Donnerstag, 12. Dezember 2013

Rezension: "Innerste Sphäre - Wächter des Schattenlandes" - Sarah Fine

entnommen bei amazon.de





Titel: Innerste Sphäre – Wächter des Schattenlandes
Autor: Sarah Fine
Genre: Fantasy
Verlag: Amazon Crossing
Seiten: 321
Preis: 9,99€ (tb), 4,99€ (eB)










Der Klappentext:
Vor einer Woche hat sich Lela Santos’ beste Freundin Nadia das Leben genommen. Heute steht Lela nach einem missglückten Abschiedsritual im Paradies und blickt zu einer gigantischen ummauerten Stadt in der Ferne auf – der Hölle. Niemand durchschreitet freiwillig das Selbstmordtor, um an einen Ort zu gelangen, der in Dunkelheit erstickt und von verkommenen Geschöpfen heimgesucht wird. Aber Lela lässt sich nicht so leicht abschrecken – sie ist entschlossen, die Seele ihrer besten Freundin zu retten, auch wenn sie dafür ihr ewiges Leben opfern müsste. 
Bei ihrer Suche nach Nadia wird Lela von den Wächtern gefangen genommen – ungeheuren, unmenschlichen Aufsehern, die in den endlosen Straßen der dunklen Stadt patrouillieren. Ihr menschlicher Anführer Malachi hat nur eins mit ihnen gemeinsam: seine tödliche Effizienz. Als er die mutige Lela kennenlernt, fasst Malachi einen Plan: Er will sie aus der Stadt schaffen, selbst wenn das bedeuten sollte, dass sie Nadia zurücklassen muss. Denn Malachi weiß etwas, das Lela nicht ahnt – die dunkle Stadt ist nicht der schlimmste Ort, an dem Lela enden könnte, und er schreckt vor nichts zurück, um sie vor diesem Schicksal zu bewahren.

Die Rezension:
Ich hatte das eBook schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste. Dann wurde es günstig bei amazon.de angeboten und schon habe ich es auf denn Reader geladen. Und ich muss sagen, dass es mir wesentlich besser gefiel, als erst angenommen.

Es beginnt mit einer kleinen Hilfsaktion. Alles scheint gut zu laufen, doch dann passiert ein Selbstmord. Lela kann das nicht hinnehmen und will Nadia, ihrer Freundin, irgendwie helfen. Sie weiß noch nicht wie, doch dann träumt sie von Nadia. Ihre Freundin irrt an einem Ort umher, den Lela nur zu gut kennt – die Hölle. Sie war bereits dort gewesen und träumte recht oft von der düsteren Stadt. Doch dieser Traum war anders. Lela war plötzlich Nadia; sah was Nadia sah. Danach war ihr klar, dass sie ihrer Freundin da herausholen musste. Allerdings hat sie immer noch keine Ahnung, wie sie das anstellen soll, oder wie sie Nadia finden kann. Das wird ihr aber erst richtig bewusst, als sie vor dem Selbstmordtor aufwacht und die gewaltigen Ausmaße der Stadt vor sich sieht. Dennoch macht sie keinen Rückzieher.
Kurz nach ihrem Eintreten wird sie in einen Kampf verwickelt und wenig später verhaftet. Mit Hilfe der Wächter will sie nun Nadia finden und mit ihr vor das Allerheiligste treten.

Die Charaktere: Lela ist eine starke Protagonistin. Sie hat viel durchmachen müssen und auch in der Hölle wird es nicht besser. Nadia war ihre erste und beste Freundin, was Lela darin bestärkt, ihr zu helfen. Lela ist der Meinung, dass sie erst wieder an eine Zukunft glaubte, ja sogar erst wieder eine hatte, als sie Nadia traf. Als Waise wurde sie viel herum gereicht. Ihren letzten Pflegevater hat sie verprügelt und ist deswegen im Gefängnis gelandet. Sie hat viele Facetten, sodass es nie langweilig wird und der Leser oft etwas Neues erfährt. Ihr Schicksal geht einem nahe und man leidet förmlich mit ihr.
Allerdings muss ich sagen, dass ich ihre Herangehensweise und ihre Motive gegen Ende anstrengend fand. Es drehte sich alles nur noch um Nadia und wie sie sie retten konnte. Um sich selbst und andere machte sich Lela keinen Kopf. Zumal sie damit ihr eigenes Leben riskiert, da sie nicht zu den Selbstmördern gehört und immer schwächer wird, je länger sie dort bleibt. Dem Leser ist klar, wie wichtig Nadia ist, aber ich hätte mir gewünscht, dass Lela auch mal an sich oder zumindest an Malachi denkt.
Malachi ist der Anführer der Wache und ein ausgesprochen guter Kämpfer, der selbst verletzt noch drei Gegner erledigt. Er ist stark, intelligent, gerecht und steht kurz davor, die Hölle verlassen zu dürfen. Dann trifft er auf Lela und auf einmal kann er kaum noch klar denken oder rationale Entscheidungen treffen, was ihm einigen Ärger mit einer anderen Wächterin einbringt. Aber er ist dann kein hirnloser Trottel, oder so, nur kommt er sich ein wenig mit seiner eigentlichen Aufgabe ins Gehege.

Mir gefielen die beiden sehr gut. Sie sind dreidimensional, haben Tiefe und interessante, wenn auch böse, Hintergründe.
Auch zusammen bilden sie eine interessante Kombination. Lela wächst mit Malachis Hilfe über sich hinaus und testet ihre Grenzen, überwindet sich und muss feststellen, dass sie auch mehr in Malachi sieht, als nur einen Wächter.

Der Stil: Es ist gut geschrieben und geht schnell voran. Die Infos sind gut verteilt, sodass man nicht überschüttet wird, sich einiges zusammen reimen kann und auch mal überrascht wird.
Mir gefiel auch das Konzept der Hölle richtig gut. Die Beschreibungen sind sehr anschaulich, sodass der Leser ein sehr gutes Gefühl für die Umgebung und Stimmungen bekommt. Die Hölle ist hier ein Ort an dem es alles gibt, was man sich wünscht: Häuser, Essen, Fernsehen, Drogen... Nur hat alles einen dicken Haken. Zumal einem bei zu viel Abhängigkeit die Befreiung verwehrt wird.

Das Ende mochte ich nicht, was aber eher an Lela lag, als an dem Ende selbst. Es passte schon zu ihrem Charakter, aber dennoch war es nicht so meins. Zudem kam es mir insgesamt ein wenig hektisch und chaotisch vor, als sollte das endlich geklärt und das Buch fertig sein.
Aber die Lösung bzw. der Ausgang gefielen mir ziemlich gut, ebenso das Finale kurz zuvor war gut umgesetzt.

Fazit:
Ein Buch, dass ich gern und schnell gelesen habe. Leider gibt es noch keinen Folgeband, aber sobald der draußen ist, werde ich ihn mir holen.
Ich mochte die Charaktere, die Höllendarstellung, die Ideen. Es war spannend, gern auch mal witzig oder böse. Eine schöne Mischung aus Leben und Tod, Freundschaft und Verzweiflung.
Ich bin auf die Fortsetzung gespannt!

4 von 5 Herzen von mir!

eure Maria

1 Kommentar:

  1. Gut gemacht! Du hast dich, besonders bei der Charakterisierung, enorm verbesser! Mir war es zwar zu plot-lastig, aber du hast die Figur greifbar gemacht, und das war sehr gut :-) Aber ein Tippfehler in Zeile 4 muss nich sein :P Und die Satzstruktur kann abwechslungsreicher sein. Trotzdem: Ich bin begeisert!

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