Montag, 27. Mai 2013

Rezension: "Die Chroniken der Unterwelt - City of Bones" - Cassandra Clare

weltbild.de






Titel: Die Chroniken der Unterwelt – City of Bones
Autor: Cassandra Clare
Genre: Urban Fantasy / Junge Erwachsene
Verlag: Arena
Seiten: 500
Preis: 17,99€







Der Klappentext:
Gut aussehend, düster und sexy, das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos, so fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird, denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten finden sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!

Die Rezension:
Eine Freundin von mir meinte: Das ist echt gut, das kannst du ruhig lesen.
Ich hatte da bisher meine Zweifel, da der Klappentext recht durchschnittlich klang, aber es war dann doch ganz gut.

Es passiert ziemlich viel. Clary sieht etwas, das sie nicht sehen sollte und das auch sonst niemand bemerkt. Ihre Welt wird komplett auf den Kopf gestellt, überall tauchen merkwürdige Bilder und Erinnerungen auf. Die Welt, wie sie sie kannte, wird zu einem großen Geheimnis, welches sie kaum allein durchdringen kann. Kaum hat sie sich von dem Schock des »Sehens« erholt, wird sie von einem Dämon angegriffen, die Wohnung verwüstet und ihre Mutter entführt.
Clary wird von Jace, einem Schattenjäger, gefunden und ins Institut gebracht. Es stellt sich heraus, dass sie ebenfalls eine Schattenjägerin ist, womit der eigentliche Ärger erst richtig los geht. Für sie steht einzig und allein fest, dass sie ihre Mutter finden will.

Ich fand es recht spannend, eben weil immer viel passiert. Manches scheint nur nicht allzu notwendig zu sein, auch wenn es gut geschrieben ist. Die Sprache ist jung und frisch, aber nicht zu übertrieben jugendlich. Manchmal werden Fachbegriffe eingestreut, die m.E. nach nicht zu Clary`s Sprache und Wissen passen wollten. Ansonsten lässt es sich schnell lesen und ist packend erzählt. Es gibt viele gute Beschreibungen und ist dadurch anschaulich dargestellt.

Die Personen sind ganz gut beschrieben, alle hatten so ihre positiven wie negativen Züge. Clary, die Unwissende, hat nicht aufgegeben und versucht sich zu behaupten, was nicht allzu leicht ist. Sie mag das Küken sein, kann sich aber auch durchbeißen. Manchmal war ich enttäuscht von ihr, oft fand ich ihr Verhalten aber passend. Ein Kritikpunkt wäre, dass sie etwas weiß, was sie nicht wissen kann, oder was zumindest nicht so offensichtlich ist. Dagegen ignorierte sie auch gern offensichtliche Dinge. Auch haben mich ihre Stimmungsschwankungen gestört, die waren mir, trotz Pubertät zu viel des Guten. Plötzlich war sie genervt, dann wütend, dann gut gelaunt. Auch ihre Reaktionen auf Simon waren seltsam. Das hat leicht genervt, ließ später aber nach... Oder ich hatte mich daran gewöhnt.

Jace dagegen ist arrogant, glaubt, dass er unbesiegbar und unwiderstehlich ist. Seine Stellung scheint in zu Kopf gestiegen zu sein. Er hält sich für den Größten. Dazu kommt noch sein Hang zum Selbstmord, der ihn in prekäre Situationen bringt, die er nicht ganz so unbeschadet übersteht, wie er es gern hätte. Er ist abweisend und lässt kaum jemanden an sich heran. Dennoch ist er sympathisch, zumal er auch der einzige ist, der zu Clary hält, mit ihr redet und sie in die neue Welt einführt. Die anderen stehen ihr skeptisch gegenüber.

Alec, Isabelle, Simon und Hodge sind mir nicht ganz so sympathisch. Alec spielt laufend den Beschützer und sieht in Clary entweder eine Last oder einen Feind. Izzy lehnt das Mädchen ab und will ihre »Stellung« in den Männerriege beibehalten. Simon klebt wie eine Klette an Clary. Er ist ihr bester Freund; auch wenn er mehr für sie empfindet, hält er sich bedeckt und steht ihr bei. Mich hat er leicht genervt, weil es einfach nicht locker gelassen hatte. Hodge ist quasi der Lehrer, da er früher selbst Schattenjäger war. Er wirkte wie der geprügelte Hund und so richtig kam ich nicht an ihn heran.
Die Beziehungen zwischen den Figuren sind ansonsten ganz okay. Sie agieren viel miteinander und wirken wie eine richtige Familie, obwohl sie zusammen gewürfelt wurden.

Die Handlung war gut umgesetzt, ich mochte die Darstellung der Welt und wie alles eingeordnet. Das System war mal etwas neues und konnte mich überzeugen. Der Leser erhält viele Infos und hat bald den Bogen raus. Mir gefiel auch, dass es Schattenjäger waren, die sich um alle möglichen Dinge, Wesen und Übertaten kümmerten und nicht auf eine »Rasse« festgelegt sind.

Das Ende hat sich recht lange hingezogen. Es wollte einfach nicht vorbei sein. Immer wieder kam etwas oder jemand und es hinauszuzögern, das hat mir zu lange gedauert. Die »große Enthüllung« wird nicht für jeden so dramatisch sein, wie es wohl geplant war. Teils war es zu offensichtlich, teils war auch nicht die größte Überraschung. Dennoch eine nette Idee und das Ende lässt einiges für den nächsten Band offen.

Fazit:
Im Moment lese ich den zweiten Band und bin bisher nicht enttäuscht. Rasant geht es weiter.
Für ein Jugendbuch wirklich zu empfehlen, für nicht mehr ganz so jugendliche Leser wird es ein alter Hut sein, den man so oder so ähnlich bereits kennt. Mir hat es gefallen und ich werde die Reihe auch noch weiter lesen.


3,5 von 5 Sternen von mir.

eure Maria

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