Sonntag, 4. Mai 2014

Rezension: "Legend - Schwelender Sturm" - Marie Lu







Titel: Legend – Schwelender Sturm
Autor: Marie Lu
Genre: Dystopie
Verlag: Loewe
Seiten: 448
Preis: 17,95€ (HC) / 13,99€ (eB)





Die Beschreibung:

Der Zweck heiligt die Mittel, oder? Den einen Menschen loszuwerden, der die Verantwortung für dieses ganze verfluchte System trägt, scheint mir ein ziemlich kleiner Preis dafür zu sein, eine Revolution in Gang zu setzen.
Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu entkommen. Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte. Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln: Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt? Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss? Was, wenn die Patrioten falsch liegen?

Die Rezension:
Nach 'Legend – Fallender Himmel' musste ich einfach wissen, wie es weiter geht. Und auch Band 2 hat mich nicht enttäuscht!

Es beginnt draußen. Day und June haben die Stadt verlassen und sind jetzt auf dem Weg nach Vegas um die Patrioten zu treffen, in der Hoffnung, sich ihnen anschließen zu dürfen. Sie kommen nur langsam voran und für Day ist es alles andere als leicht mit seiner Wunde. In Las Vegas steht er dann kurz vor dem Zusammenbruch, doch zum Glück treffen sie auf Kaede, die sie zu ihrem Anführer bringt. Day und June sind auf die Hilfe der Patrioten angewiesen. Day braucht eine ärztliche Behandlung und zudem Unterstützung dabei seinen Bruder zu finden. Doch ist der Preis, den sie im Gegensatz zahlen müssen, ganz schön hoch. 

Das Buch schließt direkt an den Vorband an. Ich hatte keine Probleme, mich wieder einzufinden, allerdings ist zwischen den beiden Büchern auch nicht zu viel Zeit vergangen. Ich glaube aber, dass man nach ein paar Seiten wieder drin ist. 
Mir gefiel, dass die Schauplätze diesmal recht oft gewechselt haben. Der Leser lernt viele Facetten der Patrioten und Kolonisten kennen. Sie müssen feststellen, dass nicht alles Gold ist, das glänzt und alles seine Nachteile hat. Die beiden müssen sich für eine Seite entscheiden, was nicht leicht ist, wenn man endlich dort ist, wo man dachte, dass man hingehört. Währenddessen kommen einige Verstrickungen ans Licht, mit denen ich nicht gerechnet hätte. 

Die Charaktere gefielen mir wieder ganz gut. 
June wirkt manchmal ein bisschen zu perfekt, doch dann fällt mir wieder ein, dass sie den Großen Test ja nicht umsonst mit voller Punktzahl bestanden hat. Nur schwanke ich manchmal ein bisschen. Sie wirkt dadurch sehr strikt, als würde sie alles durchkalkulieren, ein wenig wie ein Computer. 
Day lässt sich viel mehr von seinem Gefühl leiten, was ihn weniger rational, aber dafür echter wirken lässt. Er schätzt Situationen oft falsch ein, was zum Teil auch daran liegt, dass er und June sich noch nicht so gut kennen. So kommt es hin und wieder zu Konflikten. 
Kaede und Anden haben in diesem Buch deutlich an Sympathie gewonnen. Vorher wusste ich nicht so recht, was ich von ihnen halten sollte, diesmal haben sie wesentlich mehr Zeit und Tiefe bekommen.
Insgesamt sind die Charaktere nachvollziehbar, haben Ecken und Kanten und ihre Eigenheiten, wodurch man sie auch auf Anhieb erkennt. Sie sind sympathisch und viele habe ich schnell ins Herz geschlossen.

Ein wenig anstrengend war die Liebesgeschichte. Ich weiß nicht, im ersten Band war alles noch dezent, inzwischen wird das Paar ganz schön strapaziert. Das Interesse kommt nicht nur aus einer Richtung, zudem fehlt ihnen Zeit für sich. So kommt es zu Missverständnissen und Streit. Auch gibt es noch ein paar Nebengeschichten, die mir nicht so gut gefallen haben. Ansonsten sind die Konstellationen aber gut gelungen. 

Der Stil ist wieder gut und im Englischen konnte ich June und Day besser auseinander halten. Bei June bekommt man mehr Details, sie nimmt viel mehr von ihrer Umgebung wahr. Day ist auch aufmerksam, aber auf eine andere Art. Es ist ganz spannend geschrieben, sodass einem nicht langweilig wird. Man schießt quasi durch die Handlung, doch ich hatte nie das Gefühl, dass es zu schnell oder zu langsam voran ging. Meiner Meinung nach war es genau richtig. 

Das Ende gefiel mir sehr gut. Es ist viel passiert, war actionreich und ich kam auf meine Kosten. Es gefiel mir sogar noch besser, als das Finale vom ersten Teil. Es bleiben einige Fragen offen, vor allem die Zukunftsaussichten sind weiterhin unklar, aber es gibt eine grobe Richtung. Gut war auch, dass es an sich wieder geschlossen ist. Das Grundthema des Buches wurde beendet, aber der 'große Plot' ist natürlich noch nicht abgeschlossen. 

Fazit:
Eine sehr gelungene Fortsetzung. Ein paar Mängel hab ich zwar trotzdem gefunden, die werden aber durch die verschiedenen Settings und die Action wett gemacht. Alles in allem habe ich es wieder gern gelesen. 
Ich kann die Trilogie weiterhin jedem Fan von Dystopien empfehlen! Den letzten Band werde ich auf jeden Fall auch noch lesen. 

Wieder 4 von 5 Herzen!



eure Maria

Kommentare:

  1. Huhu,
    sehr schöne Rezi :)
    Ich ärger mich grad total das ich die Reihe auf deutsch angefangen hab. Das Cover ist so viel toller *.* Ich glaub ich werds einfach in diesem Design weiterlesen das lilane spricht mich nicht wirklich so an....

    Ich fand den ersten Teil ja ziemlich genial und es freut mich, dass dir auch Teil 2 so gut gefällt. Ich hab mich leider letztes mal selbst etwas gespolert vor allem was das ende angeht -.- war auf irgendeiner HP wo samt Spoiler alles über die Bücher geschrieben wird damit man weiß um was es ging wenn man nach nem Jahr oder so erst den nächsten Band liest. Naja dann dacht ich mir ich tu mir nochmal ne Zusammenfassung von Legend 1 an und hab mich als gewundert das ich so viel vergessen hab :D Blöd nur das ich erst zum Schluss gemerkt hab, das es um Legend 2 ging -.-

    P.S. Percy Jackson steht immer noch auf meiner Wunschliste ;) hast du WhatsApp... okay das hätte ich dich wohl besser über FB gefragt :) Kannst ja gerne da antworten.
    LG ♥

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    1. Huhu,
      danke :)
      Ja, von der Optik her sind die englischen Cover doch besser. Wenn du sie dir holen wiillst, solltest du aber überlegen, ob du die Taschenbücher oder die Hardcover nimmst. Teil 3 kommt nämlich erst zum Sommerende als Taschenbuch raus ;) (deswegen knirsche ich momentan mit den Zähnen -> hab das TB...)

      Das ist ziemlich doof... Und ärgerlich, aber die Geschichte ist trotzdem lesenswert ;) Vielleicht noch ein bisschen warten und dann lesen? Dann hast du die Zusammenfassung wohl auch wieder vergessen. ;)

      Bei mir steht er noch ungelesen im Regal xD

      Liebe Grüße :)

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    2. ^^ Ich denk ich werds mir als HC kaufen so muss ich wirklich nicht so lange auf Band 3 im passenden Format warten und es passt im Regal wahrscheinlich etwas besser zum deutschen erstband.

      So mach ich das auch :) in ein paar Monaten weiß ich die Hälfte wieder nicht ^^

      LG ♥

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    3. Da kannst dir ja glatt den Schuber kaufen ;) Oder so :)
      Ich bin echt gespannt, Band 3 sollte ja dieses Jahr auch auf Deutsch rauskommen. Aber das Cover... *Kopf -> Tisch*

      LG :)

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