Samstag, 24. Mai 2014

Filmkommentar: "Die Schöne und das Biest"








Titel: Die Schöne und das Biest

Regie: Christophe Gans
Genre: Märchen, Fantasy
Darsteller: Vincent Cassel, Léa Seydoux, Yvonne Catterfield, André Dussollier
Länge: 112 Minuten







Also ganz ehrlich, am Anfang war ich auch skeptisch. Ich hatte einen Teaser gesehen und na ja, das Biest hat mich etwas abgeschreckt. Doch dann hat mich eine Freundin gefragt, ob ich mit ins Kino will und joa, war eine gute Entscheidung gewesen mitzugehen.

Die Handlung ... 
... gefiel mir eigentlich ganz gut. Belles Vater ist Kaufmann und hat während eines Unwetters alles verloren, weswegen die ganze Familie aufs Land zieht, um dem Spott zu entkommen. Als er nochmal in die Stadt reist, findet er auf dem Rückweg ein altes, von Rosenranken überwuchtertes Schloss. Dort findet er alles, was er braucht, doch als er noch eine der Rosen abbricht, bekommt er Ärger mit dem Biest. Es fordert sein Leben für die Rose. Als er nach Hause zurück kommt, erzählt er seinen Kindern die Geschichte, woraufhin Belle beschließt, an seiner statt zum Biest zurück zu kehren. 

Ich hatte erst ein paar Bedenken, da es ja ein französischer Film ist. Also, ich gucke gerne französische Filme, nur fehlt ihnen doch öfters ein Spannungsbogen. Die Handlung ist meist interessant und schafft es auch den Zuschauer mitzuziehen, aber es fehlt dann doch irgendwie die finale Spannung. Das war hier definitiv nicht der Fall. Das Tempo zog immer weiter an und bot auch ein ordentliches Finale!

Die Bilder! Ich war sofort hin und weg. Das Schloss ist ein absoluter Hingucker. Mir gefiel, dass es bei Nacht und bei Tag einen unterschiedlichen Eindruck gemacht hat und die Rosenranken waren einfach nur toll. So schön, auch das ganze Setting, mit dem Wald und so weiter, richtig schöner Schauplatz, der sehr gut in Szene gesetzt wurde. Auf jeden Fall etwas fürs Auge! 

Auch die Idee mit dem Märchenbuch war toll. Die Zeichnungen sind einfach wunderschön und passen richtig gut zur Geschichte. Toll, dass sie das auch im Abspann nochmals aufgegriffen haben! 
Die Magie war auch sehr gut und es gab vieles, mit dem ich nicht gerechnet hatte, bzw waren die Effekte auch sehr gut. Aber auch das Eintauchen in die Träume war gut gemacht. Schön war auch, dass auf einige Aspekte später nochmal eingegangen wurde, sodass eigentlich alle Fragen, die man so beim Schauen hatte, beantwortet wurden. 

Die Musik ist mir jetzt nicht besonders aufgefallen, nur am Anfang war es recht ruhig. Ich glaube aber, dass es ganz gut gepasst hat, nur eben recht dezent war. Aber lieber so, als wenn es einem dann negativ auffällt. Vielleicht organisiere ich mir den Score und höre noch mal rein.

Ich muss aber gestehen, dass das Biest nicht so meins war. Vielleicht weil ich noch das Zeichentrick-Biest im Kopf hatte. Es war einfach nur haarig, aber nicht ganz so gruselig, wie ich erwartet hatte. Irgendwie sah es falsch aus, aber da wird jeder eine andere Meinung zu haben. Die Mimik fand ich dagegen wieder sehr gelungen. 
Und dann waren da noch die kleinen äh... Hunde-ähnlichen Tierchen. Wirklich sehr niedlich. Erst etwas creepy, dann aber echt knuffig - auf jeden Fall eine witzige Idee. 

Die Charaktere... 
... sind auch ganz gut. 
Belle freut sich auf das Landleben und kommt mit der neuen Situation sehr gut zurecht. Als ihr Vater mit den schlechten Nachrichten kam, war ihr klar, dass sie handeln musste. Sie ist tough, neugierig und hat auch gern mal die große Klappe.
Das Biest bzw. der Prinz ist gut getroffen. Den Prinzen mochte ich nicht so wirklich und das Biest hat leider nicht allzu viel zu sagen. Dennoch kommt einiges rüber, eben auch durch die Träume, sodass man ein gutes von beiden Bild hat. Der Prinz ist nicht ganz so ein Ekel, wie ich eigentlich erwartet hatte, doch auch er hat einige unangenehme Züge: seine Jagdbesessenheit, die Sturköpfigkeit und na ja, er ist ein kleiner Chauvi. Das Biest dagegen will eigentlich nur geliebt werden, auch wenn sein Weg dahin nicht der cleverste ist. 
Auch die anderen Charaktere haben so ihre Eigenheiten. So sind die Schwestern ein bisschen dümmlich und auf das Äußere fixiert, einer der Brüder hat sich Hals über Kopf verschuldet und der Vater will eigentlich nur das beste für alle, von seinen Kindern ist ihm Belle das Liebste. So sind alle gut skizziert und lassen sich auseinander halten. 

Manchmal waren die Dialoge nicht einwandfrei, was aber auch an der Übersetzung liegen könnte. Über solche Fehlerchen lässt sich aber schnell hinwegsehen. 
Die Beziehungen sind sehr gut dargestellt. Das Verhältnis in der Familie ist nicht das beste und unterscheidet sich zwischen den Schwestern und Brüdern. Auch bei Prinz und Prinzessin gibt es Schwierigkeiten und Belle hat es auch nicht leicht mit dem Biest. Gut war auch, dass es nicht ins Kitschige ausgeartet ist, sondern weitestgehend dezent gehalten wurde. Gegen eine Rose hier und da, hat man dann auch nichts einzuwenden.

Die Besetzung passte definitiv, auch wenn mich Yvonne Catterfeld (!) im ersten Moment geschockt hat. Belle habe ich mir zwar nie als Blondine vorgestellt, aber Léa Seydoux konnte die Rolle auf jeden Fall ausfüllen, sodass die Haarfarbe auch völlig egal war. Und natürlich: Vincent Cassel. Sehr gut besetzt und gespielt.
Es war ganz gut, dass ich nicht so viele der Schauspieler kannte. Es ist schön, bekannte Gesichter zu sehen, aber ein bisschen frischer Wind ist genauso gut. Jetzt bin ich gespannt, in welchem Film ich mal einen der Schauspieler wieder sehe.

Das Finale ist meiner Meinung nach richtig gelungen und technisch genial umgesetzt. Ein bisschen böse, aber ich fand es auch ganz witzig, man sollte aber vielleicht nicht zu empfindlich sein. Dafür kommt hier richtig viel Magie zum Einsatz, sodass man wieder viel zu sehen bekommt. Ein sehr guter Abschluss, der die Geschichte schön abrundet. 

Fazit:
Der Kinogang hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Wer schöne Bilder bzw. ein tolles Setting mag, sowie ein Fan des Märchens ist, dürfte auf seine Kosten kommen. Es gibt Magie, Action und eine Prise Romantik. 
Ich fand ihn sehr sehenswert und werde ihn mir bestimmt auch auf DVD kaufen.

Viel Spaß beim Filmschauen!
eure Maria

Kommentare:

  1. *.* Den hat ich ja voll vergessen. :)
    Yvonne Catterfield spielt da mit? o.O Also ich hab nur den Trailer gesehn und wenn sie da vorkam, dann hab ich sie nicht für voll genommen. :)
    Freut mich, dass er dir so gefallen hat. Danke für die Erinnerung. Werd mal schaun ob ich es ins Kino schaffe. Aber ich denke eher nicht, da werd ich keinen für finden. Außerdem muss ich erstmal zu "Godzilla". :D
    Ich wünsch dir einen schönen Samstag!

    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Hi,
      ja, hat sich echt gelohnt, DVD ist schon vorgemerkt ;) Ja, also sie kommt auch nicht so oft vor, wir mussten auch zweimal hingucken^^
      Oh man, Godzilla, da geh ich eher in was anderes :) Aber viel Spaß dabei!

      Danke, dir auch :)
      LG Maria

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    2. Hey... das sind für mich total die Kindheitserinnerungen... ich liebe "Godzilla"... vielleicht bin ich da auch etwas anders. :P

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  2. Über Yvonne Catterfeld bin ich immer noch nicht hinweg oO ...aber es freut mich das ich dich anscheinend nicht zu einem gänzlich schlechten film geschleift habe ^^

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    1. Geht, ne, war schon seeeeehr strange!
      Nee, war wirklich eine gute Idee :*

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  3. Hallo!
    Bin gerade hin und weg von deinem Film-Kommentar.
    Vielen Dank für deine Zeit und Mühe, du hast mich auf jeden Fall auf diesem Film neugierig gemacht.
    LG Mausi
    http://mausi-books.blogspot.co.at/

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    1. Huhu,
      oh vielen Dank :) Freut mich sehr! Dann viel Spaß beim Anschauen, ich hoffe er gefällt dir auch!

      LG Maria

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