Samstag, 12. Juli 2014

Rezension: "Skylark - Der eiserne Wald" - Meagan Spooner

entnommen bei randomhouse.de







Titel: Skylark – Der eiserne Wald
Autor: Meagan Spooner
Genre: Fantasy
Verlag: Heyne fliegt
Seiten: 443
Preis: 13,99€ (tb) / 10,99€ (eB)


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Die Beschreibung:
Eine unglaubliche Welt, in der jeder Sonnenaufgang dein letzter sein könnte 
Lark lebt in einer Welt, die nur durch eine Mauer vom sagenumwobenen Eisernen Wald getrennt ist. Innerhalb der Mauern haben die Menschen eine hoch entwickelte Zivilisation aufgebaut, zu der jeder seinen Teil beiträgt. Lark, die über magische Fähigkeiten verfügt, kann es kaum erwarten, ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen, sobald sie sechzehn ist. Als sie allerdings entdeckt, was genau sie nach ihrem Geburtstag erwartet, fasst sie einen unglaublichen Entschluss: Sie flieht in die Wildnis jenseits der Mauer, in deren Dunkel Gefahren lauern, von denen sich die Menschen nur hinter vorgehaltener Hand erzählen. Doch Lark ist nicht allein. Andere haben vor ihr bereits den Schritt gewagt. Jeden Tag riskieren sie aufs Neue ihr Leben für ihren großen Traum: Freiheit.
Die Rezension:
Das Buch wurde mir netterweise von Heyne fliegt zur Verfügung gestellt =) Am Anfang hatte ich so meine Schwierigkeiten mich einzufinden, ab der Hälfte war ich dann aber gefesselt.

Es beginnt in einer merkwürdigen Stadt, in der es eine Ressource gibt, die mit der Energie ihrer Bewohner gespeist wird. Den Kindern werden in einen bestimmten Alter für die Ernte ausgewählt, danach haben sie keinen Funken Magie mehr im Leib. Am Tag der Ernte, schleicht sich Lark in ein Gebäude, um die Ernteliste einzusehen. Sie ist bereits 16 Jahre alt und eigentlich schon zu spät dran. Es wurmt sie, dass sie bisher noch nicht gezogen wurde. Auch diesmal steht sie nicht drauf, doch seltsamerweise wird sie am nächsten Tag als Einzige ausgewählt. Sie ist misstrauisch, doch es dauert eine Weile, bis sie es wirklich mit der Angst zu tun bekommt. Als sie mitbekommt, was wirklich auf sie wartet, flieht sie in die Wildnis und erlebt dort ähnliche Schrecken.

Am Anfang hatte ich wirklich Probleme einen Zugang zu finden. Lark ist etwas blass und da sie die meiste Zeit allein ist, fällt das noch stärker auf. Die Handlung selbst ist nicht langweilig, sondern eigentlich ziemlich fesselnd, aber Lark ist mit da noch zu unverständlich. Später bekommt sie dann Gesellschaft und ab da, ging es mit dem Lesen schneller. Am Anfang habe ich die Welt nicht verstanden, wusste nicht, was es mit der Ressource etc. auf sich hat. 

Die Charaktere sind am Anfang noch schwer greifbar, entwickeln sich aber weiter.
Wie bereits erwähnt, ist Lark am Anfang blass und unverständlich. Wegen eines Rauschens friert sie vor Panik ein, aber eine wirkliche Erklärung bekommt der Leser erst später (kann auch sein, dass ich es übersehen habe). Bei ihr wurde mir zu viel zum Charakter erzählt, statt es mal zu zeigen. Sie wirkt eher normal, ängstlich und schwer zu greifen. Viele Sachen konnte ich auch nicht nachvollziehen, da sie zu abstrakt erschienen. Mir ist sie als Protagonistin sogar zu schwach, ich kann es aber nicht richtig festmachen. Fakt ist aber, dass ich sie nicht so sympathisch fand, wie andere Charaktere. Gegen Ende ist sie dann aufgeblüht und hat sich in eine gute Richtung entwickelt. Von der Lark hätte ich gern mehr gelesen.
Kris und Oren gefielen mir dafür umso besser. Auch war ich mir bei beiden nicht so sicher, ob ich sie mögen oder ihnen misstrauen sollte. Oren mochte ich dennoch. Er ist gefährlich und ein wenig unheimlich. Er ist aber meiner Meinung nach der interessanteste Charakter, eben weil man bei ihm nicht genau weiß, woran man ist. Er gibt nicht viel preis, lässt Lark aber manchmal nahe an sich heran.
Tja und Nix ist einfach nur niedlich. Eine tolle Idee und ich hatte immer ein leichtes Grinsen im Gesicht, wenn er wieder mit Lark streiten wollte. 

Die Beziehungen sind interessant und nie wirklich klar. Lark ist hin und her gerissen: Soll sie schreiend von Oren wegrennen oder bei ihm bleiben? Sie fühlt sich sicher, dann aber wieder nicht. Und was ist mit Kris? Immerhin hat er ihr geholfen? Gut fand ich, dass es keine dieser typischen Dreiecksgeschichten geworden ist. Die Gefahr und die 'neue Welt' stehen im Vordergrund. Lark begegnet auf ihrem Weg zum eisernen Wald so einigen Dingen, die sie noch eine Weile im Traum verfolgen werden. Da ist es m.E.n. auch richtig, dass Jungs erst mal hintenan gestellt werden. 

Der Stil ist in Ordnung. Es gibt schöne Beschreibungen, sodass man sich vieles besser vorstellen kann. Nur die Ressource war mir am Anfang zu abstrakt. Auch habe ich das mit der Magie nicht so ganz rausbekommen, aber da ist ja jeder Leser anders. Das Buch ist ganz spannend geschrieben, es passiert immer wieder etwas, sodass es kaum langweilig wird. Es geht in gutem Tempo voran. Ich glaube aber, dass ein früherer Begleiter besser gewesen wäre, so wäre zumindest ich besser reingekommen.

Die Idee an sich gefällt mir gut, ich hätte mir nur ein paar mehr Erklärungen am Anfang gewünscht. Mehr Klarheit und Tiefe wäre beim Einstieg gut gewesen. Dafür gibt es aber später viele Überraschungen, positive wie negative. Lark erlebt eine ganz neue Welt, sie kannte nur das Leben in der Kuppel, mit einer mechanischen Sonnenscheibe, einem begrenzten Himmel und fast keinen Gefahren. Auch die Sache mit der erneuerbaren Magie ist ihr neu. Nun ist sie draußen und muss überleben. Zuerst hat sie sogar Angst vor dem Himmel. Mir gefiel es, wie der Leser mit Lark die Welt entdeckt und so vieles kennenlernt. 

Das Ende ist richtig toll gemacht. Ein wenig vorhersehbar, aber dafür klasse gemacht. Hat mir sehr gut gefallen und dem Buch einen gewaltigen Pluspunkt verschafft. Es hatte alles, was dem Buch vorher gefehlt hat. Die Autorin hat Larks Potential voll ausgeschöpft und eine starke Protagonistin gezeigt. 
Es endet mit einigen offenen Fragen, aber für meinen Geschmack nicht zu abrupt. Man merkt, dass es mit einer neuen Etappe weitergehen wird. 

Fazit: 
Trotz anfänglicher Schwäche, hat es mir ab der Hälfte immer besser gefallen. Es bietet viele tolle Ideen und eine (für mich) neue Darstellung der Magie. 
Ich hoffe, dass Lark im Folgeband so ist, wie sie am Ende dargestellt wurde. Weiterlesen werde ich auf jeden Fall, allerdings hätte das am Anfang nicht gedacht. Mal sehen, ob der nächste Einstieg besser gewählt ist ;) 

Deshalb nur 3,5 von 5 Herzen!

eure Maria

Kommentare:

  1. Lol, wir sehen alles genau entgegengesetzt :D

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    1. Da muss ich doch glatt mal nachschauen!^^

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    2. Freue mich über deinen Besuch =)

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    3. Habs gefunden und musste auch erstmal grinsen =)

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