Samstag, 29. März 2014

Neela - Ins Jenseits, ein Update

Heute habe ich mal wieder ein Update zu meinem Roman für euch =)


Nachdem ich mich ziemlich lange mit dem Schreiben von Neela - Ins Jenseits aufgehalten und im Sommer beschlossen habe, einen zweiten Teil zu schreiben, habe ich diesen Monat die erste Korrektur beendet. Somit ist Neela endlich Testleser-tauglich. Der Erste hat auch schon mit korrigieren angefangen, ich bin gespannt, was er dazu sagt. 
Ein Cover habe ich ja auch schon länger. Die Designerin könnte ich mal anschreiben, damit sie den Titel anpasst. Ich habe ja Hoffnung, dass es dieses Jahr noch veröffentlicht wird, vermutlich über Amazon.  
Mit Neela - Ins Diesseits läuft es auch ganz gut. Dafür, dass ich das Projekt erst mal ruhen lassen wollte, bin ich schon ein gutes Stück voran gekommen und habe auch ein paar witzige Ideen, die dem Leser hoffentlich auch gefallen werden. Gestern Abend habe ich die 10.000 Wörter-Marke geknackt und den Prolog geschrieben. Ich weiß, komische Reihenfolge, aber mir ist vorher nicht wirklich etwas passendes eingefallen. 

Damit euch die Wartezeit zum ersten Teil ein wenig verkürzt wird, habe ich hier einen Textauszug =) 

»Schneller!«, sagte Neela in seinem Kopf. Er schnaubte. Als ob er das nicht die ganze Zeit versuchen würde! Das Gebirge kam schnell näher. Nicht schnell genug!, dachte er. Er raste. Wich so gut es ging Steinen und zu dicken Grasbüscheln aus. Jede Unebenheit konnte sie zu Fall bringen.
»Vorsicht!«, schrie Neela. Doch es war zu spät, er konnte bei dem Tempo keine schnellen Ausweichbewegungen machen, ohne auf dem Rücken zu landen. Mit voller Wucht traf ihn der Felsen am linken Vorderbein, brachte ihn zum Straucheln. Alles schien in Zeitlupe zu passieren. Er sah, wie der Boden langsam näher kam, spürte das Gewicht von Neela, dass sich bedrohlich zur Seite neigte, seinen Sturz nachahmte, hörte ihr Herz langsamer schlagen, spürte den Aufprall, zuerst die rechten Beine, seine Gelenke krachten, dann der Körper, dumpf auf dem harten Untergrund.
Sie überschlugen sich mehrfach, wurden über den Boden gewirbelt. Mit letzter Kraft nutze er den Schwung aus, um nicht auf Neela zu landen, um sie nicht unter sich zu begraben. Platt auf den Boden gepresst lag er da, seine Beine zitterten, sein Körper hob und senkte sich schwer, Neela drückte ihn nach unten, doch sie war da. Die Gurte hatten den Sturz überstanden, hatten sie an ihm festgehalten. Er war erleichtert. Ihr Herz schlug. Es klang unregelmäßig, verängstigt, als würde es sich überlegen, den Dienst aufzugeben.
»Lebst du noch?«, drang es schwach an seine Gedanken.
»Ja«, antwortete er, ebenso schwach. Neela wollte weinen, als seine Gedanken ihren leeren Kopf fluteten. Sie löste ihren Klammergriff und streichelte Karan über den Panzer. Er lebte. Sie lebten!
»Karan. Karan, die Harpyien!« Panisch bombardierte sie ihn, kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn.
Mühsam erhob er sich, stöhnte leise. Seine Beine zitterten noch immer, waren jedoch voll belastbar. Er machte einige Schritte, um auch sein Vorderbein zu testen. Es schmerzte, hatte einen Riss von dem Stein. Es kostete ihn einige Überwindung, das Tempo zu steigern. Sie mussten nicht schneller sein, nur schnell genug.
»Geht es?«, fragte Neela besorgt.
»Es muss. Du solltest dir Stoffstücken in die Ohren stecken, ihre Schreie können –«
»Ich weiß«, unterbrach sie ihn und tat wie ihr geheißen. Sie baute sich zwei Pfropfen, die sie sich in die Ohren schob. Die Welt um sie herum wirkte seltsam gedämpft, sie hörte das Blut in ihren Ohren pulsieren, es war viel zu laut, viel zu unangenehm.
Sie blickte zu den Harpyien. Deren Flügel waren riesig, selbst aus dieser Entfernung. Mit einem einzigen Schlag, konnten sie Knochen zerbersten. Sie hoffte, dass heute nicht der Tag war, an dem sie ihre Knochen spalten würden. Harpyien waren perfekte Raubtiere. Gewaltige Flügel, die sie spielend in der Luft hielten. Messerscharfe Krallen, die sie in ihre Opfer schlagen oder mit denen sie ihnen das Fleisch von den Knochen reißen konnten. Ein Schrei, der tödlich war, wenn sie es wollten. Perfekt.
Neela war in ihren Überlegungen versunken, als es abrupt schräg hinauf ging. Sie hatten das Bergmassiv erreicht!
Die Harpyien setzten zum Sturzflug an und sausten zu ihnen.
Der Anstieg bremste Karan.
Neela konnte schon die weiblichen Gesichter erkennen. Sie schwitze, klammerte sich an den Griffen fest, presste sich an Karan.
Die Harpyien fuhren ihre Krallen nach vorn, bereit, jeden Moment zuzuschlagen.
Karan schnaufte vor Anstrengung, trieb sich bis an den Rand der Erschöpfung.
Sie schrien. Ihre Schreie gingen Neela durch Mark und Bein. Sie presste die Hände auf die Ohren. Deutlich erkannte sie die verzerrten weiblichen Gesichter, die scharfen Zähne, zu deutlich! Die Gier stand in den Augen der Harpyien, Geifer troff aus ihren Mundwinkeln.
Neela schloss die Augen.

Es wurde kalt um sie herum. Dunkelheit hüllte sie ein. Es war vorbei. Schnell und schmerzfrei.

Liebe Grüße
eure Maria

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