Freitag, 29. März 2013

Rezension: "Morgenrot" - Tanja Heitmann









Titel: Morgenrot
Autor: Tanja Heitmann
Genre: Romantasy/ Mystery
Verlag: Heyne
Seiten: 479
Preis: 8,95€









Der Klappentext:
Liebe mit Biss! 
Als die junge Studentin Lea in der Villa ihres Professors auf Adam trifft, ist sie vom ersten Augenblick an gebannt. Adam ist unwirklich schön, schweigsam – und er hat ein tödliches Geheimnis: Er ist von einem Dämon besessen, der ihn dazu zwingt, Lea auf die dunkle Seite zu ziehen. Doch mit aller Macht kämpft er dagegen an. Denn er liebt Lea. Eine Liebe, in der ein einziger Kuss alles verändern kann. 
Tanja Heitmann legt ein außergewöhnliches Debüt vor: romantische Mystery mit dem originellsten Vampir-Konzept seit langer Zeit.


Die Rezension:
Ein Buch, dass ich seit einer Weile immer wieder auf dem Schirm habe und bei dem ich mich nie entscheiden konnte, ob ich es lesen will, oder nicht. Es gibt die unterschiedlichsten Rezensionen von »Eine Enttäuschung« bis zu »Genial!«, ich selbst bin unentschlossen und tendiere zur Mitte.

Es beginnt mit einem scheinbar normalen Abend in einer Bar, allerdings wirkt die Protagonistin alles andere als normal. Sie ist panisch und angespannt. Sie kann sich nicht loslösen und hat Angst vor irgendetwas. Als sie endlich etwas lockerer wird, friert sie wieder ein. Das war der Prolog, danach kommt der eigentliche Anfang. Lea ist Studentin und hat ein Auslandssemester eingelegt. Eines Abends ist sie bei ihrem Professor eingeladen, hat aber nur Augen für Adam, ein Mann der in dem Haus wohnt. Die kommenden Wochen durchlebt sie ein einziges Emotionschaos, bis Adam endlich zu ihr kommt. Doch das macht es auch nicht besser.

Und schon ein Detail, welches mich nervt. Die Emotionen. Erst ist sie schüchtern und emotional nicht zu erreichen, dann verzehrt sie sich vor Sehnsucht und dreht anscheinend total durch. Ihr Denken dreht sich einzig um Adam und dass sie ihn wiedersehen muss. Das fand ich schon recht anstrengend, zumal die Emotionen auch später nicht immer nachvollziehbar sind. Entweder es ist zu übertrieben oder zu plötzlich. Das hat es mir erschwert an die Personen heranzukommen, da sie schwer nachvollziehbar waren.

Vom Charakter her ist Lea recht schwach. Alles dreht sich nur um Adam und sie selbst hat kaum Stärken. Oft ist sie das Opfer, im Weg oder handelt einfach nicht rational, obwohl das bei ihr so angepriesen wird. Irritiert hat mich auch, dass sie sich mitten im Kampfgetümmel einfach hinsetzt und die Augen schließt (nein, sie hat keine tollen Fähigkeiten (weder unsichtbar machen noch Gegner sprengen)) statt wegzurennen oder sich zu verstecken. Diese Fixierung und das nicht-loslassen-können hat mich auch ein wenig gestört. Ohne Adam würde sie vermutlich sterben, hatte ich das Gefühl.
Adam hat mir schon besser gefallen, auch wenn er ebenfalls nicht so ganz nachvollziehbar war... Erst will er in ihrer Nähe sein, dann aber keine Nähe zulassen. Er redet nicht mit ihr, hält sie auf Distanz, aber läuft ihr laufend nach. Ich habe es nicht ganz verstanden. Klar, er hat einen Dämon in sich der Lea will. Es ist auch nicht ganz klar, ob der Dämon in sie oder sie zerfleischen will. Ansonsten war er mir trotzdem sympathisch. Er war um Lea bemüht und als Tarnung hat er seine Aufgabe vorgeschoben. Die Distanz fand ich auch schwierig, aber er war dennoch greifbarer als Lea.
Von der Darstellung her waren die Charaktere gut, die Autorin hat auch alles gut durchgehalten bis zum Ende, aber richtig sympathisch oder nachvollziehbar waren die Personen eben nicht.
Ähnlich war es bei den Nebencharakteren. Was war Adalberts Antrieb? Wirklich nur die Zurückweisung? Strange. Warum haben alle Angst vor Pi? Wer ist Pi überhaupt? Was kann er/ sie?
Hier und da gab es eben auch noch Lücken und die Motive waren noch nicht ganz klar, ansonsten waren sie interessant und ich hätte gern mehr erfahren.

Ein Vergleich mit der Biss-Reihe ließ sich auch nicht vermeiden. Allerdings wurde das recht schnell weniger. Zum Glück.
Das mit dem Dämon war zu gut um es zu sehr Richtung Biss abdriften zu lassen. Schade war das mit dem Blutsaugen, da hatte ich bei einem Dämon auf mehr gehofft, schließlich ist Blutsaugen schon ein alter Hut, aber okay, Heitmann hat das Beste daraus gemacht. Die Idee, dass Lea Adam beißen muss, um sich zu verwandeln, war da eine gute Abwechslung. Gern hätte ich da noch mehr von gehabt. Aber das war an sich ein guter Vampir-Dämon-Mix.

Des weiteren gut war die Sprache und der Schreibstil der Autorin. Manchmal sehr geradlinig und distanziert, dann sehr nahe an der Person, brutal, exakt, einfühlsam und leicht/flott zu lesen. Dazwischen sehr schöne Beschreibungen, die dem Buch auch etwas Surreales geben, wenn sich Lea in ihren Gedanken verliert und eine ganze Welle von schön gemalten Bildern die Seiten fluten. Da hätte ich auch gern mehr von gehabt, denn es hat Spaß gemacht das zu lesen.

An sich gefiel mir das Buch ganz gut. Es war nicht nur Liebe und Sehnsucht, sondern auch Action, einige Verwicklungen und interessante Charaktere. Gut war auch, dass nie alles gut war. Auf Liebesromane muss ich Lust haben und selbst da nervt mich dieses klassische Schema: Sie treffen sich, mögen sich nicht, kommen dann doch zusammen, irgendwann passiert was blödes, kurzer Bruch und am Ende sind sie doch wieder zusammen. Da war dieses Buch origineller. Es dauert sehr lange, bis sich eine Beziehung entwickelt, obwohl sie da schon viel Zeit miteinander verbracht haben. Es herrscht eine Spannung und Anziehung zwischen den beiden, aber richtig klappen tut es nicht. Dazwischen gibt es auch viel Spannung, viel schlechtes das passiert und die Nebenaktivitäten stehen ebenso im Vordergrund, wie die Liebesbeziehung.

Das Ende... Also an sich ist der eine Strang abgeschlossen, oder das zentrale Probleme, aber andererseits war ich auch wieder frustriert beim Zuklappen des Buches, weil es so offen war. Theoretisch könnte man nach dem Buch auch abschließen. Es gab nicht nur am Ende Action, sondern auch zwischendurch und zuletzt war es auch ganz anders als erwartet. Aber trotzdem ein wenig unbefriedigend.

Fazit:
Viele emotionale Höhen und Tiefen, aber kaum Überraschungen in er Handlung. Eine gute Idee, auch gut umgesetzt, aber doch einige Mängel, vor allem bei den Personen. Der Hauptcharakter war mir einfach nicht sympathisch, aber das Buch konnte sich durch die gute Umsetzung, die Sprache und die Idee noch retten. Ganz überzeugt hat es mich nicht, ich warte auf den zweiten Band und hoffe auf Besserung.

Von mit 3 von 5 Sternen.

eure Maria

Dienstag, 26. März 2013

Rezension: "Plötzlich Schutzengel" - Stefan Link

Ein Buch, das sich zu lesen lohnt ;)





Titel: Plötzlich Schutzengel
Autor: Stefan Link
Genre: Krimi / Satire
Seiten: 246
Verlag: Titus Verlag
Preis: 9,90€









Der Klappentext:
Zurzeit gibt es 6.941.290.177 Menschen auf Erden, und jeder von ihnen hat seinen eigenen Schutzengel. 
Die drei Freunde Thomas, David und Leander werden ermordet. Alles sieht aus, als wäre es ein Unfall gewesen. Die drei wachen jedoch in einem Vorzimmer zum Himmel auf, sollen nun plötzlich Schutzengel sein. Ausgerechnet von der Frau, die sie alle drei geliebt haben. Aber auch sie wird bedroht. 
Ein spannender Kriminalroman mit einer gehörigen Portion Humor. Der Autor Stefan Link in seinem Element.

Die Rezension:
Genial, einfach nur genial! Schon bei der Lesung war ich sehr angetan von dem Buch und es hat mich nicht enttäuscht!

Eigentlich mag ich keine Krimis. Als Serie im Fernsehen vielleicht noch, aber nicht als Buch. Gut für mich, dass in dem Buch die Schutzengel im Vordergrund stehen und nicht so ganz der Krimi. Viel mehr geht es um die Ausbildung und Aufgaben der Engel und der Krimifall ist ein gut eingeflochtener Bonus. Zumindest habe ich das so gesehen.

Es geht gleich auf der Kirmes los. Die Jungs stellen sich der Mutprobe, mehr oder weniger freiwillig und das Drama nimmt seinen Lauf, als sich die Gondel löst. Der Leser weiß recht schnell, dass es kein Unfall, sondern Mord war. Das erfahren die Opfer allerdings erst später im Buch.
Mit dem Erwachen er drei wird es erst richtig komisch. Schon auf der Kirmes bekommt der Leser einen guten Eindruck vom Charakter und der Ausdrucksweise der Drei, im Basislager wird das noch witziger.

Am meisten sticht wohl Leander heraus, bzw ihn kann man am besten erkennen. Er ist zurückhaltend, ein wenig ängstlich, geradlinig und ein Besserwisser. Dadurch wird er zum beliebten Opfer der beiden anderen.
David und Thomas sind sich recht ähnlich. Große Sprüche, Aggressivität und ein riesiges Ego. Klingt nicht gut? Ich fand sie urkomisch und irgendwie sympathisch. Sie sind schräg, sie sind beleidigend und trotzdem habe ich sie ins Herz geschlossen.
Später kommen auch noch mehr Facetten im Charakter dazu, die Jungs entwickeln sich weiter, werden noch sympathischer und wirken noch runder. Jeder hat eben sein Päckchen zu tragen.
Es kommen noch viel mehr Personen vor. Gabriel alias Gabe alias Chuck, Luisa, Weigel und Max und noch viel viel mehr. Sehr viele Namen und Infos. Die Personen sind alle gut umrissen, dass sie sich leicht unterscheiden lassen. Ich hatte erst bedenken, dass ich mit den Namen durcheinander komme, aber es ging doch ganz gut. Teilweise habe ich sie hingenommen und ignoriert, um nicht den Überblick zu verlieren und die wichtigeren zu behalten ;)
Zu Anfang waren mir einige Personen noch zu ähnlich. Irgendwie hatte jeder eine große Klappe und wollte sich aufspielen, das hat mich ein wenig irritiert. Aber das wurde ja besser und die Personen klare.

Der Schreibstil ist sehr locker und jugendlich. Lässt sich flüssig lesen und ist auch sehr zielgerichtet. Es ist recht viel Gerede dabei, also auf viele großartige und blumige Beschreibungen braucht der Leser nicht warten. Es ist alles gut gezeichnet, ich wusste immer wo ich bin und wie es aussieht, aber die Beschreibungen waren auf das wichtigste reduziert und es gab kein unnötiges Geschwafel. Für mich ein Pluspunkt, da größere Ausführungen nicht zum Buch gepasst hätten und es so auch schön schnell voran ging.

Die Handlung selbst ist witzig umgesetzt. Die Jungs müssen erst einige Tests bestehen, um wirklich echte Schutzengel sein zu dürfen. Der »Preis« ist, dass einer von ihnen Luisas Schutzengel wird. Gut fand ich, dass es nicht zu sehr in einen Konkurrenzkampf ausgeartet ist. Sie ärgern sich zwar oft und alles, aber es ist kein Ellenbogenkampf. Jeder hat eine andere Motivation, aber alle stehen auf Luisa und wollen sie schützen. Dass sie durch ihre Aufgaben erfahren, dass sie ermordet wurden, bringt sie dazu, dass sie versuchen zu ermitteln ohne ermitteln zu können. Oft kreuzen sich ihre Wege mit denen der Beamten. Es ist lustig und spannend zugleich und ein paar herumschwirrende Hormone gibt es auch noch.

Der Krimifall ist so eine Sache. Ich habe da keine Ahnung von, empfand ihn aber als gut eingebaut und nicht als zu dominant, da mir anderes wichtiger erschien. Zu Beginn war es auch nicht eindeutig, wer der Täter war, später ist es aber eindeutig, was ich auch nicht schlecht fand. Eingefleischten Krimifans ist das vielleicht zu wenig, da es eben so offensichtlich ist und dem ein oder anderen wohl auch zu wenig hin und her beim Rätseln ist. Mir hat es dagegen ausgereicht.

Das himmlische System gefiel mir echt gut, auch dass Gabriel und Petrus aufgetreten sind. Der Himmel oder eher das Basislager waren gut durchdacht, es hat alles Sinn gemacht und witzig war es obendrein. Schutzengel sein ist eben nicht so einfach, wie es klingt. »Ich brauche nur zu schnippen, David!« Tja ja, die Psychohölle mit den Krankenhaushemdchen.

Das Ende ist so eine Sache. Ich fand es gut. Sogar sehr gut. Das Buch wirkt dadurch abgeschlossen, hält sich aber auch die Möglichkeit offen, die Geschichte fortzusetzen. Zudem war es schön rund und ich war ganz wehmütig, als ich das Buch zuklappen musste. Am liebsten hätte ich von vorn angefangen ;)

Fazit:

Das Buch bietet Krimi, ein wenig Action, ein Hauch Liebe und jede jede Menge Humor. Eine schöne Unterhaltung, vor allem bei schlechter Laune, langen Zugfahrten oder muffeligen Montagen. Aber auch sonst ein Buch für jede Lebenslage, wie ich meine. Bis auf die kleinen Makel bei den Personen ist es rund und schöne Unterhaltung und definitiv etwas neues im Bereich Engel und Krimi. Ich freue mich auf kommende Werke von diesem Autor und kann das Buch »Plötzlich Schutzengel« nur empfehlen.

Hier der Link zum Interview auf dem Ghostreader.


4,5 von 5 Sternen von mir!

eure Maria

Sonntag, 24. März 2013

The Next Big Thing Blog Hop - Fragen und Antworten

Danke an David Michel Rohlmann der mich markiert hat.
Die Fragen drehen sich um mein aktuelles Schreibprojekt, was einige Blogleser vielleicht schon kennen. 

Für alle Interessierten gibt hier die Fragen =)

Wie ist der Arbeitstitel Ihres Buches? 
Leicht zu beantworten, die Geschichte heißt Neela und ist aber mehr eine Novelle im Schreibprozess als ein Buch.

Woher kam die Idee für Ihr Buch?
Das ist schwieriger. Eigentlich wollte ich nur eine Kurzgeschichte schreiben, aber irgendwie wurde da etwas längeres draus. Ich hatte eine abgerissene Frau im Kopf, an einer Klippe. Dann kreisten die Gedanken: Wie kam sie dahin? Warum ist sie da? Warum ging sie nicht weiter?
Es sollte eine Liebesgeschichte werden, zumindest im weitesten Sinne. Nachdem ich den Teil an der Klippe hatte fing ich von vorn an zu schreiben. Inspiriert hat mich dabei der Film Snow White & the Huntsman, als auch die Musik von Red Riding Hood. Dabei kamen immer wieder neue Ideen und ich schickte meine Neela einmal quer durchs Niemandsland. Jetzt ist sie zwar ein Stück weiter, aber irgendwie hab ich doch noch viel zu viele Sachen, die passieren könnten. Manchmal hab ich ein Bild im Kopf oder eine Figur. Das meiste kommt immer beim Schreiben selbst und die Personen leiten mich.


Unter welches Genre fällt Ihr Buch?
Öhm, ich glaube Fantasy, könnte auch High Fantasy sein, bin mir da nicht ganz so sicher ;)


Wie heißt die Ein-Satz Zusammenfassung Ihres Buches?
Neela läuft. Ist leider so, Neela ist die meiste Zeit am Laufen. Aber eigentlich ist es ganz cool, es passiert viel und ich hoffe, dass es im Niemandsland abwechslungsreich genug ist.


Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filmumsetzung spielen?
Wenn ich da schon drüber nachgedacht hätte, wüsste ich vielleicht eine Antwort. Also entweder unbekannte Schauspieler oder Jennifer Lawrence als Neela, das könnte ich mir am ehesten vorstellen. Meine Schiffscrew könnte auch von richtigen Haudegen gespielt werden und einer von Michael Herbig, das fände ich witzig. Aber im großen und ganzen muss es ja erst einmal dazu kommen ;) Wenn es soweit ist, würd ich aber gern mitreden wollen!

Werden Sie Ihr Buch selbst verlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten? Also der Plan ist, dass ich erst einmal versuche einige Verlage anzuschreiben und joa, ma gucken nichte, muss ja erst mal fertig werden. Wenn gar nix geht, dann stell ich selbst was auf die Beine.

Wie lange haben Sie gebraucht um den ersten Entwurf Ihres Manuskripts zu schreiben?
Tja... Es ist noch im Entstehen, seit Juni '12 schreibe ich daran, aber immer wieder mit längeren Pausen, bedingt durch Uni, Unlust und die üblichen Ausreden und Hemmnisse... Allerdings hab ich einen Plan für die kommende Zeit und da sollte es besser laufen. Hoffentlich.

Mit welchem anderen Buch in diesem Genre würden Sie Ihr Buch vergleichen?
Öhm... Schwierig, rein vom Aufbau her mit diversen Episodenromanen. Genauso gut geht aber auch ein dunkles Märchen. Aber ansonsten... Weiß ich kein gutes Buch, auch würde ich es ungern vergleichen wollen, es soll schließlich einzigartig werden, zumindest war das der Plan.

Was sonst könnte das Interesse des Lesers für Ihr Buch wecken?
Ich hoffe mal das Interesse ist schon durch einige Auszüge geweckt und meine Posts. Wenn es soweit ist, werde ich Neelas Welt weiter anpreisen. Illustrationen sind geplant, die Lust auf mehr machen sollen und ansonsten wird das Niemandsland und der Wahnsinn sein übriges tun, hoffe ich. Immerhin gibt es riesige Skorpione und Schlangen, einen finstren Wald, Drachen, Harpyien, Gargoyle und einiges mehr. Vielleicht findet ja der ein oder andere Leser Gefallen daran und empfiehlt sich weiter ;)

Ach so, demnächst schreibe ich weiter, also bleibt gespannt =)

eure Maria

Samstag, 23. März 2013

Leipzig - Buchmesse und Kaufwahn 2013

Ein wenig verspätet kommt hier mein Bericht von der Leipziger Buchmesse 2013. 


Ganz ehrlich, wirklich viel ist nicht passiert, aber schön wars =)

Am Donnerstag hieß es für meinen Freund und mich: "Auf nach Leipzig!". Zu nachtschlafender Zeit kam der Zug (9:21) und wir machten uns auf den Weg. Unser Hotel lag ziemlich nahe an der Messe dran, 10-15 Minuten Fußweg. Damit auch nahe zu dem Bahnhof "Messe". Nachdem wir leichte Orientierungsprobleme hatten, auch überlegten in einem anderen Hotel (welches wir zuerst fanden) einzuchecken, gelang es und dann doch irgendwann und wir hatten beim Laufen genug Zeit die Messehallen von außen zu bestaunen. 
Nach dem Rumgelaufe war an dem Tag allerdings nur noch Nahrungsaufnahme und Planung möglich... 

Der ursprüngliche Plan war simpel: 

Donnerstag -> nix
Freitag -> Messe, Treffen mit Kollegen
Samstag -> ma gucken (Zoo oder so)
Sonntag -> Heim
Plan war dann etwas anders. Durch Kommunikationsunstimmigkeiten mit einigen Kollegen war für uns Samstag Messetag (Merke für folgende Jahre: nie wieder!). 

Aber zurück zu Freitag. Bei unserer Wanderung durch das schöne Leipziger Industriegebiet (oder was es war) zum Hotel, wurden uns zwei Flyer in die Hand gedrückt. Ich würde die Begegnung mit den netten Damen ja als FATAL!!! beschreiben, aber nun gut. Urteilt selbst. Auf dem Flyer stand: Momox Lagerausverkauf. über 500.000 Bücher. Alles 1€.

Mein Freund und ich guckten auf den Wisch, guckten uns an und ja... Was sollten zwei Bücherwürmer anderes machen als hingehen?
Wir nutzten unseren freien Freitag also um zu diesem Lagerausverkauf zu gehen. Der lag übrigens günstig, 20 Minuten vom Hotel entfernt. Wir witzelten erst noch, dass wir am Ende nichts finden würden... Wie unwissend und naiv wir doch waren.
Ach so, Momox ist sowas ähnliches wie Rebuy, wo jeder seine Bücher, CDs, DVDs und so weiter verkaufen kann. Momox kauft die Sachen an und verkauft sie über Medimops. Es war also schon vorher klar, dass wir definitiv etwas finden würden. 
So war es dann auch. Nach kurzer Zeit hatten wir die Hände voll, holten uns einen Wagen und nach 3 Stunden war auch der gut mit Büchern und DVDs beladen. Wir guckten zum Wagen, guckten uns an, zählten nach, rechneten durch, wie viel Geld wir dabei hatten (nur Barzahlung) und sahen uns wieder an. Zweifelnd aber auch glücklich. Zwischendurch haben wir auch einige Sachen aussortiert... Aber ich will nicht lügen, es waren 57 Sachen. Geht, ne? Als die netten Kassierer dann allerdings die Pakete (!) packten, wurde uns langsam bewusst, dass wir ja nur mit Koffer und Rucksack in Leipzig waren... Aaaach egal, dachten wir uns. Das klappt schon irgendwie. 
Der Weg zum Hotel kam uns plötzlich ziemlich lang vor. Viel zu lang. Irgendwann war es auch nicht mehr witzig und wir waren froh, als wir unser Ziel erreicht hatten, die beiden Kisten auspacken und die Ware durchgucken konnten. Das Logistikproblem wurde gelöst, indem wir beschlossen, mir meine Sachen per Post nach Hause zu schicken. 
Nach kurzer Verschnaufpause ging es ins Zentrum zum Autorentreff mit unseren Kollegen. Da ein Freund von uns eine Lesung an dem Abend hatte, beschlossen wir, hinzugehen (ich wollte da sowieso hin, die Gruppe hat sich netterweise meinem Willen gebeugt ;) ). Zielsicher - mit Stadtplan - durch das eiskalte Leipzig. Wieder einmal waren wir froh, als wir das Ziel fanden. 
Die Lesung von Stefan Link hat mir sehr gut gefallen. Kennengelernt haben wir uns über eine - inzwischen offline gegangene - Plattform, wo jeder seine Werke einstellen konnte. Zu der Zeit habe ich schon einiges von Stefan gelesen und freute mich deshalb ihn live aus seinem Roman lesen zu hören. Und es war wirklich witzig. "Plötzlich Schutzengel" ist ein Buch, auf das ein zweiter Blick nicht schadet. 
Der Abend war an sich auch sehr schön, auch wenn diesmal nicht so viele Leute von "uns" da waren, wie sonst. Dennoch war es spannend wieder die Gesichter hinter den Geschichten und Projekten, sowie alte Freunde zu treffen. Danke an dieser Stelle an alle Beteiligten für den schönen Abend!
Der
Samstag war für uns recht anstrengend. Nachdem wir am Vortag schon so lange auf den Beinen waren, sollte es jetzt auf die Messe gehen. Ganz ehrlich... Als ich früh aufstand hatten meine Füße und Beine schon keinen Bock auf den Tag. Irgendwie motivierten wir uns dann doch zum Aufstehen, schließlich musste noch ein Buch gekauft werden. 

An dieser Stelle ein Tipp für alle Messebesucher und die, die es werden wollen: Wenn ihr auf der Messe laufen, oder zumindest halbwegs normal durchgehen wollt -> Geht nicht Samstag!
Es war voll, voller, am vollsten. Aber immerhin war endlich schönes Wetter.
Einige Lesungen, die wir sehen wollten, haben wir durch schlechtes Timing, Planlosigkeit und Besucherstau nicht geschafft. Durch die vielen Cosplayer (verkleidete junge Menschen), die zwar schick aussahen, aber leider vor allem Samstag zur Messe strömen, waren wir wenig erpicht darauf uns in Halle 2 aufzuhalten. Diese quillte vor Cosplayern nur so über. 
Aber ich wollte ja noch ein Buch. Wir quetschten uns als durch Halle 2 zu Halle 4 um Stefan Link zu erreichen. Am Lesungsabend gab es anscheinend keine Bücher. Als Entschädigung bekam ich dafür einen schönen Spruch und ein Autogramm vom Autor. Rezension folgt, wenn ich mit dem Werk durch bin, die Zusage zum Interview habe ich auch schon ergattert. =) 
Nach einem kurzen Plausch warfen wir uns wieder in den Besucherstrom und schlichen durch die Hallen. Da das mit den Lesungen gelaufen war, waren wir etwas planlos, was wir jetzt eigentlich suchten (Bücher hatten wir inzwischen auch mehr als genug), dass wir nach wenigen Stunden und noch einem kurzen Treffen mit Alfred, den Rückzug antraten. Mehr hätten wir auch nicht durchgestanden. 
Wir haben viel gesehen, sehr sehr viel. So ziemlich jeder Verlag war vertreten, den man so kennt und natürlich Unmengen, die noch recht unbekannt sind. Alles in allem recht interessant und für das nächste Jahr haben wir beschlossen, uns einen besseren Plan zu machen ;)
Den Rest des Tages verbrachten wir kurz im Zentrum, um das Paket abzugeben und was zu essen. Glücklich und hundemüde schleppten wir uns zurück ins Hotel und schmiedeten die ersten Pläne für das nächste Jahr. 
Am
Sonntag hieß es wieder Abschied nehmen und nach Hause fahren. Nach einem leckeren Frühstück beim Bäcker ging es zurück. Alle Bücher und DVDs haben ihren Platz im Gepäck gefunden und es sicher durch Deutschland geschafft.

Alles in allem war es schön in Leipzig und wir freuen uns aufs nächste Jahr!

eure Maria

Mittwoch, 6. März 2013

Rezension: "Die Bestimmung" - Veronica Roth



Cooler Auftakt!





Titel: Die Bestimmung
Autor: Veronica Roth
Genre: Fantasy / Dystopie
Seiten: 475
Verlag: ctb
Preis: 17,99€








Der Klappentext:
Der New York Times Bestseller: Ein aufwühlender, fesselnder Roman über die Welt von morgen
Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen … Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie. Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft. Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

Die Rezension:
»Klingt ja ein wenig wie Panem« war mein erster Gedanke, als ich den Klappentext las. Aber gut, klingt ja trotzdem ganz gut. Und ich muss sagen, es hat mich überraschen können, auch wenn der Panem-Eindruck nie ganz verschwand.

Es geht mit dem Eignungstest los. Jeder 16-jährige muss sich diesem unterziehen. Dieser Text gibt einen Hinweis darauf, welcher Fraktion sich die Jugendlichen am nächsten Tag anschließen können. Das Leben der Menschen wird von den Fraktionen bestimmt und die Kinder bekommen die Chance zu wählen. Allerdings ist diese Wahl alles andere als einfach. Sie können sich für und gegen ihre Fraktion entscheiden, in der sie aufgewachsen sind. Wenn sie wechseln, lassen sie damit alles hinter sich. Zudem verlangen alle Fraktionen eine Art Aufnahmetest, d.h. nur weil sich ein Jugendlicher für eine Fraktion entschieden hat, muss er nicht unbedingt aufgenommen werden. Sie können auch als Fraktionslose enden.
Am Tag ihrer Bestimmung wählt Beatrice, die Protagonistin, nicht ihre eigene Fraktion, sondern die der Ferox. Die ersten Prüfungen folgen kurz darauf. Danach muss sie lernen zu kämpfen und sich zu behaupten, damit sie in die Fraktion aufgenommen wird.

Die Grundlegende Idee fand ich ziemlich gut. Jede Fraktion ist anders und zeichnet sich durch bestimmte Charakterzüge und Verhaltensweisen aus. Die Altruan sind selbstlos und opferbereit, die Candor offen und ehrlich, die Ken wissbegierig und neugierig, die Ferox mutig und kämpferisch, die Amite freundlich und hilfsbereit. Mir hat sehr gut gefallen, dass sich diese Eigenschaften oft auch im Verhalten der jeweiligen Leute widerspiegelt und sie die vermittelten Werte nicht vergessen haben.

Die Charaktere sind dadurch interessant zu lesen, denn bei jedem sind bestimmte Eigenschaften stärker ausgeprägt, durch die Fraktionen und dennoch sind die Leute innerhalb einer Fraktion nicht gleich.
Beatrice, später Tris, ist ebenfalls interessant, wenn auch am Anfang sehr verschlossen. Sie wirkt sehr zurückhaltend und in sich gekehrt. Zu Beginn wird ihr innerer Zwispalt dargestellt, denn sie fühlt sich nicht als richtige Altruan, sie ist nicht selbstlos genug. Der Eindruck täuscht allerdings, wie spätere Ereignisse zeigen. Mir gefiel, dass sie ihre Werte nicht ganz aufgegeben hat und eine Altruan bleibt, egal wie sehr sie sich dagegen wehrt. Denn diese Werte verhelfen ihr zu ihrer Stärke, die sie selbst erst spät bemerkt. Ich mochte sie als Protagonistin, konnte mitfiebern, mitleiden und freute mich mit ihr.
Aber auch ihre Freunde sind ganz cool, sehr unterschiedlich, aber liebenswert. Sie durchleben Höhen und Tiefen und finden immer wieder zusammen.

Genug gelobt, kommen wir zu dem Negativen ;) Eine Sache, die mich gestört hat, war die Schnelligkeit. An manchen Stellen hätte ich mir mehr gewünscht, die Autorin sprang allerdings schon zur nächsten Szene, die dann mehrere Tage später war, oder so ähnlich. Das war zeitweise recht frustrierend, da ich das Gefühl hatte, dass da mehr hätte kommen können oder kommen sollte. Das Timing war nicht immer optimal. Auch schienen mir manche Abfolgen nicht logisch. Wieso kam das jetzt, wo das andere doch eben erst war? Wieso ging das jetzt wieder so schnell?

Ein zweites Manko war tatsächlich die Ähnlichkeit zu Panem. Allerdings ging es schneller, als bei Panem. Klar, die Bücher sind nicht gleich. Oft hatte ich allerdings das Gefühl, es schon zu kennen, was bei den derzeitigen Dystopien häufig der Fall zu sein scheint. Stellenweise war das echt ärgerlich, denn ich mag keine Bücher beim Lesen vergleichen, aber einiges ließ sich nicht ignorieren.

Der Schreibstil ist ganz cool, recht jugendlich und einfach gehalten. Die Erzählweise wird von der Protagonistin bestimmt und ist damit schnörkelfrei und geradlinig. Im Verlauf des Buches wird der Ton ein wenig rauer, da sich Tris verändert. Stellenweise ist es recht barsch, überdreht oder aggressiv gehalten, immer passend zur Stimmung oder zum Umfeld.
Es ist sehr mitreißend geschrieben, ich wollte das Buch bis spät in die Nacht nicht loslassen, weil es so spannend war. Vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen haben mich gereizt und mein Interesse geweckt, dazu noch allerlei Geheimnisse und offene Fragen und schon war der page-turner perfekt. Ich bin förmlich durch gerast.

Das Ende, tja. Ich habe das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge zugeklappt, wie so schön gesagt wird. Die Schlusssituation ist alles andere als gut, ebenso ist unklar, wie es weitergehen kann. Andererseits war es ein tolles Buch, das mich begeistern konnte und das ich gern gelesen habe.

Fazit:
Lesenswert. Fans von Dystopien, Panem und Fantasy werden es mögen. Mich hat es überzeugt und der zweite Band steht auf der Liste. Ich war ganz frustriert, als ich gesehen habe, dass der letzte Band erst Ende 2013 auf Englisch (!) erscheint.

Mir hat es gut gefallen und trotz der kleinen Mängel gibt’s 4 von 5 Sternen!

eure Maria
-> Rezi zu Band 2

Montag, 4. März 2013

Rezension: "Ocean Rose - Verwandlung" - Tricia Rayburn







Titel: Ocean Rose – Verwandlung
Autor: Tricia Rayburn
Genre: Fantasy
Seiten: 380
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Preis: 8,99€







Der Klappentext:
In Vanessas Leben ist nichts so, wie es einmal war: Sie weiß jetzt, dass sie eine Meerjungfrau ist. Doch den strengen Regeln der Sirenen will sie sich nicht beugen. Sie will mit Simon zusammen sein und muss sich entscheiden: Soll sie ihrer Bestimmung folgen oder für ihre Liebe alles aufs Spiel setzen?

Die Rezension:
Zeit für zweite Bände. Nachdem ich festgestellt habe, dass ich eindeutig zu viele Reihen angefangen habe, wurde es Zeit, mal wieder mehr zu beenden, oder zumindest weiter zu lesen. Zum ersten Band habe ich ja bereits eine Rezi geschrieben (s.u.) und fand ihn ja wider Erwarten ganz cool, also wollte ich auch auf den Zweiten eingehen, da er ebenfalls recht gut war.

Das Buch knüpft eine Weile nach dem Vorgänger an und konfrontiert den Leser mit den zentralen Problemen. Erstens: Vanessa ist eine Sirene und ihr Körper bringt sie an den Rand der Erschöpfung. Um zu Überleben muss sie Unmengen Salzwasser zu sich nehmen und regelmäßig darin baden.
Zweitens: In der Schule wissen alle über den Tod ihrer Schwester Bescheid, wodurch sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht.
Drittens: Das Eis beginnt zu tauen.

Mir gefällt, dass das Buch nicht nur eine Überbrückung ist, oder dass es wirkt, als müsste etwas erzählt werden. Das Buch erzählt die Geschichte vom ersten Band weiter, verstrickt sie neu, steigert und macht Spaß zu lesen.

Es geht wieder um die Sirenen und deren schleichende Bedrohung. Vanessa weiß, dass ihre Feinde im Eis eingeschlossen sein müssten, dennoch sieht sie scheinbar überall Raina oder Zara. Und als der erste Tote auftaucht, läuten bei ihr die Alarmglocken.
Aber auch die ganzen Nebenprobleme kommen nicht zu kurz, eben wie sie mit der neuen Situation umgehen muss und wie es mit ihr und Simon weiter geht. Durch ihre Sirenenkraft kann sie nicht wirklich glauben, dass seine Liebe echt ist, sie hält es eher für den Zauber.

Was mich gestörte, war, dass es einen zweiten Kerl geben musste. Ziemlich oft wird im zweiten Band zu einer Dreiecksbeziehung gegriffen, um das Buch aufzupeppen. Auch hier. Das fand ich unnötig und ziemlich klassisch-langweilig, ebenso vorhersehbar. Der Typ war ja nicht mal unsympathisch, aber klar, es musste schief gehen. Auch wenn nichts ernstes gelaufen ist.

Gefallen hat mir auch, dass durch Vanessa ein Ruck gegangen ist, in »Erwartung« war sie noch sehr schüchtern und hatte vor allem Angst, das ist dann später schon besser geworden, in »Verwandlung« ist davon nichts mehr zu spüren. Sie erinnert sich zwar dran, triff aber wesentlich selbstbewusster auf und ist somit nicht mehr ganz so schwach.
Ansonsten treten, bis auf Parker King, die gleichen Personen auf, wie im ersten Band und alle scheinen sich ein wenig verändert zu haben. Paige muss wie Vanessa eine Menge durchmachen, wirkt öfters angespannt oder zurückhaltend, nicht mehr wie das frohe Mädchen aus »Erwartung«. Was ihr aber auch gut steht, denn nach dem ganzen Chaos wäre das gleiche Verhalten seltsam.
Bei Parker hat mich gestört, dass ich ihn nicht einschätzen konnte. Der Leser erfährt einiges zum Charakter, aber wenig zum Hintergrund der Person.

Gefallen hat mir, dass sie wirklich viel verändert hat und der Leser merkt, dass es um eine Sirene geht. Vanessa wird von allen Kerlen angestarrt und angebetet. Auch ihr Lebensstil hat sich, durch das viele Salzwasser, verändert. Sind die Bilder, die sie sieht, Wirklichkeit oder Zeichen ihrer Erschöpfung/ Dehydrierung? Das war echt gut gemacht, auch diese schleichende Spannung durch die Bedrohung.

Der Stil gefiel mir auch diesmal. Schnell zu lesen, aber nicht zu übereilt. Die Autorin hat sich Zeit gelassen, diverse Sachen angesprochen, es aber auch nicht zu sehr überladen. Viele schöne und coole Szenen finden ihren Platz und kommen auch bei mir gut an. Auch die bedrückende Stimmung kommt gut rüber. Der Leser weiß, dass die Sirenenthematik Vanessas großes Problem ist und vergisst es auch in entspannten Szenen nicht.

Das Ende gefiel mir überhaupt nicht. Erst das Finale und dann tröpfelte es mit Infos vor sich hin, die entweder weiter vorn gut gewesen wären oder von mir aus auch gleich in den dritten Band eingebaut werden könnten. Es war einfach lahm und hat auch ein wenig die Spannung und das Interesse genommen, das letzte Buch zu lesen...

Fazit:
Wer den ersten Band gelesen hat (und gut fand) oder mit dem Gedanken spielt ihn zu lesen, für den ist auch der zweite Band etwas. Mir gefiel er sehr gut, es war nicht langweilig oder ein Überbrücken der Handlung, bis etwas spannendes passiert, sondern eine schöne Weitererzählung der Geschichte. Immer noch eine gute Idee und lohnt zu lesen. Der finale Band steht schon auf der Liste.

4 von 5 Sternen von mir.

Rezi zu Band 1
Rezi zu Band 3

eure Maria

Samstag, 2. März 2013

Aufbruch und Masken, endlich fertig!

Aufbruch, ein Thema welches sehr umfassend ist. Ich habe lange hin und her überlegt.

Aufbruch im Sinne von aufbrechen, losgehen, starten.
Aufbruch im Sinne von aufbrechen, zerstören, öffnen.

Am Ende wurde es Aufbruch im Sinne von wieder aufstehen, kämpfen und neu anfangen. Gar nicht so leicht und die erste Reaktion meines Freundes "erschreckend treffend". Da war ich noch nicht fertig, wusste auch nicht wie ich es fertig stellen soll und wollte auch meine Leser nicht schocken oder deprimieren. Das Schreiben an der Geschichte war schon deprimierend genug. 
Titel der Geschichte ist "Verlust" und es geht um das Wiederaufstehen nach dem Tod eines geliebten Menschen. Irgendwann werden wir alle jemanden verlieren, sei es Oma, Opa, Eltern, Freunde. Einige haben vielleicht bereits einen Verlust erlitten. Es ist wichtig nach einer gewissen Zeit weiter zu machen und nach vorn zu blicken, auch wenn sich alles im Innersten dagegen wehrt. 

Ich bin gespannt, ob die Geschichte es schafft und was die anderen dazu sagen. 


Die zweite Geschichte trug das Thema Masken und dunkle Wesen.

Tja, Masken. Mehr als Venedig und Maskenball fiel mir da nicht ein. Allerdings wusste ich auch nicht, wie ich mein dunkles Wesen passend einbauen sollte. Jede Idee schien größer als 5000 Wörter zu sein und viel zu komplex. 
Letztlich wurde es ein kleiner Fantasy-Krimi unter dem Titel "Maskiertes Verbrechen". Ein Serienkiller ist in der Stadt unterwegs und hat bereits zehn Frauen auf dem Gewissen. Die Polizei tappt im Dunkeln, nicht zuletzt der fehlenden Spuren wegen. Am Abend besucht die Kommissaren einen Maskenball ihrer Freundin und hat das Gefühl beobachtet zu werden. 
Eigentlich ist alles dabei: Action, eine Prise Erotik, Poker, eine Verlobung und, ganz klar, Masken.
Ich fand es ziemlich cool einen Minikrimi zu schreiben und spiele mit dem Gedanken die Geschichte auszubauen. Es lässt sich noch viel einbauen, umbauen, erweitern und Spaß haben. 

Alles ist noch offen beim Art Skript Phantstik Verlag, drückt mir die Daumen, dass es klappt ;)


eure Maria