Mittwoch, 16. Juli 2014

Rezension: "Liberty 9 - Todeszone" - Rainer M. Schröder

entnommen bei randomhouse.de





Titel: Liberty 9 – Todeszone
Autor: Rainer M. Schröder
Genre: Dystopie
Verlag: ctb
Seiten: 544
Preis: 18,99€ (HC) / 14,99€ (eB) 
das Taschenbuch erscheint am 8.12.14 – 8,99€

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Die Beschreibung:
Kendira und Dante ist das Unglaubliche gelungen: die Flucht aus der perfekt abgesperrten Sicherheitszone von Liberty Valley! Nachdem sie verstanden haben, wie zerstörerisch das System ist, von dem sie und die anderen Electoren aufgezogen wurden, wollen sie ihre Freunde jedoch keineswegs in Liberty 9 zurücklassen. Sie verbünden sich mit den wilden Nightraidern im Totenwald – aber wie sollen sie mit Pfeil und Bogen gegen die Hightech-Waffen der Guardians bestehen? Und danach wartet eine noch viel größere Aufgabe auf sie: der Weg zu den fernen Städten und Machtmetropolen – und der führt mitten durch die von Bestien bevölkerte »Todeszone«!
Die Rezension:
Nach dem ersten Band, musste ich mir dann doch noch den Zweiten zulegen. Stellenweise hatte das Buch einige Schwächen, war aber auch wieder volles cooler Ideen. 

Es beginnt nur kurze Zeit nach dem Ende des ersten Bandes. Kendira und einige andere sind zurück in Liberty 9 und planen die Befreiung. Dante und Carson sind bei dem Wolf Clan draußen geblieben und versuchen mehr Männer für ihr vorhaben zu gewinnen. Gemeinsam mit den Wölfen und den Bones setzen sie zum Befreiungsschlag an. 
Seit sie von den Gefahren wissen, die sie statt dem »Höheren Dienst« im Lichttempel erwarten würden, sind sie fest entschlossen, etwas zu ändern und ihre Freunde schnellstmöglich dort wegzuholen. Statt wichtiger Aufgaben nachzugehen, würden sie täglich tödlicher Strahlung ausgesetzt sein. Sie mussten ihren Freunden helfen!

Die Charaktere gefielen mir ganz gut, aber ein paar Sachen gibt es doch zu bemängeln. 
Kendira wirkt sehr erwachsen, gibt sich mutig, obwohl sie sich alles andere als stark fühlt. Sie ist mit der beste Charakter, gerade durch ihre Stärke. In diesem ist sie sich auch ihrer Gefühle sicher, lässt das ganze Hin und Her zudem kaum an sich heran. Es gibt wichtigeres als Jungs.
Carson hat mir diesmal gar nicht gefallen, dennoch auch hier gut gezeichnet. Er wirkt ein wenig verloren und auch wenn er einem auf die Nerven geht, kann man es irgendwo nachvollziehen.
Dante behält die meiste Zeit über einen kühlen Kopf und lässt sich nicht von Carson beirren. So wird er zum Anführer ihrer Rebellengruppe; die anderen interessiert sein früherer Status als Servant nicht, sie vertrauen ihm.

Gut war auf jeden Fall, dass es zwar viele Charaktere gibt, alle sind aber individuell gezeichnet, sodass man alle unterscheiden kann. Nicht immer sind es die großen Eigenschaften, die die jeweiligen Figuren ausmachen, aber sie besitzen meist ein paar Ecken. 
Gestört haben mich aber die schnellen Seitenwechsel. Kendira hat einen halben Band gebraucht, um die Wahrheit um Liberty 9 zu verkraften und andere lassen sich dann binnen weniger Zeilen überzeugen. Für die Handlung im Buch wars wichtig, mir dennoch zu überhastet.

Die Beziehungen gefielen wiederum gut, da der Autor vor allem auf Freundschaft und Verwandtschaft gesetzt hat, statt auf die Liebesgeschichte. Nach dem ersten Band hatte ich ja so meine Bedenken, wo es hingehen könnte, doch Schröder hat es gut gelöst. Es ist nicht zu kitschig, nicht zu anstrengend. Teils ist es sogar nicht vorhanden, was ich aber auch in Ordnung fand, eine Dreiecksbeziehung hätte das Buch nur gestört. Da war die Befreiung wesentlich wichtiger.

Der Stil ist auch wieder in Ordnung. Man kommt gut mit, es liest sich flüssig und die Beschreibungen sind richtig gut. Am Anfang war ich etwas verwirrt, weil ich vergessen hatte, dass die Mädchen wieder zurück sind. Allerdings hatte ich danach keine Probleme mehr mich einzufinden. Am Anfang hat mir etwas die Verbindung gefehlt. Ich war zwar schnell wieder drin, aber mir hat etwas die Nähe gefehlt. 
Das Tempo war in Ordnung, nur gegen Ende ging es dann etwas zu schnell. 
Diesmal wird die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln, teils auch von Tomamato (ich hab immer Tomato) Island erzählt. Es war spannend zu sehen, wie langsam auch den Leuten beim Reaktor ihre Situation klar wurde. Also böse, da der Leser ja Bescheid wusste, aber interessant gemacht. 

Die Idee ist auch sehr sehr gut. Wobei es mir draußen sogar noch besser gefiel, also in der »Todeszone«. Es ist fies, heruntergekommen, eklig, bitter, aber auch eine richtig klasse Idee! Sehr gut ausgearbeitet, toll entwickelt, aber ab und an musste ich dann auch schlucken. Der ganze Aufbau war aus meiner Sicht top und auch wenn ich am Anfang etwas gezweifelt hatte, konnte es mich dann überzeugen. Auch die Auflösung, was es genau mit dem »Ehrwürdigen Dienst« auf sich hat und so weiter, ist sehr gut.

Was für ein Ende. Wahnsinn. Es war spannend, actionreich, turbulent, ein wenig chaotisch und plötzlich. Fast ging es mir zu schnell und im Nachhinein hat es mich auch enttäuscht. Wie ich eben recherchiert habe, ist es nur als Dilogie geplant und dafür war das Ende wirklich zu abrupt. Dennoch ein sehr gutes Finale, dass ich gern gelesen habe. 

Fazit:
Eine sehr interessante Dilogie, die mit vielen guten Ideen aufwarten kann. Hier und da gab es einige Schwächen, aber auch viele Höhen, die das Buch lesenswert gemacht haben. Das Potential wurde meist genutzt und ich glaube, ich werde den Autor im Auge behalten. Hat mir gut unterhalten!

Diesmal 4 von 5 Herzen!

eura Maria

Kommentare:

  1. Tolle Rezi<3 Band 1 will ich auch noch lesen(:
    Grüße,
    Lena

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    1. Danke! Kann ich nur empfehlen! Bin gespannt =)

      Liebe Grüße
      Maria

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