Freitag, 5. September 2014

Rezension: "Rückkehr ins Zombieland" - Gena Showalter

entnommen bei amazon.com






Titel: Rückkehr ins Zombieland
Autor: Gena Showalter
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Darkiss
Seiten: 400 
Preis: 14,99€ (HC/ eB)
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→ Rezi zu »Alice im Zombieland«






Die Beschreibung:
Seit Alice „Ali“ Bell weiß, dass Zombies wirklich existieren, geht sie mit ihren neuen Freunden auf die Jagd. Immer seltsamere Dinge geschehen dabei um sie herum: Spiegel scheinen plötzlich ein Eigenleben zu entwickeln, die Toten sprechen zu ihr. Am schlimmsten aber: In Ali selbst entwickelt sich eine dunkle Seite, die sie dazu antreiben will, furchtbare Dinge zu tun. Nach einer nächtlichen Jagd hat Ali merkwürdige Erinnerungslücken … Verbindet sie mit den Zombies womöglich mehr, als sie ahnt? In dieser Situation braucht sie ihren Freund Cole mehr denn je. Aber ausgerechnet jetzt zieht er sich immer mehr von ihr zurück. Ali ist allein und den dunklen Mächten, die an ihr zerren, ausgeliefert …
Die Rezension:
Auch wenn mich der erste Band nicht gänzlich vom Hocker gerissen hat, wollte ich doch wissen, wie es weiter geht. Die Geschichte hat einfach etwas an sich, dass einen weiterlesen lässt. Band drei habe ich nun auf Englisch vorbestellt!

Es beginnt … nun ja, wieder sehr klischeehaft. Ali muss sich noch von den letzten Ereignissen erholen, mit Cole ist es zwar okay, aber noch nicht perfekt und bald taucht ein neuer Typ auf, mit dem Ali prompt eine Vision hat. In dieser geht es gut zur Sache, was Cole gar nicht gefällt. Kurz darauf haben Ali und Gavin wieder eine Vision, mit der gleichen Szene. Pünktlich dazu taucht noch eine von Coles Exfreundinnen auf. Er kommt mit den Visionen nicht klar und macht einen großen Fehler. 
Ali ist fix und fertig und völlig hin und hergerissen. Erschwerend kommt hinzu, dass sie bei einem Einsatz gebissen wird. Das wäre nichts schlimmes, doch diesmal ist es anders und sie bemerkt einige Veränderungen. Etwas Dunkles versucht von ihr Besitz zu ergreifen und sie muss mehr denn je auf ihre Liebsten aufpassen. Wie sie ihr »Problem« aber wieder loswird, weiß sie noch nicht.

Der Anfang hat mir nicht wirklich gefallen. Cole ging mir einfach total auf die Nerven und wirklich glauben konnte ich ihm auch nicht. Das Ganze wirkt zu sehr aufgebauscht und ich dachte mir nur: »Du bist so doof, Junge, gerade dadurch passiert es wahrscheinlich!«. Mit 'es' ist die Vision gemeint. Nachdem das dann aber ausgestanden ist, wird es richtig interessant und gerade nach dem Biss konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Charaktere gefielen mir wieder gut, auch wenn ich wieder nur bei Kat das Gefühl hatte, die Figur aus »Alice im Wunderland« zu erkennen. Es wird viel über die madness geredet, aber wirklich mad ist nur Kat.
Ali ist stark und will wieder kämpfen, obwohl sie sich noch nicht ganz erholt hat. Sie ist stur und ehrlich, scheint aber niemandem so richtig zu vertrauen. So versucht sie allein mit ihrem Problem zurecht zu kommen, weil sie Angst vor den Konsequenzen hat, die auftreten würden, sobald jemand etwas davon mitbekommt. Statt also in der Gruppe eine Lösung zu finden, bleibt sie verschlossen und beißt sich durch. Ihre Verhaltensweise konnte ich zwar teilweise verstehen, hätte mir aber gewünscht, dass sie jemanden ins Vertrauen zieht. 
Cole ist ...ja... Cole eben. Er ist der große böse Kämpfer, der Anführer der Gruppe. Er ist gern mal kalt, schroff und fies, aber auch oft ein Lieber, nur leider genauso stur wie Ali. Die beiden passen echt gut zusammen, geraten aber auch gern mal aneinander. Die Aktion von Cole war dann einfach nur doof und na ja, ich hab ihm auch nicht zugetraut, dass er das durchhalten könnte. 
Gavin mochte ich auf Anhieb...nicht. Er ging mir prompt auf die Nerven, was aber auch daran liegen könnte, dass ich solche Dreiecksgeschichten nicht mag. Im ersten Band gab es Justin und im Zweiten muss natürlich ein neuer Typ her. Ich glaube, dass Gavin gar nicht so schlimm ist, nur sehr von sich eingenommen und seine Flirtversuche kann man eigentlich nur als dreiste Anmache bezeichnen. Aber nicht nur er schmeißt sich ran. Besagte Ex von Cole muss natürlich auch auftauchen und alles noch ein bisschen aufmischen.
Besonders gut gefallen hat mir wieder Kat. Sie ist witzig, lebhaft und ja verrückt. Sie hat eine große Klappe, steht aber loyal hinter Ali. Frosty tut mir ein wenig leid, da er viele ihrer Launen abbekommt. Sie will nicht anders behandelt werden, weshalb sie ihm ihre Krankheit verschweigt, ihn aber immer wegstößt, sobald es ihr schlechter geht. 

Zwischen den Personen passiert ziemlich viel. Es tauchen neue und alte Charaktere auf, die die Gruppe auf Trab halten und für Konfliktpotential sorgen. Auch auf Beziehungs-Ebene passiert recht viel, wäre ja auch langweilig, wenn es immer einfach wäre. Wie erwähnt gibt es wieder eine Dreieckskiste, die meiner Meinung nach nicht hätte angeschnitten werden müssen, zumal wir das ja schon mal hatten... 

Der Stil hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich habe es auf Englisch gelesen und eigentlich kein Problem mit der Sprache gehabt. Es ist recht bildhaft beschrieben, dass man sich leicht einfindet und die Handlung, sowie Personen und Orte real wirken.
Insgesamt fand ich das Buch spannender als den Vorgänger. Es passiert gefühlt mehr und geht ziemlich drunter und drüber. Wo es vorher mehr um die Beziehung ging, rückt hier die Problematik mit Alis dunkler Seite mehr in den Vordergrund. Und gerade dieses Problem hat mich am meisten gefesselt. Die Veränderungen passieren langsam aber stetig und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. 

Wie man vielleicht merkt, hat mich die Idee diesmal mehr gepackt. Die Einführung war okay, aber die Action hat es diesmal echt gemacht, es passiert so viel auf verschiedenen Ebenen, dass ich kaum zum Luftholen kam. Es war echt gut, dass der Focus so stark auf Alis innerem Kampf und den Zombies lag. Alles andere hätte mich ein wenig gestört. Es wurde wieder viel draus gemacht und auch einige neue Sachen eingeführt. So wurde das Thema noch mal besser beleuchtet. Und der weiße Hase durfte diesmal auch wieder nicht fehlen.

Vielleicht noch kurz ein Wort zum Thema »Alice im Wunderland«: Es ist nicht das gleiche, nicht einmal annähernd. Der ein oder andere wird die Charaktervorlagen (Hutmacher, Cheshire Cat u.a.) erkennen – ich habe da weniger drauf geachtet – und es gibt einen weißen Hasen als Wolke. Ali taucht in eine andere, unbekannte Welt ein aber wer mehr Ähnlichkeiten erwartet, wird enttäuscht werden. Es sind Parallelen da, aber eben nicht viele. Mich hat das diesmal noch weniger gestört, nach dem ersten Band, weiß man einfach, dass es eine eigene Story ist.

Das Ende war ganz schön gemein, aber auf eine gute Weise. Das Tempo des Buches wurde gehalten und es steigert sich alles zum Höhepunkt hin. Wirklich klasse umgesetzt und der Leser bleibt atemlos zurück. Es ist jetzt zwei Wochen her, dass ich es beendet habe und bin immer noch vollends begeistert. Den dritten Band hab ich sofort auf Englisch vorbestellt. 

Fazit:
Meine Erwartungen wurden auf jeden Fall getoppt und der Band hat mich in jedem Fall überzeugt. Ich fand ihn besser als den Ersten, es ging gut zur Sache und dem Leser wird sehr viel geboten. 
Wer den ersten Band mochte, wird den Zweiten lieben. Definitiv lesenswert!

Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Herzen!

eure Maria

Heute findet auch wieder die Bloggerbibliothek bei Krimserei, schaut doch mal hier vorbei =)

Kommentare:

  1. Hey Maria =)

    Ich glaube mir hätte das Buch wesentlich besser gefallen, wenn der Autorin dieser Ausrutscher mit Cole nicht passiert wäre. Das war echt blöd. Trotzdem bleibe ich Ali treu =)

    LG
    Anja

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    1. Huhu,

      wir reden vom Gleichen, ne? Ich fand das einfach völlig unnötig und klischeehaft von der Autorin...
      Spoiler: War doch klar, dass er das nicht bis zum Ende durchhält und war auch klar, dass sie im zweiten Band nicht einfach zusammen sein konnten. Wenn das im Dritten wieder so wird...

      Ich habs dann einfach verdrängt und mich nicht davon nerven lassen ^^

      Liebe Grüße
      Maria

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