Mittwoch, 22. Januar 2014

Filmkommentar: "Warm Bodies"

movieguide.org





Titel: Warm Bodies

Genre: Fantasy
Darsteller: Nicholas Hoult, Teresa Palmer, John Malkovich, Rob Corddry, Analeigh Tipton
Länge: 97 Minuten











Auch so können Zombie-Filme sein.

Die Handlung ... 
... ist schnell zusammengefasst. Es gibt die Zombies (Leichen), die Knochen (böse Skelett-Zombies) und die Menschen. R gehört zu den Leichen, Julie zu den Menschen. Als sie mit einer Gruppe anderer Überlebender im Zombie-Gebiet Medikamente holt, trifft sie auf eine Zombie-Horde. Es gibt ein chaotisches Hin und Her, Menschen sterben, u.a. auch Julies Freund. Sie selbst überlebt das Ganze. R nimmt sie kurzer Hand mit sich, um sie zu schützen. So landet sie mitten im verseuchten Gebiet auf einem Flughafen. R hat sich dort eines der Flugzeuge als sein zu Hause eingerichtet. Die beiden müssen nun miteinander klar kommen, allerdings will Julie sich lieber ohne Hilfe auf den Heimweg machen und gerät in die nächste Zombie-Horde. 
Da das ein wenig langweilig wäre, bekommen die Leichen noch Ärger mit den Knochen. Letztere jagen eigentlich nur Leichen, werden aber bald zur Bedrohung für alle. 

Da ich das Buch nicht kenne, kann ich die filmische Umsetzung nicht mit der Vorlage vergleichen. Der Film selbst gefiel mir aber sehr gut. Er ist witzig, leicht und was für Zwischendurch. Selbst so Weicheier wie ich, können ihn gut verkraften. 
Er ist aber nicht klassisch Zombie-mäßig. Es gibt die Liebesbeziehung, die sich zwischen R und Julie entwickelt und die Veränderung, die bei den Leichen stattfindet. Wer also Zombie-Gemetzel sucht, wird das hier nur bedingt finden. Wer aber auf eine etwas andere Liebesgeschichte aus ist, wird nicht enttäuscht werden. Und alle anderen haben zumindest was zum Lachen. 

Die Charaktere ...
... waren sehr gut ausgearbeitet und die Besetzung gut gewählt. R als Zombie ohne Erinnerungen an sein früheres Leben ist meiner Meinung nach super mit Nicholas Hoult besetzt. Er spielt das sehr überzeugend und bringt den Zombie gut rüber. Am Anfang habe ich ihn übrigens nicht erkannt -> Lob an die Maske. R hat sich mit seinem Dasein weitestgehend abgefunden, auch wenn ihm nicht alle Aspekte gefallen. Er schleppt sich von einem Tag zum nächsten, knurrt mal mit seinem Kumpel, geht "Essen" besorgen oder hört Musik. In seinem Flugzeug hat er eine ordentliche Plattensammlung, ansonsten aber viel zu viel zusammen gesammelten Kram.
Die Darstellerin von Julie, Teresa Palmer, war mir bisher gänzlich unbekannt. Aber das passte eigentlich. Sie gefiel mir als Julie ziemlich gut und hat den Charakter ebenfalls gut umgesetzt. Julie hat ihre Mutter und ihren Freund durch die Zombies verloren. Sie hofft, dass es irgendwann vorbei ist und ein Heilmittel gefunden wird. Das Leben hinter der Mauer gefällt ihr nicht, weshalb sie sich oft heraus geschlichen hat. Das sieht ihr Vater gar nicht gern. Er ist der Chef der Überlebenden und hat eine sehr skrupellose Einstellung gegenüber den Zombies. Julie dagegen wird neugierig als sie R kennen lernt, vor allem, weil er so anders ist, als die anderen Zombies. Als sie merkt, dass er sich verändert, will sie ihren Vater davon überzeugen. 

Am besten gefiel mit die Gedankenstimme-Rede-Kombination bei R. Er ist ja nun ein Zombie, knurrt oder stöhnt somit meistens. Seine Gedankenstimme kommentiert aber gern und sagt quasi alles, was seine Stimmbänder nicht hinbekommen. Das wirkt oft sehr komisch, vor allem am Anfang. So kommen ein paar echt witzige Stellen zustande. Lachen garantiert. 

Weniger gefallen hat mir das Ende. Es war mir zu klassisch und zu klischeehaft. Zudem war es auch plötzlich wieder vorbei. Da hätte man sich noch mehr herausholen können. An sich aber gut umgesetzt und spannend gehalten. 

Fazit:
Ein Film, den man sich gut angucken kann und der Spaß macht. Er gibt Liebe, ein bisschen Action und Humor. Eine gute Mischung also, vor allem mit den Zombies mittendrin. Meiner Meinung nach eine gute Buchverfilmung, die auch zum Lesen des Romans anregt. 
Es wirkt insgesamt stimmig und gut durchdacht. Man sollte nicht zu viel erwarten, es ist eher leichte Kost. Ansonsten aber schön gemacht, auch was Maske und Setting anbelangt. 
Auf jeden Fall sehenswert.

Viel Spaß beim Film schauen!

eure Maria

Kommentare:

  1. Hihi ich hatte letzes Wochenende genau den gleichen Film gesehen, fand ihn aber nicht sooo toll. Er war mir irgendwie zu abgedreht und am Anfang so (Zombie-) Laaaangsam...

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  2. Ja, kann ich verstehen. Man sollte halt echt nicht viel erwarten und das Ende war dann typisch amerikanisch irgendwie. Aber an sich gefiel er mir gut, einfach weil R so witzig rüberkommt. Er sagt ja selbst, dass sie seeehr langsam sind^^ schön selbstironisch.

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