Freitag, 6. Dezember 2013

Filmkommentar: "Jack and the Giants"

entnommen bei paradiso.de






Titel: Jack and the Giants


Genre: Fantasy, Action

Darsteller: Nicholas Hoult, Eleanor Tomlinson, Ewan McGregor, Stanley Tucci, Ian McShane
Länge: 114 Minuten









Immer wieder tauchen Märchen auf. Nach Schneewittchen jetzt Jack und die Bohnenranke. Aber so schlecht, wie befürchtet, war er dann doch nicht. 

Die Handlung...
...beginnt mit einem Märchen über die Riesen, die Mönche und ihre Bohnen. König Eric konnte die Riesen mit einer besonderen Krone zurückschlagen. Die Krone wurde aus dem Herzen eines Riesen gefertigt und zwingt alle Giganten zu blindem Gehorsam. 
Wie bereits bekannt, beruhen Märchen auf einer realen Grundlage. Das muss Jack am eigenen Leib erfahren. Von einem Mönch bekommt er Bohnen zugesteckt, die sich später als Zauberbohnen entpuppen. Eine riesige Ranke wächst in den Himmel und prompt sieht er sich den Riesen gegenüber. 
Um es spannender zu machen gibt es eine Prinzessin, die gerettet werden muss und einen Gegenspieler, der die Macht der Krone ausnutzen und die Riesen in den Krieg führen will. 
Alles in allem gut verstrickt, auch wenn recht früh klar ist, wer Gut und wer Böse ist.

Die Charaktere waren, wider Erwarten, ziemlich gut ausgearbeitet, auch wenn sie manchmal ins Klischeehafte abdriften. Da sie aber auf Märchenfiguren beruhen, war das auch in Ordnung. Die Prinzessin ist mit ihrer Lage unzufrieden, sie will hinaus in die weite Welt und hat keine Lust auf Heirat, Herd und Heimchen. Sie ist eine kleine Rebellin, die eines nachts aus dem Schloss verschwindet, bei Jack Zuflucht sucht und dadurch bei den Riesen landet.
Jack selbst ist ein Bauer, der eigentlich kaum auffällt, versucht alles richtig zu machen und dennoch immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Er meldet sich freiwillig, die Prinzessin zu retten und das trotz Höhenangst. Seine guten Ideen retten nicht nur ihn vor den Riesen.
Am besten hat mir eigentlich Elmont gefallen. Er ist der Leibgardist der Prinzessin und hat damit nicht den leichtesten Job inne. Sein Ego ist enorm, aber zum Glück nicht auf die nervige Art. Mit ihm und Jack gibt es so einige witzige Dialoge, die das ganze aufpeppen.
Auch die Gegenspieler waren ganz gut ausgearbeitet. Roderick als baldiger Gemahl der Prinzessin, hat eigentlich ganz andere Absichten. Roderick und der General der Riesen bilden einen starken Gegner für das Königreich, zumal die Riesen auch nicht wirklich klein zu kriegen sind. 

Mit der Besetzung war ich sehr zufrieden. Die beiden Hauptdarsteller kannte ich kaum, dafür waren die "Nebenrollen" ziemlich gut besetzt, mit Stanley Tucci, Ewan McGregor und Ian McShane. Sie passten alle ziemlich gut in ihre Rollen und konnten diese auch gut umsetzen.

Der Film ist ziemlich Fantasy-lastig. Wer also mit einem puren Action-Spektakel rechnet, wird wohl nicht ganz auf seine Kosten kommen. Er ist schon ziemlich beknackt und nicht wirklich realistisch angehaucht. 
Mir gefiel die phantastischere Umsetzung sehr gut. So boten sich auch einige sehr geile Bilder, zB mit der Ranke, oder wo sie dann die Welt der Riesen erreicht haben. Die Riesen selbst sind schon ... nett. Ich fand sie ziemlich eklig, vor allem den General mit seinen zwei Köpfen und daraus resultierenden zwei Wirbelsäulen. 
Die Welt der Riesen war auch ganz cool und wurde wohl mit viel Liebe zum Detail (und Wasserfällen) entworfen. 

Fazit:
Insgesamt wirkt er gut durchdacht, es gibt keine Plotfehler, von den beknackten Handlungen der Figuren einmal abgesehen. Ein Film mit vielen kleinen Details, Wendungen und coolen Tricks, die das ganze sehenswert und spannend machen.
Ein guter Film zum Abschalten, Ausklingen und Entspannen. Man sollte nicht mit zu hohen Erwartungen herangehen. Dennoch hat er einiges zu bieten und ist meiner Meinung nach eine gute Neuauflage des Märchens.

Viel Spaß beim Film schauen!

eure Maria

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