Dienstag, 3. Juni 2014

Filmkommentar: "Das magische Haus"







Titel: Das magische Haus

Genre: Kinder-/Animationsfilm
Synchronisation: Matthias Schweighöfer, Karoline Herfurth, Dieter Hallervorden, Marius Clarén
Länge: 85 Minuten








Einfach nur niedlich! Als ich den Trailer zum ersten Mal gesehen habe (in 3D), stand für mich fest, dass ich den Film sehen muss, allein wegen der Effekte! Und ich würde nicht enttäuscht.

Die Handlung...
... ist voll und ganz auf Kinder ausgelegt. Das sollte man vorher wissen, wer also die cleveren Gags von Disney und Co erwartet, die auch etwas für Erwachsene sind, wird enttäuscht werden. Dennoch ist die Handlung ganz gut aufgezogen. 
Thunder, der kater, wird von seinen Besitzern ausgesetzt und gerät dann in ein seltsames Haus, in dem er erst nicht erwünscht ist, dann aber doch einige Freunde findet. Der Zauberer Lawrence heißt ihn in seinem magischen Haus willkommen. Doch als der alte Mann einen Unfall hat, nutzt sein Neffe Daniel die Chance, dass Haus zu verkaufen. Doch er hat die Rechnung ohne Thunder und die anderen gemacht, die nun versuchen, mögliche Käufer abzuschrecken. 

Ein wirklich niedlicher Film, den man sich unbedingt in 3D angucken muss. Die Handlung ist leicht und kurzweilig, aber nicht ganz so platt und langweilig, wie einige jetzt vielleicht denken. Es geht in gutem Tempo voran und steigert sich auch noch. Es ist witzig und manchmal auch ein bisschen gemein, aber meistens hat man etwas zu lachen und wenn es nur das eigene Zusammenzucken ist - mein Freund hat sich köstlich über mich amüsiert... 

Die Effekte sind einfach nur genial! Wer nach dem Trailer denkt, dass man nur ab und zu mal was entgegen geworfen bekommt, der irrt. Ständig hat man etwas im Gesicht. Ich glaube, ich habe noch nie so oft bei 3D zucken müssen. Wirklich sehr sehr gut und alles andere als dezent. Am fiesesten fand ich ja die Pancakes, da wollte ich einfach nur reinbeißen ;) Dagegen wirkt jeder andere Film in 3D ziemlich lahm.
Aber auch die verschiedenen Sichtweisen fand ich super. Mal rutscht man mit Thunder ein Treppengeländer runter, mal sieht man die Welt bei einer Hetzjagd aus seiner Sicht. Der Film hat für das Auge des Zuschauers viel zu bieten. Auch die Maschinen bzw Erfindungen des Zauberers waren sehr niedlich, wie zB Edison oder der Koch, das Haus selbst ist toll gestaltet und natürlich Thunder. Man möchte ins Bild greifen und ihn kraulen ;) 

Die Charaktere...
... sind für einen Kinderfilm angemessen.
Der Zauberer Lawrence ist ein lieber alter Kerl, der sich aber noch nicht alt fühlt. Zu Hause wohnt er mit seinen Erfindungen und hat ein großes Herz, weshalb er auch Thunder prompt bei sich aufnimmt. Regelmäßig besucht er Kinder im Krankenhaus, um ihnen eine Freude zu bereiten.
Daniel ist ein ganz schöner... äh... Idiot. Er ist Immobilienmakler und hat das dringende Bedürfnis seinen Onkel in ein Altersheim zu stecken. Witzig ist allerdings, dass er eine Katzenhaarallergie hat, weshalb er sich nicht lange im Haus aufhalten kann.
Thunder ist ganz niedlich und versucht alles, um im Haus bleiben zu dürfen. Als Daniel mit den ersten Interessenten ankommt, ist ihm klar, dass er etwas tun muss, doch nicht alle sind mit ihm einverstanden. Der Hase Jack und die Maus Maggie sind alles andere als begeistert von seinem Erscheinen und versuchen ihn rauszuekeln, bzw die anderen gegen ihn aufzuwiegeln. 

Es ist ganz niedlich gemacht, ohne viel Tiefe, aber ausreichend für den Film und Highlight für mich war auch eher die Synchronisation.
Zuerst Matthias Schweighöfer. Muss ich noch mehr sagen? Auch wenn ich es manchmal irritierend fand, da ich bei Thunders Aussehen irgendwie eine weibliche Stimme erwartet hatte, passte es dann doch sehr gut zusammen.
Dieter Hallervorden spricht den Zauberer und es passt ebenfalls wie die Faust aufs Auge. Eindeutig eine sehr gute Wahl.
Karoline Herfurth habe ich jetzt nicht wirklich erkannt, aber sie konnte Maggie auf jeden Fall Leben einhauchen. 
Bei Daniel muss man schon etwas genauer hinhören, um den Sprecher zu erkennen. Marius Clarén konnte sich dann aber doch nicht länger verstecken. Hier mal wieder als Bösewicht zu hören, für mich definitiv ein Heidenspaß! Fast schade, dass zwischendurch nicht mal 'Stayin' Alive' eingespielt wurde. Wem der Name spontan nichts sagt, hier ein Hinweis: Moriarty ;) 

Der Film bietet also nicht nur etwas fürs Auge, sondern auch etwas für die Ohren. Die Musik variiert zwischen dezenten instrumentalen Parts und richtigen Songs, die sich aber sehr gut in den Film einfügen. Meiner Meinung nach sehr gut gewählt, sie fallen auf, aber nicht negativ. 

Das Ende, tja, wer mit großen Überraschungen rechnet, wird vermutlich enttäuscht werden. Dennoch ist es gut umgesetzt, passend zum Film und auch ein bisschen gemein. Es rundet den Film schön ab. Der Abspann wurde auch ganz niedlich gestaltet, sodass man sicher mit einem Grinsen den Saal verlässt.

Fazit:
Obwohl der Film von einem kleineren belgischen Studio ist, steht er den großen Animationshäusern wie Disney oder Dreamworks in nichts nach. Er ist zwar nicht unbedingt ein Familienfilm, aber dennoch werden auch Erwachsene ihren Spaß haben können. Man sollte vielleicht nur nicht zu viel erwarten.

Wir werden uns den Film definitiv in 3D kaufen und ich empfehle allen, ihn sich definitiv in 3D anzusehen, die 3€ mehr lohnen sich hier auf jeden Fall! In 2D ist er natürlich auch niedlich, aber ich glaube, da verpasst man so einiges. 

Viel Spaß beim Filmschauen!
eure Maria

Kommentare:

  1. Hallo Maria,
    das ist echt eine schöne und ausführliche Filmbesprechung :)
    Ich hab den Trailer auch gesehen, wusste aber nicht so ganz, was ich von dem Film halten sollte - jetzt weiß ich, dass er auf jeden Fall süß ist^^
    Liebe Grüße
    Caro

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    1. Hi Caro,
      vielen Dank :3
      Der ist echt richtig niedlich! Absolute Empfehlung ;) Freut mich, dass ich weiterhelfen konnte!

      Liebe Grüße
      Maria

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