Sonntag, 13. Januar 2013

Rezension: "Happy Family" - David Safier


Absoluter Lesetipp!




Titel: Happy Family
Autor: David Safier
Genre: Humor
Verlag: Rowolth Taschenbuch Verlag
Seiten: 352
Preis; 8,99€





Der Klappentext:
Eine verflucht nette Familie. Familie Wünschmann ist nicht happy. Mama Emmas Buchladen geht pleite, Papa Frank ist völlig überarbeitet, die pubertierende Fee bleibt sitzen, und Sohnemann Max wird von dem Mädchen, das er liebt, ins Schulklo getunkt. Zu allem Überfluss werden die Wünschmanns nach einem Kostümfest auch noch von einer Hexe verzaubert: Plötzlich sind sie Vampir, Frankensteins Monster, Mumie und Werwolf. Gemeinsam jagen die frischgebackenen Monster um den halben Erdball, der Hexe hinterher, damit diese den Fluch wieder rückgängig macht. Dabei treffen sie auf jede Menge echte Ungeheuer: Vampire, Riesenechsen und schwäbische Pauschaltouristen. Sogar auf Dracula höchstpersönlich, der mit seinem unwiderstehlichen Charme Mama Emma verführen will. Tja, niemand hat behauptet, dass es einfach ist, als Familie das Glück zu finden.

Die Rezension:
Ich bin ja seit dem letzten Buch, dass ich von David Safier gelesen habe,  Fan von ihm und dieses Buch hat mich, wie erwartet, nicht enttäuscht. Im Gegenteil! Es war der reinste Lesespaß und ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen.

Es geht mit Emma, der Mutter, los. Es wird ein Einblick in ihr Leben gezeigt und dadurch auch schon die Familie vorgestellt. Schnell wird klar, dass es sich nicht um eine »Happy Family« handelt, sondern jeder seine Probleme hat, die er mit den anderen nicht mehr teilen kann und auch nicht teilen will. Sie scheinen nebeneinander her zu leben und werden nur noch durch die »Familie« zusammen gehalten. Es scheint, als würden sie nicht mehr zusammen sein, wenn sie nicht verwandt wären.

Die Familie selbst ist recht klassisch. Der Vater ist überarbeitet und hundemüde. Er bekommt kaum etwas von der Familie mit und will eigentlich nur schlafen. Die Tochter Fee ist in der Pubertät, angenervt von ihren Eltern, will nur ihre Ruhe und streitet sich laufend mit Mama Emma. Emma selbst ist unzufrieden mit ihrem Job und ihrer derzeitigen Familiensituation. Und zuletzt noch Max, der seine Realität in Büchern findet, verschlossen ist und mit seinem Umfeld nichts zu tun haben will.

An dem schiksalshaften Abend als sie verwandelt werden, scheint die Familie vollends auseinander zu brechen, denn Mama Emma reichts. Der Moment für die Hexe, um einzugreifen. Mit ein paar Worten, Blitzen etc. krempelt sie Familie Wünschmanns leben komplett um und verwandelt sie in Monster. Echte Monster. Und es gibt keinen Weg zurück, da sich die Hexe schnell verdrückt.

Ich fand die Monster sehr gut, sie waren klassisch, mit den speziellen Eigenschaften, die man so kennt. Seine Vampirin hat Angst vor Knoblauch, Kreuzen, glitzert nicht (!) in der Sonne, sondern zieht sich starke Verbrennungen zu. Sie ist schnell und stark, verfügt über Selbstheilungskräfte und natürlich ist da noch der Blutdurst. Somit hat sie Schwächen und Stärken. Ebenso die Mumie und Frankensteins Monster. Die Mumie kann alles, was ihnen nachgesagt wurde. Sandstürme, diverse Plagen und der Fluch der Mumie gehören zu ihrem Repertoire. Frankensteins Monster ist stark und angsteinflößend, aber auch recht dumm und langsam, was das denken angeht. Allesamt fand ich gut gestaltet.

Sehr gefallen haben mir die Charaktere. Wie schon beim vorhergehenden Buch, sind sie recht klassisch und doch sehr gut ausgearbeitet. Neben all dem Stereotypen sind sie doch einzigartig und etwas besonderes, sodass sich jeder mit ihnen identifizieren kann, ohne dass es aber langweilig wird. Dazu mixt David Safier noch eine gehörige Portion Humor, dass die Charaktere einfach nur sympathisch sind. Vor allem Emma ist mir ans Herz gewachsen. Sie ist so witzig und hat scheinbar immer eine lustige Erwiderung auf Lager.

Wieder sehr genial war die Situationskomik. In völlig ernsten Momenten, kommt ein »Uffta« oder irgendein Kommentar und ich musste plötzlich Loslachen. Meine Mitmenschen fanden es sicher etwas verstörend, mich mit den unkontrollierten Ausbrüchen zu erleben. Aber es war so witzig, obwohl es oft ernst war, da konnte ich auch nicht anders. Allein schon die Dialoge sind zu genial, ich hätte das ganze Buch durch nur diese Dialoge lesen können.

Ich habe mitgefiebert, gelacht, gebangt, gedacht, dass alles vorbei ist und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Kleines Danke an meinen Freund an dieser Stelle, der mir das Buch geschenkt hat =) War definitiv kein Fehlkauf ;)
Es war spannend und schnell geschrieben, die Handlung ab der Reise rasant und ein einziges Chaos - im positiven Sine. Ich fand es genial umgesetzt.


Mein Fazit:
Ein schönes Buch, dass Gute Laune macht, unterhält und auch zum Nachdenken anregt. Selbst nach einiger Zeit beschäftigt mich das Werk noch und das finde ich auch gut an Safiers Werken. Sie sind sehr witzig, vermitteln aber auch eine Botschaft und das ist etwas, das ich bei so einem Buch auch möchte, wenn es nicht bloß Unterhaltung sein soll.

4,5 von 5 Sternen und absolute Leseempfehlung meinerseits!

eure Maria

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