Freitag, 21. März 2014

Rezension: "Touched - Der Preis der Unsterblichkeit" - Corrine Jackson

entnommen bei buecher.de







Titel: Touched - Der Preis der Unsterblichkeit
Autor: Corrine Jackson
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Thienemann (Taschenbuch bei Ullstein)
Seiten: 416
Preis: 16,99€ (HC) / 8,99€ (tb) / 7,99€ (eB)









Die Beschreibung:

Wie ein feuriger Blitzschlag fühlt es sich an, als Asher in Remys Leben tritt. Doch sich ihm zu nähern, bedeutet tödliche Gefahr. Funken sprühen, wenn sie sich berühren, und diese machtvolle Energie ist kaum zu bändigen. Aber Remy will nichts mehr riskieren, zu lange hat sie gelitten unter ihrem gewalttätigen Stiefvater und der Feigheit ihrer Mutter, deren Schmerzen sie immer wieder auf sich nahm. Denn Remy verfügt über eine einzigartige Fähigkeit: Sie kann Menschen durch Berührung heilen. Im friedvollen Maine, wo ihr leiblicher Vater mit seiner neuen Familie lebt, will sie endlich ein normales Leben führen. Doch kann sie ihrem Schicksal entrinnen? Kann sie Asher entkommen? 

Die Rezension:
Das Buch wollte ich mir schon seit einer Weile holen, habe dann bei der englischen Ausgabe zugeschlagen und sie jetzt endlich gelesen. Es war auch ganz gut, besser als erwartet, nur der Anfang ein wenig langweilig.

Es beginnt mit Remy. Ihr Vater hat sie aus New York geholt, nachdem sie von ihrem Stiefvater mal wieder angegriffen wurde und im Krankenhaus gelandet ist. An dem Morgen entscheidet sie, ob sie bleiben, oder sich allein durchschlagen will. Kurz darauf trifft sie auf Asher. Als sie sich beide gegenüber stehen, merkt sie, dass von ihm eine gewaltige Kraft ausgeht, ähnlich wie ihre und doch ganz anders. Erst ist der erste Mensch, den sie trifft und der Ähnlichkeiten mit ihr hat. Sofort ist sie faszinierte, doch schnell wird klar, dass seine Fähigkeiten an ihren Kräften zerren.

Die Charaktere gefielen mir ziemlich gut. Sie waren weder flach, noch langweilig und ich konnte mich schnell in sie einfinden.
Remy ist anders als erwartet. Sie ist stark und schafft es, nicht zu zerbrechen. Doch sie hat auch Schwierigkeiten sich anderen gegenüber zu öffnen und jemandem zu vertrauen. Ihre Heilungskräfte nutzt sie instinktiv und heilt jeden automatisch, wenn sie ihn berührt. Über die Jahre hat sie eine Art Schutzschild aktiviert, das ihre Kraft zurück hält. Mit der Zeit entdeckt sie immer neue Facetten ihrer Heilkraft.
Dean ist ein richtig unsympathischer Fiesling. Mir gefiel der Charakteraufbau, auch wenn ich ihm am liebsten den Hals umgedreht hätte. Er ist brutal, aber auch recht clever, grausam und nicht so leicht unterkriegen. Ein Feind, den man im Auge behalten und vor dem man Angst haben sollte. 
Asher ist, zum Glück, nicht der perfekte und hübscheste Typ der Schule. Sein Bruder schlägt ihn, was Aussehen angeht, um Längen. Asher wird recht schnell sympathisch und ist ein ganz interessanter Charakter. Er bildet Remys Feind und die Aktionen zwischen den beiden sind ganz cool gemacht, vor allem, wenn die Kräfte aufeinander treffen.

Die Liebesgeschichte beginnt ziemlich klassisch. Sie sieht ihn, ihr wird gesagt, dass sie sich von ihm fernhalten soll, da er ein Herzensbrecher ist. Natürlich klappt das nicht, und er spukt in ihrem Kopf herum. Auch wenn sie nicht unbedingt seine Nähe sucht, laufen sie sich oft über den Weg und er sucht wohl eher ihre Nähe, um ihr dann später zu sagen, dass sie sich fernhalten soll. Natürlich nachdem er hinter ihr her spioniert hat. Ein wenig langweilig zuerst, da es doch eher Schema F entspricht. Am Anfang hat es auch ein wenig an Twilight erinnert, doch hat Remy nichts mit Bella gemein und das war ein riesiger Pluspunkt. Auch ist Asher wesentlich sympathischer und vielseitiger als Edward, sodass der Eindruck schnell verfliegt. Insgesamt war die Beziehung schon interessant, aber kein Highlight. 


Als sie zu ihrem Vater zieht, hatte ich erst so meine Bedenken. Die Familie macht einen zu perfekten Eindruck. Keine Streits, keine nervige Schwester. Wo ich zuerst dachte, dass die Schwester ein Problem mit Remy hat, da sie ja nicht mehr das einzige Küken im Nest ist, herrscht Frieden. Allerdings gönnt man es Remy, nach allem, was sie bei ihrem Stiefvater durchmachen musste, auch wenn eine etwas weniger glatte Familie in meinen Augen realistischer gewesen wäre.


Der Stil ist, zumindest im Englischen, sehr klar und flüssig, zügig geht es voran, ohne überhastet zu wirken. Das Tempo war vollkommen in Ordnung und die Szenen sind ordentlich ausgearbeitet, ohne langweilig zu sein.
Hier und da gab es ein paar Logikfehler und auch ein paar sehr vorhersehbare Aktionen, aber über erstere kann man hinweg sehen und bei letzterem wird es trotzdem nicht weniger spannend. Ich bin die ganze Zeit am Ball geblieben. 

Ich muss sagen, dass der Anfang ein wenig anstrengend war, eben auch wegen der Ähnlichkeit mit »Twilight«. Man konnte sich ziemlich genau vorstellen worauf es hinaus laufen wird und einiges war mir auch einfach zu typisch. Wie z.B. als er will, dass sie sich von ihm fernhält. Da dachte ich nur: »Oh, bitte. Das kennen wir doch schon und der Spruch wird langsam überstrapaziert.« Auch handelt sie wie erwartet und man hätte es sich sparen können. Aber na ja. Später nahm das ganze ordentlich Fahrt auf, was nicht zuletzt an Dean liegt. 

Die Idee gefiel mir ganz gut und ich muss sagen, den englischen Reihentitel »Sense Thieves« finde ich wesentlich besser, er fasst es einfach besser zusammen. 
Heiler gibt es ja recht oft und ich fand es schön, dass die Fähigkeit hier wieder etwas anders aufgezogen worden ist. Statt nur heilen zu könne, bekommt Remy auch die Wunden, die sie heilt, bei sich selbst – müsste quasi zwei mal heilen – und sie kann Verletzungen sowie Schmerz auf andere übertragen. Dazu braucht sie nur jemanden zu berühren. Die Fähigkeit hat auch einige Nachteile, neben den eigenen Wunden. So scannt sie zum Beispiel auch automatisch alle, die sie berührt, weswegen Menschenmengen für sie schwierig sind. 
Das Wechselspiel Protektor und Heiler ist ganz gut umgesetzt. Remy erfährt immer wieder neues über sich selbst und ihre Feinde. Sie entdeckt ihre Fertigkeiten und lernt immer mehr dazu. So bleibt es auch für den Leser durchgehend spannend. 

Das Ende war richtig toll und konnte mich überzeugen. Es war spannend, mitreißend, es passierte viel und insgesamt hatte es alles, was ein Finale so braucht. Es ist richtig gut umgesetzt und es entlädt sich regelrecht. 
Ich muss sagen, dass der Konflikt zwischen Heilern und Protektoren genug Möglichkeiten für Folgebände lässt, aber meiner Meinung nach hätte man es auch bei einem Band belassen können. Ob ich weiter lesen werde, weiß ich nicht. Genug offene Fragen gibt es aber.

Fazit:
Insgesamt hat es mir dann doch ganz gut gefallen. Aus der Liebesgeschichte hätte man mehr machen können, mit einem anderen Start. Ansonsten mochte ich aber die Entwicklung der Charaktere und die Darstellung der Heilungskräfte. Ein Buch, dass mit ein paar coolen Szenen aufwaten kann und macht Spaß beim Lesen. 

Dennoch hat mir irgendetwas gefehlt, so richtig konnte der Funke dann doch nicht überspringen. Deshalb sind es nur 3,5 von 5 Herzen!

eure Maria

Kommentare:

  1. Huhu,
    das Buch liegt noch auf meinem SUB, bin mal gespannt wie es mir gefallen wird.. falls ich noch jemals dazu komme es mal zu lesen :D Sehr schöne Rezi mal wieder :)
    Ich hab bisher einen großen Bogen um Twilight gemacht, kanns also dann auch nicht vergleichen aber das was du mit den Fähigkeiten ansprichst find ich schon mal toll :) Finds immer gut wenn Autoren noch so ein bisschen was dazu "erfinden" und dem ganzen dann nen ganz eigenen Touch geben.

    LG ♥

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    1. Hi,
      Danke :)
      OMG, kein Twilight! Ich bin erschüttert ;) Nach dem ersten Band verpasst man da aber auch nicht viel ;) Aber ist vermutlich auch gut, so kommt nicht laufend ein 'Twilight-Gefühl' auf.
      Die Fähigkeiten waren auch mit das spannendste und interessanteste im Buch und haben mir auch echt gut gefallen. Echt empfehlendswert, nur mich konnte es eben nicht ganz so packen, aber Liebesgeschichten sind bei mir momentan etwass schwierig, habe das Gefühl, immer das gleiche zu lesen... Aber, wenn man weiß, worauf man sich einstellen sollte, ist das ja wieder etwas anderes ;)

      LG Maria

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