Freitag, 10. Mai 2013

Rezension: "Das Erbe der Runen - Die Nebelsängerin" - Monika Felten

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Titel: Das Erbe der Runen – Die Nebelsängerin
Autor: Monika Felten
Genre: High Fantasy
Verlag: Piper
Seiten: 440








Der Klappentext:
Ein geheimnisvolles Amulett und ein mystisches Lied aus vergangenen Zeiten führen die junge Ajana in eine fremde Welt. Ihrem Land droht große Gefahr. Seit die Magie der Nebel schwindet, die eine Elbenpriesterin gewoben hat, herrscht Krieg zwischen den Stämmen von Nymath und den Uzoma, dem finsteren Volk, das die Elben einst verbannten. Die mächtige Festung der Vereinigten Stämme droht dem Ansturm der dunklen Krieger zu erliegen.Seit ihrem Zyklus »Die Saga von Thale« ist Monika Felten Deutschlands erfolgreichste Fantasy-Autorin. Mit »Die Nebelsängerin« führt sie in die faszinierende Welt der Elben, dem geheimnisumwittertsten Volk der Fantasy.

Die Rezension:
Wohl eines der wenigen Bücher die ich mir nicht selbst gekauft habe. Stattdessen ein Fund aus dem Bücherregal meines Freundes. Der Buchrücken hat mich angesprochen und schon wanderte es von seinem zu meinem SuB ;)

Es begann mit einem Geschichtsexkurs und sprang danach zur eigentlichen Handlung. Krieg stand bevor und die Truppen machten sich auf zur Festung vor dem Gebirge, wo die ersten Kämpfe erwartet wurden. Parallel dazu wurde Ajana vorgestellt, die ein seltsames Kleinod geerbt hatte, sowie die Gegnerin, die den nächsten Schlag plante. Es dauerte einige Seiten, bis alle Charaktere eingeführt und sich der Großteil zusammen fand.

Der Einstieg hat mir ein wenig zu lang gedauert, auch waren die vielen Wechsel zwischen den Figuren recht anstrengend, vor allem bei Ajana, die mich am meisten interessierte. Dennoch war es gut umgesetzt und verknüpft. Durch den langen Einstieg lernt der Leser die Figuren kennen und wird gut in die Thematik eingeführt.

Kleines Manko waren die vielen Personen. Immer wieder wurden neue Charaktere eingeführt, was später recht anstrengend war. Insgesamt hat der Leser es mit 20-30 Namen zu tun, das war leicht zu viel. Aber sie ließen sich recht gut auseinander halten und waren zudem im Verzeichnis noch einmal aufgeführt.

Die Charaktere selbst gefielen mir wiederum sehr gut. Sie passten zu ihrer Blutabstammung und waren authentisch. Es gibt die fünf verschiedenen Stämme der Menschen, dazu die Elben, die Uzoma, das kleine Volk und dann noch Ajana, das Mädchen, dass eine große Aufgabe vor sich hat. Alle haben ihre Eigenschaften, Götter, Rituale, Geschichten und Besonderheiten. So sind bei den Wunand die Frauen die Kriegerinnen und die Raiden haben eine spezielle Bindung zu den Falken. Die Gemüter entsprechender der Abstammung und waren wirklich interessant ausgearbeitet.
Ajana ist wohl die wichtigste Person und in ihrem Charakter am unbeständigsten. Als junges Mädchen wird sie aus ihrer Welt gerissen und muss plötzlich eine Aufgabe erfüllen, von der sie noch nichts wusste. In Bayard, Keelin und Maylea findet sie starke Unterstützung.
Die meisten sind mir sehr ans Herz gewachsen, waren gut nachvollziehbar und auch die Beziehungen, inneren Antriebe waren gut dargestellt.

Zweites Manko war die wenige Magie. Von den Elben wurde die ganze Zeit behauptet, dass sie sehr mächtig und magiebegabt sind. Die einzige Magie geht von Inawhen aus, die allerdings »nur« Gedanken lesen kann, viel mehr bekommt der Leser nicht gezeigt. Die beiden großen Priesterinnen sind Gaelithil (die tot ist) und Vhara (die Böse). Allein von letzterer bekommt der Leser eine Kostprobe.
Auf die Runen ist ebenfalls nur wenig eingegangen worden. Das Amulett und seine Funktion wurde beschrieben, aber sonst nichts mit der Macht getan. Das war ein wenig schade, da ich auch mehr Magie erwartet hatte.

Ein Riesenpluspunkt für die schöne Karte (Gebundene Ausgabe) und den langen Anhang. Es gibt ein Glossar, ein Runenverzeichnis, ein Stammesverzeichnis und sogar Liedtexte. Zu dem Buch wurde ein Soundtrack geschrieben. Die CD ist meist bei den gebunden Büchern dabei, aber die Tracks sind auch im Internet zu finden (entsprechender Link ist im Buch angegeben).

Sprache und Umsetzung gefielen mir gut. Es ließ sich recht schnell lesen, auch die teils ältere Sprache passte gut in das Gesamtbild. Einige Wiederholungen oder die Sprünge waren aus meiner Sicht nicht so gut. Klar, es ging um Spannungssteigerung, aber am liebsten hätte ich das Buch dann gegen die Wand geworfen... Oh, von daher war der Sinn erfüllt ;)
Was irritieren war, war die Länge. Es war recht schnell klar, worin die Aufgabe bestand, dennoch verstand ich nicht, wieso das so viele Seiten dauern sollte. Es kam mir auch insgesamt leicht zu lang vor. Aber die Autorin hat das beste rausgeholt, sodass es zumindest nicht langweilig wurde.

Das Ende war wieder kein rechtes Ende, für den Leser geht es im zweiten Teil weiter. Auch fehlte mir noch irgendetwas besonderes. Klar der Showdown kam schon, war auch spannend, aber irgendwie war das Buch nicht abgeschlossen und es muss quasi weiter gelesen werden.

Fazit:
Trotz einiger Mängel konnte mich das Buch überzeugen und ich habe bereits den zweiten Band begonnen. Ich hoffe jetzt auf eine Steigerung und mehr Einblicke in die Magie. Dennoch ist es ein schönes Fantasy-Abenteuer, mit coolen Charakteren und einer chicken Welt, die zu erkunden Spaß macht.

Von mir 3,5 von 5 Sternen!

eure Maria

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