Dienstag, 29. April 2014

Rezension: "Sonea - Die Heilerin" - Trudi Canavan


entnommen bei buecher.de





Titel: Sonea – Die Heilerin
Autor: Trudi Canavan
Genre: High Fantasy
Verlag: Penhaligon / blanvalet
Seiten: 573
Preis: 19,99€ (HC) / 13,-€ (broschiert) / 9,99€ (tb) / 8,99€ (eB)




-> Rezi zu »Sonea – Die Hüterin«





Die Beschreibung:
Lorkin, der Sohn der schwarzen Magierin Sonea, wurde in Sachaka entführt. Seine Häscher hoffen, von ihm die Kunst der Heilung durch Magie zu erlernen, die in Sachaka unbekannt ist. Lorkin weiß jedoch, dass diese Fähigkeit im Falle eines Krieges einen enormen Vorteil birgt. Er ist fest entschlossen, das Geheimnis zu wahren. Aber dann lernt er Tyvara kennen – und verliebt sich in sie ... 
Währenddessen verfolgt seine Mutter Sonea in ihrer Heimat Kyralia einen abtrünnigen Magier, der seine Dienste an die Diebesgilde verkauft hat. Doch ein Mord, begangen mit schwarzer Magie, lenkt sie von ihrer Aufgabe ab. Denn es gibt nur zwei Magier, die dazu fähig sind: der Schwarze Magier Kallen, der ein wasserdichtes Alibi hat – und Sonea selbst! Sonea muss alles daran setzen, das Vertrauen der Magiergilde zurückzuerlangen. Denn ohne sie ist Kyralia einem Angriff der Schwarzen Magier von Sachaka hilflos ausgeliefert …
Die Rezension:
Ich muss leider sagen, dass mich der Band nicht so fesseln konnte, wie der Erste. Es wirkt schon sehr wie ein Überbrückungsband. Die ganzen Informationen fand ich schon ganz interessant, aber ich hatte irgendwie das Gefühl, dass nicht allzu viel passiert ist. Bei zwei Handlungssträngen wurden eigentlich nur Fakten gesammelt und in Imardin ist zwar etwas passiert, das fand ich aber sehr vorhersehbar.

Es beginnt kurz nach Ende des ersten Bandes. Lorkin ist in Sachaka bei den Verräterinnen und muss sich dort eingliedern und zum Teil auch behaupten. Dannyl, ebenfalls in Sachaka, ist unzufrieden mit der Situation und beschließt später, sich wieder seinen Studien zu widmen. In Imardin hat Sonea eine freie Magierin gefangen, sucht aber weiterhin vergeblich nach Skellin, einem weiteren Magier/Dieb, der in der Stadt sein Unwesen treibt und sie mit einer Droge überschwemmt. Dazu kommt noch die Geschichte einer jungen Novizin, die die 'dunkle' Seite der Magie kennen lernt. 

Es passiert eigentlich ziemlich viel, aber ich hatte eher das Gefühl, dass recht wenig passiert. Entweder erhält der Leser allen voran Informationen, z.B. über Sachaka oder Magie, oder es ist vorhersehbar. Ich hatte nicht das Gefühl, wirklich mit den Protagonisten mitzufiebern. Die Gespräche sind zwar interessant, aber ich hatte das Gefühl, dass es nicht wirklich in der Handlung voran geht. 

Die Charaktere sind meistens ziemlich gut getroffen und wie gewohnt gut ausgearbeitet. 
Die junge Novizin mochte ich gar nicht. Sie ist sehr naiv und man möchte sie häufig schütteln oder sie schlagen – ich war mir unsicher. Der Charakter ist gut ausgearbeitet, aber schlicht unsympathisch. Klar, muss sie den Fehler machen und alles, aber irgendwie war mir das Ganze drumherum zu durchschaubar. Es wirkt ein wenig konstruiert und wie bereits, ist das Mädchen nicht unbedingt jemand, über den ich viel Lesen möchte. 
Die anderen mochte ich wieder sehr gern. Auch schön war, dass wieder jemand aus der ersten Reihe dabei war und eine etwas wichtigere Rolle gespielt hat. Insgesamt gibt es ziemlich viele Charaktere, sodass man nicht alle hervorheben kann. Dennoch haben sie alle ihre Ecken und Kanten. Man erkennt sie wieder und weiß, woran man bei ihnen ist. 

Schön war auch, dass Lorkin und den Verräterinnen mehr Aufmerksamkeit beigemessen wurde. Die Idee und die Hintergründe der Frauen gefielen mir sehr gut, auch die Verstrickungen, die Akkarins (Lorkins Vater) nach sich zog, werden etwas näher verdeutlicht. Ich mochte die Frauen eigentlich ganz gern. In dem Handlungsstrang passiert auch eigentlich noch das meiste, oder das spannendste. Lorkin will das Geheimnis der magischen Heilung nicht preisgeben, was ihm nicht viele Freunde einbringt. 

Auch in Imardin ist ziemlich viel los, aber da hatte ich teilweise das Gefühl, dass es nicht wirklich voran geht. Neben diversen Versammlungen oder Verhören geht der Rest ein wenig unter. Selbst der Mord, der mit Hilfe Schwarzer Magie verübt wurde, war aus meiner Sicht nicht so spannend, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Mir war es zu offensichtlich. 

Der Stil ist gewohnt gut, die Autorin schafft es wieder, den Leser zwischen tollen Beschreibungen und klaren Worten durch das Buch zu führen. Vom Schreibstil her auf jeden Fall schön zu lesen, auch wenn es öfters an Spannung mangelt. Die verschiedenen Handlungsstränge wurden dennoch sehr gut miteinander kombiniert. Ich hatte nie das Gefühl, aus einem herausgerissen zu werden, oder dass die Wechsel zu schnell/ langsam waren. 

Ein Pluspunkt aber ist die neue Art von Magie. Diese wurde im ersten Band bereits angesprochen, diesmal lernen Dannyl und Lorkin sie aber auf zwei verschiedenen Wegen kennen. Es ist ganz interessant und wirkt auch recht aufwendig. Davon hätte ich gern mehr gehabt. Dennoch schön zu sehen, dass immer wieder etwas Neues kommt und es nicht, was die Magie angeht, stagniert. 

Das Ende... Daran kann ich mich nach zwei Wochen schon nicht mehr so wirklich erinnern. Leider. Ich weiß nur noch, dass es sehr offen ist und man quasi den dritten Band lesen muss. Einige Erkenntnisse werden übermittelt, Entscheidungen getroffen und dergleichen. An sich war es nicht wirklich ein Ende, so wie das Buch in meinen Augen auch eher eine Brücke war. 

Fazit: 
Wirklich überzeugen konnte es mich nicht. Ich hatte vielleicht auch zu viel erwartet und bin dann enttäuscht wurden. Meiner Meinung nach hätte mehr herausgeholt werden können. Vielleicht mit mehr Action oder einem etwas verzwickteren Plot. Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen geschlossen, bin aber gespannt, was der Abschluss der Reihe bringt! 

Von mir diesmal nur 3 von 5 Herzen!

eure Maria

Kommentare:

  1. Schade dass der Band dich nicht so begeistert hat... für mich klingt die Story toll aber nun bin ich mir unsicher, ob das Buch wirklich lesenswert ist =O

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    1. Ich glaub einfach, dass ich den Strang mit dem Mädel nicht so mochte und das dadurch der Gesamteindruck geschmälert wurde. Vielleicht finden andere das ja nicht so wild, oder auch richtig gut. Wenn du den ersten Band kennst, also 'Sonea - Die Hüterin' ist der zweite Band auf jeden Fall ein Muss, wenn du weiterlesen willst. Es waren ja auch viele tolle Sachen dabei, aber irgendwie bin ich nicht wirlich damit warm geworden. Vielleicht tauere ich auch noch der Trilogie 'Die Gilde der Schwarzen Magier' nach ;) Kennst du die Reihe?

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