Donnerstag, 9. Januar 2014

Filmkommentar : "Der Tag des Doktors"







Titel: Der Tag des Doktors

Genre: Sci-Fi
Darsteller: Matt Smith, David Tennant, John Hurt, Billie Piper, Jean-Louise Coleman
Länge: 76 Minuten









Ja, ich war auch da! Und ich muss sagen: Genial! Einfach top! Herrlich komisch! Nachdem der Film jetzt auch als DVD erhältlich ist, wollte ich doch noch einen Kommentar schreiben.

Die Handlung...
... ist nicht ganz so simpel. Es gibt zwei Handlungsstränge, die sich aber immer wieder überlappen. In dem einen tauchen die Zygonen auf und in dem anderen treffen die Doktoren aufeinander und befassen sich mit dem Zeitkrieg. Die Verknüpfung ist ziemlich gut, sodass man es nicht so wirklich voneinander trennen kann. Kernpunkt ist auch ein Bild mit dem Titel: »Nicht mehr. Gallifrey fällt«, das die Schlacht bei Gallifrey zeigt und so auch ihr Ende. Das Bild ist in 3D und von dieser Sorte gibt es noch einige andere. 
Der Doktor hat den Krieg ursprünglich beendet und im Film steht er gerade vor der Entscheidung. Dummerweise hat die Waffe, die er für die Zerstörung und Beendigung nutzen will, ein Gewissen. Es sorgt dafür, dass er seine Zukunft kennen lernt und ihm die Folgen seiner Entscheidung gezeigt werden. So trifft er auf zwei Verkörperungen seiner selbst. Für den Zuschauer heißt das: drei verrückte Doktoren auf einem Haufen. 

Am Anfang war ich eher skeptisch. Mein Freund befand sich gerade mitten in den Staffeln von "Doctor Who", als bekannt gegeben wurde, dass der Film auch bei uns im Kino laufen sollte. Nach dem Motto "Da müssen wir hin!" wurden prompt die Karten gekauft. Ich, bis dahin nicht wirklich ein Fan der Doktoren, war eher weniger begeistert. Schnell wurden mir noch die wichtigsten Infos eingetrichtert (timey-wimey) und schon war er da. "The Day of the Doctor". 

Es wäre schon von Vorteil einen Teil der Folgen zu kennen, aber auch für Neulinge wird es eigentlich ganz gut erklärt. Ich kam mir zumindest nicht verloren vor. Das Wichtigste ist sowieso der Zeitkrieg. Über den sollte man sich eventuell noch einmal informieren, wenn man Doctor Who nicht kennt, ebenso über die Darleks und was ein Doktor eigentlich ist. Wiki hilft ;)
Logischerweise versteht man diverse Anspielungen nur als Serien-Kenner, was das Ganze auch noch mal witziger macht. 

Die Charaktere waren ziemlich genial. Matt Smith, David Tennant und John Hurt geben großartige Doktoren ab. Einer verrückter als der andere. Der eine kann nur wild gestikulierend reden, der andere will kein Doktor mehr sein. Sie alle sind ziemlich unterschiedlich, obwohl sie ja Verkörperungen voneinander sind. Das macht sie auch so spannend bzw. interessant. 
John Hurt ist als Doktor hin und her gerissen, er will eigentlich nicht Schuld an der Zerstörung von Gallifrey sein, andererseits müssen die Darleks besiegt werden. Der Zwist äußert sich auch bei den anderen beiden Doktoren. Sie alle müssen die Bürde tragen, da sie ihr eigenes Volk ausgelöscht haben. 
Ob man Neues über die Charaktere erfährt, lässt sich schwer sagen. Sie sind eben wie in der Serie, sodass man sie auch wiedererkennt. Genauer will ich sie hier aber nicht charakterisieren. Mir gefiel gut, dass Billie Piper auch wieder dabei war, allerdings war es zugleich verwirrend, da sie nicht als Rose Tyler, sondern als Gewissen auftrat. 
Die Besetzung ist meiner Meinung nach gelungen. Vor allem die Interaktion der Doktoren untereinander wurde witzig gestaltet und hat den Film sehenswerter gemacht, als wenn nur einer aufgetreten wäre. Sie alle passen in ihre Rollen und haben sie super umgesetzt. 

Der Film wird vor allem durch die Doktoren und den Untergang Gallifreys getragen. Teils hatte ich nicht das Gefühl, das viel passierte, allerdings rast man nur so durch den Film und ist enttäuscht, wenn viel zu bald der Abspann läuft. Die Idee mit den drei Doktoren, den 3D-Bildern (in 3D im Kino ein noch genialerer Effekt) und dem Gewissen gefielen mir richtig gut, aber auch die Zygonen kommen nicht zu kurz. Alles hängt irgendwie miteinander zusammen. Die Vermischung der verschiedenen Ebenen ist in jedem Fall gelungen und kreativ verwoben worden, zudem nachdenklich und humoristisch. Es ist etwas für jeden Geschmack dabei. 

Fazit:
Der Film war schon ziemlich genial. Wer ihn noch nicht gesehen hat, darf sich auf so einiges freuen. Die verschiedenen Doktoren miteinander war wohl für viele Fans ein Erlebnis. 

Er ist gut durchdacht und ich habe eigentlich keine Plotholes gefunden. Es wirkt alles stimmig und die Besetzung ist sehr gut gewählt. Der Film kommt mit Hochs und Tiefs daher, lässt einen mitfiebern und lachen. In jedem Fall ein gelungener Jubiläums-Film.

Ein Film für jeden Whovian und jeden, der es werden will! 

Viel Spaß beim Film schauen!

eure Maria

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen