Dienstag, 26. November 2013

Veröffentlichung "Von tausend Schatten"

Sie sind da! Sie sind da! Sie sind da! 
Endlich sind die Bücher da und können beim Herausgeber bestellt werden!


Titel: Von tausend Schatten
Thema: Sucht und Obsession

ISBN: 978-3-00-043620-8
Preis: 9,90€



Cover von Barbara Sedderz

Beschreibung: 
Menschen. Wir begegnen ihnen täglich, zufällig oder geplant. Doch wissen wir wirklich, wie es in ihnen aussieht? Was ist wahr, was ist Scharade? Was ist sichtbar, was liegt im Schatten?

Für diesen Band haben zehn Autorinnen und Autoren hinter die Fassaden und Mauern von Menschen geblickt. Haben fiktive Leben beschrieben, reale nachgezeichnet - oder aber das Bild des Menschen, den sie im Spiegel sehen. Eines ist allen gemein: Sie sind auf der Suche. Sei es nach Erlösung, nach Trost oder Vergessen; nach Stärke, Bestätigung oder einfach nach sich selbst.

Die vierzehn Geschichten erzählen davon, wie viel Kraft es kostet, Fassaden aufrechtzuerhalten, bis sie bröckeln; wie es ist, Masken zu tragen, bis sie heruntergerissen werden; erzählen von den Abgründen aus Süchten und Obsessionen. Von tausend Schatten.  

Mit dabei sind:
Adrian Alexander
Alfred Berger (Herausgeber)
Christiane Gemmer
Claudia Kociucki
Eugenia Toledo
Jochen Ruscheweyh
Laura Lulu Bolz
Maria Engels
Naviv la Mince
Vincent Vyske  

Die Anthologie kann inzwischen bei von1000schatten@web.de bestellt werden.

Wer noch ein bisschen stöbern will, ist herzlich eingeladen, sich durch unsere Facebook-Seite zu klicken.

Wir wünschen viel Spaß mit den Gesichten und den Blicken hinter die Fassade!

Montag, 25. November 2013

Rezension: "Der Palast des Poseidon - Chroniken der Weltensucher" - Thomas Thiemeyer

entnommen bei loewe-verlag.de




Titel: Chroniken der Weltensucher – Der Palast des Poseidon
Autor: Thomas Thiemeyer
Genre: High Fantasy / Steampunk
Verlag: Loewe
Seiten: 472
Preis: 17,90€



→ Rezi zu »Der Atem des Teufels«







Der Klappentext:
Ein griechisches Frachtschiff kämpft sich durch die schwere See vor der Inselgruppe Santorin. Steuerbord leitet der Leuchtturm von Therasia den Kapitän sicher durch die tückische Meeresströmung zwischen den beiden Hauptinseln Thera und Therasia. Doch plötzlich blinkt das Leuchtfeuer nicht mehr rechts, sondern links vom Bug des Schiffes, dann wieder rechts, dann sind auf einmal zwei Lichter zu sehen. Als würden die feurigen Augen von Skylla, dem Ungeheuer, über das Meer blicken. Und dann erhebt sich ein riesiger Fangarm mit eisernen Klauen und umklammert das Schiff.
Kurz darauf ist der Frachter verschwunden. Spurlos. Wie schon etliche Schiffe zuvor, die diese Stelle kreuzten.
Nur wenige Wochen nach seiner aufsehenerregenden Rückkehr aus der Stadt der Regenfresser nimmt Carl Friedrich Donhauser, genannt Humboldt, den Auftrag an, nach den verschwundenen Schiffen zu suchen. Zu diesem Zweck chartert er das modernste Forschungsschiff seiner Zeit, die Calypso, und damit eine der aufregendsten Erfindungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts: die erste Bathysphäre der Welt, eine Tauchkugel, die es möglich macht, sich mehrere Stunden unter Wasser aufzuhalten. Aber dann müssen Humboldt und seine Gefährten viel länger unter der Wasseroberfläche bleiben als geplant. Mehr als 300 Meter unter dem Meer machen sie eine unglaubliche Entdeckung ...

Die Rezension:
Nachdem ich den ersten Teil gelesen und den Titel des Zweiten gesehen habe, musste ich ihn einfach haben! Und er hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen!

Humboldt hat seine Arbeit für die Universität aufgegeben und wartet nun auf Auftraggeber und neue Abenteuer. Zu seinem Glück muss er nicht lange warten. Im Mittelmeer verschwinden Schiffe und angeblich soll ein riesiger Krake dahinter stecken. Doch der Kapitän, der einen Vorfall überlebte und davon berichtete, soll betrunken gewesen sein, was seine Aussage nicht mehr wirklich glaubwürdig macht. Humboldt will der Sache dennoch nachgehen und begibt sich mit Oskar und den anderen nach Griechenland. Dort finden sie nicht nur den Kraken, sondern ein Geheimnis, dass vor ihnen noch nie ein Mensch gesehen, bzw. überlebt hat.

Die Charaktere haben sich kaum zum ersten Buch verändert.
Humboldt ist ein Abenteurer, wie er im Buche steht und hat vor scheinbar nichts und niemandem Angst.
Oskar ist immer noch nicht so ganz von der Abenteurer-Sache überzeugt und würde wohl lieber weiterhin über sie lesen.
Charlotte ist da ein wenig abenteuerlustiger und schlägt ganz nach Humboldt. Sie erfindet, tüftelt und bringt sogar Wilma, einen Kiwi, zum Sprechen. Auch wird klar, dass sie für Oskar mehr empfindet, als nur Freundschaft. Sie reagiert zunehmend verschnupft, als Océanne sich an Oskar heran macht.
Die Französin ist die Tochter eines Schiffbauers und ebenfalls eine Erfindern. Sie und ihr Vater bilden einen wichtigen Teil der Truppe. Zudem würde es ohne sie die Nautilus, eine Tauchkugel, gar nicht geben. Die beiden sind sehr offen und sympathisch, mit einem Hauch Wahnsinn dahinter. Sie passen sehr gut zu der Abenteurergemeinschaft.
Der Norweger, wie er genannt wird, ist eine Marke für sich, Er ist ein Auftragsmörder, der nun auf Humboldt angesetzt wurde. Er ist der Gruppe dicht auf den Fersen, doch scheint Humboldt ihm immer einen Schritt voraus zu sein. Er ist eiskalt, recht erfolgreich und bildet einen würdigen Gegner mit dem es nicht so schnell langweilig wird.

Es war wieder sehr spannend mit der Truppe und das nicht nur wegen des Verfolgers. Sie bilden eine interessante Konstellation, die gut miteinander agiert und sehr real wirkt. Leider gibt es sie nicht im echten Leben, sonst hätte ich wohl schon längst an Humboldts Tür geklopft.

Die Ideen waren wieder genial und haben den ersten Band meiner Meinung nach sogar um einiges übertroffen. Diesmal kommt auch wesentlich mehr Mechanik und Dampfkraft vor als vorher, was das ganze wesentlich steampunkiger macht und den ein oder anderen sicher auch noch mal freut.

Eigentlich will ich auch gar nicht noch mehr verraten, weil die Ideen ziemlich genial sind und jeder Leser das selbst entdecken sollte. Aber um es mal zusammen zu fassen: Den Palast und den Kraken gibt es wirklich, nur etwas anders als gedacht. Neben der Nautilus erscheint auch noch ein mechanischer Mensch, was es aber mit ihm und all dem anderen auf sich hat und wie alles miteinander zusammen hängt, das musst du jetzt selber herausfinden.

Der Stil: Wo der erste Band sich teilweise sprunghaft oder zu schnell erzählt anfühlte, ist davon im Zweiten nichts mehr zu spüren. Es geht stetig mit gutem Tempo voran und die Spannung hält ebenfalls bis zum Ende. Es ist schön geschrieben und der Autor nimmt sich wieder die Zeit seine Ideen bzw Erfindungen zu beschreiben.
Es ist sehr detailreich und zum Anfassen beschrieben, wie der Leser mit Humboldt auf den Grund des Meeres taucht. So steckt man laufend zwischen Staunen und Spannung.
Meiner Meinung nach hat sich der Autor mit der Stadt unter dem Meer selbst übertroffen.

Das Ende kam leider recht früh, ich wäre gern noch länger in der Tiefe geblieben. Ansonsten war es aber klasse gemacht. Sehr spannend und nervenaufreibend erzählt. Mir gefiel die Lösung richtig gut und passte auch super ins Buch.

Der Band lässt sich auch ohne Vorkenntnisse gut lesen. Es sind in sich größtenteils geschlossene Handlungen, die von immer anderen Abenteuern berichten. Ich würde aber auch »Die Stadt der Regenfresser« empfehlen. Es ist anders und beinhaltet ebenfalls tolle Ideen und Schauplätze, wie »Der Palast des Poseidon«.

Fazit:
Ein geniales Buch, spannend erzählt mit genialen Ideen. Die Stadt, die Leute, die Erfindungen: Es passt einfach alles und macht Spaß beim Lesen.
Eine Leistung die schwer zu toppen ist. Ich bin dennoch auf den nächsten Band gespannt und freue mich darauf, was sich der Autor da wieder ausgedacht hat!
Klare Leseempfehlung!

5 von 5 Sternen!

eure Maria

Montag, 18. November 2013

Rezension: "Sonea - Die Hüterin" - Trudi Canavan

entnommen bei weltbild.de






Titel: Sonea – Die Hüterin
Autor: Trudi Canavan
Genre: High Fantasy
Verlag: Penhaligon
Seiten: 574
Preis: 19,95€










Der Klappentext:
Die Rückkehr der schwarzen Magierin
Trudi Canavan kehrt dorthin zurück, wo ihr Aufsehen erregender Erfolg begann – zu Sonea und der Gilde der Schwarzen Magier!
 
Zwanzig Jahre sind seit den Ereignissen in der Trilogie „Die Gilde der Schwarzen Magier” vergangen. Auf Wunsch der Gilde hat Sonea nur einem einzigen Magier das Geheimnis der Schwarzen Magie offenbart. Doch sie ist nicht glücklich mit der Wahl, die die Gilde dafür getroffen hat. Kallen ist zwar ein ehrenhafter, aber auch ein harter und zu schnell urteilender Mann. Vielmehr sorgt Sonea sich allerdings um ihren Sohn. Lorkin hat gerade die Abschlussprüfung hinter sich gebracht und brennt jetzt darauf, sich zu beweisen. Daher begleitet er den Botschafter der Gilde nach Sachaka, wo den Magiern Kyralias immer noch unzählige Gefahren drohen. Und tatsächlich verschwindet Lorkin eines Tages ohne ein Wort der Erklärung. Sonea ist beunruhigt, doch sie kann sich nicht einmal an der Suche nach Lorkin beteiligen. Denn in Kyralias Unterwelt tobt ein Krieg, in den auch Magier verwickelt zu sein scheinen – und der alles, was in den Jahren des Friedens aufgebaut wurde, gefährdet ... 


Die Rezension:
Am Anfang war ich skeptisch. Was ich von der Reihe halten sollte. »Die Gilde der Schwarzen Magier« habe ich regelrecht verschlungen und zu »Sonea« hatte ich eher negative Meinungen gehört. Mein Freund hatte mir das Buch geschenkt und nach einer Weile habe ich mich endlich dazu durchgerungen es auch zu lesen.

Zuerst wurden die verschiedenen Handlungsebenen vorgestellt. Es gibt ein Wiedersehen mit Sonea, Cery und den anderen. In der Gilde passiert erst noch nicht allzu viel, dafür geht in der Stadt ein Jäger um, der es auf die Diebe abgesehen hat und bereits Erfolge verbuchen konnte. Cery muss nun noch mehr auf sich aufpassen, als normalerweise. Als er sich dann mit einem anderen Dieb trifft, wird seine Familie getötet. Zeit sich mit Sonea zu treffen und Entscheidungen zu fällen.
De Stimmung unter den Magier ist angespannt, nicht nur wegen den Schwarzmagiern und den Sachakanern, sondern auch wegen den Stammesunterschieden in der Gilde. Inzwischen sind auch Nichtadlige zugelassen, was zu vielen Konflikten führt, vor allem was das Thema Gesetzesgleichheit anbelangt.

Sonea wie sie leibt und lebt. Ich war froh, dass sie wieder dabei war und nicht nur die Rolle einer unbedeutenden Randfigur einnimmt. Sie taucht recht oft auf, allerdings erfährt der Leser nicht allzu viel neues. Sie ist unzufrieden mit ihrer Situation, da sie die Gilde nicht ohne Erlaubnis verlassen darf. Zudem arbeitet sie in der Stadt als Heilerin und sieht beinahe täglich, was Feuel (eine Droge) mit den Menschen macht – nur schreitet die Gilde nicht ein. Dazu noch die Sorge um Cery – der eine wilde Magierin jagt – und ihren Sohn, der sich in den Kopf gesetzt hat, nach Sachaka reisen zu müssen.
Sonea ist erwachsen geworden, aber es hat sich nicht allzu viel verändert. Der Leser wird dennoch Spaß haben, alte und neue Facetten zu entdecken.
Kommen wir zu Lorkin. Vor ihm hatte ich am meisten Angst, immerhin ist er die Hauptperson. Aber er ist ganz Soneas Sohn und wesentlich besser gestaltet, als erwartet. Er hat sich freiwillig gemeldet, um Dannyl nach Sachaka zu begleiten. Sein Hauptanliegen ist Magie. Er will alte, verlorene Magie finden und sie, wenn möglich, nutzbar machen. Er ist sehr stur, vertritt aber damit auch oft die »richtige« Position. Er wirkt auf mich erst wie ein Fremdkörper, aber irgendwann gewöhnte ich mich an ihn und mochte ihn ganz gern.
Mir gefiel gut, dass auch andere aus der ersten Reihe auftraten, wie Dannyl, Rothen und Cery. Allerdings hätte ich auf Regin verzichten können. Ich mochte ihn damals nicht und mag ihn auch jetzt nicht. Aber immerhin hat er sich gebessert und ist nicht mehr ganz so unausstehlich wie vorher.

Ansonsten waren die Charaktere gewohnt gut, dass es auch wieder Spaß gemacht hat, mit ihnen alles zu erleben. Es wurde nie langweilig, was wohl auch am Schreibstil der Autorin liegt. Sie schreibt sehr klar, aber auch detailreich. Nur wirkt es nie überladen oder unpassend. Es liest sich schnell, wozu auch die ausgezeichnete Verflechtung der Handlungsebenen beiträgt. Die Autorin schafft es, die Handlungsebenen parallel laufen zu lassen, mit Wechseln, die zur Spannung beitragen. Die Sprünge zwischen den Strängen sind sehr gut gewählt und so fühlt es sich sehr fließend an, statt zerstückelt. Die Wechsel bringen einen nicht groß raus und wirken auch nicht störend. Das Interesse des Lesers wurde immer weiter geschürt, ohne dass es langweilig wurde.

Das Ende bildete einen gelungenen Höhepunkt, wenn es auch sehr offen war. Auf beiden Seiten kam es zum Finale. Die Wendung war unerwartet, wenn auch der Rest dadurch wieder etwas offensichtlicher wurde. Aber die Verwicklung war ganz cool und es war schön festzustellen, wie blind man beim Lesen ist.
Lorkins Finale war nicht ganz so spektakulär, aber ebenfalls ganz cool gemacht. Ich mochte seine Entscheidungen und es war auch gut aufgezogen. Ich bin gespannt, was noch passiert.

Für das Verständnis wäre es an manchen Stellen ganz gut, die Reihe »Die Gilde der Schwarzen Magier« gelesen zu haben, aber es ist kein Muss. Wer allerdings vorhat die andere Reihe noch zu lesen, der sollte chronologisch vorgehen, da einiges gespoilert wird. Dennoch ist das Vorwissen nicht notwendig und »Sonea« lässt sich unabhängig davon lesen.

Fazit:
Das Buch war besser, als erwartet und hält was der Name »Trudi Canavan« verspricht. Es war schön, wieder etwas von Sonea zu lesen und die Veränderungen Kyralias zu sehen.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der »Die Gilde der Schwarzen Magier« kennt, oder Lust auf einen High Fantasy-Roman mit Magiern und Dieben hat.
Der nächste Band steht schon auf der Wunschliste!

Von mir 4 von 5 Sternen.



eure Maria

Samstag, 16. November 2013

Filmkommentar: "Snow White & the Huntsman"






Titel: Snow White & the Huntsman

Genre: Fantasy, Märchen
Darsteller: Charlize Theron, Chris Hemsworth, Kristen Stewart
Länge: 127 Minuten









Auch wenn der Film bereits schon eine Weile draußen ist, hat er etwas an sich, dass ich ihn immer wieder sehen muss. 

Die Handlung...
... ist ähnlich wie im Märchen, aber nur was grobe Details anbelangt. Jäger, Prinz, Zwerge, böse Stiefmutter, toter Vater und Apfel sind alle untergebracht, aber schon etwas anders miteinander verbunden, was dem klassischen Märchen einen frischen Anstrich verpasst. 
Snow White wird im Palast gefangen gehalten und nutzt dann ihre Chance, auszubrechen. Dank eines plötzlich aufgetauchten weißen Pferdes schafft sie es dann in den Wald, wo sie allerdings von den Häschern und dem, kürzlich zu Rate gezogenen, Huntsman gesucht wird. Als er sie findet, entscheidet er sich spontan um und hilft ihr bei der Flucht. Kurze Zeit später treffen sie auf die Zwerge und Snow White wird sich immer bewusster, dass sie Ravenna, die Stiefmutter, aufhalten bzw. töten muss. Dazu braucht sie Hilfe, wenn möglich mehr als acht Mann. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu William, dem "Prinzen" und erleben dabei so einiges.

Schade fand ich, dass es hier und da einige Handlungsfehler gibt, oder mehr so Fakten, die nicht wirklich zusammen passen. Warum ziehen sie den Huntsman hinzu, wenn sie dann sowieso allein durch den Wald laufen? Wo kommt das Pferd her? Und ähnliche Sachen, die einen evtl. stutzig machen. 

Dafür hat der Film einige sehr schöne Fantasy-Elemente zu bieten, wie z.B. das Feenreich oder auch den verbotenen Wald. Beides weckt in mir den Drang zu schreiben. Nach dem Film, und speziell diesen beiden Szenen, bin ich immer sehr motiviert. Auch habe ich ihn recht oft gesehen, als ich Neela geschrieben habe. Danach lief es praktisch von allein.
Aber auch so gefielen mir die Bilder sehr gut, die Macher zeigten Liebe zum Detail, bei allem, was sie darstellten. Insgesamt viele gute Ideen und ein sensationeller Spiegel. Das war wirklich mal etwas anderes und richtig cool. 

Auch die Musik hat mich nachhaltig beeinflusst. Bei "Breath of Life" von Florence + the Machine bekomme ich immer wieder Gänsehaut und sehe die Männer in die Schlacht reiten. Auch jetzt noch höre ich den Score sehr gern und fand ihn auch im Film immer sehr stimmungsvoll und passend gewählt. 

Tja ja, die Schauspieler. Ich muss sagen, dank Kristen Stewart wollte ich ihn erst nicht sehen, diese Frau ist einfach nicht die beste Schauspielerin und schon gar keine Snow White. Aber was solls. Chris Hemsworth hat das dann noch retten können und die Zwerge trösten schnell über die Unfähigkeit manch anderer hinweg. Die Besetzung war in Ordnung, wenn auch Snow White jemand anders hätte sein sollen, da hatte ich zu oft die tollpatschige Bella im Kopf. Was ich manchmal recht schade fand, waren die doofen Dialoge. Nicht oft aber ab und an schlich sich da ein beknackter Kommentar ein, der mich ziemlich rausbrachte. Die passten auch nicht immer zu den Charakteren, über die der Zuschauer leider recht wenig, oder nur das Nötigste erfuhr. Auch war mir die Rede vom Huntsman vorm Finale ein wenig zu sentimental, aber na ja, kann man ja überspringen. ;) 
Jetzt hätte ich fast die böse Königin vergessen. Charlize Theron hat das wirklich sehr gut rüber gebracht, da gefielen mir sowohl Charakter als auch Besetzung. Ravenna ist ein sehr starker Gegner, der auch mal tief blicken lässt. Für die einen mag sie dadurch schwächer werden, ich fand es aber ein gelungenes Gesamtpaket.

Fazit:
Der Film bietet viel Action, Spannung, schöne Musik, geniale Bilder und tolle Ideen. Es macht Spaß ihn zu sehen, wenn man sich erstmal mit Kristen Stewart abgefunden hat. Hier und da kleinere Mängel, bei denen man auch mal beide Augen zudrücken muss. Dennoch sehenswert, zumal auch nicht sehr rumgeschmachtet wird, sondern die Revolution im Vordergrund steht. 
Ich freue mich schon auf das nächste Mal und werde jetzt erstmal schreiben gehen. ;)

Viel Spaß beim Film Schauen! 

eure Maria

Freitag, 15. November 2013

Rezension: "Heaven - Stadt der Feen" - Christoph Marzi

entnommen bei weltbild.de






Titel: Heaven – Stadt der Feen
Autor: Christoph Marzi
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Arena
Seiten: 358
Preis: 7,99€










Der Klappentext:
London - das ist seine Stadt. Und über den Dächern von London - dort hat David sein zweites Zuhause gefunden. Hier oben kann er den Schatten der Vergangenheit entfliehen. Bis er eines Tages auf ein Mädchen trifft, das alles auf den Kopf stellt, woran er bisher geglaubt hat. Ihr Name ist Heaven. Sie ist wunderschön. Und sie behauptet, kein Herz mehr zu haben. Ehe David begreifen kann, worauf er sich einlässt, sind sie gemeinsam auf der Flucht. Und sie werden nur überleben, wenn sie Heavens Geheimnis lüften.
Christoph Marzi erzählt mitreißend - Urban Fantasy vom Feinsten!

Die Rezension:
Den Autor habe ich eher durch Zufall entdeckt, als ich mit meinem Freund im Buchladen war. Dort habe ich mir dann »Lydicas« (auch von Christoph Marzi) gekauft und kurz darauf »Heaven« bestellt. Ich wollte dann doch lieber erst etwas kurzes von ihm lesen.

Die Geschichte ist ziemlich skurril und so beginnt sie auch. Einem Mädchen wird das Herz aus der Brust geschnitten. Aber statt zu sterben, steht sie wieder auf und rennt davon. Kurze Zeit später trifft sie dann auf David. Über den Dächern von London begegnen sie sich. Heaven ist aufgewühlt und völlig fertig mit den Nerven. David ist auf dem Weg zu einem Kunden und hat eigentlich keine Zeit für dieses verrückte Mädchen. Sie erzählt ihm ihre Geschichte, die so unglaubwürdig ist, dass David Heaven lieber stehen lassen würde. Nach einigem Hin und Her hat er ein Einsehen und nimmt sie mit sich. Nachdem sie das Buch abgeliefert haben, machen sie sich auf ins Krankenhaus. Dort wird David endlich klar, dass Heaven doch nicht verrückt ist und ihr tatsächlich das Herz gestohlen wurde. Gemeinsam fliehen sie vor dem Herzdieb, der inzwischen wieder die Verfolgung ausgenommen hat.

David ist von zu Hause abgehauen und versucht sich seitdem in London durchzuschlagen. Er hat einiges hinter sich, auf das er nicht gerade stolz ist. Eine Buchverkäuferin nimmt ihn bei sich auf und er erkennt die Chance, die sie ihm damit bietet. Er ist ganz zufrieden mit seinem Leben und hält sich von seinen früheren Freunden so fern wie möglich. Mir gefiel es ganz gut, da er seine Fehler etc eingesehen hat und mit seiner Vergangenheit nichts mehr zu tun haben will. Er ist ein sympathischer junger Mann, den der Leser schnell versteht und der nachvollziehbar ist.
Heaven hat meines Erachtens nach zwei Gesichter, oder eher zwei Leben. Zum einen ist sie sehr ruhig, zurückhaltend, uninteressiert. Zum anderen brennt sie quasi vor Leidenschaft, wenn es um Sterne geht, ist offen und erzählt viel und gern. Ihr Leben ist sowohl trist, als auch bunt und so gestalten sich auch ihre Lebensräume. Seit sie eine Waise ist, hat sie sich sehr in sich zurück gezogen, ein Refugium geschaffen und damit auch ein neues Ich. Sie ist von den beiden wohl der vielschichtigere Charakter.

Beide sind ganz gut gemacht, interessant beschrieben und alles andere als farblos. Sie sind manchmal ein wenig schwer zu fassen, dann wieder sehr offen dargelegt. Der Leser erfuhr so einiges über die beiden. Auch ihre Beziehung zueinander ist ganz cool, sie geht nicht zu schnell zu weit. Aber die beiden nähern sich immer weiter an, versuchen die Zeit zu nutzen, haben aber auch Angst vor dem Ende.

Der Schreibstil gefiel mir nicht so ganz. Zum einen ist der Stil flüssig, recht … na ja... einfach oder normal, doch dann packt der Autor Bilder hinein, die zwar wunderschön sind, mich aber auch oft aus der Geschichte warfen. Ich habe es einfach nicht erwartet, konnte mich auch bis zum Ende nicht daran gewöhnen. Die Sprache passte nicht so ganz zu David, was vielleicht auch dazu bei trug, dass es unpassend wirkte. Dennoch sind die Bilder wunderschön. Sie passten zu Heaven und wirkten verklärt-märchenhaft. Aber zu David passten sie nicht.

Die Verstrickungen sind ganz cool. Der Leser wird ganz schön hin und her geführt, was an der Flucht aber auch an der Frage lag, wer der Auftraggeber war.
Der Gegenspieler gefiel mir auch gut. Er war recht stark und kein leichter oder langweiliger Gegner. Der Mörder ließ nicht locker und der Leser hatte das Gefühl, dass es wirklich keine Sicherheit gibt.

Die Verbindung der Geschichte mit dem Mörder und den Fantasy-Elementen ist aber auf jeden Fall gelungen. Auch das Loch im Nachthimmel war eine geniale Idee, vor allem als noch ein zweiter Fall auftauchte. Das war mal was anderes, auch wenn die Antwort manch einem Leser vielleicht zu einfach war.

Das Ende war ganz okay. Es hat mich nicht vom Hocker gehauen, aber die Endlösung gefiel mir dann doch ganz gut. Auch das nicht allzu viel offen blieb und das Ende hier auch wirklich mal ein Ende darstellte, war mal eine nette Abwechslung zu den sonst so offenen Enden. Ich hätte mir einen anderen Ausgang ebenso vorstellen können und somit war es gut, dass es immer mehrere End-Möglichkeiten gab.

Fazit:
Ein gutes Buch, das ich gern gelesen habe. Ich glaube von Christoph Marzi wird noch einiges in meinem Regal landen.
Der Roman bietet Urban Fantasy, Action, einen kleinen Krimi, Liebe und ist schön zu lesen. Es ist spannend, ein wenig verklärt, und zeigt wie weit man für jemand fremdes gehen kann.


3,5 von 5 Sternen von mir.

eure Maria

Donnerstag, 14. November 2013

Filmkommentar: "10 Dinge, die ich an dir hasse"






Titel: 10 Dinge, die ich an dir hasse

Genre: Liebeskomödie, Teeniefilm
Darsteller: Heath Ledger, Julia Stiles, Joseph Gordon-Levitt
Länge: 93 Minuten






Tja, wer kennt ihn nicht. Es ist wohl einer der Teeniefilme schlechthin. Allein schon wegen Heath Ledger und Julia Stiles ein Muss. 
Nach langer Zeit ergriff mich mal wieder das Bedürfnis diesen Film zu sehen. Er ist leicht verdaulich, witzig und mit dieser Shakespeare-Adaption kann man nichts falsch machen. 

Die Handlung...
... ist recht einfach: Zwei Schwestern - Bianca ist das typische Blondchen, das unbedingt ausgehen und Spaß haben will, Kat eine richtige Zicke, der egal ist, was irgendjemand von ihr hält - die vor allem eine Regel befolgen sollen: Kein Date vor dem Abschluss! Für die eine kein Thema, für die andere das schlimmste überhaupt. Irgendwann wird die Regel abgeändert und Bianca darf ein Date haben - wenn Kat eines hat. Sollte einfach sein, nur leider gibt es keinen einzigen Typen an der High School, der mit der Oberzicke ausgehen will. Oder doch? Mit ein bisschen Hin und Her und einer Stange Geld, findet sich einer, Patrick, der Kat ausführt. Aber ist es wirklich nur das Geld?
Bleibt die Frage, mit wem Bianca ausgeht. Zum einen ist da Cameron, der eingefädelt hat, dass Joe Patrick Geld gibt, damit dieser Kat ausführt und der Weg zu Bianca frei ist. Cameron ist total verknallt und hofft nun auf eine Chance, die allerdings an Joe scheitert. Er ist der andere und ebenfalls an Bianca interessiert. Leider beruht das auf Gegenseitigkeit. Oder doch nicht? Vielleicht wäre Cameron ja doch die bessere Wahl für Bianca.
Das Hin und Her nimmt seinen Lauf.

Fazit:
Ich liebe diesen Film, seit ich ihn das erste Mal gesehen habe und kann ihn nur weiter empfehlen. Er macht gute Laune und man kommt aus dem Lachen nicht mehr raus.
Er mag ein wenig alt sein, was z.B. deutlich an den Klamotten zu sehen ist, allerdings ist er alles andere als eingestaubt. Wer die Komödie von Shakespeare kennt, auf der der Film beruht, wird ebenfalls seine Freude haben und einige Parallelen erkennen. 
Die Musik ist auch gut gewählt, vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber ich fand, dass sie sehr gut zum Film und zu den jeweiligen Stellen passte, was ziemlich beeindruckend ist, da ohne Instrumentalmusik gearbeitet wurde.   
Die Charaktere, sowie Pointen sind genial, manchmal auch ziemlich beknackt, allen voran aber sehr komisch. Kat und Patrick haben es mir sofort angetan, die beiden miteinander und Kat's blöde Sprüche sind mit das beste an dem Film. Sie reagiert einfach nicht so wie erwartet und auch bei Pat ist nicht ganz klar, was ihn jetzt antreibt. 

Alles zusammengenommen ein wirklich gelungener Film, nicht nur für Teenager sehenswert!
Und wer immer noch keinen Anreiz hat: Ich sag nur Heath Ledger!

Viel Spaß beim Film schauen ;)

Dienstag, 12. November 2013

Rezension: "Basilikum mal anders" - Alexandra Kumer





Titel: Basilikum mal anders
Autor: Alexandra Kumer
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
Genre: Liebeskomödie
Seiten: 226
Preis: 9,99€









Der Klappentext:
Statt wie geplant mit Max vor den Traualtar zu treten, nimmt Samantha am Tag ihrer Hochzeit Reißaus und löst damit eine mittelschwere Katastrophe aus. Am schlimmsten trifft es ihre Mutter Rosemarie, die froh war, endlich auch die letzte ihrer vier Töchter unter der Haube zu wissen. Um den offensiven bis gefährlich verrückten Kuppelversuchen ihrer Mutter zu entfliehen, täuscht Sam einen Urlaub auf Sardinien vor. Sie nutzt die Atempause, um nach Graz zur italienischen Familie ihres Schwagers Francesco zu ziehen. Dort will sich Sam ihrer Gefühle klar werden. In Graz lernt Sam Marietta kennen, eine entfernte Verwandte Francescos, mit der sie sich blendend versteht. Doch auch Marietta ist der Meinung, dass es möglich sein muss, den richtigen Mann für Sam zu finden, und macht sich ans Werk. Als jedoch alle herkömmlichen Kuppelversuche scheitern, wendet sich Marietta ratlos an ihre sizilianische Großmutter. Die betreibt in ihrer Freizeit weiße Magie und ist natürlich sofort bereit, aus der Misere zu helfen. Sie schickt das Allheilmittel: Basilikumsamen. Einer Überlieferung zufolge sollen die Samen bei Vollmond nach einem bestimmten Ritual gepflanzt werden und die wahre Liebe wird ins Leben der Zielperson treten. Tatsächlich entwickeln sich die Samen prächtig, doch dann geschieht etwas, womit keiner gerechnet hat: Die Pflanze stirbt und selbst Mariettas Großmutter ist mit ihrem Latein am Ende. In Sams Heimat hat Rosemarie zwischenzeitlich herausgefunden, wo sich ihre Tochter befindet. Kurzerhand verbündet sie sich mit den Italienern und mit Sams Ex-Verlobten Max und schmiedet einen teuflischen Plan, um doch noch einen Schwiegersohn zu bekommen.

Die Rezension:
Die Autorin kenne ich seit ein paar Jahren persönlich und habe darauf gewartet, dass endlich ein Roman von ihr erscheint. Dies ist er nun, ihr Debüt-Roman und ich bin begeistert!

Es beginnt mit einer Hochzeit, einem verzweifelten Pfarrer und kurz darauf einem verlassenen Typen. Das ist doch schon mal ein netter Start und vor allem sehr witzig.
Danach stürzt sich Sam, die Protagonistin, allerdings in eine Lebenskrise. Sie verlässt kaum ihr Bett, igelt sich ein und will von der Welt nichts mehr wissen. Irgendwann wird es ihren Schwestern zu bunt und Sam wird fast dazu gezwungen etwas zu ändern. Kurzerhand zieht sie nach Graz, vor allem auch um ihrer kupplungswütigen Mutter zu entgehen, und beginnt in einer Pizzeria zu arbeiten. Dort lernt sie Marietta, Kollegin und neue beste Freundin, kennen. Das Ganze nimmt seinen Lauf und bald wird sie nicht einmal mehr in Graz vor Kupplungsversuchen sicher sein.

Mir gefiel Sam total! Ich mochte sie sehr gern und diese offene, lockere Art war sehr sympathisch. Allerdings waren mir ihre tiefen Depressionen zeitweise zu viel, zum Glück hielten sie nicht so lange an. Kurze Zeit später veranstaltete sie dann wieder etwas sehr dummer/ witziges.
Die Mama... Wie bereits erwähnt ist sie die Kupplerin schlechthin und hatte bisher bei drei Töchtern Erfolg, nur bei Sam noch nicht. Ihre Versuche treiben die Familie in den Wahnsinn, weshalb einhellig beschlossen wurde, dass Sam gehen musste, damit der Zirkus erst einmal aufhörte.
Marietta ist eine richtige Italienerin und scheint immer Chianti auf Vorrat zu haben. Ich mochte sie gern, sie passte auch gut zu Sam, da Mari ebenfalls sehr offen, aber auch direkter ist. Die beiden haben sich gut ergänzt.
Die Herren in der Runde, Max und Mark taten mir beide leid. Sie hatten einiges mit Sam durchmachen müssen und man wünschte ihnen eine einfache Lösung. Allerdings standen beide auch nicht immer im besten Licht da. Mal machten sie etwas sehr nettes, dann verbockten sie es wieder richtig. So war zumindest lange unklar, wen Sam nehmen würde, bzw wen der Leser bevorzugt.
Ach und Daumen hoch für Lili!

Allesamt sehr interessant und vor allem Sam entwickelt sich weiter. Sie lernt auf eigenen Beinen zu stehen und weiß am Ende auch was und wen sie will.
Sie sind alle gut nachvollziehbar und gut in Szene gesetzt. Hier und da vielleicht auch zu gut? Ich sag nur »Gewehrangriff«...

Das Buch ließt sich sehr schnell und bietet dem Leser viel Witz und Spannung. Manchmal ging es mir aber auch zu schnell, da wäre eine langsamere Erzählweise, vor allem gegen Ende, nicht schlecht gewesen.
Ansonsten aber ein gutes Ende, wenn, wie gesagt, etwas flott erzählt. Es geht wie gewohnt drunter und drüber, die Ereignisse überschlagen sich, aber irgendwie findet sich alles und jeder.

Fazit:
Ein wirklich gelungenes Debüt, dass ich wärmstens empfehlen kann! Es macht Spaß zu lesen und ist locker leichte Unterhaltung für Zwischendurch. Es erzählt über die Liebe und den Wahnsinn, dem manch Mutter nahe kommt, wenn sie ihre Kinder unter die Haube bringen will.


4,5 von 5 Sternen von mir!

eure Maria

Dienstag, 5. November 2013

Rezension: "Die Flüsse von London" - Ben Aaronovitch

entnommen bei dtv.de





Titel: Die Flüsse von London
Autor: Ben Aaronovitch
Genre: Fantasy/ Krimi
Verlag: dtv
Seiten: 478
Preis: 9,95€









Der Klappentext:
Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung fürs Magische. Was seinen Vorgesetzten nicht entgeht. Auftritt Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands. Er wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Ein Mord in Covent Garden führt den frischgebackenen Zauberlehrling Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand. 
»Mein Name ist Peter Grant. Ich bin seit Neuestem Police Constable und Zauberlehrling, der erste seit fünfzig Jahren. Mein Leben ist dadurch um einiges komplizierter geworden. Jetzt muss ich mich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin herbeiführen, Leichen in Covent Garden ausgraben. Ziemlich anstrengend, kann ich Ihnen sagen – und der Papierkram!«

Die Rezension:
Also um ehrlich zu sein... Ich wollte das Buch ursprünglich nicht lesen, sondern »Ein Wispern unter Baker Street«. Nur leider ist das ja der dritte Band der Reihe, also musste der Erste her, immerhin wollte ich ja wissen, wie Peter zu seiner Tätigkeit als Zauberlehrling kam. Und ich muss sagen … Ich bereue das Warten nicht!

Alles beginnt mit einem Mord. Einem Mann wird der Kopf abgeschlagen. Kennt man ja... Zumindest kommt es dem Leser so vor, da die Beschreibungen sehr sachlich, distanziert und nüchtern sind und es dadurch beinahe normal wirkt, dass jemand geköpft wurde. Schnell wird klar, dass das an der erzählenden Person liegt, die Polizist und somit auch mit den Abläufen vertraut ist. Wodurch eine gewisse Distanz vorausgesetzt wird.
Es geht mit der Bewachung des Tatorts los, alles ganz normal, bis plötzlich ein Zeuge auftaucht, bei dem noch nicht klar ist, dass es sich um einen Geist handelt, den nur Peter sehen kann. Kurz darauf gerät der junge Polizist in eine Abteilung der Metropolitan Police, die sich mit dem Übersinnlichen befasst und nur aus einem Mann besteht. Mit Peter wird es zu einem Duo, das sich gleich daran macht, den Fall um den Geköpften zu lösen. Nur dumm, dass das nicht ganz so leicht ist und die Flüsse von London auch noch verrückt spielen.

Peter ist zu Anfang ein kleiner Constable, gerade mal zwei Jahre im Außendienst und beinahe wäre das auch vorbei gewesen, wenn er nicht auf Nightingale getroffen wäre. Er sollte hinter den Schreibtisch verbannt werden, worauf er getrost verzichten konnte. Er ist ein wenig anders, als die anderen. Interessiert an Geschichte, der Welt, der Kraft die die Welt zusammen hält und sehr leicht abzulenken. Statt seinen polizeilichen Pflichten nachzukommen, liest er gern mal Inschriften an Häusern oder Löwenstatuen.
Als er zum Lehrling wird, ist er sehr ambitioniert und wissbegierig, nur auf Latein hat er keine Lust. Er ist ein recht nüchterner Charakter, aber durch seine Art Sachverhalte zu beschreiben auch ganz witzig.
Lesley ist dagegen ein richtiger Cop und nicht so verträumt wie Peter. Durch ihre taffe Art und ihre Fähigkeiten bekommt sie auch den begehrten Job in Belgravia. Auch wenn die beiden dadurch nun getrennt sind, bleiben sie gute Freunde und Lesley hilft ihm regelmäßig bei seinen Recherchen und ist in sein Doppelleben eingeweiht. Ich wusste auch nie, ob sie nur akzeptiert hat, was Peter über Magie sagte und ihn für verrückt hielt, oder ob sie ihm glaubte.
Inspector Nightingale … ja, was soll man zu ihm sagen. Er ist ein Zauberer, Ehrenmann, Inspektor, clever aber eben auch unnahbar. Mir gefiel er ganz gut, obwohl der Leser nicht allzu viel über ihn erfuhr. Er wusste viel, setzte sich für Peter ein, war aber auch undurchsichtig, weshalb nicht alles Sinn machen wollte.

Die Personen sind gut beschrieben und passen zu ihrer jeweiligen Rolle. Sie wirkten sehr authentisch und sympathisch. Der Leser leidet förmlich mit Peter, da es einem doch schon sehr nahe geht. Insgesamt waren sie interessant und es war spannend zu sehen, wie sie miteinander agieren und aufeinander reagieren. Auch die Flüsse waren nicht so, wie man sie erwartet hatte und eine coole Idee.

Der Mordfall, sowie die Problematik der Flüsse, waren jedes für sich genommen richtig gut gemacht. Mir gefiel beides sehr, auch wenn der Kriminalfall sehr morbide Züge hatte. Was mir fehlte, war ein Zusammenhang zwischen beiden Fällen, der erschloss sich mir irgendwie nicht. Nur, dass beides in Nightingales Aufgabenbereich fiel, war einleuchtend. Das war mir ein wenig zu undurchsichtig und es wirkte, als wäre der Mord nur Mittel zum Zweck, um das Buch spannender zu machen, was zwar geglückt, aber auch schade ist. Oder eben umgedreht.

Das Ende war ganz schön abgespaced. Es ging drunter und drüber, alles wurde ins Chaos gestürzt und Peter musste sehen, wie er alles wieder hin biegen konnte. Mir war das fast schon zu viel und ich kam auch nicht mehr ganz mit. Es ging ziemlich schnell, wurde immer wirrer und ich konnte es irgendwann nicht mehr hinnehmen, sondern hatte ein fettes Fragezeichen im Gesicht. Der Abschluss war dann unbefriedigend und sehr offen. Ich bin gespannt, wie es weiter geht, aber das liegt mehr an Peter als an dem Ende.

Fazit:
Gut und spannend geschrieben mit viel Action, diversen Anspielungen, einer Prise Witz , schönen Frauen, einem coolen Schlitten, einem seltsamen Meister, einem ambitionierten Lehrling und den Flüssen von London. Gegen Ende etwas schwach, aber ich bin auf den nächsten Band gespannt und freue mich dann auf »Ein Wispern unter Baker Street«.

Von mir 3,5 von 5 Sternen.

Eure Maria