Freitag, 19. September 2014

Filmkommentar: "Hercules (2014)"

denkt euch bitte das "S"






Titel: Hercules

Genre: Action
Schauspieler: Dwayne 'The Rock' Johnson,  John Hurt, Rufus Sewell, Aksel Hennie, Ian McShane, Joseph Fiennes, Ingrid Bolso Berdal
Länge: 98 Minuten








Wieso ich diesen Film sehen wollte, weiß ich im nachhinein auch nicht mehr. Kann man sich ansehen, muss man aber nicht.

Die Handlung...
... basiert auf einer Graphic Novel, was ich bin eben auch noch nicht wusste. Dennoch hat es nicht mehr allzu viel mit der Mythologie zu tun. Es beginnt zwar mit Hercules' Geschichte, doch bald wird klar, dass hinter dem Helden viel mehr Leute stecken, unter anderem auch einer, der die Geschichten verbreitet. So wurden Hercules' Taten zu Legenden und er zu einer Heldenfigur, obwohl es meist nur ein Trick und die anderen auch beteiligt waren. Hercules ist eigentlich ein Söldner und zieht so von Auftrag zu Auftrag. Als der König von Thrakien ihn im Hilfe bittet, willigt er ein und findet sich in einem Krieg wider.

Wie schon erwähnt, hat es sich sehr von der Legende entfernt. Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich ihn mir sicher nicht im Kino angesehen. Es geht eigentlich nur um den Krieg, dass Hercules der Held ist, an den die Soldaten glauben sollen und Recht und Ehre. Das fand ich dann schon ein bisschen schade, da ich etwas anderes erwartet habe.

Die Charaktere...
... waren ausreichend gestaltet, aber nicht wirklich überragend. 
Hercules scheint mit seiner Heldenrolle kein Problem zu haben und lacht meist nur über die Geschichten, die erzählt werden. Doch die Fassade bröckelt, wenn er an seine Frau und Kinder denkt. Diese sind ermordet wurden und es geht das Gerücht um, dass er daran Schuld war, nur kann er sich an nichts erinnern. Die Wahl von Dwayne Johnson als Muskules fand ich dann gar nicht so verkehrt. Hat dann doch ganz gut gepasst.
Seine Gruppe setzt sich aus guten Kämpfern und einem Erzähler zusammen. Die Zusammenstellung gefiel mir mit am Besten. Wobei das sicher auch an Ian McShane lag, da er als leicht verpeilter Seher am coolsten war. Mit Ian McShane kann man fast nichts falsch machen. Er hat da meiner Meinung nach richtig gut reingepasst und den Film aufgepeppt. Schön war auch Rufus Sewell mal wieder zu sehen, diesmal auf der Seite der Guten. Als geschickter Kämpfer und Messerwerfer schlägt er sich gut und hält mit der Amazon Hercules' Rücken frei. 

Insgesamt konnte die Gruppe den Film in die richtige Richtung pushen, doch war das Skript teils einfach nur schlecht und mit zu viel Pathos gespickt. Die besten Auftritte hatte immer noch der Seher, da sie auch mal witzig waren, ansonsten wurde mir zu viel von Ehre und Treue geredet. 
Ich hatte das Gefühl, dass auf altbewehrte Klischees zurück gegriffen wurde, gemischt mit dem Namen Hercules, um Interesse zu wecken und zuletzt wurden gute Schauspieler gecastet. Den Helden Herakles oder sogar noch anders zu nennen, wäre ja nicht möglich gewesen, man setzt auf den Namen, der sich noch am ehesten verkaufen würde. 

Aber es gab auch ein paar gute Idee. Allein schon, dass es sich bei Hercules nicht nur um den Helden handelt, sondern seine Gruppe gefiel mir wirklich gut. Er ist nicht der mythologische Held oder der Sohn von Zeus, sondern einfach nur ein Mensch. Das Setting war auch richtig cool und zeitgemäß, ebenso die Kostüme, obwohl man die Rüstung von Hercules bisschen anders hätte machen sollen. Die sah ein bisschen falsch aus. 
Die Musik ist mir leider nicht im Kopf geblieben. Aber ich glaube, dass sie angenehm dezent war, da sie mir ja auch nicht negativ aufgefallen ist.

Das 3D war gerade am Anfang richtig gut. Da saß ich in einer zusammengezuckten Haltung im Sessel und war etwas erleichtert, als es vorbei war. Hin und wieder gab es coole Effekte und es kam mal etwas geflogen. Ansonsten fällt es aber kaum auf. Ob es sich für die paar Szenen lohnt, muss mal wieder jeder selbst entscheiden. 

Fazit:
Wirklich überzeugen konnte er mich nicht und das Kriegsthema hat mir auch nicht gefallen. Das sieht aber zum Glück jeder anders. Wer Hercules mal anders interpretiert sehen will, wird vielleicht noch mehr Spaß mit dem Film haben. Meins war es nicht, ich werde ihn mir auch nicht noch einmal ansehen. 

Trotzdem viel Spaß beim Filmschauen! 
eure Maria


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