Samstag, 28. Juni 2014

Rezension: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter / The Fault In Our Stars" - John Green







Titel: The Fault In Our Stars / 
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Autor: John Green
Genre: Drama
Verlag: Penguin Books / dtv
Seiten: 313 / 363
Preis: 7,20€ / 9,95€

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Die Beschreibung: 
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.
Die Rezension:

Das Buch wurde mir netterweise von Blogg dein Buch und Random House zur Verfügung gestellt! Ich habe es dort gesehen und musste es einfach haben! Demnächst werde ich mir sicher auch den Film ansehen!

Es beginnt mit Hazel. Sie hat Krebs, unheilbar und befindet sich, laut ihrer Eltern in einer Depression. Also landet sie wieder in der [Support Group], die sie schon seit einer Weile nicht mehr besuchen musste. Sie ist alles andere als begeistert, wieder hingehen zu müssen. Doch an diesem Abend trifft sie auf Augustus. Es ist etwas unheimlich, weil er sie die ganze Zeit anstarrt. Nach der Sitzung will er sich mit ihr treffen, um genauer zu sein, will er sie mit zu sich nach Hause nehmen. Zum Film gucken. Nach kurzem Zögern gibt sie aber nach. Daraufhin werden die beiden beste Freunde und auch mehr als das. Sie sind auf einer Wellenlänge und schaffen es, ihre Handicaps zu vergessen. 

Die Charaktere gefielen mir sehr gut. Sie sind nachvollziehbar, wirken echt und man kann nicht anders, als mit ihnen zu fühlen.
Hazel hat ihren Krebs akzeptiert, will aber ihren Eltern nicht zur Last fallen. Sie hat Angst, dass sie ihnen das Leben ruiniert und sie sich vielleicht nach ihrem Tod trennen oder ihr Leben dann auch vorbei ist. Ihre Eltern sind immer für sie da, ihre Mutter macht quasi nichts anderes, als zur Stelle zu sein. Hazel will, dass die beiden auch ein Leben ohne sie haben. Sonst ist sie auch ganz witzig, ein wenig düsterer Humor, aber das ist verständlich. Auf mich hat sie öfters ironisch gewirkt und es ist interessant zu sehen, wie sie mit der Situation und ihren kaputten Lungen umgeht. 
Gus ist Krebspatient gewesen und seit einiger Zeit geheilt, das Überbleibsel ist ein falsches Bein. Bei der [Support Group] war er, um seinen Kumpel Isaac zu unterstützen. Gut nimmt das Leben locker und will sein Leben nicht von seinem Handicap beeinflussen lassen. Er will leben, ist offen und witzig. Man muss ihn einfach mögen, er nimmt vieles leicht und ist gleichzeitig für seine Freunde da.

Die beiden passen sehr gut zusammen. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam. Hazel will eigentlich nicht mit ihm zusammen sein, da es mit ihr jeder Zeit vorbei sein kann. Doch seinem Charme kann sie nicht erliegen. Die beiden fühlen sich wohl miteinander, haben viel zu reden und können bald nicht mehr ohne den anderen. Es war schön zu sehen, wie sie interagieren, was sich Gus so alles ausdenkt und wie Hazel es dann doch noch zulässt. 

Der Stil ist wirklich gut. Er ist klar, ehrlich, emotional. Mit dem Englischen hatte ich kaum Probleme, nur bei den medizinischen Begriffen war es etwas schwierig, aber vieles ergibt sich aus dem Zusammenhang und im Notfall hilft Google. 
Das Thema ist ernst, aber John Green hat es geschafft, nicht nur die Tiefen, sondern auch die kleinen Höhen aufzuzeigen. Es ist spannend, witzig, mal schön, mal traurig. Es geht hin und her, von einem ins andere und es passiert eigentlich immer etwas. 

Die Außeinandersetzung mit dem Thema ist John Green meiner Meinung nach gelungen. Wer selbst schon so einen Fall in der Familie hatte, wird sicher vieles wieder erkennen. Mir hat die Darstellung sehr gut gefallen, auch die nüchterne Art von Hazel und Gus wirkte realistisch. Auch gefielen mir die Facetten die aufgezeigt wurden und der schwarze Humor. Es war interessant wie sich das eigene Verhalten von dem Unbeteiligter unterscheidet und wie viele Freunde, nach dem Tod, plötzlich aus dem Boden sprießen. 

Aber auch die Idee mit dem Buch fand ich sehr gut. Hazel liebt es wie kein anderes und hat so viele Fragen an den Autor, doch nie eine Antwort bekommen. Gus macht es möglich, dass sie ihm persönlich schreiben kann, doch leider ist Van Houten zu misstrauisch und bietet ihr an, nach Amsterdam zu kommen. Auch das macht Gus wahr und ab da, musste man ihn auch als Leser lieben. Ich fand es aber schön, dass sich im Buch so viel mit der Thematik beschäftigt wurde und die Darstellung von Van Houten übertraf alles. 

Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet. Es kam unerwartet, war ziemlich böse und der ein oder andere wird sehr viel weinen. Habe ich auch, aber nicht so viel, wie erwartet. Es ist realistisch und passt sehr gut zum Buch. 

Fazit: 
Ein sehr aufwühlendes Buch, bei dem wohl kein Auge trocken bleibt. Es ist echt, hautnah und witzig. Es bietet nicht nur Leid und Elend, sondern auch viele schöne Momente, die man gern mit Hazel und Gus erlebt. Es wurde sich sensibel mit dem Thema befasst, aber nicht viel geschönt.
Die Liebesgeschichte zwischen Gus und Hazel ist nicht zu kitschig und nicht zu platt. Sie wirkt nicht konstruiert, sondern schon, wie aus dem Leben gegriffen, insofern man das bei einem Buch behaupten kann. Wer also keine Lust auf die typisch-langweilige Lovestory hat, ist hiermit gut bedient. 
Absolute Leseempfehlung! Das wird auch nicht das letzte Buch von John Green sein, dass bei mir einziehen darf. 

Von mir deshalb 4,5 von 5 Herzen!

eure Maria

Kommentare:

  1. Heyhey Maria! =)

    Eine tolle Rezension, ich möchte das Buch auch ganz bald lesen! =)
    Ich habe auch schon die Befürchtung, dass ich heulen werde und das nicht gerade wenig... ^^. Dass das Ende böse wird, habe ich mir fast gedacht, aber ich bin gespannt in welche Richtung es böse wird, ich habe ja schon mehrere Vermutungen ^^.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Samstag! =)

    Bianca =)

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    1. Huhu,

      auch ja, aber wer bei dem Spiel nicht heult... Na ja, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Aber bei mir gings ja zum Glück ^^
      Tja ja, gibt ja nicht allzu viele Möglichkeiten ;)
      Ich bin auf den Film gespannt, ich weiß nur nicht, ob ich den auch im Kino gucken will, wenn man da heulend in Gruppe rumsitzt ^^"

      Danke, dir auch =)

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  2. Mir hat das Buch auch gut gefallen:) Schöne Rezi<3

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