Samstag, 26. Januar 2013

Rezension: "Anna im blutroten Kleid" - Kendare Blake

kuli-buch.at


Absolute Leseempfehlung!




Titel: Anna im blutroten Kleid
Autor: Kendare Blake
Genre: Fantasy, Grusel
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 382
Preis: 8,99€









Der Klappentext:
(Da ich den Klappentext cooler, als die Kurzbeschreibung finde, gibt es hier den Text vom Buchrücken.)

Wer fürchtet sich schon vor Geistern?
Sie ist jung, sie ist wunderschön – und sie sinnt auf Rache, seitdem sie auf dem Weg zu ihrem Schulball ermordet wurde.
Anna im blutroten Kleid verbreitet Angst und Schrecken in der Kleinstadt Thunder Bay. Man munkelt, dass sie am spurlosen Verschwinden von 27 Jugendlichen die Schuld trägt. Doch niemand wagt sich ihr in den Weg zu stellen – bis der 17-jährige Cas Lowood auftaucht, ein Geisterjäger, den so schnell nichts in die Flucht schlägt …

Die Rezension:
Was für ein Buch. Hammer! Das jagte mir richtige Schauer über den Rücken.
»Anna im blutroten Kleid« ist das dritte Buch mit Geistern, welches ich lese und ich bin schwer begeistert. Wirklich sehr geil. Selten musste ich mich beim Lesen zusammenreißen, weil mir eisige Schauer den Rücken hoch und runter krochen.

Es beginnt mit Cas, der sich auf Geisterjagd befindet. Schnell wird klar, wer er ist und was er vorhat. Die Einleitung fand ich gut gelungen, der Leser bekommt einen guten Einblick von Cas, dem Job und später auch von seiner Mutter. Wenig später verlassen die beiden die Stadt, um einen anderen Geist zu jagen. Der Geist ist Anna, Anna im blutroten Kleid.

Die Personen sind ziemlich genial und denken wohl alles ab.
Zuerst Cas Mutter, sie ist eine Hexe (Beruf) und schwört auf allerlei Wundermittel, Kräuter und Öle. Sie ist hin und hergerissen und versucht Cas' Job zu respektieren, obwohl sie große Angst um ihn hat, da sein Vater bei der Jagd gestorben ist.

Cas, eigentlich Theseus Cassio, will den Tod seines Vaters rächen und bereitet sich darauf vor, dem Geist gegenüber zu treten. Mit jedem Auftrag wird er selbstbewusster. Er ist ein Einzelgänger, will nicht viel mit seinem Umfeld zu tun haben und konzentriert sich lieber auf die Toten. Die Lebenden analysiert er und gibt sich mit ihnen ab, wenn er Informationen braucht. Eigentlich ist er sympathisch, ein Anführer, nicht selten ironisch, aber manchmal kommt er mir etwas arrogant vor. Doch hat er auch eine weiche Seite, vor allem, wenn es um Anna geht.

Ja, die Anna. Anna ist eine sehr geniale Person und hat mir von allen am besten gefallen. Sie hat zwei Seiten und beide sind sehr gut von der Autorin ausgearbeitet. Sehr bildlich wird sie dargestellt und bei der ersten Begegnung mit ihr, kroch es mir kalt den Rücken hoch. Ihr Charakter ist vielschichtig und ich fand sie teils sehr beeindruckend und gleichzeitig auch unheimlich.

Die letzten beiden, Thomas der Nerd/ Telepath/ Hexer und Carmel die Schulkönigin, vervollständigen das Bild. Beide haben ihre Macken und werden gute Freunde von Cas, der sich zu Anfang noch dagegen wehrt. Beide wachsen über sich hinaus und legen die Klischees, die sie darstellen, ab.

Immer wieder überraschend sind die Verbindungen, Handlungen, Taten der Leute. Das Buch schafft es regelmäßig mich hereinzulegen und mir etwas zu präsentieren, was ich nicht erwartet hätte. Das war faszinierend und unheimlich, vor allem wenn es um Anna ging. Ich mag die Darstellung der Beziehung(en) und wie alles ineinander fließt.

Ein kleiner Minuspunkt ist eine Länge des Buches. Sie wollen einen Spruch wirken und Anna binden, doch dauert es sehr lange, bis es so weit ist. Als ich das gelesen habe und sah, wie viele Seiten noch vor mir lagen, fand ich es etwas übertrieben. Ich wusste ja nicht, was danach noch kommen sollte. Im Nachhinein fand ich es dann aber doch gut gemacht, ein wenig mehr Tempo wäre aber auch nicht schlecht gewesen.

Ein weiteres Manko: Vorn im Buch steht, dass Fans von Twilight es lieben werden. Da frage ich mich doch, nach Ende des Buches, was die Bücher gemeinsam haben sollen. Um nicht zu viel zu Spoilern, aber wer eine kitschig triefende Liebesgeschichte erwartet, der ist leider an das falsche Buch geraten. Die Bindung der beiden ist unterschwellig da und auch zu spüren. Aber es ist definitiv nicht wie Twilight, finde ich zumindest und sollte auch nicht damit verglichen werden, denn das stellt »Anna im blutroten Kleid« nicht annähernd im richtigen Licht dar.

Bis zum Ende konnte es mich mitreißen, ich wollte es die ganze Zeit nicht aus der Hand legen. Es ist schnell geschrieben, liest sich noch schneller und hat einen einfachen, leichten Stil. Keine großen Schnörkel und Ausschmücken, dafür aber gute Sprache, die nicht zu umgangssprachlich ist, präzise Beschreibungen, manchmal auch mit zu vielen Details, von Dingen die ich nicht wissen wollte, z.B. wie genau die Leichen jetzt verstümmelt sind.

Apropos verstümmelte Leichen, das empfohlene Lesealter ist ab 14 Jahre. Das finde ich zu niedrig, mir war es teils auch schon mulmig zumute (gut, bin da vielleicht nicht das beste Vergleichsobjekt) und muss ganz klar sagen: Für zartbesaitete oder Leute mit schwachem Magen ist es nichts.

Mein Fazit:
Es sind viele schöne Elemente enthalten und die Autorin malt tolle und schaurige Bilder, die ein lebhaftes Kino im Kopf erzeugen. Für mich, die nur zwei Geistergeschichten kennt, ist es neu, anders und sehr cool gemacht. Mitgefiebert habe ich bis zum Schluss, wollte es nicht weglegen, weil ich dachte, etwas zu verpassen, als es vorbei war, war ich recht bedrückt. Leider ist der zweite Band erst in Englisch draußen. Jetzt heißt es wieder sehnsüchtig warten.

Eine klare Leseempfehlung von mir. Dieses Buch hat seine Ecken und Kanten (im guten Sinne), ist vielseitig, zeigt verschiedene zwischenmenschliche Facetten und überrascht immer wieder. Sehr sehr gut und wird den Leser nicht mehr loslassen!
Volle Sterne (das kleine Manko mal übersehend) von mir! 5 von 5!

eure Maria

Sonntag, 20. Januar 2013

Rezension: "Das Bernstein Teleskop" - Philip Pullman



Das enttäuschende Ende von His Dark Materials.



Titel: Das Bernstein Teleskop
Autor: Philip Pullman
Genre: Fantasy
Seiten: 585
Verlag: Heyne
Preis: 9,95€








Der Klappentext:
Die atemberaubende Fantasy-Saga über den Kampf zwischen Gut und Böse – Der Abschluss der großen Trilogie 
Im Abschluss der Trilogie steht Lyra und Will das schrecklichste aller Abenteuer bevor: Sie müssen in die Welt der Toten steigen, um eine alte Schuld zu begleichen und eine Erkenntnis zu gewinnen, die sie nur dort finden können. Währenddessen rüsten die Allermächtigsten zum alles entscheidenden Kampf.


Die Rezension:
Als ich das Buch zuklappte, dachte ich: Endlich!
Also ganz im Ernst, Band 2 war ja schon bisschen anstrengend und nicht ganz meins, aber Band 3 war einfach nur noch entnervend und ich war froh, dass ich durch war. So richtig weiß ich aber auch nicht wieso, es weißt eigentlich alle Eigenschaften guter Bücher auf, aber so richtig gut umgesetzt fand ich es nicht.

Das Buch knüpft an den vorhergehenden Band an und der Leser ist wieder voll in der Handlung. Es geht gewohnt ausschweifend voran. Ein Punkt, der mich auch gestört hat. Es geht zwar weiter und es macht auch sicher alles Sinn, aber teilweise ist es wirklich sehr langsam. Philip Pullman beschreibt und beschreibt und beschreibt. Drei Seiten später, nach diversen sinnlosen Handlungen, die nichts zur Handlung beitragen, sondern nur zur Überbrückung dienen, waren, in meinen Augen, einfach unnötig. Ganze Handlungsstränge kamen mir sinnlos vor. Mitten im Gefecht oder bei einer spannenderen Szene, gibt es ein Zwischenkapitel und Mary klettert auf einen Baum... Da fragte ich mich schon: Wieso?! Wieso jetzt? Klar war das wichtig, die Welt hat ja auch eine Bedeutung für die Handlung. Aber kann man das nicht besser platzieren, statt eine so schon langwierige Handlung an einer spannenderen Stelle zu unterbrechen? Ich habs nicht verstanden. Auch auf den letzten Seiten musste natürlich ein Kapitel eingebaut werden, in dem nur rumgeredet wurde. Ja, es macht am Ende alles Sinn und ist auch wichtig. Aber es war schlicht und ergreifend langweilig. Das wollte ich 100 Seiten vor Schluss nicht lesen. Nichts mit Verdichtung des Plots kurz vor Schluss oder so. Es war nicht spannender als zuvor. Für mich, sollte es endlich vorbei sein.

Philip Pullman hat ja wirklich viele schöne Beschreibungen und Ideen drin. Die Engel, die Mulefa, die Gallivespier, der Staub, die Welt der Toten, die Geister, das fand ich alles ziemlich gelungen und gut durchdacht. Ich mochte auch die Beschreibungen, die immer sehr detailliert waren. Der autor hat sich Gedanken gemacht und wirklich coole Wesen geschaffen, über die ich gern mehr erfahren wollte, von einigen hätte ich mir auch ganze Bücher vorstellen können, so gut waren sie. Nur neigt der Autor auch zu einem sehr ausschweifenden Stil. Das oben bereits angesprochene Gefühl des nicht-weiter-kommens entsteht dadurch sehr oft, fast zu oft. Die Kapitel mit den Mulefa, so interessant sie auch waren, gebraucht habe ich die nicht (weil ich nicht wusste, wozu), auch immer diese Brücken wenn dieser und jener dies und das macht... Ich hatte das Gefühl, dass das Buch gut um 100 Seiten kürzer sein könnte, ohne das alles. Aber der Autor wollte eben erzählen, was er auch gut gemacht hat, nur war es m.E nach nicht spannend. Leider. Denn alles für sich fand ich ja wirklich gut, nur zusammen nicht gut aneinander gereiht. Vor allem zum Ende hin.

Die Charaktere sind wie gewohnt gut durchdacht und umgesetzt. Mrs Coulter undurchsichtig wie eh und je, dass ich bei ihr nicht mehr nachkam, auf wessen Seite sie steht, aber das macht sie ja auch aus. Lord Asriel konnte mich kurz schocken, war aber auch wieder recht kühl und zielgerichtet.
Will ist diesmal noch stärker als vorher. Ich mag seinen Charakter. Er ist sehr klar und tiefsinnig, trotz des geringen Alters. Das mochte ich sehr, dass die Kinder nicht wie Kinder wirken. Sie haben ja auch beide genug mitgemacht, da hätte mich eine kindische Art gestört. Für mich war Will die treibende Kraft im Buch.
Bei Lyra fand ich die Emotionen teils übertrieben. An einigen Stellen wirkten sie zu sprunghaft oder zu krass. Ganz anders als erwartet. Dadurch wirkte sie seltsam, hatte aber auch die ihr typischen Züge beibehalten.
Über Mary Malone, die ich vorher nicht wirklich greifen konnte und die mir willkürlich erschien, erfuhr der Leser endlich etwas mehr. Zumindest was ihren Charakter angeht. Von ihrem Leben erfährt man erst auf den letzten 100 Seiten etwas, was auch gern eher hätte kommen können.

Gestört hat mich das Auftauchen von Iorek Byrnison. Ich mag den Bären ja und fand sein Erscheinen echt gut und hab mich gefreut, nur hatte es dann den Beigeschmack, dass er nur da war, damit er den Kindern helfen kann. Danach ging er wieder, obwohl er seine Bären ja extra in den Himalaja gebracht hat, weil sie sonst nicht überlebt hätten, doch dann kehren sie doch um... Da kam mir die Begründung ihres Weggangs von der Festung doch zu lahm vor, wenn sie nach kurzer Zeit wieder dahin zurück kehren, obwohl die Bedingungen ja so schlecht sind.
Auch ging es mir im Reich der Toten zu schnell und zu leicht. Auf der einen Seite gut, mehr Zeit wollte ich da nicht verbringen, aber andererseits war es mir echt zu wenig.
Auch kam das Bernstein Teleskop selbst zu kurz, da nur Mary Malone (die Wissenschaftlerin aus Band 2, die bei den Mulefa unterkam und auf Bäume kletterte) es nutze um den Staub zu sehen. Die Beschreibungen waren echt schön, aber war es mir zu wenig, wenn das Buch schon so heißt. Bei den vorhergehenden beiden Bänden hatten die Gegenstände eine wichtige Rolle und tauchten auch häufiger auf. Hier ging es nur darum wenige Male den Staub zu sehen.

Das Ende (Spoiler!). Es triefte fast vor Liebe und Romantik und passte irgendwie überhaupt nicht zum Rest des Buches. Also ich fand das schön für die beiden, hab mich auch gefreut und selig gelächelt. Gepasst hat es dennoch nicht. Schnell kam auch der Schlag für den Leser, natürlich sollte es kein Happy End geben. Fand ich aber auch gut. Nach allem was sie erlebt hatten, nachdem das Buch so düster war, das hätte nicht gepasst. An der Stelle ein kleiner Pluspunkt.

Fazit:
Ich kann dem Buch nicht viel Gutes abgewinnen, mir was es zu lang und zu unspannend. Dazu noch diese fehlplatzierten Szenen und Unterbrechungen. Als letzten Band der »großen Trilogie« fand ich ihn schwach und zu lang erzählt. Ich hatte mit mehr Action gerechnet, mit der großen Schlacht um Gut und Böse. Doch das ging mir dann wieder alles zu schnell. Die ganze ellenlange Vorbereitung und dann recht unspektakulär der Kampf mit Metatron. Da war ich echt enttäuscht.
Das Buch ist für mich nicht mehr als ein netter Reisebericht, den ich nicht nochmal lesen muss.
2 von 5 Sternen von mir.  

eure Maria

Mittwoch, 16. Januar 2013

Rezension: "Zwei an einem Tag" - David Nicholls




Nicht ganz mein Fall...





Titel: Zwei an einem Tag
Autor: David Nicholls
Genre: Liebesroman
Verlag: Kein & Aber
Seiten: 541








Der Klappentext:
Alle sind sich einig: der schönste Liebesroman der letzten Jahre.
»Gerade stelle ich mir dich mit 40 vor!« Es ist der 15. Juli 1988, und Emma und Dexter, beide zwanzig, haben sich gerade bei der Abschlussfeier kennengelernt und die Nacht zusammen durchgemacht. Am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden Sie an genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in den zwanzig darauffolgenden Jahren? Werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können, weiterhin immer gerade knapp verpassen?


Die Rezension:
Tja, wider Erwarten nicht mein Fall. Entweder bin ich doch zu unromantisch oder dem Buch fehlt es an Feeling. Ich würde beides nicht ausschließen.

Es beginnt mit der ersten Begegnung zischen Dex und Em, die fast nur aus Dialogen besteht und einiges über die Figuren verrät. Sie waren mir beide nicht sehr sympathisch. Emma wirkt etwas zu kritisch, zu überheblich und Dex kommt ebenfalls recht arrogant rüber. Also für mich kein guter Einstieg, wenn die Charaktere mich nicht packen.

Da es die Strategie des Autors war, immer den 15. Juli zu zeigen, geht, wie ich finde, einiges verloren. Der Tag danach zum Beispiel, stattdessen kam ein Sprung. Auch später hätte ich mehr erwartet, habe mich auf mehr gefreut, auf mehr Informationen, da die Tage danach gute Einblicke in die Charaktere geben würden. Aber nein. Nichts. Stattdessen wieder ein Sprung. Zumal man ab und an auch nicht das Gefühl hatte, dass es nur ein Tag ist, sondern mehrere. Darum war ich ab und an auch verwirrt, wieso nicht weiter auf Erlebnisse eingegangen ist, wie den Urlaub oder dergleichen. Ansonsten kann die Idee auch sehr interessant sein, quasi diese Momentaufnahmen aus 20 Jahren zu zeigen. Kleine schöne Einblicke in das Leben zweier Menschen, voller Emotionen.

Nur für mich waren da kaum Emotionen, kein Feeling, kein Nix. Warum fielen dann entscheidende Ergebnisse auf dieses Datum? Na klar, der Autor wollte es erzählen, musste es quasi auch, aber warum dann nicht wenigstens Rückblenden einbauen, so wie am Schluss. Mir war es immer viel zu wenig über die Charaktere und zu viel Alkohol.

Em und Dex wirken recht verschieden, allerdings passen sie gut zusammen, meistens jedenfalls. Sie sind zu sehr von etwas überzeugt, Dexter von sich und Emma von ihren Idealen.
Emma ist recht... na ja... Sie hat auch ihre positiven Seiten, ist loyal, lieb, klug, setzt sich für ihre Freunde ein, nur wenn es um sie geht, ist sie seltsam. Sie gibt sich mit viel zu vielen schlechten Dingen zufrieden. Am Anfang hat sie einen schlechten, mies bezahlten Job und wohnt in einer »Abstellkammer« bei zu hoher Miete. Sie hat einen klasse Abschluss, nutzt ihn aber nicht. Sie schöpft ihr Potential nicht aus und gibt sich mit dem wenigstens zufrieden, über Jahre, auch wenn sie es hasst. Genauso wie sie mit ihrem Freund zusammen bleibt, obwohl sie ihn nicht liebt. Sie ist feige. Das hat sie mit Dexter auch gemeinsam. Er ist ein echter Feigling, weiß auch nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll und flüchtet sich auf Reisen. Des weiteren gesteht er sich seine Gefühle nicht ein, hat große Pläne, die er nicht umsetzt und wird dann Moderator. Durch den Job nimmt sein Selbstbewusstsein zu sehr zu und er scheint förmlich abzuheben. Er ist ein reicher Spross, der seinen Wohlstand sehr zur Schau stellt.

Ich verstand oft auch nicht, warum sie sich mögen. Wenn sie miteinander reden, vor allem am Anfang, streiten sie. Einer macht eine blöde Bemerkung über den anderen, der ist dann beleidigt und am Ende lachen sie über etwas. Aber es scheint ums Übertrumpfen und Niedermachen zu gehen, was sie auch nicht sympathischer macht. Ich fand es allerdings toll, dass die Freundschaft trotzdem hält und dass es anscheinend das war, was die beiden zusammen hielt, auch wenn es ein wenig wie Hassliebe wirkte.

Gut umgesetzt hat der Autor die Zuneigung der beiden zueinander. Sie sind sich wichtig, wollen in Kontakt bleiben und schaffen es auch (bis auf ein Mal) ihre Freundschaft aufrecht zu erhalten und das trotz Dexters Liebe zu (vielen) Frauen und Emmas Willen ihn zu ändern. Bei Emma merkt man die Liebe zu Dexter deutlicher als andersherum. Sie flüchtet sich in eine Beziehung, damit sie mit ihm zurecht kommt, und Zuflucht und Nähe findet, die Dex ihr nicht geben kann.

Im Buch wird mir noch zu viel getrunken. In fast allen Situationen waren sie betrunken, völlig im Eimer, auf Drogen und es schien fast ein Zwang zu sein, dass sie nie nüchtern waren. Dadurch ging natürlich auch so einiges schief. Bei Emma ist es etwas besser, später wird es bei ihr besser und sie nimmt keine Drogen. Ich meine, es ist ja nicht verkehrt, das Trinken anzubringen, da es ja realistisch ist, dass sie Spaß haben etc. Mir war es aber entschieden zu viel. Vor allem Dexter gerät in eine Abhängigkeit, die ihn immer unausstehlicher macht. Durch diese Sucht werden mir die beiden immer unsympathischer und ich war froh, wenn es halbwegs normal ablief.

Durch den Alk waren die Gefühle vielleicht auch zu emotional und sprunghaft und für mich dadurch aber das Lesen auch zu emotionslos. Es ging zu stark hin und her, dass ich mich nicht einfühlen und schon gar nicht mitfühlen konnte. Vielleicht sollte der Leser dazu selber einen Schluck trinken. ;)

Allerdings, ein kleiner Pluspunkt, gefiel mir, dass die Handlung nicht vorhersehbar war. Ich hatte eine ungefähre Vorstellung, wie es ablaufen könnte (durch diverse Liebesfilme/-bücher geprägt) und mich auch ein wenig darauf versteift. Doch der Autor hat es geschafft mich zu überraschen und es ganz anders gemacht, als erwartet. Das fand ich ziemlich gut, so wurde es wenigstens nicht durch Vorhersehbarkeit langweilig. Somit war es nicht die klassisch-langweilige Umsetzung einer Liebesgeschichte, sondern durchaus innovativ mit schönen neuen Ideen und auch guten Szenen/ Tagen.

Mein Fazit:
Schade war, dass es mich nicht mitnehmen konnte. Es liest sich schnell und flüssig, ich wollte auch wissen was passiert, hätte es aber auch getrost weglegen und nicht zu Ende lesen können. Für Fans von Liebesromanen eine schöne neue Idee, für mich eher langweilig.
Eindeutig nicht mein Fall, da ich zu wenig Sympathie mit den Charakteren hatte und ich mit dem Buch nicht grün werden konnte. Es hat mich nicht berührt.
Daher nur 2 von 5 Sternen von mir.  

eure Maria

Sonntag, 13. Januar 2013

Rezension: "Happy Family" - David Safier


Absoluter Lesetipp!




Titel: Happy Family
Autor: David Safier
Genre: Humor
Verlag: Rowolth Taschenbuch Verlag
Seiten: 352
Preis; 8,99€





Der Klappentext:
Eine verflucht nette Familie. Familie Wünschmann ist nicht happy. Mama Emmas Buchladen geht pleite, Papa Frank ist völlig überarbeitet, die pubertierende Fee bleibt sitzen, und Sohnemann Max wird von dem Mädchen, das er liebt, ins Schulklo getunkt. Zu allem Überfluss werden die Wünschmanns nach einem Kostümfest auch noch von einer Hexe verzaubert: Plötzlich sind sie Vampir, Frankensteins Monster, Mumie und Werwolf. Gemeinsam jagen die frischgebackenen Monster um den halben Erdball, der Hexe hinterher, damit diese den Fluch wieder rückgängig macht. Dabei treffen sie auf jede Menge echte Ungeheuer: Vampire, Riesenechsen und schwäbische Pauschaltouristen. Sogar auf Dracula höchstpersönlich, der mit seinem unwiderstehlichen Charme Mama Emma verführen will. Tja, niemand hat behauptet, dass es einfach ist, als Familie das Glück zu finden.

Die Rezension:
Ich bin ja seit dem letzten Buch, dass ich von David Safier gelesen habe,  Fan von ihm und dieses Buch hat mich, wie erwartet, nicht enttäuscht. Im Gegenteil! Es war der reinste Lesespaß und ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen.

Es geht mit Emma, der Mutter, los. Es wird ein Einblick in ihr Leben gezeigt und dadurch auch schon die Familie vorgestellt. Schnell wird klar, dass es sich nicht um eine »Happy Family« handelt, sondern jeder seine Probleme hat, die er mit den anderen nicht mehr teilen kann und auch nicht teilen will. Sie scheinen nebeneinander her zu leben und werden nur noch durch die »Familie« zusammen gehalten. Es scheint, als würden sie nicht mehr zusammen sein, wenn sie nicht verwandt wären.

Die Familie selbst ist recht klassisch. Der Vater ist überarbeitet und hundemüde. Er bekommt kaum etwas von der Familie mit und will eigentlich nur schlafen. Die Tochter Fee ist in der Pubertät, angenervt von ihren Eltern, will nur ihre Ruhe und streitet sich laufend mit Mama Emma. Emma selbst ist unzufrieden mit ihrem Job und ihrer derzeitigen Familiensituation. Und zuletzt noch Max, der seine Realität in Büchern findet, verschlossen ist und mit seinem Umfeld nichts zu tun haben will.

An dem schiksalshaften Abend als sie verwandelt werden, scheint die Familie vollends auseinander zu brechen, denn Mama Emma reichts. Der Moment für die Hexe, um einzugreifen. Mit ein paar Worten, Blitzen etc. krempelt sie Familie Wünschmanns leben komplett um und verwandelt sie in Monster. Echte Monster. Und es gibt keinen Weg zurück, da sich die Hexe schnell verdrückt.

Ich fand die Monster sehr gut, sie waren klassisch, mit den speziellen Eigenschaften, die man so kennt. Seine Vampirin hat Angst vor Knoblauch, Kreuzen, glitzert nicht (!) in der Sonne, sondern zieht sich starke Verbrennungen zu. Sie ist schnell und stark, verfügt über Selbstheilungskräfte und natürlich ist da noch der Blutdurst. Somit hat sie Schwächen und Stärken. Ebenso die Mumie und Frankensteins Monster. Die Mumie kann alles, was ihnen nachgesagt wurde. Sandstürme, diverse Plagen und der Fluch der Mumie gehören zu ihrem Repertoire. Frankensteins Monster ist stark und angsteinflößend, aber auch recht dumm und langsam, was das denken angeht. Allesamt fand ich gut gestaltet.

Sehr gefallen haben mir die Charaktere. Wie schon beim vorhergehenden Buch, sind sie recht klassisch und doch sehr gut ausgearbeitet. Neben all dem Stereotypen sind sie doch einzigartig und etwas besonderes, sodass sich jeder mit ihnen identifizieren kann, ohne dass es aber langweilig wird. Dazu mixt David Safier noch eine gehörige Portion Humor, dass die Charaktere einfach nur sympathisch sind. Vor allem Emma ist mir ans Herz gewachsen. Sie ist so witzig und hat scheinbar immer eine lustige Erwiderung auf Lager.

Wieder sehr genial war die Situationskomik. In völlig ernsten Momenten, kommt ein »Uffta« oder irgendein Kommentar und ich musste plötzlich Loslachen. Meine Mitmenschen fanden es sicher etwas verstörend, mich mit den unkontrollierten Ausbrüchen zu erleben. Aber es war so witzig, obwohl es oft ernst war, da konnte ich auch nicht anders. Allein schon die Dialoge sind zu genial, ich hätte das ganze Buch durch nur diese Dialoge lesen können.

Ich habe mitgefiebert, gelacht, gebangt, gedacht, dass alles vorbei ist und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Kleines Danke an meinen Freund an dieser Stelle, der mir das Buch geschenkt hat =) War definitiv kein Fehlkauf ;)
Es war spannend und schnell geschrieben, die Handlung ab der Reise rasant und ein einziges Chaos - im positiven Sine. Ich fand es genial umgesetzt.


Mein Fazit:
Ein schönes Buch, dass Gute Laune macht, unterhält und auch zum Nachdenken anregt. Selbst nach einiger Zeit beschäftigt mich das Werk noch und das finde ich auch gut an Safiers Werken. Sie sind sehr witzig, vermitteln aber auch eine Botschaft und das ist etwas, das ich bei so einem Buch auch möchte, wenn es nicht bloß Unterhaltung sein soll.

4,5 von 5 Sternen und absolute Leseempfehlung meinerseits!

eure Maria

Montag, 7. Januar 2013

Rezension: "Das Magische Messer" - Philip Pullman







Titel: Das Magische Messer
Autor: Philip Pullman
Genre: Fantasy
Seiten: 336
Verlag: Heyne Taschenbuch Verlag
Preis: 7,95€ - 8,95€








Der Klappentext:
Der junge Parry will das Geheimnis um seinen Vater lösen, der vor zehn Jahren bei einer Polarexpedition verschwunden ist. Durch Zufall findet er einen Zugang zu einer anderen Welt, als er vor geheimnisvollen Männern flieht. Hier trifft er auf Lyra, die ebenfalls durch ein Dimensionstor aus ihrer Heimat, die der Erde ähnelt, in diese fremde Welt gelangt ist. Auch sie ist auf der Suche nach ihrem Vater, Lord Asriel. Es stellt sich heraus, dass das Schicksal der beiden eng miteinander verknüpft ist. Gemeinsam müssen sie in den verschiedenen Welten um ihr Leben kämpfen und viele Abenteuer überstehen. Im Verlauf der Geschichte wird es immer deutlicher, dass den beiden Kindern eine Hauptrolle zugedacht ist in der anstehenden entscheidenden Schlacht zwischen Gut und Böse.

Die Rezension:
Also ganz ehrlich: Für jeden Fan von »Der Goldene Kompass« ist der zweite Band der Reihe »His Dark Materials« ein Muss! Für mich war es das auch, aber begeistern konnte es mich nicht so richtig.

Es war gut zu lesen, aber richtig Spannung konnte nicht aufkommen. Auch fragte ich mich oft, was es sollte, wozu diese Szenen führen sollten. Auch wenn es eine Reihe ist, sollte auch jedes Buch für sich stehen können, doch bei dieser Reihe gehören alle Bücher zusammen und es ist schwierig nicht den Überblick zu verlieren. Manches erschien mir nicht stimmig und ich fragte mich, wieso es eingeführt wurde. Mag sein, dass es wichtig für den nächsten Band ist, dass der Leser wissen muss, wie es zu dem kommt, was später irgendwann passiert, das ist ja auch gut. Nur gar keine Antworten zu bekommen? Da stellt sich bei mir doch das Gefühl ein, dass es überflüssig war.

Das Buch beginnt, nicht wie erwartet mit Lyra, mit Parry. Einem Jungen, der seine Mutter schützen will, einen Mord begeht und durch eine Art Portal verschwinden kann. Er landet in einer neuen Welt, die seiner recht ähnlich ist, in der es jedoch an Erwachsenen fehlt. Er findet ein verlassenes Haus, Essen und beschließt vorerst dort zu bleiben, wo er sicher ist. Dort, in diesem Haus trifft er auf Lyra, die durch Zufall in diese Welt gekommen ist. Sie ist sehr verängstigt und verschreckt. Eigenschaften, die ich bei ihr kaum erwartet hatte, auch wenn es ein neues Umfeld war.

Es dauert ein wenig, bis ich mich in die Handlung eingefunden habe. Der Einstieg mit Parry hat mich verwirrt, ich wollte doch wissen, was mit Lyra ist. Stattdessen taucht wieder ein Kind auf.
Ich bin auch mit dem Großteil des Buches nicht warm geworden und konnte mich nicht einfangen lassen. Ich hatte viel mehr erwartet. Es wurde später noch spannend und mitreißend, hatte seine Höhen und Tiefen, schöne Momente... Aber so richtig hat es mich dennoch nicht begeistern können.

Der Stil ist recht detailreich, manchmal etwas langatmig erzählt. Es sind viele gute Ideen dabei, die auch gut umgesetzt wurden, manchmal hätte ich mir mehr gewünscht, manchmal weniger. Es war schwierig und ich hab mich gefreut, als es später dann spannend wurde. Der Autor schaffte es dennoch mich mitfiebern zu lassen, durch gut gesetzte Wendungen. Aber wie bereits erwähnt: Es war nicht meins.

Sehr gut gefallen hat mir dagegen, dass den Hexen mehr Beachtung geschenkt wurde. Mit Serafina hatte ich zuvor bereits sympathisiert und es war schön, mehr von ihr zu lesen. Es bot eine gute Abwechslung und der Leser erfuhr so einiges über die Frauen.
Auch das Auftauchen des Aeronauten hat mich gefreut, da ich dachte, dass er vollends zur Hintergrundfigur würde. Doch auch er spielte eine wichtige Rolle. Später auch eine traurige.

Die Figuren selbst sind sehr gut dargestellt und ausgereift. Auch ließ sich gut herausfinden, wie man zu den Figuren stehen sollte. Gegen Mrs. Coulter, die im ersten Band schon schlechter wegkommt, entwickelte ich diesmal eine richtige Abneigung. Sie war mir sehr zuwider und tauchte auch laufend auf. Die Frau schien überall zu sein.
Von Lyra war ich etwas enttäuscht, auch wenn der Charakter gut erklärbar ist. Aber ich hatte ein anderes Bild von ihr. Wieso sollte sie sich ängstlich verstecken? Das passte nicht zum ersten Band. Oft trat sie so auf, wie ich es gewohnt war und sie hatte ja auch ihr Alethiometer. Nur war der Umgang mit selbigen auch eigenartig. Und allein die Tatsache, dass sie es sich stehlen ließ, konnte ich nicht begreifen. Da war ich leicht enttäuscht. Ansonsten war sie wie immer, stur, ein bisschen von sich eingenommen, aber dennoch sympathisch.

Ein weiteres Highlight gab es im Labor der Wissenschaftlerin, auch wenn die Umstände, die dazu führten, nicht ganz nachvollziehbar waren. Dennoch, die Darstellung des Staubes war genial und die Bilder wirklich gut. Genauso wie die Öffnung der Durchgänge, die war auch wirklich gut. Das Buch enthält damit einige gute Elemente, die Spaß beim Lesen machten.

Wenig gefallen haben mir die Längen. Teilweise passierte sehr wenig, oder Dinge, von denen ich mich fragte, ob der Autor die nicht hätte weglassen können. Ab und an wirkte es bunt zusammengewürfelt und hätte nicht sein müssen. Wozu überhaupt die Begegnung mit der Wissenschaftlerin? Wieso die vielen »Zufälle«? Das waren mir teils schon zu viele Zufälle. Und dagegen wieder schöne Highlights. Es ging ziemlich rapide auf und ab.


Fans wären wohl doch begeistert und fänden die neue Welt beziehungsweise die Parallelwelten sehr gut (fand ich ja auch). Es ist interessant geschrieben und lässt auch einige Fragen offen, wie es weiter gehen könnte.
Alles in allem nicht ganz mein Fall, weil wir nicht warm geworden sind. Ich werde aber trotzdem den letzten Band lesen.

Dafür 3 von 5 Sternen von mir.  

eure Maria

Sonntag, 6. Januar 2013

Neela - der Prolog

Nachdem ich im letzten Jahr noch die 100 Seiten geschafft hatte, wollte ich auch mal wieder einen Auszug aus meinem derzeitigen Schreibprojekt posten. Der Prolog sollte es diesmal sein =) Quasi frisch geschrieben und noch nicht vollends in seiner Endform, hier vorab für euch! 



Neela

Prolog

»Es war einmal«, begann sie zu erzählen, »ein Turmwächter, der glücklich mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in seinem bescheidenen Haus lebte. Die Jahre strichen ins Land, als eines Tages die Skorpionreiter in ihr Land einfielen. Er schloss sich der Armee seines Herren an und zog mit ihm in die Schlacht, um gegen die Kreaturen zu kämpfte. Siegreich kam er zurück, doch seine Truppe war geschwächt, sie hatten viele Männer verloren. Als der Turmwächter vor seinem Haus ankam, rannten ihm seine Söhne weinend in die Arme. Auch er weinte, glücklich sie wieder zu sehen. Nach kurzer Zeit bemerkte er die traurigen Blicke seiner beiden Angestellten. Die Amme seiner Söhne schien in den letzten Wochen, als er weg war, stark gealtert zu sein. Erst da fiel ihm auf, dass seine Frau nicht neben der Amme stand, dass sie nirgends auf dem Hof zu sehen waren. Der andere Angestellte wich seinem Blick aus, nahm ihm das Pferd ab und machten sich wieder an die Arbeit. Die Amme jedoch starrte ihn an und schüttelte kaum merklich den Kopf. Da begriff der Turmwächter und er drückte seine Söhne noch fester an sich. Er –«
»Was hat er begriffen?« unterbrach sie eine kindliche Stimme.
»Wenn du mich weiter erzählen lässt, wirst du es erfahren«, sagte die Frau streng. Das Mädchen schürzte die Lippen und zog sich die Decke höher, bis unter die Nase. Sie blickte die Frau mit großen Augen an und wartete auf die Fortsetzung der Geschichte.
»Also schön. Er«, setzte die Frau erneut an, »ließ sich von seinen Söhnen in ihr Haus ziehen und berichtete ihnen, so gut er konnte, vom Krieg. Als er sie am Abend ins Bett bringen ließ, setzte er sich anschließend mit der Amme in die Küche und fragte nach seiner Frau. Er wusste, dass sie entweder tot oder verschwunden war. Die Amme bestätigte seinen Verdacht und schilderte ihm, was sich in einer Nacht zugetragen hatten. Die Skorpione kamen in der dunkelsten aller Nächte und sie waren schnell gewesen. Lautlos waren die Reiter ins Haus eingedrungen, hatten mitgenommen, was sie kriegen konnten. Seine Frau hatte den Fehler gemacht und war ihnen entgegen getreten, um sie aufzuhalten und die Kinder zu schützen. Die Reiter hatten sie als Gegenleistung mitgenommen. Der Graf starrte vor sich hin auf den Tisch, spielte mit einem Messer, nach dem er unbewusst gegriffen hatte. »Sie lebte«, flüsterte er. Die Amme legte ihm tröstend eine Hand auf den Arm und entwendete ihm mit der anderen das Messer. Er sah sie nicht an, starrte weiter auf den Tisch. Sie wusste nicht, was sie noch machen konnte, also ging sie schlafen. Am nächsten Morgen war der Turmwächter verschwunden.«
»Wo ist er hin?«, unterbrach sie das Mädchen wieder.
»Willst du die Geschichte nun hören, oder nicht Neela?« Das Mädchen biss sich auf die Lippen und nickte.
»Dann sei ruhig, damit ich sie dir auch erzählen kann«, tadelte die Frau sie.
»Entschuldige«, nuschelte die Kleine. »Ich bin jetzt auch ganz still, versprochen.«
Kritisch musterte die Frau sie und setzte fort. »Er hatte sich aufgemacht seine Frau zu suchen und war mitten in der Nacht noch aufgebrochen. Er hatte sich geschworen sie zu finden und zurück zu holen.
Er wusste, wo er sie finden würde und ritt zielstrebig auf die Grenze zum Niemandsland, damals noch Schattenland genannt, zu.« Das Mädchen machte große Augen, sie hatte bereits viele Geschichten darüber gehört und wusste, wie gefährlich es war. Doch sie sagte nichts und ließ die Frau weiter reden, auch wenn ihr hundert Fragen auf den Lippen brannten. »Es war nicht schwer, die Grenze zu finden und zu passieren. Wie ein Schnitt teilte sie das Land in zwei Hälften. Dahinter lauerten die Gefahren. Doch der Turmwächter kannte sein Ziel und scheute nicht zurück. Das Land, das er betrat, war tot und feindselig. Damals noch mehr als heute. Er wusste von den Skorpionen und Schlangen, ebenso wie von den Harpyien, doch er fürchtete sich nicht. Furcht lockte sie an. Sie konnten es riechen, Kilometer weit gegen den Wind.« Dem Mädchen lief ein Schauer über den Rücken. »Der Turmwächter war mutig und stark. Er wusste, wonach er suchen musste und wie er sich verteidigen konnte, im Falle eines Angriffs. Bald hatte er einen der vielen Höhleneingänge entdeckt. Dieser war unbewohnt, wie er feststellte. Enttäuscht zog er weiter und schmiedete einen Plan, wie er gegen die Kreaturen vorgehen sollte. Wie du weißt, kleine Neela, sind die Skorpione riesig und ihre Scheren sind gewaltige Waffen, zudem haben sie noch ihren todbringenden Stachel. Kein Mensch sollte ihnen blauäugig entgegen treten, wenn ihm sein Leben lieb ist. Unser Turmwächter war alles andere als blauäugig. Sein Plan nahm immer mehr Gestalt an und war vollends entwickelt, als er einen Höhleneingang erreichte, der erst vor kurzer Zeit genutzt worden war. Leise schlich er hinein und begab sich auf die Suche nach den Zellen. Doch es kam alles anders, als er erwartet hatte. Er fühlte sich in den unterirdischen Gängen hoffnungslos verloren und ward bald von den Skorpionen gefunden, die ihn zum Anführer der Reiter brachten. Seine Frau war längst tot, wie er später in seiner Zelle erfuhr, in der der Clan sie vorher eingesperrt hatte. Die Wände waren blutverschmiert und auf dem Boden fand er viele blonde Haarbüschel, die sich seine Frau ausgerissen haben musste. Der Anführer hatte beschlossen ihn ebenfalls zu töten, so wartete der Turmwächter, mut- und kraftlos auf seine Hinrichtung. Eines Abends befreite einer der Reiter ihn, gab ihm alles, was der Turmwächter zu brauchen schien und führte ihn durch die Gänge an die Oberfläche. Der Turmwächter wusste nicht wie ihm geschah, konnte nicht erfassen, was mit ihm passierte, bis er die kühle Abendluft einatmete und die Sterne sah. Da begriff er, dass er frei war und zurück zu seinem Haus konnte, zu seinen Kindern. Dankend trennte er sich von dem Reiter und lief los. Jedoch nicht in die Richtung seiner Stadt, sondern tiefer in das Schattenland hinein. Er sah keinen Sinn drin, ohne seine geliebte Frau zurück zu kehren. Er wollte zu ihr und wenn er dafür sterben musste. Ziellos lief er umher, bis er die Höhlen der Skorpione hinter sich ließ und das Gebirge vor sich aufragen sah. Er musste es überqueren, um die Drachen zu erreichen. Einzig sie konnten ihm noch helfen. Er setzte alle seine Hoffnungen in sie, auch wenn er sich innerlich schon aufgegeben hatte.
Die Berge zu erreichen, war schwieriger als er angenommen hatte. Riesig ragten sie über dem Land auf, die Gipfel wolkenverhangen. Doch der Weg war weit und die Ebene ohne Verstecke. So dauerte es nicht lang, bis die Harpyien ihn ausfindig machten. Sie hatten ihn gerochen, konnten den Tod schmecken, der an ihm haftete. Zu fünft kamen sie, ihn zu holen. Harpyien sind schreckliche Wesen. Die geflügelten Hexen wurden sie genannt. Sie sehen aus, wie Frauen, mit schwarzen Flügeln. Ihr Schrei kann einer ganzen Armee den Tod bringen, wenn sie es wollten. Ihre Klauen sind messerscharf, mit ihnen reißen sie das Fleisch von den Knochen und ihre Flügel sind so gewaltig und kräftig, dass sie mit einem einzigen Schlag Knochen zerbrechen können. Ihre Opfer sind tot, sobald die Harpyien sie erspäht haben. Als der Turmwächter sie sah, wusste er, dass er keine Chance hatte, ihnen zu entkommen. Er blieb stehen und breitete die Arme aus, um die Kreaturen zu empfangen. Die Harpyien setzten kreischend zum Sturzflug an, streckten ihre Krallen nach vorn. Sie lechzten nach Menschenfleisch, ihre Augen glühten. Die Gier loderte in ihren alles sehenden Augen. Der Turmwächter sah seinem Feind entgegen, erwartete ihn. Die Harpyien –«
»Bitte erzähle nicht weiter, Amme«, unterbrach das Mädchen flehend. »Ich mag die Harpyien nicht. Sie machen mir Angst und ich bekomme sicher Alpträume. Erzähle mir lieber etwas schönes und ob der Turmwächter seine Frau wenigstens im Tod wieder gesehen hat.«
»Also gut«, sagte die Frau. »Der Turmwächter starb zwar, aber er sah seine Frau wieder. Es dauerte, ehe er sie unter den Geistern gefunden hatte, aber als es so weit war, ließ er sie nie wieder gehen. Und zusammen lebten sie lange und glücklich in der Ewigkeit. Oft besuchten sie ihre Kinder, sahen mit an, wie sie aufwuchsen und selber Kinder bekamen. Es erfreute die beiden, ihre Kinder fröhlich zu sehen, auch wenn sie kein Teil mehr ihres Lebens waren.« Das Mädchen lächelte.
»Ich will später auch mal ein Geist sein, aber nur, wenn ich dann nicht von Harpyien getötet werden muss«, sagte sie.
»Das hoffe ich auch für dich«, entgegnete die Frau lächelnd.
»Und ich will auch nie nie nie ins Niemandsland. Oder zu den Skorpionen.« Ihre Stimme klang schläfrig, aber bestimmt.
»Schlaf jetzt, kleine Neela. Es ist genug für einen Tag.« Die Frau stand auf, zog die Decke um Neela zurecht und streichelte deren Wange.
»Gute Nacht, Amme«, sagte das Mädchen, dem allmählich die Augenlider schwer wurden. Es kuschelte sich wohlig in die Decke. Es war eingeschlafen, noch ehe die Frau die Kerze auf dem Nachttisch ausgeblasen hatte.

eure Maria Engels

Samstag, 5. Januar 2013

Rezension: "Die Herrin der Zeit" - Sina Beerwald



Endlich mal wieder ein Historischer Schmöker nach den ganzen Fantasybüchern. 




Titel: Die Herrin der Zeit
Autor: Sina Beerwald
Genre: Historischer Roman
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 503
Preis: 8,95€





Der Klappentext:
Wer löst das Geheimnis um die Zeit?
Hamburg 1757: Sehnsüchtig wartet Merit auf die Heimkehr ihres Mannes. Wie viel sicherer wäre die Seefahrt, wenn man endlich die Position eines Schiffes auf See bestimmen könnte? Das britische Königshaus hat ein hohes Preisgeld für eine solche Erfindung ausgelobt. Die junge Mutter hat eine Idee, so genial wie wagemutig. Sie verspricht ihrem Sohn, dem Sternenhimmel das Geheimnis um die Zeit zu entlocken.


Die Rezension:
Nach den ganzen Fantasybüchern fand ich es ganz schön, mal wieder einen Historischen Roman zu lesen. Nur sind sie doch ganz anders und es war etwas ungewohnt ein langsameres Buch zu lesen (ja, es gibt sicher auch viele langwierige Fantasyromane...).Ich hatte  nur von der Autorin etwas mehr erwartet, da sie zu meinen Lieblingen zählt, wenn es um Historische Romane geht. Ganz begeistern konnte mich das Buch leider nicht. Ich war spannenderes von ihr gewohnt.

Es dauerte ein wenig, bis sich der Leser in die Handlung einfand und es interessant wurde, zumindest war es bei mir so. Das Buch dreht sich ja um das Thema Zeit und die Bestimmung des Längengrades, damit die Schiffe sicher über die Meere segeln können. Das wird am Anfang stark ausgeweitet. Sodass ich auch nach wenigen Seiten dachte: »Jaha, ich habe es jetzt verstanden!«. Es wurde aber zunehmend besser und die Wiederholungen waren später auch weniger nervend. Es ist nun mal DAS Thema des Buches, also muss es auch darum gehen.

Das fand ich bei der Umsetzung auch sehr gut. Manche Romane haben zwar ein Hauptthema, aber es dauert eine Ewigkeit, bis es wirklich darum geht, oder es ist nur eine Randnotiz. Dieses Buch befasst sich wirklich intensiv damit und verliert nie den Faden. Trotzdem lässt es noch genug Spielraum, dass die Handlung nicht so eng ist. Auch merkt man, dass die Autorin sich stark mit dem Uhrenbau befasst hat, ebenso mit Der Schifffahrt und dem Sternenhimmel.

Sina Beerwald brilliert mit vielen Details und Erklärungen, schönen Beschreibungen und guten Vergleichen. Sie hat es geschafft, dass Thema verständlich und spannend umzusetzen.
Gut fand ich zudem, dass viele Beschreibungen an das Thema Zeit und Schiffe angepasst waren und so auch beim Leser das Gefühl aufkam, dass in den Köpfen der Personen wirklich diese Themen vorherrschend waren. An manchen Stellen war es eventuell zu viel, vor allem am Anfang, aber vor der Konsequenz das bis zum Ende durchgehalten zu haben, habe ich echt Respekt.

Schade fand ich, dass es kein Personenregister gab, was ich bei Historischen Romanen immer sehr interessant finde, einfach um zu sehen, welche Personen wirklich historisch und welche fiktiv sind. Im Nachwort allerdings geht die Autorin auf ihre Personen ein, was das fehlende Register wieder wett macht.
Es waren auch nie zu viele Personen, wo ein Register noch ein guter Überblick gewesen wäre. Für mich war es leicht sie zu unterscheiden (nur bei Hamilton und Harrison geriet ich leicht ins Straucheln), was nicht zuletzt an den einprägsamen Eigenschaften lag, die jede Person besaß.

Die Personen waren sehr schön ausgearbeitet und gefielen mir gut. Jeder hatte stark ausgeprägte Charaktereigenschaften. Mir gefiel auch die Entwicklung der Personen und die Einbettung in den historischen Kontext, der ja auch gern mal vergessen wird, sehr gut. Oft sind mir die Figuren zu freizügig oder ungewöhnlich für die gegebene Zeit, das ist bei den Beerwald-Büchern definitiv nicht der Fall. Bei ihr könnte alles wirklich so passiert sein und das finde ich schon sehr beeindruckend.

Es hatte an manchen Stellen seine Längen, aber auch spannende Momente. Da wären zum Einen die Briefe. Die fand ich oft spannend, auch wenn ich eine gewisse Abneigung gegen sie hatte, weil der Schreibende so »böse« erschien. Ein kleines Manko in ihnen waren die Vorgriffe auf das Geschehen. Das, was passierte und im Brief angesprochen wurde, hat mich, außer am Ende dann kaum noch mitnehmen können, als es soweit war. Oft saß ich da und dachte mir: »Ja, traurig, aber wusste ich schon.« Ein »Oh nein!« gab es erst gegen Ende. Dennoch eine schöne Idee, die Zeit sprechen zu lassen.
Zum Anderen hat die Autorin es doch geschafft, es spannend zu machen und den Leser mit seinem Verdacht hin und her zu schieben. Das fand ich schon in »Die Goldschmiedin« sehr gelungen, wo ich auch bis kurz vor Ende nicht wusste, wer nun der Gegner ist. In »Die Herrin der Zeit« war ich aber auch oft hin und her gerissen, allein schon, was das Vertrauen zu gewissen Personen anging. Nie konnte ich mir sicher sein, wer gut und wer böse ist. Das gibt in jedem Fall noch einen Pluspunkt.

Einige Sachen fand ich nicht so gut gelungen. An manchen Stellen war es mir auch zu langwierig. Aber alles in allem doch ein gutes Buch, auch wenn es in meinen Augen nicht an »Die Goldschmiedin« oder »Das blutrote Parfum« anknüpfen kann.
Dennoch viele schöne Beschreibungen, ein interessantes Thema und eine gelungene Umsetzung!
Für jeden Historien-, Schifffahrts- und Uhren-Fan allerdings ganz klar meine Empfehlung!

3,5 von 5 Sternen von mir.

eure Maria

Freitag, 4. Januar 2013

Rezension: "Die Assassine" - Joshua Palmatier






Titel: Die Assassine
Autor: Joshua Palmatier
Genre: Fantasy
Verlag: Bastei Lübbe (Batei Verlag)
Seiten: 384
Preis: 7,99€









Der Klappentext:
In den Palästen und Hallen Amenkors herrscht trügerischer Friede. Doch in den Gassen der Unterstadt leben die Menschen in bitterer Armut. Als obdachlose Waise hat Varis gelernt zu kämpfen. Dabei hilft ihr ihre besondere Gabe: Sie kann die wahre Natur der Menschen sehen. Eines Tages tritt ein Meister-Assassine an sie heran und bietet ihr Arbeit an. Varis soll für das Gute töten. Doch was soll sie tun, wenn sie erkennt, dass selbst in den Guten das Böse wohnt?  

Die Rezension: 
Getreu dem Motto: "Erst mal kaufen..." landete auch dieses Buch auf meinem SuB und durfte sich in die Warteschlange einreihen. Aber als ich endlich damit begann, konnte es mich schon nach den ersten Seiten  begeistern und ich musste weiter lesen.

Der Leser landet mitten im Plot, mitten in der Handlung, was mir schon sehr gut gefallen hat. Ich wurde quasi zum Weiterlesen gezwungen. Es fühlte sich seltsam an, wieder einen Ich-Erzähler zu haben, mit dem man hin und her geworfen wurde und alle möglichen Emotionen durchlebte. Die Einstiege waren immer etwas schwierig, aber der Leser findet sich schnell ein und kann gut mir Varis mitgehen.

Varis selbst ist ein starkes, junges Mädchen. Aber auch schreckhaft und zurückhaltend. Sie geht Gefahren lieber aus dem Weg, greift aber an, wenn es um ihr Leben geht. Sie ist ein sehr tiefer Charakter, der auch einige Schwächen aufweist. Sie ist sehr emotional und weint oft. Ab und an habe ich sie auch nicht verstanden und mich gefragt, warum sie das jetzt so bewegt. Gleichzeitig war es auch spannend zu sehen, wie sie den Personen gegenüber tritt und sich bei ihnen verhält. Mir gefiel es meist, dass sie eben nicht so reagierte, wie ich erwartet hatte.
Ihre besondere Fähigkeit ist, dass sie die Welt, wie sie es nennt, als "Fluss" sehen kann. Das heißt, dass alles um sie herum Grau wird und gefährliche Personen, die ihr schaden können, erscheinen Rot. Im Verlauf des Buches lernt sie, mit dem Fluss umzugehen, da es nicht so einfach ist, wie es scheint. Sie lernt ihn gezielter anzuwenden, sich nicht in ihm zu verlieren und Kraft aus ihm zu schöpfen.

Die anderen Personen sind auch alle sehr gut. Sie scheinen alle sehr echt und real, mit eigenen Merkmalen, Stärken und Schwächen. Keiner wirkt aufgesetzt, fehl platziert oder eingeführt, nur weil es an einer Person mangelt. Es wird auch nie unübersichtlich, sind also nie zu viele Personen.

Bis auf die Erzählform ist es sehr gut geschrieben und gut zu lesen. Keine unnötigen Längen oder zu viele Beschreibungen. Die Morde sind meist auch sehr detailliert beschrieben, ebenso die Umgebung und Personen. Der Detailreichtum gefiel mir sehr gut. Es ist gerade richtig, nicht überladen, schön geradlinig und mit einigen tollen Formulierungen. Die Sätze klingen und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Der Autor watet hin und wieder mit Überraschungen auf, reißt den Leser förmlich mit, oder schickt ihn auch mal allein los um etwas zu entdecken. 

Eine Stelle gefiel mir nicht so gut. Ich wollte wissen, wie es weiter geht, da ein Wandel in Varis' Leben stattfand, aber es passierte nichts. Das fand ich recht anstrengend und war froh, als es weiter ging. 

Die zweite Erzählperspektive fand ich ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftig, da auch nicht ganz klar war, wer sie erzählt. An einigen Stellen tauchen Zwischenkapitel auf (ebenfalls im Ich-Erzähler), die ich erst nicht richtig zuordnen konnte. Passiert das parallel? Ist es schon passiert oder wird es noch passieren? Das wurde erst später aufgelöst. Ich fand diese Kapitel an sich richtig gut und spannend, nur wäre ein wenig mehr Klarheit auch nicht schlecht gewesen, auch wenn man irgendwann selbst drauf kommt, wer die erzählt. 

Das Ende. Tja, da wusste ich erst nicht was ich von halten sollte. Kurz vor Schluss war es dann nur noch verwirrend, undurchsichtig und seltsam. Es ging drunter und drüber, es war schwer zuzuordnen um wessen Gedanken es ging und wie es zusammen passt. Als es vorüber war, fand ich es allerdings genial gemacht, egal wie verstörend es zuerst schien. Wirklich gelungen umgesetzt, mit Mut den Leser damit an eine Grenze zu bringen. 

Fazit:
Für mich eine richtig gute Umsetzung der Idee und ich freue mich auf den Folgeband!
4 von 5 Sternen von mir! Ein Buch mit Potential, klare Leseempfehlung von mir!

Rezi Band 2
Rezi Band 3

eure Maria