht Kopf und auf seinem Weg zurück begegnet er nicht nur Odin, sondern auch den Walküren. 
Es wird schwer für ihn, Leif und die anderen Thor allein zu erwischen, nachdem Asgard nach ihm sucht. 

Ich muss sagen, dass ich erst dachte, dass das Buch mein Lieblingsband wird, immerhin spielt es in Asgard. Zudem wollen sie Thor erledigen, was ich mir ganz witzig vorgestellt habe. Aber irgendwie kommt das Buch nicht an den Charme der vorherigen heran. Ich hatte mehr erwartet. Auch gibt es diesmal nicht so viel von Oberon zu sehen, wie ich gehofft habe, der wird relativ früh in Sicherheit gebracht. Weiterlesen werde ich auf jeden Fall, in der Hoffnung, dass es wieder besser wird. Allein schon wegen den ganzen mythologischen Bezügen lohnt sich das weiterlesen und ich gespannt drauf, wer das nächste Mal auftaucht.

Die Charaktere kennt man ja inzwischen, aber ich hatte das Gefühl, dass sich Atticus etwas ins Negative verändert hat.
Seit sicherlich 2000 Jahren versucht Atticus sich aus diversen Schwierigkeiten herauszuhalten und zu überleben. Statt dieser Taktik treu zu bleiben, stürzt er sich jetzt in diverse Kämpfe und scheint sich der Konsequenzen nicht so sicher zu sein. Das hat mich dann doch leicht gestört. Vorher war er darauf bedacht, vorsichtig zu sein und das ist plötzlich alles hinfällig. Nach der Aktion dürften sämtliche Götter sämtlicher Glaubensrichtungen hinter ihm her sein. Da war mir der alte, paranoide Atticus dann doch lieber.
Aber immerhin erfährt man mehr über Leif und Gunnar. Die beiden Anwälte könnten unterschiedlicher nicht sein, ähneln sich aber in einem Punkt: Sie hassen Thor. Womit sie übrigens nicht allein sind. Hinzu kommt noch ein weiterer Donnergott, den ich richtig witzig fand, er ist ähnlich mächtig wie Thor, geriet aber über die Jahre in Vergessenheit. Mit seinen »Blitzableitern« sind die anderen vor Thors Macht sicher. 
Es gibt noch einige andere, die sich der Unternehmung anschließen. Insgesamt bilden sie eine bunte Truppe, die sich mir ihren Fähigkeiten gut ergänzen und alle haben so ihre Geschichte mit Thor. 

Die Konstellation war in Ordnung und hatte so ihren coolen Seiten, aber keiner konnte an Oberon heran kommen ;) Also es war teils auch ganz unterhaltsam, nur fand ich manchmal ihre Motivation nicht ganz so einleuchtend oder herausragend. Aber der Donnergott konnte mich vollends überzeugen, bei den anderen hatte ich eher Schwierigkeiten. Immerhin wurde klar, wieso Thor so ein Idiot ist. 

Der Stil ist im Englischen echt schwierig. Ich hab mich jetzt mal rangetraut und hatte schon ein paar Probleme. Es liest sich sehr langsam, aber das Glossar hilft schon sehr weiter. Für die Bücher sollte man sich auf Englisch schon mehr Zeit nehmen. Mit ein bisschen Geduld kommt man auch gut voran. 
Es geht wieder sehr spannend los und man ist sofort wieder mittendrin. Allerdings hatte es auch so seine Längen, gerade in der Mitte, als es eigentlich spannend werden sollte, wurden ca. 100 Seiten verschwendet. Also der Teil war auch nicht sooo schlecht, aber einfach vollkommen deplatziert und an dieser Stelle eher nervig. Danach wurde es zum Glück aber wieder richtig spannend.

Das Finale in Asgard war aber wieder richtig gut, genauso, wie man es von Kevin Hearne gewohnt ist. Es war spannend, actionreich und turbulent. Es ging recht schnell, konnte mich dennoch überzeugen. 
Das Ende ist wieder etwas offen, diesmal habe ich auch keine Ahnung, wie das Abenteuer weitergehen könnte. 

Fazit:
Bei dem Band bin ich mir so sicher, was ich davon halten soll. Er ist gut geschrieben und allein wegen den Asen mochte ich es sehr. Es hatte viele gute Stellen, aber auch einige negative. Atticus hat sich ziemlich tief in den Mist geritten, mal sehen, wie er da wieder herauskommen will. Dennoch eine tolle Geschichte, die trotz der Schwächen Lust auf mehr macht! 

Diesmal nur 4 von 5 Herzen!
eure Maria

Heute ist wieder Bloggerbibliothek bei Krimserei, wo einige Rezensionen gesammelt wurden. Schaut doch mal vorbei ;)


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