Sonntag, 15. Dezember 2013

Rezension: "Die Bücher von Umber - Drachenspiele" - P.W. Catanese

entnommen bei amazon.de






Titel: Die Bücher von Umber – Drachenspiele
Autor: P.W. Catanese
Genre: Fantasy
Verlag: Carlsen
Seiten: 362
Preis: 15,90€









Der Klappentext:
Hap ist glücklich, in Lord Umbers Felsenburg ein Zuhause gefunden zu haben - doch kaum fängt er an, das zu genießen, nimmt Umber ihn mit auf eine neue Entdeckungsfahrt, und zwar ins unheimliche Königreich Sarnica. Der dortige Herrscher ist in den Besitz von Dracheneiern gelangt - aber was hat er mit ihnen vor? Lord Umber ist fest entschlossen, sie an sich zu bringen und den Drachen dann die Freiheit zu schenken. Doch das ist nicht das einzige Abenteuer, das sie auf dieser Reise bestehen müssen: Da ist auch noch Umbers ehemaliger Bibliothekar Caspar, der von seltsamen Wesen auf einer Vulkaninsel gefangen gehalten wird ...

Die Rezension:
Nach dem ersten Band musste ich einfach wissen, wie es mit Hap und Umber weiter geht. Mir gefiel der zweite Band sogar noch ein bisschen besser, als der erste. Was allerdings den dritten und letzten Teil angeht, da bin ich noch unsicher.

Hap und Umber sind wieder zu Hause, allerdings wärt die Ruhe, zu Haps Leidwesen, nicht allzu lange. Sie erhalten Besuch von einem jungen Mann und kurz darauf tauchen auch noch seltsame Kugeln mit einer Nachricht auf. Umbers Abenteuerlust ist geweckt. Er geht einigen Hinweisen nach und bald befindet sich die Gruppe wieder auf See. Das primäre Ziel waren zwar die Drachenspiele, die Umber unbedingt mal sehen wollte, aber gegen einen Umweg hat der Lord eher selten etwas einzuwenden.

Hap steht dem Ganzen eher skeptisch gegenüber. Er mag lieber Land unter seinen Füßen als Wasser, vor allem, seit er weiß, dass er mal beinahe ertrunken wäre.
Als sie wieder aufbrechen, widerfahren ihm einige Ereignisse, auf die er gut und gerne verzichten würde. Er ist ziemlich unsicher, was seine Fähigkeiten angeht und wird mit der Zeit immer verzweifelter. Zumal ihm auch niemand weiter helfen kann. Hap will endlich seine Fähigkeiten beherrschen und fühlt sich nutzlos, weil er es noch immer nicht kontrollieren kann. Ansonsten ist er sehr wissbegierig und ergibt sich in sein Schicksal, dass er Umber folgen muss.
Umber ist wahnsinnig, wie eh und je und macht nicht einmal vor rauchenden und feuerspuckenden Vulkanen halt. Er ist ein herzensguter Mensch, erliegt aber schnell seiner Leidenschaft und sein rationales Denken wird abgeschaltet. Er ist lebensmüde und bringt so auch seine Mitstreiter in Schwierigkeiten. Aber wenn er nicht so verrückt wäre, wäre es nicht so spannend.

Die Charaktere sind wieder sehr gut ausgearbeitet und greifbar, sie wirken sehr lebendig. Es hat wieder Spaß gemacht, mit dem verrückten Lord und dem ängstlichen Hap von einem Abenteuer ins nächste zu stolpern. Aber auch die Nebencharaktere waren wieder gut gezeichnet, der Leser merkt, dass viele Überlegungen etc dahinter stecken.

Es gibt wieder viele coole Ideen, wie die Bittmichs oder auch die Krabben. Ein wenig böse, aber trotzdem interessant gemacht. Dem Leser wird immer wieder etwas geboten und mit den Drachen erreicht das ganze seinen Höhepunkt.
Dieses Mal gibt es nicht ganz so viele Hinweise auf Umbers Welt und Haps Aufgabe darin. Zumal sich mir die Frage stellte, wie die beiden dorthin kommen sollten.

Es ist sehr gut geschrieben und liest sich recht schnell runter. Es wird vieles beschrieben, ohne langweilig zu werden. Auch die kurzen Ausschnitte aus Umbers Tagebuch (im ersten Band waren es Ausschnitte, die diverse Wesen beschrieben) lockern die Atmosphäre auf. Diese kurzen Abschnitte sagen einiges über Umber und seine Psyche aus. Dadurch wird er noch greifbarer.
Es ist ganz cool gemacht. Erst dachte ich, dass es sich hinziehen würde, ehe der Leser endlich bei den Spielen ist (was ja immerhin das Hauptthema darstellt). Aber es ist ganz gut verpackt, sodass keine Langeweile aufkommt. Nur wurden mir die Spiele selbst ganz schön schnell abgehandelt.

Mir gefiel einerseits die Unabhängigkeit der einzelnen Bände und die Entwicklung von Haps Fähigkeiten, aber so richtig kann ich mir den Abschluss der Trilogie noch nicht vorstellen. Die Abenteuer sind alle ganz spannend und stellen die Welt sehr schön vor. Aber wie soll Hap Umbers Welt retten? Bisher gab es weder Hinweise noch sonst etwas – oder sie waren zu gut versteckt, wer weiß. Ich bin mir zumindest noch unsicher, ob ich den letzten Band wirklich lesen will.

Das Ende gefiel mir wiederum gut. Es war sehr spannend geschrieben und ziemlich gut gelöst. Statt alles schnell abzuhandeln, bekommt der Leser immer wieder etwas serviert. Schön war auch die kleine Moral, die das Buch bot. Insgesamt ein cooles Finale, dass mir besser gefiel, als im ersten Band.

Fazit:
Insgesamt wieder ein Buch, dass viel bietet. Rasant entdeckt der Leser mit Hap und Umber die Welt. Kaum bleibt eine Verschnaufpause, es geht von einem Abenteuer zum nächsten.
Mir gefiel das Buch, wie bereits erwähnt, besser als der erste Teil. Die Ereignisse waren spannender und interessanter, dafür gab es aber weniger Informationen zu Umber und dem großen Finale.

Wem der erste Band gefallen hat, der wird auch Spaß mit den Drachenspielen haben.

Von mir 4 von 5 Sternen!



eure Maria

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