Sonntag, 27. Oktober 2013

Rezension: "Königsblut - Die Akasha-Chronik" - Karola Löwenstein

entnommen bei amazon.de







Titel: Königsblut – Die Akasha-Chronik
Autor: Karola Löwenstein
Genre: Fantasy
Verlag: CreateSpace
Seiten: 480
Preis: 2,99€ (eB), 12,99€ (tb)








Der Klappentext:
Was ist das Leben wert, wenn es ohne Liebe ist?
Was zählt die Liebe ohne die Wahrheit
 
Für Selma ist die Entscheidung klar. Selbst als sie erfährt, dass Adam einer höheren Gesellschaftsschicht angehört und eine Liebe zwischen ihnen in der Vereinten Magischen Union verboten ist, kann sie ihre Gefühle nicht unterdrücken.
Sie weiß, dass sie füreinander bestimmt sind. Doch woher kommen ihre starken Gefühle? Gefühle, die Adam nicht zulassen will.
Selma muss die Wahrheit erfahren, doch die entpuppt sich als gefährliches Geheimnis, denn da draußen machen die Morlems Jagd und kein Mädchen ist vor ihnen sicher.
 


Die Rezension:
Beim Stöbern durch den kindle-shop habe ich es entdeckt und sogar recht flott gelesen.

Es beginnt mit einem kleinen Mädchen, dass angelockt wird. Ein Freund hilft ihr zu entkommen. Etliche Jahre später weiß sie davon nichts mehr. Stattdessen ist sie frustriert und gelangweilt. Sie verflucht ihr Schicksal, dass sie dazu zwingt ihr Leben in einem kleinen Kaff zu verbringen. Am liebsten will sie weg, die Welt entdecken. Aber das geht nicht. Sie muss in ihrem Dorf bleiben, wird regelrecht eingesperrt und soll in der dorfnahen Uni studieren. Zudem auch noch ein Fach, auf das sie überhaupt keine Lust hat. Von ihr aus können die Ferien ruhig noch länger gehen, insofern Adam in ihrer Nähe wäre. Adam, ihr Schwarm, war sie sich allerdings nur ungern eingesteht. Sie ist wie besessen von ihm und hat das Gefühl ihn schon ewig zu kennen. Richtig nervenaufreibend wird es zu ihrem 18. Geburtstag, wenn sie endlich Antworten auf ihre unzähligen Fragen erhält und erfärt, wieso sie laufend von diesen seltsamen Viehchern angegriffen wird.

Selma ist, wie bereits erwähnt, gelangweilt. Es passiert nicht viel in ihrem Leben und ihr Freiraum ist arg eingeschränkt. Das frustriert sie ungemein und den Leser mit der Zeit auch. Ansonsten fand ich sie selbst aber ganz gut als Protagonistin. Sehr neugierig, wissbegierig und sie nimmt nicht gleich alles hin. Auch ihre Fähigkeit sind in der Musik zu verlieren, ist für sie nervig, aber ich fand sie eigentlich ganz cool. Einiger ihrer Ansichten waren nicht ganz nachvollziehbar, auch gegen Ende konnte ich nicht immer verstehen, wieso sie gerade das tat. Manche Verhaltensweisen waren eben nicht logisch, aber insgesamt passte es dann wieder gut zusammen.
Ihre Freunde gefielen mir gut, vor allem Lorenzo. Sein Auftreten war rund und stimmig, gern auch mal witzig. Er ist ein richtig guter Freund, den der Leser schnell ins Herz schließt.
Sarah, die vor Selma Bescheid wusste, erzählte dieser aber überhaupt nichts. Das hat mich schon stark gewundert und nicht nur in diesem Punkt, wusste ich nicht was ich von ihr halten sollte. Ihr Verhalten ließ sich zwar gut begründen, war aber dennoch nicht immer nachvollziehbar. Aber auch sie ist eigentlich in Ordnung und passt zu dem Trio.
Adam. Der Held in strahlender Rüstung. Lange Zeit wusste ich auch bei ihm nicht, was ich von ihm halten sollte und selbst am Ende war ich noch skeptisch. Er wird wohl vorerst ein Geheimnis bleiben, aber ich hoffe, dass er später noch durchschaubarer wird.

Insgesamt sind die Personen ganz gut aufgebaut, nur manchmal ein wenig zu einfach dargestellt. Vor allem bei Sarah hatte ich das Gefühl, dass sie ersetzbar war. Es schien alles ein bisschen zu sehr auf Selma ausgelegt zu sein, die, im wahrsten Sinne des Wortes, die Überfliegerin zu sein schein. Ansonsten waren sie aber ganz cool und jeder hatte so seine besonderen Fähigkeiten oder auch Macken, die ihn auszeichneten.

Ein wenig hat mich dieses »große Geheimnis« gestört. Selma durfte es erst zu ihrem 18. Geburtstag erfahren, weil es eine Bürde ist, es zu wissen, oder so ähnlich. Wer es eher erzählt, wird bestraft. Nur scheinen nicht alle von dieser Strafe betroffen zu sein. Wieso ist es denn sonst bei Adam kein Problem, dass er es in früher Kindheit erfährt? Weil er ein Krieger ist? Ist das nicht eine viel größere Bürde? Wieso wird Selma die Gefahr bzw. die Ursache für die Gefahr nicht schon beim ersten, statt beim Letzten Angriff erklärt? Hätte das nicht mehr geholfen, als das Kind alles vergessen zu lassen und sie dann einzusperren? So ganz hat sich mir die höhere Logik nicht erschlossen. Vielleicht ist 18 das ideale Alter, da sie ja dann zur Uni gehen und dort alles lernen, von dem die meisten bis dato nichts wussten. Oder war das auch ein Trick der Autorin, um den Leser noch tiefer mit der Problematik zu verbinden, indem sie so einen Konflikt aufführt.
Der Aufbau der Gesellschaft, sowie das Geheimnis selber gefielen mir wiederum sehr gut. Klar, die Gesellschaftsstruktur ist ein wenig krass, aber wieso nicht? Ich fand das ganz interessant, zumal die Autorin die auftauchenden Probleme auch nicht einfach ignoriert, sondern integriert hat.

Der Schreibstil ist okay, ganz flüssig zu lesen, nur manchmal kam ich nicht voran, weil es ein wenig langweilig war. Ansonsten aber auch mit vielen schönen Details gespickt. Auch gefiel mir, dass sie auf die Uni und den Unterricht eingegangen ist, und das nicht nur als Randerscheinung mal erwähnte.

Die Geschichte bildet einen guten Auftakt zur Reihe, mir war nur der erste Teil bis zu ihrem Geburtstag zu lang. Theoretisch kennt der Leser, der den Klappentext gelesen hat, das Geheimnis schon und ist vielleicht sogar genervt, dass so lange keiner mit der Sprache rausrückt. Ich hab den Klappentext nicht gelesen, aber auch mir kam es ziemlich lang vor. Dagegen war das Ende wieder ein wenig plötzlich und gehetzt.

Fazit:
Insgesamt ein gutes Buch mit Höhen und Tiefen, einigen Highlights und guten Ideen. Es ist eine Mischung aus vielen magischen Geschichten, spannend erzählt und ein guter Auftakt. Ich bin gespannt, was noch passiert.

Von mir 3,5 von 5 Sternen!

eure Maria

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