Samstag, 22. Februar 2014

Filmkommentar: "Rubinrot"







Titel: Rubinrot

Genre: Romantasy
Regie: Felix Fuchssteiner
Darsteller: Maria Ehrlich, Jannis Niewöhner, Veronica Ferres, Josefine Preuß
Länge: 116 Minuten


-> Rezension zur Buchreihe





Und da haben wir sie wieder: die Buchverfilmung. So ganz drumrum kommt man einfach nicht. 

Die Handlung ... 
... ist anders als erwartet. Gwendolyn erfährt an ihrem 16. Geburtstag, dass sie in der Zeit reisen kann oder muss. Denn plötzlich wird sie aus der Gegenwart gerissen und landet im alten London. Es passiert unkontrolliert und unvorhersehbar. Eigentlich sollte ihre Cousin Charlotte das Zeitreise-Gen geerbt haben und mit Gideon reisen. Jetzt muss Gwen ihren Platz einnehmen, dabei ist sie überhaupt nicht vorbereitet und springt quasi ins kalte Wasser. Nun muss sie die anderen Zeitreisenden in der Vergangenheit aufsuchen und ihr Blut für die Zeitmaschine sammeln. Wenn das Blut aller Zwölf eingelesen ist, wird der Kreis geschlossen. Was dann passiert, scheint nicht so klar zu sein. Oder zumindest will niemand Gwen die Wahrheit sagen. von ihrem Opa weiß sie von einer Prophezeiung, die sie selbst betrifft. Nun versucht sie mehr darüber zu erfahren. 

Bis dahin folgt es noch größtenteils der Vorlage, dann wird es aber ganz anders. Sie haben quasi eine neue Geschichte um das Buch herum gesponnen. Einige Elemente sind noch vorhanden, andere wurden verändert, in der Reihenfolge vertauscht und einiges ist auch völlig neu. Einiges wurde auch einfach für den Zuschauer zum besseren Verständnis angepasst. 
Wer also eine buchgetreue Umsetzung erwartet, wird enttäuscht werden. Ich war es anfangs auch, aber inzwischen mag ich den Film genauso gern wie die Bücher. Wie sie zu dem Film aber noch eine Fortsetzung machen wollen, ist mir schleierhaft. Aber ich lasse mich gern überraschen :)

Die Charaktere ... 
... waren wiederum sehr buchgetreu, was mir auch sehr gut gefiel.
Gwen ist das schwarze Schaf in der Familie und kaum einer glaubt so recht, dass sie etwas auf die Reihe bekommen kann, schon gar nicht ihre Cousine Charlotte. Das geht Gwen ganz schön auf die Nerven. Zudem ist sie tollpatschig und nicht gerade das beliebteste Mädchen. Als das Zeitreise-Gen und das Geister-Sehen noch dazu kommt, hält sie sich für den totalen Freak. Aber sie ist auch stark und witzig und ist einem gleich sympathisch.
Gideon ist ... ja ... nicht so begeistert von Gwen, vor allem ärgert ihn ihre mangelnde Ausbildung. Die beiden kappeln sich laufend und es ist klar, dass aus denen noch ein Paar wird. Ansonsten ist er charmant, aber auch ähnlich dickköpfig wie Gwen. Er ist kampferprobt und bildet sich was auf sich ein. Aber auch er ist irgendwie sympathisch. 
Beide Charaktere wurden sehr gut umgesetzt und die Darsteller passten auch sehr gut zu der jeweiligen Vorgabe. So oder so ähnlich habe ich mir Gwen und Gideon auch vorgestellt, inzwischen geht es gar nicht mehr anders. 

Mir gefiel das Setting und die anfängliche Buchtreue. Die Räumlichkeiten in Temple und im alten London waren in etwa so, wie ich es mir vorgestellt habe. Auch auf Madame Rosini wurde nicht verzichtet. Sie zaubert einem immer ein Lächeln ins Gesicht. 
Die Idee mit dem Zeitreise-Gen hat mir schon im Buch gefallen und war mit den tollen Effekten echt gut veranschaulicht, vor allem die Szenen, wenn Gwen aus der Zeit gerissen wird.

Ein wenig schade war beim ersten Ansehen das Ende, es ist einfach ganz anders. Scheinbar dachten sie, dass es bei dem einen Film bleiben würde, inzwischen soll es aber eine Fortsetzung geben. Wie sie das jetzt geschickt verknüpfen wollen, wird sich zeigen. Inzwischen habe ich mich aber mit dem Ende angefreundet und bin gespannt, wie es weitergeht.

Fazit:
Trotz vieler Änderungen ist und bleibt es ein guter Film, den ich mir gern anschaue. Es gibt Action, eine Love-Story, Zeitreisen und eine nervige Cousine. Was will man mehr, um sich abzulenken? ;) 
Wer kein Problem mit den Unterschieden zum Buch hat, wird seinen Spaß haben, ansonsten sollte man es sich vielleicht zwei mal überlegen, ob man sich den Film wirklich ansieht. Aber auch jene, die die Bücher nicht kennen und Phantastik nicht abgeneigt sind, werden sich mit dem Film anfreunden können. 

Viel Spaß beim Film schauen!
eure Maria

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