Mittwoch, 26. Juni 2013

Rezension: "Flügelschlag" - Jeanine Krock

buecher.de






Titel: Flügelschlag
Autor: Jeanine Krock
Genre: Romantic Mystery
Verlag: Heyne
Seiten: 720
Preis: 14,-€










Der Klappentext:
Als Juna, eine junge Ärztin, eines Abends den verletzten Arian in ihrem Schlafzimmer vorfindet, ändert sich ihr Leben schlagartig. Denn Arian ist nicht nur ein gefährlich schöner Mann – er ist auch ein gefallener Engel. Und er wurde auf die Erde gesandt, um das rätselhafte Verschwinden der Schutzengel aufzuklären, die seit langer Zeit unter den Menschen wirken. Offenbar scheinen dunkle Widersacher der Engel dahinterzustecken. Und Juna könnte ihr nächstes Opfer sein ... 
Das große romantische Engel-Epos - Geheimnisvoll, übersinnlich, unwiderstehlich!

Die Rezension:
Eigentlich habe ich mich auf das Buch gefreut, da ich bereits einige Bücher der Autorin kenne. Ich wusste eigentlich auch, worauf ich mich einließ. Aber am Ende, war ich enttäuscht.

Es geht um den Engel Arian und die Tierärztin Juna. Arian wird aus dem Himmel verbannt und landet nackt in Junas Kleiderschrank. Schnell wird klar, dass sie kein gewöhnlicher Mensch ist. Nicht nur, weil sie Arian sehen kann, sondern auch alle anderen Engel.
Zuerst geht es um das Verschwinden der Schutzengel, da das aber zu wenig wäre, sind auch noch verschiedene Mächte hinter Juna her.

In der Mitte des Buches gab es m.E. nach eine Plothole. So als wusste die Autorin nicht mehr, wie sie alles miteinander verknüpfen wollte. Für mich fühlte es sich eher wie eine Brücke an. Da hätte ich mir lieber eine Teilung des Buches gewünscht. Für einen Romananfang war es okay, bei einem einzigen Band nimmt es ganz schön Tempo weg. Mir gefiel der Teil schon, so ist es nicht, allerdings wollte er nicht so recht ins Buch passen und wirkte ein wenig wie eine Notlösung. Wohl auch, weil nicht allzu viel oder nur sehr langsam was passierte.

Auch konnte ich den Personen nicht viel abgewinnen. Juna ist zwar nett und zuvorkommend, aber sehr naiv und zeitweise kam ich auch nicht an sie heran. Sie ging mir leicht auf die Nerven. Ein Grund dafür war wohl auch die Liebesgeschichte. Mal war sie sehr emotional, dann scheint es, als würde sie alles vergessen, oder wäre ihr egal. Zudem vernachlässigt sie alles, ihren Job, die Tiere, obwohl sie ja alles für sie tun würde. Es schien oft nicht zusammen zu passen. Sie nimmt viel hin, ist offen, aber traut eigentlich niemanden so recht, dann wieder doch... Und es ging ziemlich hin und her. Vielleicht wurde der Eindruck auch durch die Perspektivwechsel verstärkt, wer weiß.
Arian ist ein Engel, was man zuerst an der Sprache merkt. Später ist davon nicht mehr viel geblieben. Für ihn ist es schwer mit den Emotionen umzugehen, mir seinen und anderen. Er ist geduldig und ruhig, später wird er aber freier und neigt auch zu Stimmungsschwankungen, ebenso wie Juna. Die beiden passen zwar gut zusammen, sind zeitweise aber auch recht anstrengend, langweilig oder vorhersehbar. Sehr durchschnittlich und klischeehaft.
Am sympathischsten war mit der Dämon. Ich war soweit, dass ich auf seiner Seite stand. Er war charmant, hilfsbereit, witzig. Alles, was von einem Dämon nicht erwartet wird und ihn deshalb ungewöhnlich und interessant macht.

Und was ist mit John und dem anderen Dämon? Sie tauchen später überhaupt nicht mehr auf, obwohl sie ja eine wichtige Rolle im ersten Teil gespielt haben. Das hat mich ein wenig gestört und wurde er Eindruck der Zweiteilung noch verstärkt.

Wer ein Buch von Jeanine Krock lesen möchte, sollte sich auf viele Perspektivwechsel gefasst machen. Ich kannte diesen Stil von ihr bereits, war aber auch oft genervt davon. Laufend wechselte die Perspektive. Mitten auf der Seite, im Gespräch etc. Später empfand ich es nicht mehr ganz so schlimm, ob es an Gewohnheit oder Besserung lag, kann ich leider nicht sagen.
Auch ist es recht sprunghaft geschrieben. Eben noch im Bett, im nächsten Moment auf der Treppe – es war schwer, Bewegungen nachzuvollziehen, vor allem, weil es an anderer Stelle doch wieder detaillierter im Ablauf sein. Das mag banal klingen, aber mich bringt sowas raus.
Ansonsten aber okay geschrieben, recht detailliert aber schnell zu lesen.

Das Ende... Na ja. Es war enttäuschend. Endlich sollte die Endschlacht ausgetragen werden, da war sie auch schon wieder vorbei. Da hätte ich mir einfach mehr gewünscht, vor allem im Hinblick auf die Gesamtseitenzahl. Ansonsten recht vorhersehbar und eher langweilig. Da wäre definitiv mehr herauszuholen gewesen.

Fazit:
Nicht ganz mein Fall. Ein wenig klischeehaft und wirklich viele Überraschungen gab es auch nicht, oder sie waren mir nicht mehr wichtig. Mit gefiel die Licht und Schatten – Reihe eindeutig besser und ich glaube, ich werde die Engel lieber Engel sein lassen.


Von mir 2 von 5 Sternen!

eure Maria

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