Mittwoch, 26. Juni 2013

Rezension: "Flügelschlag" - Jeanine Krock

buecher.de






Titel: Flügelschlag
Autor: Jeanine Krock
Genre: Romantic Mystery
Verlag: Heyne
Seiten: 720
Preis: 14,-€










Der Klappentext:
Als Juna, eine junge Ärztin, eines Abends den verletzten Arian in ihrem Schlafzimmer vorfindet, ändert sich ihr Leben schlagartig. Denn Arian ist nicht nur ein gefährlich schöner Mann – er ist auch ein gefallener Engel. Und er wurde auf die Erde gesandt, um das rätselhafte Verschwinden der Schutzengel aufzuklären, die seit langer Zeit unter den Menschen wirken. Offenbar scheinen dunkle Widersacher der Engel dahinterzustecken. Und Juna könnte ihr nächstes Opfer sein ... 
Das große romantische Engel-Epos - Geheimnisvoll, übersinnlich, unwiderstehlich!

Die Rezension:
Eigentlich habe ich mich auf das Buch gefreut, da ich bereits einige Bücher der Autorin kenne. Ich wusste eigentlich auch, worauf ich mich einließ. Aber am Ende, war ich enttäuscht.

Es geht um den Engel Arian und die Tierärztin Juna. Arian wird aus dem Himmel verbannt und landet nackt in Junas Kleiderschrank. Schnell wird klar, dass sie kein gewöhnlicher Mensch ist. Nicht nur, weil sie Arian sehen kann, sondern auch alle anderen Engel.
Zuerst geht es um das Verschwinden der Schutzengel, da das aber zu wenig wäre, sind auch noch verschiedene Mächte hinter Juna her.

In der Mitte des Buches gab es m.E. nach eine Plothole. So als wusste die Autorin nicht mehr, wie sie alles miteinander verknüpfen wollte. Für mich fühlte es sich eher wie eine Brücke an. Da hätte ich mir lieber eine Teilung des Buches gewünscht. Für einen Romananfang war es okay, bei einem einzigen Band nimmt es ganz schön Tempo weg. Mir gefiel der Teil schon, so ist es nicht, allerdings wollte er nicht so recht ins Buch passen und wirkte ein wenig wie eine Notlösung. Wohl auch, weil nicht allzu viel oder nur sehr langsam was passierte.

Auch konnte ich den Personen nicht viel abgewinnen. Juna ist zwar nett und zuvorkommend, aber sehr naiv und zeitweise kam ich auch nicht an sie heran. Sie ging mir leicht auf die Nerven. Ein Grund dafür war wohl auch die Liebesgeschichte. Mal war sie sehr emotional, dann scheint es, als würde sie alles vergessen, oder wäre ihr egal. Zudem vernachlässigt sie alles, ihren Job, die Tiere, obwohl sie ja alles für sie tun würde. Es schien oft nicht zusammen zu passen. Sie nimmt viel hin, ist offen, aber traut eigentlich niemanden so recht, dann wieder doch... Und es ging ziemlich hin und her. Vielleicht wurde der Eindruck auch durch die Perspektivwechsel verstärkt, wer weiß.
Arian ist ein Engel, was man zuerst an der Sprache merkt. Später ist davon nicht mehr viel geblieben. Für ihn ist es schwer mit den Emotionen umzugehen, mir seinen und anderen. Er ist geduldig und ruhig, später wird er aber freier und neigt auch zu Stimmungsschwankungen, ebenso wie Juna. Die beiden passen zwar gut zusammen, sind zeitweise aber auch recht anstrengend, langweilig oder vorhersehbar. Sehr durchschnittlich und klischeehaft.
Am sympathischsten war mit der Dämon. Ich war soweit, dass ich auf seiner Seite stand. Er war charmant, hilfsbereit, witzig. Alles, was von einem Dämon nicht erwartet wird und ihn deshalb ungewöhnlich und interessant macht.

Und was ist mit John und dem anderen Dämon? Sie tauchen später überhaupt nicht mehr auf, obwohl sie ja eine wichtige Rolle im ersten Teil gespielt haben. Das hat mich ein wenig gestört und wurde er Eindruck der Zweiteilung noch verstärkt.

Wer ein Buch von Jeanine Krock lesen möchte, sollte sich auf viele Perspektivwechsel gefasst machen. Ich kannte diesen Stil von ihr bereits, war aber auch oft genervt davon. Laufend wechselte die Perspektive. Mitten auf der Seite, im Gespräch etc. Später empfand ich es nicht mehr ganz so schlimm, ob es an Gewohnheit oder Besserung lag, kann ich leider nicht sagen.
Auch ist es recht sprunghaft geschrieben. Eben noch im Bett, im nächsten Moment auf der Treppe – es war schwer, Bewegungen nachzuvollziehen, vor allem, weil es an anderer Stelle doch wieder detaillierter im Ablauf sein. Das mag banal klingen, aber mich bringt sowas raus.
Ansonsten aber okay geschrieben, recht detailliert aber schnell zu lesen.

Das Ende... Na ja. Es war enttäuschend. Endlich sollte die Endschlacht ausgetragen werden, da war sie auch schon wieder vorbei. Da hätte ich mir einfach mehr gewünscht, vor allem im Hinblick auf die Gesamtseitenzahl. Ansonsten recht vorhersehbar und eher langweilig. Da wäre definitiv mehr herauszuholen gewesen.

Fazit:
Nicht ganz mein Fall. Ein wenig klischeehaft und wirklich viele Überraschungen gab es auch nicht, oder sie waren mir nicht mehr wichtig. Mit gefiel die Licht und Schatten – Reihe eindeutig besser und ich glaube, ich werde die Engel lieber Engel sein lassen.


Von mir 2 von 5 Sternen!

eure Maria

Dienstag, 25. Juni 2013

Rezension: "Ozeas Geschwister - Feuertanz" - Mendea de Scalett







Titel: Ozeas Geschwister – Feuertanz
Autor: Mendea de Scalett
Genre: High Fantasy
Seiten: 90 (geschätzt)
Format: Kindle Edition
Preis: 2,40€








Der Klappentext:
»Dann sind wir gescheitert. Es ist zu spät.«
Woher nimmst du die Kraft aufzustehen, wenn du am Boden liegst?
Falrem ist bisher mit seinem Leben zufrieden. Er hat ein Schiff, eine Mannschaft, eine hervorragende Navigatorin und ausreichend Geld für Wein, Braten und Frauen. Als kleiner Gauner schlägt er sich durch die Meere und Betten Ozeas, stets darauf bedacht den Kopf auf den Schultern zu behalten.
Bis er eines Tages in einem aufgelaufenen Schiffswrack ein junges Mädchen findet und sich sein Leben schlagartig ändert, denn die kleine Tinuviél hat eine schwere Aufgabe zu erfüllen. Verfolgt von einem hochnäsigen König, einer grausamen Inquisition und einem stummen Unsterblichen beginnt eine Jagd quer durch das Inselreich. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Tinuviéls Geschwistern. Zuerst verschlägt es sie nach Hope, wo sie den Paladin Atorius vermuten.
 
„Ozeas Geschwister“ ist ein Episodenroman, der in ereignisreichen Abschnitten die Legende von Tinuviél und ihren Gefährten erzählt. Jeder einzelne Teil entführt den Leser in die außergewöhnliche Welt Ozeas, wo unzählige Abenteuer auf ihn warten.


Die Rezension:
Das Buch bildet sowohl den Auftakt einer Reihe, als auch das Debüt der Autorin und ich muss sagen: Es ist ihr gelungen.

Es geht um Schiffe, Piraten, Elfen, Magier und allerhand mehr. In diesem Teil werden zuerst die Welt und die Charaktere vorgestellt. Die Crew befindet sich auf See und stößt auf ein Wrack. Durch Geldnot getrieben, plündern sie die Überreste und finden zwei Kisten. In der einen ist Gold und in der anderen ein Mädchen. Mit diesem Fund beginnt ein Abenteuer, mit dem sie wohl nie gerechnet hätten.

In Feuertanz passiert noch nicht allzu viel, die Einführung der Welt steht im Mittelpunkt. Dennoch ist es nicht langweilig oder dahin geschwafelt, sondern liest sich zügig und weckt Interesse. Neben der Crew und der Welt wird der Grundkonflikt dargelegt. Der Leser wird quasi ins kalte Wasser geworfen und begibt sich mit der Besatzung ins Abenteuer.

Die Charaktere gefielen mir gut, vor allem da sie alle ganz anders waren, als ich erwartet hatte.
Die Elfe Visivel ist frech und hat meist eine große Klappe, statt, wie sonst, unnahbar, zurückhaltend und undurchschaubar.
Falrem, der Kapitän des Schiffes, ist ein wenig zerstreut und scheint nur symbolisch Kapitän zu sein. Er ist jung, lässig und ein Schwerenöter. Seine Stimmungsschwankung sind manchmal etwas seltsam und unerwartet. Allerdings zeigt es auch, dass er mit lebt und noch nicht ganz so abgebrüht ist.
Tinuviél hat zwar den Körper eines kleinen Mädchens, verhält sich aber nicht so. Sie ist motzig, erteilt Befehle und scheint immer genervt von Falrem zu sein.
Die Interaktionen der Protagonisten sind meist sehr witzig. Die Frauen halten Falrem in Schach und weisen ihn in seine Schranken. Insgesamt ist es aber sehr locker gehalten und macht Spaß zu lesen.

Das Wissen über die Schiffe und das Segeln gefiel mir ebenso. Der Leser wird nicht mit unnötigen Informationen zugebomt, erfährt aber genug um sich auf dem Schiff zurecht zu finden und sich ein bisschen wie auf See zu fühlen. Für mich war das absolut in Ordnung und ausreichend. Man merkt, dass die Autorin sich in dem Bereich auskennt.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Karte vorn im Buch. In dieser Episode war sie noch nicht allzu wichtig, wird es aber vermutlich später noch sein. In jedem Fall ein schöner Bonus.

Die Kraft von Tinuviél war auch sehr cool. Sie ist ein Feuerwesen und kann die Flammen nach belieben kontrollieren. Mal wild, mal zahm, je nachdem. Zudem macht es neugierig auf mehr und die Fähigkeiten der anderen Geschwister.

Feuertanz ist kurz und knackig und eben eine Episode eines Romans. Es wird nicht zu viel oder zu wenig erzählt, nicht unnötig geschwafelt und Action gibt es auch noch. Für jeden ist etwas dabei, von Anspielungen, über kecke Sprüche bis hin zur rauen See. Es ist gut erzählt, geht schnell voran und man merkt der Autorin kaum ihr Debüt an.

Das Ende ist klassisch für eine Episode. Es gibt Action, Hinweise bzw Ausblicke auf die Fortsetzung und ist sehr offen gehalten. Das erste Abenteuer ist beendet, aber es ist klar, dass es nicht das letzte war.

Fazit:
Ich freue mich auf die Fortsetzung und bin schon jetzt gespannt, wie die Autorin sich macht.
Klare Leseempfehlung!


4 von 5 Sternen von mir, vor allem um Luft nach oben zu lassen und zu sehen, was noch kommt und wie sich die Autorin steigern kann.

eure Maria

Montag, 17. Juni 2013

Rezension: "Vampire sind zum Küssen da" - Katie MacAlister

weltbild.de






Titel: Vampire sind zum Küssen da
Aurot: Katie MacAlister
Genre: Romantic Mystery
Verlag: Egmont LYX
Seiten: 351
Preis: 9,95€









Der Klappentext:
Als Physikerin glaubt Portia Harding nicht an übersinnliche Dinge, geschweige denn an Magie. Umso skeptischer ist sie, als sie auf einer Reise durch Schottland mit ihrer Freundin Sarah einen alten Hexenring entdeckt. Doch als die beiden ein Beschwörungsritual rezitieren, das Sarah im Internet gefunden hat, geschieht das Unglaubliche: Ein magisches Wesen erscheint und verleiht Portia die Fähigkeit, das Wetter zu beeinflussen. Kurz darauf versucht ein atemberaubend gut aussehender Verrückter sie zu entführen. Doch Theo North ist kein gewöhnlicher Irrer – er ist der Sohn eines gefallenen Engels und glaubt, dass Portia die Einzige ist, die seine Seele retten kann.Erstklassige Mischung aus Humor, Erotik und Mystery. Riesenerfolg in den USA, New-York-Times-Bestseller!

Die Rezension:
Ich weiß, wasn Titel. Aber immerhin zur Abwechslung mal kein Jugendbuch. Und ich muss zugeben, dass ich die Reihe mag und mir inzwischen auch alle Bände zugelegt habe.

Die Geschichten von Katie MacAlister, zumindest in dieser Reihe, sind sich alle ziemlich ähnlich. Eine unabhängige Frau, die ein schlimmes Erlebnis hinter sich hat, reist irgendwohin, gern auch mit der besten Freundin und trifft dort auf einen Mann den sie sehr anziehend findet, aber eigentlich nicht ausstehen kann. Dieser Mann ist immer ein Vampir/ Nephilim/ Dunkler, obendrein arrogant und auf der Suche nach einer Geliebten oder Erlösung. Irgendwann haben die beiden dann Sex und kommen zusammen.
Und ich frage mich immer wieder, wie die Autorin es schafft, trotzdem noch eine neue Geschichte zu entwickeln. Es geht immer um das Übersinnliche, die einen glauben daran, die anderen nicht. Aber jedes Mal passiert etwas gänzlich anderes (von der Grund-Lovestory einmal abgesehen). Das gefällt mir so an den Büchern. Ich glaube zu wissen, was mich erwartet und am Ende ist es doch etwas ganz anderes.

Auch diesmal konnte sie mich mit etwas neuem überraschen.
Portia ist Wissenschaftlerin und eine Ungläubige, wie ihre Freundin sie nennt. Zudem ist sie Ende dreißig, Single und halbwegs mit ihrem Leben im Reinen. Sie glaubt an ihre Theorien, die Wissenschaft und wird nicht müde, ihrer Freundin für alles »Übernatürliche« eine logische Erklärung zu liefern.
Bis sie auf einen Feenkreis und eine gewisse Hope trifft, ist ihr Leben auch halbwegs normal. Danach soll sie irgendwelche Kräfte haben, wird gewürgt, entführt und von einer alten Dame verprügelt. So langsam dämmert ihr auch, dass sie wirklich eine Kraft von Hope bekommen hat und das es das Übersinnliche wirklich gibt.

Normalerweise stört mich ja, wenn Charakter das Übernatürliche zu schnell akzeptieren und so tun, als wäre es völlig normal. In diesem Buch es es genau andersherum und die Protagonistin weigert sich eisern, die Tatsachen anzuerkennen. Das dauert mir fast schon zu lange. Es dreht sich ja auch nicht erst seit drei Seiten um das Problem, sondern eine ganze Anzahl von Seiten, doch Portia will es einfach nicht hören. Ich fand es teils gut, dass es nicht so schnell ging, andererseits wird es dem ein oder anderen Leser wohl wirklich zu viel sein.

Das machen die Charaktere aber wieder wett.
Bereits erwähnte Portia hat einen Humor, der zum Schießen ist, obwohl sie das teils so trocken rüber bringt, dass der Leser auch nicht recht weiß, ob sie es ernst meint. Auch bringt sie sich in allerlei komische Situationen, die wiederum sehr trocken von der Autorin erzählt werden, dass der Leser nur noch lachen kann.
Portia gefiel mir, weil sie eben sie ist. Stur, geradlinig, analytisch, witzig. Dennoch wirkt sie nicht platt oder oberflächlich, sondern hat auch einige Tiefen.
Theo ist wieder ein typischer Macho, diesmal zur Abwechslung ein Nephilim, der einen Gefallen von Hope wünscht, sich jetzt aber mit Portia rumschlagen muss. Von ihm gibt es auch einige Details, die ihn ganz interessant machen. Zusammen bilden die beiden ein witziges und spannendes Duo.
Für alle, die ihn sonst wohl vermissen werden, gibt es auch einen kleinen Besuch von Christian. ;)

Diesmal geht es mehr um den Himmel, äh den Gerichtshof von Göttlichem Geblüt, natürlich. Um Tugendkräfte, Maren, den souverän und einen komischen Dämon – der darf ganz klar auch nicht fehlen.
Durch diese neuen Ideen löst sich das Buch ein wenig von den Vorgängern und zeigt, dass die Autorin noch nicht am Ende mit ihren Ideen ist. Sie mischt Bekanntes mit neuen Ideen und schafft so eine coole Handlung. Die Erotik kommt übrigens auch nicht zu kurz.

Der Stil ist flott, witzig, spritzig und gut geschrieben. Er bietet viel Komik und Spannung, und bring so den Leser gut durch das Buch, ohne wirklich zu hetzen. Es hat wieder Spaß gemacht die Autorin zu lesen, auch wenn diesmal nicht nur die Dunklen im Vordergrund stehen.

Zum Ende, tja, das war ziemlich überraschend und übersinnlich. Und wie immer war ich enttäuscht, als es vorbei war. Aber der nächste Band, kommt bestimmt.

Kurze Info zur Reihe:
Man muss nicht alle Bücher gelesen haben, um diesen Band zu verstehen. In der Reihe treten Charaktere zwar häufig auf, aber jedes Buch hat andere Hauptpersonen. Allerdings sollte man Band 3 vor 2 lesen, da sie in Deutschland falsch herum erschienen sind. Ansonsten kann sich der Leser kreuz und quer durchlesen (glaube ich, kenne ja nur 1-5).

Kurze Info zum Hörbuch:
Gelesen von Vera Teltz, einfach zu empfehlen. Die Frau kann super vorlesen und ich habe ihr echt gern zugehört. Zum einen sehr spannend, zum anderen auch gut zum Einschlafen, je nach Belieben.

Fazit:
Wieder ein tolles Buch der Reihe und ich freue mich bereits auf den nächsten Band.
Eine Autorin, die sich zu lesen lohnt und eine Reihe, die einen zweiten Blick wert ist! Für alle Fans von Romantik, Mystery und für jene, die normale Vampire leid sind!


Für die gute Unterhaltung, gibt es solide 4 von 5 Sternen von mir.

eure Maria

Samstag, 15. Juni 2013

Rezension: "Evermore - Die Unsterblichen" - Alyson Noel

weltbild.de






Titel: Evermore – Die Unsterblichen
Autor: Alyson Noël
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Goldmann
Seiten: 374
Preis: 8,99€









Der Klappentext:
Wahre Liebe ist unsterblich
Ever ist sechzehn Jahre alt, als sie ihre Familie bei einem Autounfall verliert – sie überlebt als Einzige. Seither hat sie sich von der Außenwelt zurückgezogen. Alles ändert sich jedoch, als sie Damen zum ersten Mal in die Augen blickt. Er hat etwas, was Ever zutiefst berührt und gleichzeitig irritiert. Seitdem sie dem Tod so nahe war, besitzt sie die Fähigkeit, die Gedanken der Menschen hören zu können. Nicht so bei Damen. Wer ist er? Und was will er ausgerechnet von ihr?


Die Rezension:
Wasn Buch, oh man und ich habe auch noch Teil zwei hier rumliegen. Zum Glück hab ichs beim Lagerausverkauf gekauft, das macht es nicht ganz so schlimm. Aber im Original wärs mir echt zu teuer gewesen. Den Erfolg der Reihe kann ich auch nicht wirklich nachvollziehen...

Mein erster Eindruck: Och nö, das ist ja wie Twilight nur anders herum. Sie kann Gedanken lesen, seine aber nicht. Er wechselt an ihre Schule natürlich sieht er unglaublich gut aus. Erst ignoriert sie ihn und dann gibt es doch Liebeschaos. Mir reichts langsam mit diesem Grundplot. Entweder sie mögen sich nicht und kommen trotzdem zusammen, oder sie wechseln zwischen schlecht behandeln und schleimen, bis sie ihm am Ende doch erliegt... Kann es nicht mal anders gehen? Scheinbar nicht...
Nachdem sie ihn also doch beachtet hat, geht das eigentliche Chaos los. Sie ziehen sich an, stoßen sich ab usw usw, meist weil er immer abhaut, lügt oder sonstwas blödes macht. Alles in allem ziemlich anstrengend.

Es ist Präsens Ich-Erzähler, der einen die ersten Seiten ein Brett vor den Kopf knallt. Es war schwer, die Gedanken von Ever nachzuvollziehen, da sie emotional schwer greifbar ist. Der Leser erlebt ihre Eigenheiten mit und vermisst Erklärungen. Der Leser erfährt somit viel über die Person und ihr Verhalten, aber nichts über deren Motivation. Erst später wird es dann halbwegs nachvollziehbar, aber das Chaos wird dennoch nicht besser. Emotional geht es ziemlich hin und her, da Ever auch, durch den Unfall, etwas anders tickt. Auch redet sie oft von Schuld und Strafe, was allerdings eher seltsam wirkt, als dass man sich gut einfühlen konnte, oder mit ihr litt. Auch das Hin und Her mit Damon, the sexiest man alive (oder so...) war anstrengend und ich war schon leicht genervt von dem Buch. Teils kam es mir vor, als hätte die Autorin beschlossen ihre Figur genau das Gegenteil von dem machen zu lassen, was der Leser erwarten würde bzw was halbwegs normal wäre.

Zumal Ever mich auch sonst nicht beeindrucken konnte. Sie ist die tragische Heldin, an der nicht viel heldenhaftes war. Viel mehr war es tragisch... für den Leser. Das einzige das mir gefiel, war ihre Gabe. Sie kann die Aura der Menschen sehen, wobei mir da recht wenig auf die Bedeutung eingegangen wurde. Vorn im Buch gibt es eine kürze Erklärung und der Leser durfte sich das entweder merken, oder immer wieder nachschlagen. Dennoch war das wenigstens mal etwas neues, zwischen dem ganzen bekannten Kram. Zu ihrer Gabe gehört auch, dass sie Geister sehen kann. Als ihre tote Schwester das mitbekommt, besucht sie Ever regelmäßig. Diese Besuche waren für mich immer ein Lichtblick.
Damon ist mir ungefähr so sympathisch wie Ever. Er scheint alles zu können, aber eigentlich ist er nur »schön«. Zudem hat er einen schlechten Einfluss auf Ever und für alles eine Ausrede. Sein Hin und Her macht auch kaum Sinn.
Es ist schwer an das Buch und die Figuren heranzukommen. Sie wirken alle konstruiert und übertrieben dargestellt. Der einzige, den ich mochte war Miles weil er nicht ganz so anstrengend rüberkommt, wie die anderen...

Von der Umsetzung her ist es auch nicht wirklich gut. Es passiert nicht allzu viel, zumindest kam es mir nicht so vor, bis auf die Liebesgeschichte, die aber mehr zum Katz- und Mausspiel verkommt. Es gibt hier und da ein paar Hinweise, ein paar merkwürdige Details. Allerdings ist Ever zu sehr mit sich beschäftigt, um darauf einzugehen, so kommt es mir zumindest vor.

Gegen Ende muss es dann plötzlich schnell gehen, der wichtige Plan wird noch eben wieder gegeben, klärt damit so ziemlich alle Fragen. Den Kampf am Ende, kann man auch nicht wirklich als solchen bezeichnen, Ich hatte mich schon gefreut, dass Ever eins drauf kriegt und war sogar auf der Gegenseite. Diese war mir übrigens auch zu schwach motiviert. Es klang mehr nach einer Tatsache, dass da ein Gegner war, eben weil es einen geben musste. Die ganze Zeit ist es emotional, aber der Gegner sinnt schlicht nach Rache, um dabei dann aber nur gelangweilt zu wirken. Zum Glück war da das Buch so gut wie vorbei.

Zum Stil brauche ist wohl nicht mehr viel sagen. Sehr übertrieben emotional, schwer nachvollziehbar, aber immerhin konnte man es schnell lesen.

Fazit:
Alles in allem kein gutes Buch und auch kein guter Auftakt für die Reihe, denn im Ernst: Was soll da noch kommen? Alle Geheimnisse sind gelüftet, der Gegner weg, die Liebe gewonnen. Es ist mir echt schleierhaft, warum ich das Buch geholt habe.
Nicht zu empfehlen, auch nichts für eingefleischte Fantasy- oder Kitsch-Fans. Und auch wer Twilight mag, wird hiermit wohl auch nicht klarkommen, glaube ich.


Nur 1 von 5 Sternen von mir.  

eure Maria

Freitag, 14. Juni 2013

Rezension: Reihe - "Liebe geht durch alle Zeiten" - Kerstin Gier

weltbild.de




Reihentitel: Liebe geht durch alle Zeiten
Büchertitel: Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün
Autor: Kerstin Gier
Genre: Urban Fantasy/ Jugendbuch
Verlag: Arena
Preis: 39,99€ im Schuber, 15,99€ - 16,99€ - 18,99€ einzeln





Der Klappentext zu Rubinrot:
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Die Rezension zur Reihe:
Mir gefielen alle drei in aufsteigender Reihenfolge. Für Jugendliche und junge Erwachsene zu empfehlen. Allerdings sollte der Leser auf pubertierende Mädchen gefasst sein ;)

Ich weiß noch nicht recht, ob ich die Reihe so gut zusammenfassen kann und hoffe, dass so ziemlich alles enthalten ist, ohne allzu viele Spoiler.

Im ersten Band wird der Leser in die ganze Zeitreisenthematik eingeführt, dazu kommen einige mehr oder minder wichtige Personen und, ganz wichtig: Geheimnisse. Von denen werden die meisten über die drei Bände verteilt gelöst.
Gwendolyn, als Protagonistin und Ich-Erzähler, kann in der Zeit springen und das, obwohl eigentlich ihre Cousine Charlotte springen sollte. Diese wurde jahrelang darauf vorbereitet, Gwendolyn dagegen hat so gut wie nicht davon mitbekommen und ist nun dazu gezwungen Charlottes Rolle zu übernehmen. Ihr zur Seite steht Giddeon, allerdings wider Willen. Gwenny scheint für alle nur eine Gefahr, eine Last und der Wächter größter Feind zu sein. Keiner vertraut ihr, bis auf Mr George.
Zwei frühere Zeitreisende, Lucy und Paul, sind vor einigen Jahren mit dem Chronografen abgehauen, weshalb der (Blut-) Kreis der zwölf (insgesamt gibt/gab es 12 Zeitreisende) nicht geschlossen werden konnte. Was allerdings bei der Schließung passiert, weiß kaum einer. Nach dem Diebstahl wurde ein zweiter (gleichzeitig der letzte) Chronograf in Gang gebracht. Bei ihm muss aber noch das Blut der bereits verstorbenen Zeitreisenden eingelesen werden. Das mag jetzt alles anstrengend oder verwirrend klingen, im Buch wird das aber wesentlich besser erklärt. In die restlichen Zusammenhänge wird sich der Leser auch gut einfinden können. Nur die Geheimnisse bremsten den Leser im ersten Band etwas aus.

piper-fantasy.de
Durch die »Blutbeschaffung« (nur wenige Tropfen) müssen Gwenny und Giddeon oft zusammen durch die Zeit reisen, nebenbei noch elapsieren, um unkontrollierten Zeitsprüngen vorzubeugen und sich allgemein mit diversen Problemen herumschlagen. Dadurch haben die beiden viel miteinander zu tun und kommen sich zwangsläufig auch näher. Zu den »Missionen« kommen noch Pflichtbesuche beim Grafen, der die Loge einst gegründet hatte und ganz begierig auf die Schließung des Kreises ist.
Das alles zieht sich durch alle drei Bände. Zudem will vor allem Gwenny einen Weg finden, das Geheimnis hinter dem Geheimnis zu lüften.
Im zweiten Band gibt es wichtige Hinweise, neue Erkenntnisse, aber auch viel Beziehungschaos. Das ganze ist für den Gesamtzusammenhang nicht unerheblich und es war gut zu sehen, dass Saphirblau nicht einfach nur ein Brückenstück ist, sondern ebenso einen Zweck erfüllt.
Der letzte Band führt logischer Weise zum großen Finale und alles macht endlich einen Sinn.
Insgesamt passiert ziemlich viel, was es mir schwer macht die Bücher auseinander zu halten. Es gibt immer Geheimnisse, Zeitreisen, Hinweise und irgendwie endet auch vieles im Chaos. Allerdings kann mit Gwenny auch selten etwas glatt laufen. Zum Glück, sonst wäre es auch langweilig ;)

Da in den Büchern doch einige Namen auftauchen, die, spätestens bei den ganzen Verwandtschaftsbeziehungen, man schnell vergessen könnte, gibt es in jedem Buch ein Personenregister, auch nach Familie etc geordnet. Aber so schwer sind die Personen zum Glück nicht zu unterscheiden.

Mir gefiel, dass keiner der Charaktere bloß ein Statist war, sondern auch eine gewisse Geschichte mitbringt und einen Zweck erfüllt. Auch wenn dieser Zweck nur darin besteht, eine Nervensäge zu sein. Alle sind gut ausgearbeitet und charakteristisch.
Die Protagonisten Gwendolyn und Giddeon tragen nicht allein die Geschichte, was mir wiederum sehr gut gefiel. Klar, sie treten am häufigsten auf und bringen alles zusammen, aber mir würde etwas fehlen, wenn Lucas nicht wäre, oder Mr George, Lady Tilney usw. Nicht zu vergessen Xemerius.
Giddeon, der talentierte, gut aussehende, leicht arrogante Zeitreisende, der seine Überlegenheit deutlich zur Schau stellt. Trotzdem wächst er einem irgendwann ans Herz.
Zuerst scheint Gwenny auch nicht wirklich zu ihm zu passen, da sie eigentlich die reinste Katastrophe ist. Dennoch ist sie super sympathisch und auch irgendwo ein richtiges Mädchen, also pubertierend und so. Zudem geht bei ihr alles drunter und drüber, was durch ihre Gabe noch verstärkt wird. Sie kann Geister sehen und hören, was zu einigen sowohl seltsamen als auch witzigen Dialogen führt.
Womit wir bei Xemerius wären. Durch die Personenfülle kann ich nicht auf alle eingehen, aber Leute, freut euch auf den kleinen Wasserspeier-Dämon, der ab Band zwei als Kommentator fungiert. Ich hab mich weggelacht bei seinen Kommentaren. Er ist witzig, frech und macht es irgendwie rund.

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Der Stil ist sehr knackig und jugendlich. Er passt zu den Personen und ist recht locker gehalten. Erklärungen, Beschreibungen und frische Dialoge wechseln sich ab und stehen in einem guten Verhältnis zueinander. Es liest sich sehr schnell und ich war ein bisschen traurig nach vier Tagen mit der kompletten Reihe durchgewesen zu sein. Definitiv ein Page-Turner.
Ob mit oder ohne Xemerius sind die Bücher witzig. Teils durch Situationskomik, teils durch die Geistergespräche oder Kommentare. Alles sehr gut gemacht. Dazu noch die Spannung, die Geheimnisse, die Verknüpfungen und auch die Auflösung am Ende.

Sehr gut gefallen haben mir auch Schauplätze und dazu passenden Kostüme. Die Designerin, Madame Rossini, ist einfach genial. Alles muss zu der jeweiligen Zeit passen, auf Jahr und Tag genau. Authentizität ist für sie das wichtigste. Und die Kostüme sind auch wirklich hübsch, zumindest klingen sie so.
Im London vergangener Zeiten, halten sich die beiden leider meist drinnen auf. Dennoch sind die Schauplätze sehr gut beschrieben und hier und da gibt es auch Infos zu der jeweiligen Zeit.

Kurzes Wort zu den (gekürzten) Hörbüchern:
Gelesen von Josefine Preuß. Sie ist eine gute Hörbuchsprecherin und passt auch gut zu den Bücher. Sie klingt frisch, jung, dynamisch und sie leidet förmlich mit Gwendolyn mit. Am besten hat mir ihre Imitation von Xemerius gefallen, das war einfach niedlich. Aber auch ansonsten ließ es sich gut auseinander halten. Ansonsten kann man sich die Hörbücher gut anhören, aber ich würde die ungekürzte Version empfehlen, da doch so einiges verloren gegangen ist. Es war auch nicht so spannend, wie im Buch, wobei das auch an meinem Hörverhalten liegen könnte ;)

Kurzes Wort zum Film:
Tja, der Film. Er erzählt eine ziemlich andere Geschichte als die Bücher. Vieles ist neu erdacht und hat nur noch grob etwas mit der Vorlage und den eigentlichen Inhalten zu tun. Dennoch ist er gut gemacht und ich habe ihn gern gesehen. Aber man sollte keine zu getreue Verfilmung erwarten und sich deshalb vorher überlegen, ob man ihn wirklich sehen sollte.
-> Hier zum Filmkommentar

Fazit:
Viel gesagt und trotzdem nichts so wirklich. Ich hoffe der Einblick war dennoch ein wenig erhellend.
Mir gefiel die Reihe wirklich sehr und am liebsten hätte ich nochmal von vorn angefangen. Ich kann die Reihe nur empfehlen. Ist auch mal bisschen was anderes als Vampire, Elfen, Zwerge oder Dämonen.


Von mir für die ganze Reihe 5 von 5 Sternen!

eure Maria

Mittwoch, 12. Juni 2013

Rezension: "Die Dämonenfängerin - Höllenflüstern" - Jana Oliver

fischerverlage.de







Titel: Riley Blackthorne - Die Dämonenfängerin: Höllenflüstern
Autor: Jana Oliver
Genre: Dystopie/ Urban Fantasy
Verlag: Fischer FJB
Seiten: 488
Preis: 16,99€








Der Klappentext:
Noch mehr Action, noch mehr Gefühl!
Der dritte Band der megaspannenden Fantasyserie, die süchtig macht:
Die siebzehnjährige Dämonenfängerin Riley Blackthorne steckt in der Klemme. Ihr Vater wurde von Dämonen getötet und als Reanimierter entführt. Ihr Exfreund Simon hat sie an die Jäger des Vatikans verraten. Nun steht sie auf der Fahndungsliste ganz oben und ist auf der Flucht vor ihnen. Um ihre Unschuld zu beweisen, muss sie auf eigene Faust aufklären, was zum Teufel in Atlanta eigentlich faul ist und wer im großen Spiel von Himmel und Hölle falsch spielt. Nicht einfach, wenn man sich in einen gefallenen Engel verliebt hat und nebenbei die Welt retten soll. Während in der von einer neuen Dämonenart heimgesuchten Stadt alles auf das große Finale zusteuert, weiß Riley nicht, wem sie noch trauen kann.


Die Rezension:
Lange gewartet und viel zu schnell wieder durchgelesen. Ein packender Roman der es auch dieses Mal in sich hat.
Mir gefällt die Fortsetzung sehr gut und sie kann definitiv mit den Vorgängern mithalten, wenn nicht sogar noch einen oben drauf setzen.

Das Buch setzt nahtlos mit der letzten Szene aus Band 2 ein. Diesmal gibt es keine Zusammenfassung, dafür erklärt sich aber so ziemlich alles im Text.
Das Chaos nimmt seinen Lauf. Endlich hat Riley ihren Vater wieder, muss sie sich neuen und größeren Problemen zuwenden. Gefallene Engel, gefälschtes Weihwasser, Dämonenjäger, Totenbeschwörer, Simon, der sie für den Teufel und Beck, der sie für ein kleines Mädchen hält. Zudem hat sie sowohl mit dem Himmel, als auch mit der Hölle einen Deal. Ach und weil es sonst ja langweilig wäre, kommen noch Schule, ein Ex-Freund und Dämonen hinzu. Zu dumm, dass die sich inzwischen aber auch an keine Regel mehr halten.

Die Personen sind wie gewohnt gut und es gibt immer wieder interessante Einblicke und coole Szenen. Beck ist wieder an der Reihe und bekommt noch mehr Tiefe und Schichten. Endlich kommt bei dem Kerl ein Gesamtbild zusammen, das sogar Riley zu begreifen scheint. Es war toll zu sehen, wie facettenreich die Personen wurden, da glaubte ich zu merken, das die Autorin auch Spaß daran hatte.
Mit gefielen auch wieder die Szenen zwischen ihm und Riley. Sie sind sich sehr ähnlich und beide super darin, den anderen abzublocken bzw vor den Kopf zu stoßen. Allerdings kommen sie sich auch näher und merken, dass der andere doch nicht so bescheuert und abweisend ist, wie er gern tut.
Bei Riley fand ich gut, dass sie nachvollziehbar war. Nach den vielen Jugendbüchern, mit den sehr emotionalen Charakteren war es schön, wieder ein »ruhigeres« Mädel zu haben.
Ein kleiner Überraschungskuchen ist wohl der Hauptmann der Jäger und sogar der olle Luzifer kann auftrumpfen.

Bisher war es in allen drei Büchern so, dass sie mich überraschen konnten und etwas völlig anderes passierte, als erwartet. Das ist erfrischend und bringt mich zum Schmunzeln. Es wird auch nie langweilig und ich freue mich auf die Überraschungen. Entweder gibt es Action oder die Personen werden näher betrachtet. So ist auch für jeden etwas dabei.

Es liest sich schnell, obwohl die Autorin auch Zeit für Beschreibungen lässt und den Leser nicht durch die Handlung hetzt. Vielleicht wollte sie selbst nicht zu schnell fertig werden. Es ist gut geschrieben und eine schöne Mischung aus  Detail und Tempo.

Es gibt viele verschiedene Schauplätze bzw Handlungsbereiche, wie die Thematik mit dem Weihwasser, die wieder eine große Reihe spielt. Daneben Rileys Vater und klar, die Dämonen. Die waren diesmal auch sehr gut überlegt. Die Autorin hat sich ja auf ihre Dämonenarten festgelegt und dennoch wieder etwas neues eingebracht, die verändert und dadurch die Thematik wieder belebt.
Im Buch wird alles von vorher aufgegriffen und weitergesponnen.

Es ging alles so schnell, dass ich erst auf den letzten Seiten merkte. Dass es fast vorbei ist. Das Ende selbst war sehr gut, sehr actionreich und spannend geschrieben. Super Finale, wenn auch unerwartet.

Fazit:
Für mich sogar noch eine Steigerung zum vorhergehenden Band, es geht drunter und drüber, das Chaos spitzt sich zu und das Ende der Welt scheint nahe.
So richtig weiß ich nicht, was in Band 4 noch kommen soll, freue mich aber auf Oktober, wenn das Büchlein erscheint!

Von mit 4,5 von 5 Sternen!

-> Rezi zu Band 1 "Aller Anfang ist Hölle"
-> Rezi zu Band 2 "Seelenraub"

eure Maria

Sonntag, 2. Juni 2013

Rezension: "Heute bin ich blond" - Sophie van der Stap

buch.de





Titel: Heute bin ich blond – Das Mädchen mit den neun Perücken
Autor: Sophie van der Stap
Genre: Tagebuch/ Autobiografie
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 239
Preis: 8,95€










Der Klappentext:
»Ich versuche einfach weiterzuleben …« Eine andere Frisur, ein anderer Mensch? Als man bei Sophie van der Stap mit einundzwanzig Jahren Krebs diagnostiziert, möchte sie sich am liebsten verwandeln. Sie erkennt sich selbst nicht wieder – bis sie neun verschiedene Perücken kauft. Wie Sophie mit ihrer Krankheit fertig wird, ist einzigartig: Nie zuvor hat jemand den Krebs derart freimütig, aber auch mit so viel Leichtigkeit beschrieben. Besser kann man die eigene Verletzlichkeit nicht zeigen.

Die Rezension:
Das Mädchen mit den neun Perücke ist mir ans Herz gewachsen. Ein Buch, dass ich gern weiterempfehle.

Es ist das Tagebuch einer jungen Frau, die an Krebs erkrankt ist. Es umfasst den Zeitraum von der ersten Diagnose, bis zur Buchveröffentlichung. Es berichtet von Höhen und Tiefen, Schmerz und Glück, Hoffnung und Angst. Sophie lernt damit umzugehen und wieder zu leben. Leben, obwohl es bald vorbei sein könnte.

Es ist aber schwer, dieses Buch zu bewerten. Es ist ein Tagebuch über eine Krankheit. Etwas real erlebtes. Eigentlich sollte ich es gar nicht bewerten. Dieses Buch zu veröffentlichen war mutig. Es zeigt einen echten Menschen, nackt, ungeschönt, kahl, verletzlich. Ich kann mir aber vorstellen, dass es hilft. Ihr selbst, Krebspatienten, deren Freunden, Verwandten oder jungen Menschen, die ebenfalls eine Diagnose bekommen haben. Sie wissen, dass sie damit nicht allein sein.

Zur Person kann ich nicht allzu viel sagen. Man mag sie, oder eben nicht. Bei mir war es, wie bei jedem Menschen den ich mag. Vieles an ihr war sympathisch, aber so ein paar Eigenheiten mochte ich auch nicht. Musste ich ja auch nicht. Im Buch geht es auch nicht darum, ob der Leser sie mag, das war (hoffentlich) auch nicht ihre Intention.

Mir gefiel an Sophie, dass sie nicht aufgegeben hat. Es klingt vielleicht banal, warum sollte sie auch aufgeben, schließlich ist sie jung. Aber bei ihrer Diagnose hätte sie sich auch sagen können: Wieso Zeit schinden? Aber sie hat weiter gemacht, gehofft, gelebt und geliebt. Klar war es nicht einfach, das zu sagen wäre die Untertreibung schlechthin. Sophie ging mit dem Thema recht offen um, nannte es beim Namen und versteckte sich nicht. Vielmehr hat sie sich selbst gefunden und erfahren, was sie eigentlich will, indem sie sich mehr mit sich beschäftigt hatte. So hat auch jeder krebsfreie Leser noch eine Botschaft oder vielleicht auch eine Aufgabe gefunden: Das zu finden, dass einen ausmacht, erfüllt und das er gern machen würde.

Der Erzählstil ist gewöhnungsbedürftig. Ziemlich abgehackt, gern auch verwirrend und sprunghaft. Dazu kommt in meinem Buch noch die ungünstige Formatierung (ohne Einschübe). Teils wurden dann mehrere Ereignisse ohne Leerzeilen zusammengepresst, da musste ich mehrfach lesen, ehe ich alles auseinander hatte. Andererseits lässt es tief blicken. Sophie schreibt alles frei raus und präsentiert es nackt und ungeschönt auf dem Papier. Es wirkt grob, aber echt. Es ist wie ein Tagebuch gehalten, Gedankenbruchstücke, kurze Szenen, Gefühle. Alles ist enthalten und muss auch nicht immer logisch sein.
Beeindruckend fand ich, dass es die Autorin trotzdem, oder deswegen, geschafft hat mich zu fesseln.

Es ist schwer zu beschreiben, wie ich das Lesen empfand. Ich habe mit ihr gelitten, ohne direkt mit ihr Mitleid zu haben. Ich habe nicht mit ihr geweint, aber die Angst gespürt. Es fühlt sich einerseits sehr distanziert an, da ich es nicht nachvollziehen, aber immerhin verstehen konnte. So wird es wohl jedem gehen, der nicht betroffen ist. Im Buch: brachliegende Emotionen. Bei mir: ein Schlag. Andererseits ist es sehr nahe. Nicht immer wusste ich, wie ich damit umgehen sollte.

Fazit:
Das Leben im Heute und es so leben, wie man selbst glücklich ist, das war die Botschaft, die bei mir ankam.
Für Betroffene: Kämpfern und (weiter/ wieder) leben!


Von mir, für Sophie van der Stap, 5 von 5 Sternen inklusive Leseempfehlung!

eure Maria

Samstag, 1. Juni 2013

Ein Jahr Neela - nix geschafft und doch kurz vorm Ziel

Gerade fiel es mir ein, Neela feiert in diesen Tagen Geburtstag!
Leider habe ich vergessen das genaue Datum zu notieren, aber es war definitiv um den 1. Juni 2012. Mein Freund war zum ersten Mal zu Besuch hier, damals waren wir nur befreundet, und danach hatte ich ein Schreibhoch, inklusive vieler verwirrender Gedanken, neuer Ideen und Frühlingsgefühlen. Ich schrieb an mehreren Sachen gleichzeitig, auch an Neela, damals aber an einem Teil weiter hinten in der Geschichte. Da wusste ich auch noch nicht, dass Neela mal mehr als eine Kurzgeschichte werden könnte.

Im Juni fand zudem die Schreibchallenge statt, die Neela ein gutes Stück nach vorn, mein zu der Zeit wichtigstes Projekt (die Himmelstränen) allerdings ins Aus, katapultierte. 

Vielleicht kennt der ein oder andere Blogverfolger unter euch noch ältere Beiträge zu Neela. Wie ich später halb verzweifelte, als aus ihr doch wieder ein Roman wurde. Zu allem Übel fehlte mir noch ein Stück zu dem bereits vorhandenen Teil; ein Start musste her. Aus diesem wurden (wie immer) viel zu viele Seiten. Inzwischen habe ich mich quasi selber eingeholt, Neela überall hingeschickt, wo sie eigentlich nicht hinsollte oder -wollte und nähere mich nun dem Ende. So langsam glaube ich ja, dass ich einiges wieder streichen muss, weil es einfach zu viel wird, so wie sie da von einem Setting zum nächsten stolpert. Aber es macht Spaß sie und den Leser ein bisschen zu ärgern. Zudem schaffe ich es auch nicht, an meinem Plan festzuhalten, denn sie macht, was sie will. 

In dem Zeitraum habe ich leider nicht so viel geschafft, wie ich schaffen wollte. Erst war der Plan im Dezember 2012 fertig zu werden, dann ließ aber die Motivation nach und die Uni mischte sich auch noch ein. Danach wollte ich korrigieren, habe aber nicht wirklich durchhalten können, da mir Neela dafür noch zu unfertig erschien. Ich wollte nicht am Anfang etwas ändern und dann hinten suchen müssen, wenn ich die Änderung nicht gänzlich vergessen hätte. Ausrede, klar. Aber darin sind wir Autoren auch wirklich gut ;) 

Inzwischen bin ich mit dem aktuellen Stand aber zufrieden. Die 100 Seiten sind geknackt. Etwas, dass ich vorher nicht für möglich gehalten hatte. Schon gar nicht mit der kleinen Geschichte und dem Startbild, das ich hatte. Derzeit sind es 125 Seiten und 44.250 Worte (267.970 Zeichen, für Alfred^^). Und, das wichtigste: Das Ziel ist in Sicht. Laut meinem schlauen Zettel kommt eigentlich nicht mehr viel. Allerdings steht da auch nur ganz grobes Zeugs drauf und ein paar Infos zur Welt. Aber ich sehe das Ziel! Gern würde ich bald mit der richtigen Korrektur beginnen und ein neues Projekt (einen Fantasy-Krimi) beginnen. Drückt mir also die Daumen, dass ich bald fertig werde! Bitte ;) 

Noch ein paar Infos zu Neela?
Was es gibt: Harpyien, Schlangen, Skorpione, Drachen, Sylphen und Wolkenkrieger. Ach ja, und den Wahnsinn. Jede Menge Abenteuer, viel phantastischer Krimskrams und ein bisschen Hokuspokus ;) 

Ich hoffe ihr haltet noch ein Weilchen durch, bis ich es endlich (!) mal fertig habe. Infos wird es weiterhin geben, vielleicht auch ein paar Teaser zum Text. Demnächst werde ich auch eine Seite zu Neela erstellen. 

Also, wie sagt man so schön: Stay tuned!

eure Maria