Dienstag, 12. November 2013

Rezension: "Basilikum mal anders" - Alexandra Kumer





Titel: Basilikum mal anders
Autor: Alexandra Kumer
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
Genre: Liebeskomödie
Seiten: 226
Preis: 9,99€









Der Klappentext:
Statt wie geplant mit Max vor den Traualtar zu treten, nimmt Samantha am Tag ihrer Hochzeit Reißaus und löst damit eine mittelschwere Katastrophe aus. Am schlimmsten trifft es ihre Mutter Rosemarie, die froh war, endlich auch die letzte ihrer vier Töchter unter der Haube zu wissen. Um den offensiven bis gefährlich verrückten Kuppelversuchen ihrer Mutter zu entfliehen, täuscht Sam einen Urlaub auf Sardinien vor. Sie nutzt die Atempause, um nach Graz zur italienischen Familie ihres Schwagers Francesco zu ziehen. Dort will sich Sam ihrer Gefühle klar werden. In Graz lernt Sam Marietta kennen, eine entfernte Verwandte Francescos, mit der sie sich blendend versteht. Doch auch Marietta ist der Meinung, dass es möglich sein muss, den richtigen Mann für Sam zu finden, und macht sich ans Werk. Als jedoch alle herkömmlichen Kuppelversuche scheitern, wendet sich Marietta ratlos an ihre sizilianische Großmutter. Die betreibt in ihrer Freizeit weiße Magie und ist natürlich sofort bereit, aus der Misere zu helfen. Sie schickt das Allheilmittel: Basilikumsamen. Einer Überlieferung zufolge sollen die Samen bei Vollmond nach einem bestimmten Ritual gepflanzt werden und die wahre Liebe wird ins Leben der Zielperson treten. Tatsächlich entwickeln sich die Samen prächtig, doch dann geschieht etwas, womit keiner gerechnet hat: Die Pflanze stirbt und selbst Mariettas Großmutter ist mit ihrem Latein am Ende. In Sams Heimat hat Rosemarie zwischenzeitlich herausgefunden, wo sich ihre Tochter befindet. Kurzerhand verbündet sie sich mit den Italienern und mit Sams Ex-Verlobten Max und schmiedet einen teuflischen Plan, um doch noch einen Schwiegersohn zu bekommen.

Die Rezension:
Die Autorin kenne ich seit ein paar Jahren persönlich und habe darauf gewartet, dass endlich ein Roman von ihr erscheint. Dies ist er nun, ihr Debüt-Roman und ich bin begeistert!

Es beginnt mit einer Hochzeit, einem verzweifelten Pfarrer und kurz darauf einem verlassenen Typen. Das ist doch schon mal ein netter Start und vor allem sehr witzig.
Danach stürzt sich Sam, die Protagonistin, allerdings in eine Lebenskrise. Sie verlässt kaum ihr Bett, igelt sich ein und will von der Welt nichts mehr wissen. Irgendwann wird es ihren Schwestern zu bunt und Sam wird fast dazu gezwungen etwas zu ändern. Kurzerhand zieht sie nach Graz, vor allem auch um ihrer kupplungswütigen Mutter zu entgehen, und beginnt in einer Pizzeria zu arbeiten. Dort lernt sie Marietta, Kollegin und neue beste Freundin, kennen. Das Ganze nimmt seinen Lauf und bald wird sie nicht einmal mehr in Graz vor Kupplungsversuchen sicher sein.

Mir gefiel Sam total! Ich mochte sie sehr gern und diese offene, lockere Art war sehr sympathisch. Allerdings waren mir ihre tiefen Depressionen zeitweise zu viel, zum Glück hielten sie nicht so lange an. Kurze Zeit später veranstaltete sie dann wieder etwas sehr dummer/ witziges.
Die Mama... Wie bereits erwähnt ist sie die Kupplerin schlechthin und hatte bisher bei drei Töchtern Erfolg, nur bei Sam noch nicht. Ihre Versuche treiben die Familie in den Wahnsinn, weshalb einhellig beschlossen wurde, dass Sam gehen musste, damit der Zirkus erst einmal aufhörte.
Marietta ist eine richtige Italienerin und scheint immer Chianti auf Vorrat zu haben. Ich mochte sie gern, sie passte auch gut zu Sam, da Mari ebenfalls sehr offen, aber auch direkter ist. Die beiden haben sich gut ergänzt.
Die Herren in der Runde, Max und Mark taten mir beide leid. Sie hatten einiges mit Sam durchmachen müssen und man wünschte ihnen eine einfache Lösung. Allerdings standen beide auch nicht immer im besten Licht da. Mal machten sie etwas sehr nettes, dann verbockten sie es wieder richtig. So war zumindest lange unklar, wen Sam nehmen würde, bzw wen der Leser bevorzugt.
Ach und Daumen hoch für Lili!

Allesamt sehr interessant und vor allem Sam entwickelt sich weiter. Sie lernt auf eigenen Beinen zu stehen und weiß am Ende auch was und wen sie will.
Sie sind alle gut nachvollziehbar und gut in Szene gesetzt. Hier und da vielleicht auch zu gut? Ich sag nur »Gewehrangriff«...

Das Buch ließt sich sehr schnell und bietet dem Leser viel Witz und Spannung. Manchmal ging es mir aber auch zu schnell, da wäre eine langsamere Erzählweise, vor allem gegen Ende, nicht schlecht gewesen.
Ansonsten aber ein gutes Ende, wenn, wie gesagt, etwas flott erzählt. Es geht wie gewohnt drunter und drüber, die Ereignisse überschlagen sich, aber irgendwie findet sich alles und jeder.

Fazit:
Ein wirklich gelungenes Debüt, dass ich wärmstens empfehlen kann! Es macht Spaß zu lesen und ist locker leichte Unterhaltung für Zwischendurch. Es erzählt über die Liebe und den Wahnsinn, dem manch Mutter nahe kommt, wenn sie ihre Kinder unter die Haube bringen will.


4,5 von 5 Sternen von mir!

eure Maria

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