Sonntag, 14. April 2013

Rezension: "Die Kämpferin" - Joshua Palmatier








Titel: Die Kämpferin
Autor: Joshua Palmatier
Genre: High Fantasy
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 571
Preis: 8,99€









Der Klappentext:
Gestern war Varis eine Diebin in den Gassen von Amenkor. Heute ist sie die Herrin der Stadt. Aber der Geisterthron, in dessen Namen sie herrscht und der das Wissen aller Regentinnen von tausend Jahren enthält, ist zerborsten. Doch es gibt eine Legende, wonach es in der Schwesterstadt Venitte einst ein Gegenstück zu dem Thron von Amenkor gegeben haben soll. Venitte ist eine Brutstätte von Politik und Intrigen, regiert von einem zerstrittenen Rat, dessen Parteien sich bis aufs Blut bekämpfen. Außerdem stehen die Invasoren, die einst Amenkor heimsuchten, nun vor den Toren. Und von einem zweiten Geisterthron gibt es dort nicht die geringste Spur.

Die Rezension:
Also ehrlich gesagt, war ich nach dem zweiten Band abgeneigt die Reihe fortzusetzen, was allerdings auch daran lag, dass ich erst mal nichts über/mit Schlachten lesen wollte. Und Nach den Angriffen in Band zwei, war es naheliegend, aber zum Glück haben sie sich nicht die ganze Zeit die Köpfe eingeschlagen.

Allerdings hat mich das Buch dann doch überzeugen können und einiges nach dem letzten Band herausgerissen.
Es setzt kurz nach dem Ende von »Die Regentin« ein. Der Thron ist zerstört, die Chorl zurückgeschlagen. Die Bewohner Amenkors räumen auf, bauen Schiffe und Mauern und bereiten sich auf einen weiteren Angriff vor, als ein Schiff aus Venitte eintrifft. Spannung liegt in der Luft, da keiner, auch nicht der Leser, die Neuankömmlinge einschätzen kann.

In diesem Buch gerät auch Varis an ihre Grenzen als Regentin, nicht nur, weil ihre Kräfte schwächer geworden sind. Kaum einer außerhalb Amenkors scheint ihre Position zu akzeptieren. Da sie die Mauern Amenkors hinter sich lassen kann, ist sie in den Augen vieler nicht die Regentin, denn bisher konnte keine das Einflussgebiets des Thrones verlassen. Andere glauben nicht länger an ihre Macht, da der Thron gebrochen und somit keine Regentin mehr nötig ist. Vor allem in Venitte, wo der zweite Thron als verschwunden gilt, werden die Begabten weniger geachtet und haben geringeren Einfluss als in Amenkor.

Obwohl der Geisterthron zerstört wurde, hat Varis weiterhin träume von Cerrin, die sie nicht haben dürfte. Sie entstammen keiner der geteilten Erinnerungen und müssen daher anderen Ursprungs sein. Mit gefiel sehr gut, dass der Thron weiterhin eine wichtige Rolle spielt, vor allem als klar wird, dass der zweite Thron, der bei der Erschaffung vor 1500 Jahren entstand, noch existieren musste und für Varis' Träume verantwortlich ist. Da der Thron zu den zentralen Elementen gehört, fand ich es gut, dass er auch im letzten Band nicht vergessen wurde.

Des weiteren hat mir sehr gut gefallen, dass es über die Grenzen des bisher bekannten (Amenkor) hinausgehr. Eine andere Stadt kommt hinzu, mit eigener Architektur, Kultur, Struktur und einem gänzlich anderen System. Aber auch der Unterschied zwischen den Begabten Amenkors und Venittes ist interessant dargestellt. Dazu kommen noch die Chorl-Begabten in deren Lehre der Leser ebenfalls Eindrücke erhält.
Bei »Die Regentin« wurden die Chorl vorgestellt, um die es auch weiterhin geht, und in »Die Kämpferin« gibt es eine neue Stadt, in der sich Varis bewähren muss. Es gibt viele Schwierigkeiten und Hürden, zu denen vor allem er Rat beiträgt.

Die Charaktere waren gewohnt gut. Schön war, dass auf einige bekannte mehr eingegangen wurde, als bisher und wieder das neue Personen hinzu kamen. Jeder hat seinen kleineren oder größeren Auftritt. So erreicht das Buch keinen Stillstand, sondern bleibt, was die Figuren angeht, weiterhin interessant. Gut war auch, wie die Figuren miteinander agieren und aufeinander reagieren. Die Leibwache von Varis bewegt sich mit ihr, ahnt ihre Gedanken voraus oder kommt ihr zuvor. Auch ist das Verhältnis zwischen Avrell und Varis entspannter als bisher, teils sogar belustigend. Beide haben sich mit dem anderen abgefunden und versuchen das beste daraus zu machen.

Insgesamt passiert ziemlich viel, egal ob es jetzt Angriffe oder Lehreinheiten sind. Ich empfand vieles als Interessant und auch gut umgesetzt, dass es mir schwer fällt, weitere Besonderheiten hervor zu heben. Es war gut geschrieben und wesentlich spannender als »Die Regentin«. Ich habe wieder richtig Lust auf die Reihe und weitere Bücher des Autors bekommen.

Ein kleines Manko war die fehlende Karte. Eine kleine Übersicht, entweder über die Städte oder das Land/ die Küste, hätte nicht geschadet und einiges leichter gemacht. Solche Kleinigkeiten sind manchmal ganz hilfreich, es ging zwar auch ohne, aber manchmal war ich doch etwas orientierungslos.

Das Ende, ein leidliche Thema. Diesmal ist auch nicht wirklich von einem Ende die Rede. Es war gut umgesetzt und mitreißend, aber es vermittelte eher den Eindruck (von der letzten Seite her), dass noch Bücher folgen würden. Die Handlung wurde abgeschlossen und es gab sogar noch eine Überraschung für den Leser. Alles in allem gut, aber ein wenig unbefriedigend, weil es nicht weiter geht und die Reihe vorbei ist ;) Aber ein schöner Rahmen zum ersten Buch.

Fazit:
Für mich war es wesentlich besser und spannender als der vorhergehende Band.
Ich habe das Buch gern gelesen und kann Band 1 und 3 auch sehr empfehlen. Für Band 2 würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen.

Ein guter Abschluss der Geisterthorn-Trilogie und von mir 4,5 von 5 Sternen!

Rezi zu Band 1
Rezi zu Band 2

eure Maria

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